Das Schönefelder Flughafenprojekt verschafft nicht nur Bauleuten, sondern in zunehmenden Maße auch Juristen Arbeit – und Geld. Gestern bestätigte das Bundesverwaltungsgericht, dass dort kurz vor Weihnachten drei weitere Klagen eingetroffen sind. Erstmals haben auch eine Gemeinde und deren Wohnungsbaugesellschaft diesen Weg gewählt. Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) und Gewog-Chef Carsten Fischer sind gemeinsam mit zwei Bürgern aus ihrem Ort vor Gericht gezogen, um gegen die geplanten Flugrouten vorzugehen. Dagegen richten sich auch die beiden übrigen Klagen. Eine stammt von einem weiteren Kleinmachnower, die andere von einem Rangsdorfer. Hätten sie alle Erfolg, könnte dies für den Flughafenbau fatal sein: In letzter Konsequenz müsste das Schönefelder Großprojekt beendet werden. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass es hier um ein extrem …
Das Schönefelder Flughafenprojekt verschafft nicht nur Bauleuten, sondern in zunehmenden Maße auch Juristen Arbeit – und Geld. Gestern bestätigte das Bundesverwaltungsgericht, dass dort kurz vor Weihnachten drei weitere Klagen eingetroffen sind. Erstmals haben auch eine Gemeinde und deren Wohnungsbaugesellschaft diesen Weg gewählt. Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) und Gewog-Chef Carsten Fischer sind gemeinsam mit zwei Bürgern aus ihrem Ort vor Gericht gezogen, um gegen die geplanten Flugrouten vorzugehen. Dagegen richten sich auch die beiden übrigen Klagen. Eine stammt von einem weiteren Kleinmachnower, die andere von einem Rangsdorfer. Hätten sie alle Erfolg, könnte dies für den Flughafenbau fatal sein: In letzter Konsequenz müsste das Schönefelder Großprojekt beendet werden. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass es hier um ein extrem …
Bei der Berliner S-Bahn hat sich der Fahrzeugmangel weiter verschärft. Gestern früh kamen lediglich 254 Viertelzüge, das sind 508 Wagen, in den Einsatz. Bis auf die S 41 und S 42, wo ein Zehn-Minuten-Takt galt, konnten sämtliche S-Bahn-Linien nur alle 20 Minuten befahren werden. „Die Lage ist weiter angespannt. Es gibt keine Reserven“, sagte ein Bahnsprecher. Dabei bleibe es auf absehbare Zeit. Wie die S-Bahn nach den Ferien den Berufsverkehr bewältigen will, blieb offen. In diesem Monat habe es bereits rund 800 Antriebsstörungen gegeben, hieß es. Weil Schnee in die Technik eindringt und Kurzschlüsse verursacht, fallen immer wieder …
MAHLOW. Lange Zeit hat sich die rot-rote Landesregierung in Potsdam geweigert, zwischen Mahlow (Teltow-Fläming) und Berlin-Lichtenrade die letzte Lücke im Mauer-Radweg zu schließen. Die S-Bahnstrecke, die seit der Wende wieder über Lichtenrade hinaus über den einstigen Mauerstreifen führt, zwang Radfahrer bisher, einen 1,6 Kilometer langen Umweg über holprige Straßen zu nehmen. Seit gestern aber ist klar, dass der Lückenschluss kommt. Nicht Brandenburg, sondern Berlin erklärte sich bereit, die rund eine Million Euro für einen Tunnel unter der Dresdener Bahn zu finanzieren. „Ja, es stimmt. Wir haben Finanzmittel eingeplant“, sagte gestern ein Sprecher der Senatswirtschaftsverwaltung. Das Geld stamme aus Fördertöpfen des Bundes und der EU. Voraussetzung sei aber, dass in Brandenburg die …
5.50 Uhr, Wache der Autobahnpolizei, Rudolstädter Straße. Es ist dunkel, es ist kalt. Eigentlich möchte man im Bett bleiben. Doch Hunderttausende haben keine Wahl, sie müssen arbeiten. Das gilt auch für Oberkommissar Holger Konrad und Kommissar Michael Breitenstein. Die Autobahnpolizisten melden sich in ihrer Wilmersdorfer Wache zur Streifenfahrt. Es riecht nach Filterkaffee. „Morgen“, sagt Konrad. Mit einem Mettbrötchen in der Hand studiert der 44-Jährige die Aushänge. Auf einem steht, dass am Dreieck Neukölln eine elektronische Hinweistafel nicht funktioniert. Der rote Schrägbalken, der eine rechte Fahrspur gesperrt hat, geht nicht wieder weg. Pech für die Autofahrer, sie dürfen die Fahrspur nicht nutzen. „Defekte Festplatte am Zentralrechner“, liest Konrad. „Dauer: mindestens zwei Tage“. So was kommt immer wieder vor, sagt jemand in der Wache. 6.45 Uhr, A 100. Rote Bremslichter, wohin das Auge schaut. Konrad und Breitenstein haben hinter der Anschlussstelle …
