Die S-Bahn rechnet offenbar nicht mehr mit einer baldigen Verbesserung des Angebots. Um den größeren Fahrgastansturm nach Ferienende am 3. Januar zu bewältigen, will das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn nun Verstärkerfahrten mit Bussen und Bahnen anderer Verkehrsunternehmen organisieren. Angefragt hat die S-Bahn nach Angaben eines Sprechers bei mehreren Anbietern – darunter der Konzernschwester DB Regio, den landeseigenen Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und privaten Unternehmen. Möglich wären demnach zusätzliche Züge auf den Regionalbahngleisen, dichtere Takte bei U-Bahn und Straßenbahn oder zusätzliche Bus-Angebote. Konkrete Zusagen gebe es aber bislang noch nicht, sagte der Sprecher. Züge für das S-Bahn-Netz kann sich das Unternehmen nicht leihen, weil die Berliner S-Bahn weltweit ein technisches Unikat ist. 243 Doppelwagen waren am Morgen im Einsatz – nur noch ein gutes …
(Berlin, 29. Dezember 2010) Die Deutsche Bahn AG setzt im Regionalverkehr zusätzliche Züge zum Jahreswechsel (31. Dezember/1.Januar 2011) ein.
RE 1 – Brandenburg–Potsdam–Berlin–Fürstenwalde–Frankfurt (Oder) Zusätzlich starten in der Nacht vom 31. Dezember zum 1. Januar 2011 Regionalzüge von Berlin Friedrichstraße um 3.39 Uhr und um 4.36 Uhr nach Brandenburg. In der Gegenrichtung fahren zusätzliche Züge um 2.37 Uhr und 3.23 Uhr von Brandenburg nach Berlin Friedrichstraße.
Um 3.07 Uhr ab Berlin Zoologischer Garten beziehungsweise um 1.35 Uhr ab Berlin Ostbahnhof verkehrt jeweils ein Zug nach Frankfurt (Oder). Von Frankfurt (Oder) werden um 1.28 Uhr und 2.44 Uhr nach Berlin Ostbahnhof beziehungsweise nach Berlin Zoologischer Garten Zusatz-Züge eingesetzt.
RE 2 – Cottbus–Berlin–Rathenow Nach Cottbus fährt ab Berlin Hauptbahnhof ein Regionalzug um 1.50 Uhr und erreicht Cottbus um 3.38 Uhr. Nach Rathenow verkehrt ein Zug in dieser Nacht ab Berlin Friedrichstraße um 1.12 Uhr und ist um 2.05 Uhr in Rathenow.
RE 3 – Berlin–Bernau–Eberswalde Neben der planmäßigen Nachtverbindung wird eine weitere Verbindung von Berlin Friedrichstraße (ab 2.58 Uhr) über Berlin-Ostbahnhof mit Ankunft in Eberswalde um 3.47 Uhr angeboten. Von Eberswalde fährt ein Zug um 3.57 Uhr nach Berlin-Lichtenberg (an 4.34 Uhr).
RE 5 – Berlin–Ludwigsfelde–Luckenwalde–Jüterbog Von Berlin Friedrichstraße (ab 3.05 Uhr) wird ein weiterer Zug mit Ankunft in Jüterbog um 4.13 Uhr verkehren (über Berlin-Schönefeld Flughafen).
RE 7 – Wünsdorf–Berlin–Potsdam-Rehbrücke–Michendorf–Belzig Ein zusätzlicher Zug wird um 3.40 Uhr in Berlin-Ostbahnhof eingesetzt, der Belzig um 4.57 Uhr erreicht. In der Gegenrichtung beginnt ein Zug in Belzig um 2.12 Uhr und endet in Berlin-Ostbahnhof um 3.28 Uhr.
Nach Wünsdorf-Waldstadt besteht eine zusätzliche Fahrtmöglichkeit in dieser Nacht. Die Abfahrt in Berlin Ostbahnhof ist um 1.22 Uhr. In Wünsdorf-Waldstadt fährt ein zusätzlicher Zug um 3.02 Uhr in Richtung Berlin.
RB 10 – Berlin–Falkensee–Nauen Zusätzlich zum regulären Fahrplan werden zwei Züge zwischen Berlin Friedrichstraße (um 1.22 Uhr und um 3.52 Uhr) und Nauen eingesetzt. Die Abfahrten zusätzlicher Züge in Nauen sind 0.30 Uhr, 2.55 Uhr und 4.46 Uhr in Richtung Berlin.
Über die Abfahrts- und Ankunftszeiten können sich Reisende beim Kundendialog DB Regio unter 0331 235 6881 und -6882 und im Internet unter www.bahn.de informieren.
