Mit einem Hilferuf hat sich Sigrid Nikutta, die neue Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), an die Politik gewandt. Nach ihren Angaben hat es in diesem Jahr von Anfang Januar bis Ende Oktober bereits 547 Übergriffe auf Beschäftigte des Landesunternehmens gegeben. Damit ereigneten sich im Durchschnitt fast zwei Attacken pro Tag. „Aus meiner Fürsorgepflicht für mein Personal heraus möchte ich Sie bitten, uns dabei zu helfen, diese Angriffe abzustellen“, schrieb Nikutta den Sozialdemokraten, die sich jüngst zum Landesparteitag getroffen haben. „Es muss gesellschaftlich geächtet sein, einen BVG-Mitarbeiter anzugreifen.“ In ihrem Brief beschrieb die seit Anfang Oktober amtierende Vorstandsvorsitzende den Alltag der Gewalt. „Ein Fahrgast …
(Berlin, 16. November 2010) Wie in den vergangenen Jahren setzt die DB Regio AG Nordost auch in diesem Jahr wieder Sonderzüge zum Dresdner Striezelmarkt ein.
Der Striezelmarkt in Dresden ist vom 25. November bis 24. Dezember, Montag bis Sonntag von 10 bis 21 Uhr, am 25. November ab 16 Uhr und am 24. Dezember von 10 bis 14 Uhr geöffnet.
Die Sonderzüge starten in Berlin Gesundbrunnen jeweils um 9.05 Uhr nach Dresden Hbf an den Adventswochenenden 27./28. November, 4./5. Dezember, 11./12. Dezember und 18./19. Dezember mit Halt in Berlin Hbf (tief), Berlin Potsdamer Platz, Berlin Südkreuz, Zossen, Doberlug-Kirchhain und Elsterwerda.
Von Dresden Hbf zurück nach Berlin Gesundbrunnen geht es am 27./28. November, 4. und 11. Dezember jeweils um 18.30 Uhr und am 12. Dezember sowie am 18./19. Dezember jeweils um 18.27 Uhr mit den Unterwegshalten: Elsterwerda, Doberlug-Kirchhain, Zossen, Berlin Südkreuz, Berlin Potsdamer Platz und Berlin Hbf (tief). Am 5. Dezember startet der Sonderzug von Dresden Hbf bereits um 18 Uhr ohne Halt in Elsterwerda, Doberlug-Kirchhain und Zossen.
Als Tarif-Tipp empfiehlt sich das Schönes-Wochenende-Ticket. Bis zu fünf Personen oder Eltern/Großeltern mit allen eigenen Kindern/Enkeln (unter 15 Jahren) können mit dem Schönes-Wochenende-Ticket fahren.
Informationen zu den einzelnen Abfahrts- und Ankunftszeiten des Sonderzuges und zum Schönes-Wochenende-Ticket erhalten Interessierte unter anderem im Internet unter www.bahn.de oder telefonisch beim Kundendialog DB Regio Nordost unter Telefon 0331 235 6881 oder -6882.
Länger als eine Stunde haben die Leute vom Bezirksamt mit etwa 50 Anwohnern der Kastanienallee diskutiert, alle kennen sich und auch die Argumente der anderen. Da stellt Sebastian Mücke, der in der Kastanienallee drei Läden führt, dem Pankower Stadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne) die Frage: „Woher nehmen Sie das Recht, die Bevölkerung so zu traktieren?“ Da muss der schlagfertige Kirchner kurz schlucken. Dabei war doch allen klar, es wird wieder Streit geben. Seit 2007 wird geplant, die Kastanienallee in Prenzlauer Berg umzubauen. 1,5 Millionen Euro können ausgegeben werden, um Gehwege auszubessern, Parkbuchten, sowie Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Tram-Haltestellen und neue Leuchten zu bauen. Auch die Wasserleitungen werden erneuert. Das Geld kommt aus dem Programm städtebaulicher Denkmalschutz. Ende des Monats beginnen die Arbeiten, Ende 2012 sollen die Arbeiten auf einer Länge von 650 Metern zwischen …
ZEUTHEN. Matthias Platzeck war anfangs kaum zu hören. „Lauter, lauter“, schallte es dem SPD-Ministerpräsidenten aus der Menge der Demonstranten entgegen. Seine ersten Worte gingen im Fluglärm unter. Der Krach kam aber nicht vom Himmel, sondern von einem Traktor-Anhänger, auf dem die Veranstalter über Lautsprecher das Dröhnen eines startenden Düsenjets abspielten. Am Sonnabend war Platzeck auf die Abschlusskundgebung der Flugroutengegner nach Zeuthen (Dahme-Spreewald) gekommen. Etwa 3000 Menschen aus Brandenburger Gemeinden und Berlin nahmen an einer „Lärmparade“ teil, mit der sie gegen die von der Deutschen Flugsicherung (DFS) vorgeschlagenen Abflugrouten für den neuen Großflughafen BBI in Schönefeld protestierten. Ursprünglich sollte Zeuthen vom Fluglärm nicht betroffen sein. Doch nach den neuen Plänen sollen die startenden Jets den Ort …
