Berliner Fahrgastverband IGEB fordert Erhalt und Ausbau der Busspur „Unter den Eichen“ in Steglitz-Zehlendorf, aus IGEB

07.05.2026

https://www.igeb.org/pressedienst/igebpresse_20260507.html

Der Berliner #Fahrgastverband #IGEB kritisiert die Absicht des Berliner Senats scharf, den Sonderfahrstreifen „#Radweg, #Linienverkehr frei“ auf der Straße Unter den #Eichen zurückbauen zu wollen. Mit einem #Rückbau würde nicht nur der #Radverkehr geschwächt, sondern zugleich auch der #Busverkehr
verschlechtert. Denn der Fahrstreifen wird heute ebenfalls von Linienbussen genutzt und dient damit der Sicherheit und Attraktivität von Rad- und Busverkehr.
Statt den #Umweltverbund (Fuß-, Rad- und öffentlicher Verkehr) als bereits heute stärkste Gruppe unter den Verkehrsmitteln gezielt zu stärken, verfolgt der Senat erneut eine #rückwärtsgewandte #Verkehrspolitik zugunsten des motorisierten Individualverkehrs.


Der Berliner Fahrgastverband IGEB fordert deshalb, statt Rückbau vielmehr den konsequenten Ausbau der bestehenden Sonderfahrstreifenlösung. Konkret:

  • Verlängerung der gemeinsamen Sonderspur für Busse und Radfahrende nach Nordosten bis an
    die Kreuzung Schloßstraße/Wolfensteindamm
  • Neuordnung der Fahrstreifen im Bereich der Ausfahrt der A103 unter Beibehaltung eines einzigen
    Fahrstreifens als Zuwegung Richtung Unter den Eichen

Der heutige Engpass entsteht gerade dadurch, dass der motorisierte Individualverkehr erst am Ausgangspunkt des jetzigen Radfahrstreifens in Höhe Am Fichtenberg zusammengeführt wird. Durch eine klare und frühzeitige Fahrstreifenordnung ließe sich dieser Flaschenhalseffekt reduzieren.
Gleichzeitig hätten Busse und Radfahrende bereits ab dem Bereich Schlossparktheater eine leistungsfähige eigene Spur.

Darüber hinaus fordert der Berliner Fahrgastverband IGEB, dass die Sonderspur auch in Richtung Südwesten verlängert wird, um in Zehlendorf einen Anschluss an die bestehende Busspur in der Berliner Straße hinter der Charlottenburger Straße herzustellen.

Statt bestehende Angebote für sicheren und attraktiven Bus- und Radverkehr zurückzunehmen, braucht Berlin mehr Fahrstreifen für die umweltfreundlichen Verkehrsmittel – nicht weniger.