Jörg Haspel ist nicht gerade für pathetische Worte bekannt. Doch als es gestern um die Grabungen vor dem Roten Rathaus ging, konnte der Landeskonservator vor Begeisterung kaum an sich halten. Was dort ans Tageslicht geholt worden ist, sei „spektakulär und weit über Berlin hinaus wertvoll“, sagte er im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr. Natürlich hätten die Archäologen gewusst, dass an diesem Ort das alte Berliner Rathaus stand. Doch dass dessen Reste so umfangreich und gut erhalten sind, habe auch ihn überrascht, so Haspel. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) hält sich die Freude jedoch in engen Grenzen. Dort, wo auch 2011 noch gegraben werden soll, wollen sie den U-Bahnhof Berliner Rathaus errichten. BVG-Chefin Sigrid Nikutta schloss nicht aus, dass sich das Projekt nun verzögert – und damit auch die Verlängerung der U 5. „Das Rathaus war nach der Nikolai- und der Marienkirche das größte Gebäude im …
Neben den zahlreichen Protesten gegen den drohenden Fluglärm des künftigen Hauptstadtflughafen wird auch Kritik am Zugverkehr zum Flughafen BBI laut. Am Dienstag verhandelt das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg zwei Klagen zur östlichen Schienenanbindung des Flughafens Berlin Brandenburg International. Zur BBI-Eröffnung 2012 sollen neben den S-Bahnen sogenannte Airport-Express-Züge aus dem Tiefbahnhof direkt unter dem Passagierterminal in 30 Minuten in die Berliner Innenstadt fahren. Später sollen Züge in zwanzig Minuten zwischen dem BBI und dem Hauptbahnhof pendeln und auch ICE-Hochgeschwindigkeitszüge in den Bahnhof einfahren. Der Berlin-Brandenburgische Bahnkundenverband klagt gegen den Bau einer Bahntrasse der geplanten Fernbahn, die vom Flughafen in Richtung …
Die Fluglärmkommission für den Flughafen Schönefeld muss sich einen neuen Vorsitzenden suchen: Bernd Habermann, der dieses Ehrenamt vor sechs Jahren übernommen hatte, ist zurückgetreten. Das teilte der Brandenburger Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) gestern mit. Der frühere Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow habe dies mit Interessenkollisionen begründet – „zwischen einer möglichst neutralen Amtsführung und der Vertretung der am schwersten betroffenen Gemeinde Blankenfelde-Mahlow“. Als der Vorsitzende 2004 sein Amt antrat, sei ihm klar gewesen, „dass dieses Amt nicht immer nur Ehren einbringen wird“. Wohl wahr: Habermann musste sich Kritik und …
Flugsicherung untersucht Alternativen zum Routenkonzept Peter Neumann
Die Lichtenrader, Zeuthener und viele andere Bürger, die sich vor Fluglärm fürchten, können hoffen. Denn nach Informationen der Berliner Zeitung rechnet die Deutsche Flugsicherung (DFS) noch einmal nach und überprüft an einigen Stellen ihr Flugroutenkonzept, das für Unmut gesorgt hat. Mit Hilfe von neuen Bevölkerungszahlen und anderen aktualisierten Daten wird nun kalkuliert, ob bestimmte Streckenänderungen dazu führen könnten, dass weniger Menschen als bisher erwartet mit dem Krach von Flugzeug-Triebwerken belastet werden. Damit die hitzige Debatte nicht weiter aufgepeitscht wird, hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) der DFS einen Maulkorb verpasst. Funkstille herrscht aber nicht, hieß es am Freitag in der Brandenburger Landesregierung. „Auf der Arbeitsebene gibt es gute Kontakte mit der …
(Berlin, 18. November 2010) Wegen Bauarbeiten am 20. November gelten folgende Fahrplanänderungen:
Die Linie RE 2 wird geteilt. Die von/nach Rathenow fahrenden Züge werden umgeleitet und beginnen/enden in Berlin Hauptbahnhof. Der Halt in Berlin Zoologischer Garten entfällt. Die von/nach Königs Wusterhausen fahrenden Züge enden/beginnen in Berlin Zoologischer Garten.