Die Deutsche Bahn bekommt im Fernverkehr weitere Konkurrenz. Bex nennt sich der kühne Wettbewerber, der sich traut, den ICE und IC-Zügen des Staatskonzerns ab 2011 auf mehreren Strecken Paroli zu bieten. Obendrein in den angestammten DB-Farben rot-weiß, mit denen die Bahn ihre Fernzüge durchs Land schickt. Wer ist dieser mutige Konkurrent? Es ist – die Bahn selbst. Hinter Bex steckt die Bayern Express & P. Kühn Berlin GmbH, eine DB-Tochter, die seit 50 Jahren im Fernverkehr unterwegs ist, jedoch nicht auf Schienen, sondern mit Fernbussen. Warum macht sich die Bahn selbst Konkurrenz? Im nächsten Jahr will die Bundesregierung eine rund 90 Jahre alte Regelung im Personenbeförderungsgesetz streichen: Die besagt, dass eine Fernbuslinie in Deutschland nur erlaubt ist, wenn diese eine wesentliche Verbesserung bereits vorhandener Eisenbahnstrecken darstellt. Damit soll die Staatsbahn geschützt werden, mit Erfolg. Tatsächlich gibt es bis auf wenige Ausnahmen nur wenige Fernbuslinien in Deutschland. Das wird sich ändern, zumal das Bundesverwaltungsgericht im Juni eine …
In den zwei ersten Monaten seit der Einführung des 10 Euro-Tickets für die Fahrt zwischen Berlin und Stettin hat sich das neue Angebot bereits bewährt: Die Zahl der verkauften Fahrausweise auf dieser Strecke ist deutlich gewachsen. Insgesamt wurden im September 2010 rund 4.000 10 Euro-Tickets verkauft. Das ist im Vergleich zum Vorjahresmonat eine deutliche Steigerung um rund 400 Prozent. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und DB Regio haben das 10 Euro-Ticket Berlin-Stettin im August neu eingeführt. Seit dem 1. August 2010 kostet die Einzelfahrt zwischen Berlin AB und Stettin statt 16,70 Euro nur noch 10 Euro. Diese Preissenkung hat viele Reisende überzeugt: Bereits im ersten Monat der Einführung des 10 Euro-Tickets verdoppelte sich die Zahl der verkauften Fahrausweise auf rund 2.300, im September verfünffachte sich die Zahl sogar im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das Konzept sei aufgegangen, freut sich der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, Hans-Werner Franz: „Um die Strecke attraktiver und konkurrenzfähig zum Minibus- und Autoverkehr zu machen, haben wir gemeinsam mit DB Regio die deutliche Preissenkung um 40 Prozent gewagt. Die positive Bilanz der ersten zwei Monate ist sehr erfreulich und zeigt, dass es lohnt, die Verbindung zwischen Berlin und Stettin aufzuwerten. Stettin als nächstgelegene Großstadt ist für unsere Hauptstadtregion ein ebenso interessantes Reiseziel wie es Berlin für die Stettiner ist.“ Wichtig sei, so Franz weiter, dass nun auch die Elektrifizierung und der Ausbau des eingleisigen Streckenabschnitts zwischen Passow und Stettin vorangetrieben werden. Hier müsse endlich ein entsprechender Staatsvertrag zwischen der Bundesregierung und Polen unterzeichnet werden. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 wird das Zugangebot auf der Strecke neu geordnet. Statt zwei wird es täglich drei Direktverbindungen von Berlin nach Stettin und zurück geben. Reisende können künftig beide Städte morgens, mittags und abends ohne umzusteigen gut erreichen. Die Fahrzeit beträgt in der Regel weniger als zwei Stunden. Die Einzelfahrt im Ermäßigungstarif Berlin AB – Stettin kostet 7,50 Euro, ein Angebot zum Beispiel für Kinder von 6 bis einschließlich 14 Jahren sowie für Inhaber der BahnCards 25 und 50 oder der polnischen REGIOkarta. Der Preis der Tageskarte (eine Hin- und Rückfahrt) beträgt 20 Euro (ermäßigt 15 Euro). Für die Verbindungen von Potsdam AB oder Berlin Schönefeld Flughafen nach Stettin kostet die Einzelfahrt 11,40 Euro, im Ermäßigungstarif 8,50 Euro und die Tageskarte 22,80 Euro, im Ermäßigungstarif 17,00 Euro. Die Einzelfahrausweise und Tageskarten des VBB-Tarifs von und nach Stettin werden auch im Stettiner Stadtverkehr (in den Straßenbahnen und Bussen) anerkannt (Pressemeldung VBB, 16.11.10).