S-Bahn: Die schnelle Anbindung für Treptow-Köpenick: 10-Minuten-Takt für die S47, aus Senat

Frage 1:
Welche Pläne verfolgt der Senat für die #Taktverdichtung der #S47 zwischen den Bahnhöfen #Schöneweide und #Spindlersfeld? Welche Priorität misst der Senat einer Taktverdichtung bei, und wurden hierzu bereits Gespräche mit der Deutsche Bahn AG geführt?
Antwort zu 1:
Für die #S-Bahn-Strecke von Schöneweide bis Spindlersfeld wird ein #zweigleisiger Ausbau und die Einrichtung einer zweiten #Bahnsteigkante im Bahnhof Spindlersfeld als potenzielle #Langfristmaßnahme betrachtet. Damit wird dann ein Betrieb der S47 im #10-Minuten-Takt möglich. Dieses Vorhaben gehört derzeit aber nicht zu den prioritären Maßnahmen zur Beseitigung von #Engpässen im #S-Bahnnetz. Die für Mobilität zuständige Senatsverwaltung hat jedoch hinsichtlich des langfristig geplanten zweigleisigen Ausbaus bereits Gespräche mit der Deutschen Bahn AG – vorrangig im Zuge der
#Flächensicherung – geführt. Das Land Berlin strebt einen deutlichen Ausbau der Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs an. Das beinhaltet auch eine zukunftstaugliche Weiterentwicklung des gesamten Netzes der S-Bahn. Für den zweigleisigen Ausbau der Strecke Schöneweide – Spindlersfeld werden die Flächen über den Flächennutzungsplan Berlin abgesichert.


Frage 2:
Teilt der Senat die Auffassung, dass die großen Bauvorhaben in Treptow-Köpenick, und ganz besonders rund um
die Bahnhöfe Spindlersfeld und #Oberspree dazu führen, dass die S47 in Zukunft im 10-Minuten-Takt verkehren
muss, um den derzeitigen und den künftigen Bewohner*innen eine gute Alternative zum Individualverkehr anbieten
zu können?
Antwort zu 2:
Nein. Die S47 leistet einen guten Beitrag für die Erschließung durch den öffentlichen
Personennahverkehr (#ÖPNV) im Umkreis der S-Bahnhöfe Spindlersfeld und Oberspree. Die
aktuelle und prognostizierte #Verkehrsnachfrage kann mit dem bestehenden Verkehrsangebot
gut abgedeckt werden. So ist beispielsweise die Realisierung der „Wasserstadt Spindlersfeld“
bereits in Teilen erfolgt. Eine zwingende prioritäre Taktverdichtung konnte daraus bisher nicht
abgeleitet werden.
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Züge von und nach Spindlersfeld entsprechend
bisheriger #Nachfrageerhebungen ausreichend freie Platzkapazitäten aufweisen. Zudem konnte
mit der Auslieferung von #Neufahrzeugen der Baureihe #483/484 die Zuglänge auf der Linie S47
von vier auf sechs Wagen erhöht werden, was einer Kapazitätserweiterung um rund 50 % je
Fahrt entspricht.
Frage 3:
Welche Bedarfe für eine Taktverdichtung auf der S47 ergeben sich durch das Bauvorhaben der DIE AG auf dem
#Peter-Behrens-Areal in Oberschöneweide, und die geplante #Wilhelminenhofbrücke zwischen #Oberschöneweide
und #Niederschöneweide?
Antwort zu 3:
Eine Takterhöhung der S47 nimmt für das genannte Bauvorhaben eher keine vorrangige
Bedeutung ein, da die #S-Bahnhalte derzeit nicht auf direktem kurzen Weg im Sinne der
#Erschließungsstandards des Berliner Nahverkehrsplanes erreichbar sind. Die Realisierung der
Wilhelminenhofbrücke würde die Zugänglichkeit verbessern. Es sei jedoch darauf hingewiesen,
dass selbst mit Umsetzung der Wilhelminenhofbrücke immer noch Wege von ca. 750 m zur
Erreichbarkeit der S47 zurückgelegt werden müssten.
3
Frage 4:
Gibt es Pläne seitens der Deutsche Bahn AG sowie der #S-Bahn Berlin GmbH für eine Taktverdichtung der S47
zwischen den Bahnhöfen Schöneweide und Spindlersfeld?
Antwort zu 4:
Die DB AG teilt hierzu mit:
„Die Taktverdichtung der S47 sowie die damit verbundene Sicherstellung der Finanzierung der
notwendigen #Schieneninfrastruktur obliegt dem Land Berlin als #Aufgabenträger für den
#Schienenpersonenverkehr. Bisher sind der DB #Netz AG keine konkreten Pläne zur
#Angebotsverdichtung bekannt.“
Frage 5:
Gibt es seitens des Senats und/oder der Deutsche Bahn AG und/oder der S-Bahn Berlin GmbH Überlegungen,
die Strecke #zweigleisig auszubauen?
Antwort zu 5:
Es wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen.
Die DB AG teilt hierzu mit:
„Bei der DB AG sind bisher keine Anforderungen seitens des Landes Berlin bekannt
entsprechende Untersuchungen zum Streckenausbau durchzuführen.“
Frage 6:
Welche baulichen Veränderungen wären zwischen den Bahnhöfen Schöneweide und Spindlersfeld erforderlich, um
einen 10-Minuten-Takt zwischen den Bahnhöfen Spindlersfeld und Schöneweide zu ermöglichen?
Antwort zu 6:
Die DB AG teilt hierzu mit:
„Der notwendige Ausbauumfang kann im Rahmen von konkreten Untersuchungen ermittelt
werden. Eine entsprechende #Untersuchung ist nicht beauftragt.“
Frage 7:
Welcher #Zeithorizont wäre für die Realisierung einer Taktverdichtung oder eines zweigleisigen Ausbaus zu
erwarten?
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Antwort zu 7:
Die DB AG teilt hierzu mit:
„Kann derzeit nicht benannt werden. Der Zeithorizont ist unter anderem abhängig vom
notwendigen #Ausbauumfang aber auch von der Bereitstellung möglicher finanzieller Mittel.“
Frage 8:
Wann wurde das zweite Gleis am Bahnhof Oberspree abgebaut, und befinden sich die damals benötigten
Flächen noch im Besitz der Deutsche Bahn AG?
Antwort zu 8:
Die DB AG teilt hierzu mit:
„Nach derzeitigem Kenntnisstand befinden sich die Flächen noch im Besitz der DB.“
Frage 9:
Gibt es am Bahnhof Spindlersfeld ausreichend Platz im Besitz der Deutsche Bahn AG, um ggf. ein weiteres Gleis
realisieren zu können?
Antwort zu 9:
Die DB AG teilt hierzu mit:
„Im Bahnhof Spindlersfeld gibt es Flächen, die der DB zugeschieden sind. Ob diese in jedem
Fall ausreichend sind, kann im Rahmen von konkreten Untersuchungen ermittelt werden. Eine
entsprechende Untersuchung ist nicht beauftragt.“

Berlin, den 07.07.2022
In Vertretung
Dr. Meike Niedbal
Senatsverwaltung für
Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz

www.berlin.de

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