Die Linie RB 14 wird geteilt. Die nach/von Nauen fahrenden Züge werden umgeleitet und beginnen/enden in Berlin Hauptbahnhof. Die Halte in Charlottenburg und Berlin Zoologischer Garten entfallen. Die nach/von Berlin Schönefeld fahrenden Züge beginnen/enden in Berlin Zoologischer Garten.
Von den Fahrplanänderungen sind teilweise auch andere Linien und andere Termine betroffen.
Reisenden wird empfohlen, sich vor Antritt der Fahrt rechtzeitig zu informieren.
Über diese Fahrplanänderungen informiert die Deutsche Bahn im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten. Fragen beantwortet der Kundendialog DB Regio Nordost unter Telefon 0331 235 6881 oder -6882. Zusätzlich sind die Informationen auch per Handy unter bauarbeiten.bahn.de/mobile abrufbar.
(Berlin, 18. November 2010) Wegen Gleisbauarbeiten der DB Netz AG kommt es vom 19. November bis 22. November zu Einschränkungen für S-Bahn-Fahrgäste.
Vom 19. November, 22 Uhr, durchgehend bis 22. November, 1.30 Uhr, fahren Busse auf Abschnitten der S1, S46 und S47.
Die Züge der S1 werden zwischen Waidmannslust und Schönholz durch Busse ersetzt. Zwischen Frohnau und Waidmannslust besteht S-Bahn Pendelverkehr im 20-Minutentakt.
Die Züge der S46 werden zwischen Zeuthen und Königs Wusterhausen durch Busse ersetzt.
Die Züge der S47 werden zwischen Schöneweide und Spindlersfeld durch Busse ersetzt.
Die Züge der S5 werden vom 19. November, 22 Uhr, durchgehend bis 20. November, 20 Uhr, zwischen Fredersdorf und Strausberg durch Busse ersetzt.
Reisenden wird empfohlen, sich vor Antritt der Fahrt rechtzeitig zu informieren. Informationen gibt es unter www.s-bahn-berlin.de und am S-Bahn-Kundentelefon unter 030 / 29 74 33 33.
(Berlin, 17. November 2010) Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger, die Bürgermeisterin der Stadt Strausberg, Elke Stadeler, und Dr. Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, weihten heute das energetisch sanierte Empfangsgebäude des Bahnhofs Strausberg ein. Das fast hundert Jahre alte Empfangsgebäude verbraucht nun, nach Dämmung von Putzfassade und Kellerdecke sowie durch die Fenstererneuerung, fast 35 Prozent weniger Energie. Das bedeutet 25 Tonnen weniger Kohlendioxid-Emissionen im Jahr. Die neugestaltete Bahnhofshalle gibt der Station, die täglich von knapp 10.000 Reisenden und Pendlern im Regional- und S-Bahnverkehr genutzt wird, ein frisches Erscheinungsbild und sorgt für einen angenehmeren Aufenthalt.
Die Bauarbeiten begannen im II. Quartal dieses Jahres. Das Vorhaben wurde zu zwei Dritteln aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung und zu einem Drittel von der Deutschen Bahn finanziert. Insgesamt wurden rund 468.000 Euro investiert.
Neben dem Einsatz von Verbund-Sicherheits-Glas für Fenster und Außentüren erhielt die Außenfassade ein modernes Wärmedämmverbundsystem mit Putzoberfläche. Die Treppe am Haupteingang wurde vollständig erneuert. In der Empfangshalle wurden die Fensterelemente der Vermietungsbereiche hin zur Empfangshalle ersetzt. Ein abgesetzter Fliesensockel verziert nun die Wandflächen. Weitere Arbeiten betrafen den Fußboden mit Fußbodenbelag, die Unterdecke mit Beleuchtung und die Beplankung der Wandflächen.
Bereits vor dem Konjunkturprogramm war das Dach des Empfangsgebäudes saniert und der Bahnhofsvorplatz neu gestaltet worden.