Anschluss des Flughafen Tegel an das schienengebundene oeffentliche Nahverkehrssystem
Ereignis
Die Kleine Anfrage befasst sich mit den bisherigen Prüfungen, veranschlagten Kosten und Terminplanungen für eine Schienenanbindung des Flughafens Tegel an das öffentliche Berliner Nahverkehrsnetz. Der Senator für Arbeit, Verkehr und Betriebe teilt mit, dass umfangreiche Untersuchungen für U-Bahn, S-Bahn, Fernbahn und M-Bahn durchgeführt wurden, wobei die Kosten für die günstigsten Varianten von U- und S-Bahn jeweils bei rund 400 Millionen DM liegen. Aufgrund eines prognostizierten geringen Fahrgastaufkommens von lediglich 5.000 Fahrgästen pro Tag und Richtung wird zunächst auf eine konkrete Zeitplanung verzichtet und stattdessen die Anbindung kurzfristig durch attraktive Omnibus- und Expressbus-Linien verbessert.
Details & Originaltext
Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 11. Wahlperiode, Drucksache 11/516
Nr. 675
des Abgeordneten Hans-Joachim Kohl (SPD)
über Anschluß des Flughafen Tegel an das
schienengebundene öffentliche Nahverkehrssystèm
Ich frage den Senat:
1. Welche Alternativen hat der Senat für diese Anbindung bis-
her mit welchem Ergebnis geprüft?
2. Wie hoch sind jeweils die veranschlagten Kosten?
3. Welche Terminplanungen liegen vor?
Berlin, den 24. Oktober 1989
Eingegangen am 30. Oktober 1989
Antwort auf die Kleine Anfrage Nr. 675
Im Namen des Senats von Berlin
beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:
Zu 1. bis 3.:
Bereits in der letzten Legislaturperiode wurden umfangreiche Untersuchungen zur Schnellbahnanbindung des Flughafens Tegel durchgeführt. Diese Untersuchungen umfaßten sowohl die U-Bahn, als auch mehrere S-Bahnvarianten, die M-Bahn und die Fernbahn. M-Bahn und Fernbahn wurden aus unterschiedlichen Gründen nicht weiter verfolgt. Kostenermittlungen for die günstigste S-Bahnvariante und den U-Bahnanschluß ergaben jeweils eine Größenordnung um 400 Mio. DM. Da das Fahrgastaufkommen eines solchen Schnellbahnanschlusses nach den erarbeiteten Prognosen lediglich bei etwa 5 000 Fahrgästen pro Tag und Richtung läge, verzichtete der Senat zunächst auf konkrete Zeitplanungen.
Kurzfristig soll die Anbindung des Flughafens Tegel durch attraktive Omnibus-Linien gegebenenfalls auch Expreßbusse und optimierte Umsteigebedingungen zum U- und S-Bahnnetz weiter verbessert werden.
Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, daß Notwendigkeiten, die sich aus aktuellen Entwicklungen ergeben, neue Planungen erfordern.
Berlin, den 16. November 1989
Wagner
Senator für Arbeit, Verkehr und Betriebe
Eingegangen am 27. November 1989
Hinweis
Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.