Neue Linienfuehrung fuer die Busse A 91 und A 41 in Neukoelln

Neue Linienfuehrung fuer die Busse A 91 und A 41 in Neukoelln

Ereignis

Die Kleine Anfrage befasst sich mit den planerischen Hintergründen und den konkreten Routenverläufen einer beabsichtigten Neuordnung der BVG-Omnibuslinien 41 und 91 im Bezirk Neukölln. Grundlage der Restrukturierung ist eine umfassende datengestützte Gesamtplanung des Omnibusnetzes aus dem Jahr 1986, die auf eine schnellere und direktere Anbindung der Wohngebiete an das Rückgrat des Neuköllner Nahverkehrs, die U-Bahnlinie 7, abzielt. Der Senator für Arbeit, Verkehr und Betriebe legt den vorläufigen Planungsstand dar und betont, dass die Maßnahmen trotz vereinzelter Umsteigenotwendigkeiten zu einer flächenhaften Verbesserung der verkehrlichen Erschließung führen.

Details & Originaltext

Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 11. Wahlperiode, Drucksache 11/450

Nr. 596
des Abgeordneten Ekkehard Kittner (CDU)
über neue Linienführung für die Busse A 91 und A 41 in Neukölln

Ich frage den Senat:
1. Welche Gründe sind maßgebend dafür, daß der Bus A 91 und der Bus A 41 in Neukölln eine neue Linienführung bekommen sollen?
2. Wie werden die Linien jeweils ungefähr verlaufen?
3. Welche Gegenden sind dann nicht mehr oder nur eingeschränkt verkehrsmäßig angebunden?

Berlin, den 5. Oktober 1989
Eingegangen am 10. Oktober 1989

Antwort auf die Kleine Anfrage Nr. 596
Im Namen des Senats von Berlin
beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

Zu 1.:
Nach Aussagen der BVG wurde auf der Basis einer im Jahre 1986 durchgeführten umfangreichen Fahrgast- und Haushaltsbefragung (Stichprobe ca. 50 000) in dem darauffolgenden Zeitraum unter Anwendung moderner verkehrswissenschaftlicher Methoden eine rechnergestützte Gesamtplanung des BVG-Omnibusnetzes durchgeführt.
Das in seinen Grundzügen feststehende Netz wird gegenwärtig einer Detailabstimmung mit den Bezirken unterzogen, wobei auch technische Fragen (z. B. Endhaltestellen) zu klären sind. Die Netzkonzeption ist daher als vorläufiger Planungsstand anzusehen, da die Diskussion mit dem Bezirk auch zu anderen Entscheidungen hinsichtlich der Linien 41 und 91 führen kann.
Mit den vorgesehenen Änderungen für diese beiden Linien sollen folgende Ziele erreicht werden:
Die Linie 41 aus Rudow erreicht schon am U-Bahnhof Parchimer Allee die U 7, also 2 U-Bahnhöfe früher als heute. Hiervon profitieren vor allem die Anwohner entlang der Rudower Straße sowie die Besucher des Neuköllner Krankenhauses.
Die Linie 91 aus Buckow wird ebenfalls direkter an die U 7 angebunden, und zwar am U-Bahnhof Blaschkoallee. Fahrten von und zum Buckower Damm (östlicher Eingang des Britzer Gartens) werden durch die bessere Verknüpfung mit der U 7, die das Rückgrat der verkehrlichen Erschließung Neuköllns darstellt, nicht nur für Neuköllner erheblich verkürzt.
Trotz der vorgesehenen Änderungen erreichen beide Linien weiterhin den Hermannplatz und durchqueren den Bezirk in ganzer Länge.
Zwar wird die Hermannstraße und der nördliche Britzer Damm nach diesem Konzept durch die Linie 41 (an Stelle der Linie 91) erschlossen, doch entstehen durch das neue Angebot eher Verbesserungen:
– die heute dichte Taktfolge der Omnibusse im Zuge der Hermannstraße und des Britzer Damms wird beibehalten
– durch die Anbindung der Hermannstraßen-Linie an die U 7 schon an der Blaschkoallee ergeben sich auf der Relation Hermannstraße Britz-Süd/Gropiusstadt/Rudow für viele Fahrgäste Verbesserungen.
Die Nachteile derjenigen Fahrgäste, die bisher mit der Linie 91 direkt ihr Ziel erreichen konnten und künftig zwischen den Linien 41 und 91 umsteigen müssen, fallen mengenmäßig nicht so stark ins Gewicht.

Zu 2.:
Die Omnibuslinie 41 soll folgendermaßen verlaufen:
Rudow-Stadtgrenze, Waltersdorfer Chaussee, U-Bahnhof Rudow, Groß-Ziethener Chaussee, Alt-Rudow, Neuköllner Straße, Rudower Straße, Buschkrugallee, Parchimer Allee, U-Bahnhof Parchimer Allee, Fulhamer Allee, Britzer Damm, Hermannstraße, U-Bahnhof Leinestraße, U-Bahnhof Boddinstraße, U-Bahnhof Hermannplatz.
Die Omnibuslinie 91 soll folgende Linienführung bekommen:
Buckow-Lipschitzallee, U-Bahnhof Lipschitzallee, Kölner Damm, Wildhüterweg, Am Eichenquast, Ringslebenstraße, Buckower Damm, Britzer Damm, Blaschkoallee, U-Bahnhof Blaschkoallee, Buschkrugallee, U-Bahnhof Grenzallee, Karl-Marx-Straße, U-Bahnhof Neukölln, Saalestraße, Sonnenallee, Ziegrastraße, Kiehlufer, Treptower Straße, Harzer Straße, Lohmühlenplatz, Lohmühlenbrücke, Maybachufer, Pannierstraße, Sonnenallee, U-Bahnhof Hermannplatz.
Zu 3.:
Durch die neue Linienführung ergibt sich für Neukölln keine Verschlechterung im Hinblick auf die Erschließung, sondern eine Verbesserung.
Der Neuköllner Norden wird durch den nördlichen Teil der Linie 91 zusätzlich zur schon vorhandenen Linie 4 an das BVG-Netz angeschlossen.
Berlin, den 30. Oktober 1989
Wagner
Senator für Arbeit, Verkehr und Betriebe
Eingegangen am 8. November 1989

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.