Wenn die nächste S-Bahn wieder mal lange auf sich warten lässt, lassen immer mehr Reisende ihren Ärger an Mitarbeitern des Verkehrsunternehmens aus. Das berichtete Heiner Wegner von der Gruppe Transparenz für die Basis, die im S-Bahn-Betriebsrat vertreten ist, am Donnerstag. „Bei allem verständlichen Ärger ist es für uns nicht hinnehmbar, dass die Kolleginnen und Kollegen immer wieder von Fahrgästen beschimpft und beleidigt werden.“ „Wir arbeiten bis an die Grenzen der physischen und psychischen Belastbarkeit. Wenn wir dann auch noch von den Fahrgästen in ungehöriger Weise attackiert werden, fehlt uns hierfür jegliches Verständnis“, so Wegner. Der Berliner Fahrgastverband IGEB bat ebenfalls die Reisenden, sich zurückzuhalten – auch wenn der …
Strecke zwischen Berlin und Hannover in der Nacht zum Heiligabend über Stunden gesperrt / Oberleitungsschäden aufgrund von Eisregen setzte rund 725 Fahrgäste in fünf Fernverkehrszügen fest Überspringen: Strecke zwischen Berlin und Hannover in der Nacht zum Heiligabend über Stunden gesperrt / Oberleitungsschäden aufgrund von Eisregen setzte rund 725 Fahrgäste in fünf Fernverkehrszügen fest Evakuierung der Reisenden wurde in Abstimmung mit dem THW aufgrund vereister Straßen verworfen / Alle liegengebliebenen Züge waren durchgängig mit Strom versorgt und beheizt / Arbeiten zur Freiräumung der Strecke laufen / Bahn entschädigt Reisende
(Berlin, 24. Dezember 2010) Rund 725 Fahrgäste in fünf DB-Fernverkehrszügen mussten in der Nacht vom 23. auf den 24. Dezember über mehrere Stunden auf die Weiterfahrt warten. Zwischen Berlin und Hannover hatte einsetzender Eisregen zu einer Oberleitungsstörung geführt, die gegen 0:20 Uhr einen IC-Zug bei Stendal zum Anhalten zwang. Vier weitere ICE mussten ebenfalls auf freier Strecke ihre Fahrt von oder nach Berlin unterbrechen. In allen Zügen war die Versorgung mit Strom und Heizung gewährleistet. Auch Speisen und Getränke wurden an die Fahrgäste ausgegeben.
Aufgrund der extremen Vereisung auf den Straßen entschied die Deutsche Bahn in Absprache mit dem Technischen Hilfswerk (THW), keine Evakuierung der Fahrgäste einzuleiten. Für einen Weitertransport standen wegen der gefährlichen Straßenverhältnisse keine Busse oder Taxis zur Verfügung. Die fünf stehenden Züge konnten in den frühen Morgenstunden aus eigener Kraft oder mithilfe von Schlepploks zunächst ihre Fahrt fortsetzen. Aufgrund weiterer Eisbildung und Schneeverwehungen im Norden und Osten kommt es allerdings immer noch zu teilweise erheblichen Verspätungen und einzelnen Ausfällen.
Die DB erstattet den in der Nacht betroffenen Passagieren die kompletten Fahrtkosten und bietet darüber hinaus eine zusätzliche Kulanzzahlung von 250 Euro an. Aktuelle Infos zu Verspätungen und Ausfällen können rund um die Uhr unter der kostenlosen Service-Nummer 08000 99 66 33 und unter www.bahn.de/aktuell abgerufen werden. Nutzer mobiler Endgeräte erhalten aktuelle Reiseinformationen über m.bahn.de/ris.
Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat der S-Bahn Berlin GmbH eine Betriebsgenehmigung mit Geltungsdauer bis Ende 2013 erteilt. Das teilte die Bonner Behörde am 22.12.10 mit. Die Eisenbahnaufsicht habe bei ihrer Entscheidung berücksichtigt, dass das Unternehmen 2010 einiges getan habe, um die Instandhaltung der Fahrzeuge und die Sicherheit des S-Bahn-Betriebes zu verbessern. Nun müsse es beweisen, dass seine veränderten Prozesse geeignet sind, eine sichere Betriebsführung dauerhaft zu gewährleisten. Vor einem Jahr hatte das EBA der S-Bahn mit Blick auf damals festgestellte Sicherheitsmängel zunächst nur eine für zwölf Monate gültige Betriebserlaubnis erteilt (Pressemeldung EBA, 24.12.10).
Auf dem U-Bahnhof Britz-Süd der U-Bahnlinie 7 wurde heute ein Aufzug in Betrieb genommen. Im Zuge des im November 2009 begonnenen barrierefreien Ausbaus des U-Bahnhofs wurde die Bahnsteigplatte erneuert und der Bodenbelag mit taktilen Leitstreifen ausgestattet. Außerdem wurde der Aufzug am stadtauswärts führenden Bahnsteigende gebaut, der den Fahrgästen nun eine ideale Umsteigemöglichkeit zu den naheliegenden Bus-Haltestellen bietet. Die Baukosten liegen bei rund 900.000 Euro.