Zum 1. Januar 2011 ändern sich die Fahrpreise für Busse und Bahnen im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Die Preise werden um durchschnittlich 2,8 Prozent steigen und liegen damit aber weiterhin unter der Inflationsrate in beiden Ländern (seit April 2008 3,1 Prozent). In Berlin kostet der Einzelfahrausweis AB ab dem 1. Januar 2011 2,30 Euro statt wie bisher 2,10 Euro. Demgegenüber wird der Preis für die 4-Fahrten-Karte in Berlin AB deutlich geringer angehoben: Statt 8 Euro müssen künftig 8,20 Euro dafür bezahlt werden (+2,5 Prozent). Der Umstieg zur 4-Fahrten-Karte lohnt sich also noch mehr. Der Preis für den Berliner Einzelfahrausweis ABC steigt um 20 Cent auf 3 Euro. Die Preise für die ermäßigten Einzelfahrausweise AB (1,40 Euro) und die ermäßigte 4-Fahrten-Karte (5,30 Euro) bleiben stabil. Günstiger werden die Kleingruppen-Tageskarten in Berlin AB (15,00 Euro statt 15,90), BC (15,30 Euro statt 15,40) und ABC (15,50 Euro statt 16,10). Alle ermäßigten Einzelfahrausweise und Tageskarten außerhalb des Tarifbereichs Berlin ABC bleiben preisstabil. In den kreisfreien Städten Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder) und Cottbus verteuert sich der Einzelfahrausweis AB um 10 Cent auf 1,30 Euro, in Potsdam auf 1,80 Euro. Im Zeitkartentarif steigt der Preis für die Monatskarte VBB-Umweltkarte Berlin AB auf 74 Euro (+2,8 Prozent), für ABC auf 91 Euro (+2,8 Prozent). In Potsdam kostet diese Monatskarte AB künftig einen Euro mehr (36 Euro), in Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder) und Cottbus jeweils 50 Cent mehr (37 Euro). Das VBB-Abo 65plus behält seinen bisherigen Preis mit monatlich 47 Euro. Auch die Abonnements für Berliner Schüler und Auszubildende verändern sich nicht. Für Potsdamer Schülerinnen und Schüler verringert sich der Preis im Abonnement um 10 Prozent. Das Abonnement mit jährlicher Abbuchung stellt künftig in Berlin AB die günstigste Jahreskartenform dar – 675 Euro im Jahr. Die Jahreskarte in Einmalzahlung sowie das Abonnement mit monatlicher Abbuchung kosten künftig 695 Euro im Jahr. Die alten Fahrausweise können noch bis zum 14. Januar 2011 abgefahren werden – danach werden sie bei den Verkehrsunternehmen gegen Zuzahlung des Differenzbetrages umgetauscht. Die letzte Fahrpreisanpassung im VBB gab es am 1. April 2008. Der Preis für den Berliner Einzelfahrausweis AB wurde das letzte Mal im August 2005 erhöht (PressemeldungVBB, 29.12.10).
Eberswalde (moz) Trotz aller winterlichen Widrigkeiten: Diese Nachricht wird vor allem die Nord-Uckermärker erleichtern: Das Regionalzugangebot zwischen Angermünde und Prenzlau wird ab dem 10. Januar um vier Züge pro Tag erweitert. Damit wird der Verlust von sechs wegfallenden Zügen wenigstens zum Teil aufgefangen. Hintergrund ist, dass sich die Deutsche Bahn in der Brandenburger Region weiter aus dem Fernverkehr zurückzieht. Die mit dem Fahrplanwechsel im Dezember weggefallenen Intercity-Züge der Deutschen Bahn (DB) sollen im Land wenigstens teilweise durch ein erweitertes Nahverkehrsangebot ausgeglichen werden. Das Land Brandenburg finanziert das zusätzliche Angebot und hat die …
Mitten drin und doch weit weg. Die Inseln Valentinswerder und Maienwerder im Tegeler See sind nur ein paar Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, aber von dem hektischem Treiben in der City ist dort nichts zu spüren. „Die Ruhe ist herrlich. Gerade jetzt im Winter“, sagte Andreas Reuter, der als Inselwart auf Valentinswerder lebt. Aber nun fürchten die Insulaner, dass es auf ihrem Archipel künftig zu ruhig sein wird. Denn die Zukunft der Fährlinie, die das Festland mit den Inseln verbindet, ist ungewiss. Die Familie Burchardi, die mit ihrer „Odin IV“ bislang hinüberfuhr, hat ihre Konzession für die Personenfähre zurückgegeben. „Aus personellen und aus finanziellen Gründen“, wie Andreas Burchardi gestern der Berliner Zeitung bestätigte. Das Ende habe sich schon im Sommer angekündigt, berichtete Inselwart Reuter. Von den zwei Fährleuten sei einer …
Haben Sie zufällig noch ein paar Loks und Wagen übrig? Händeringend suchen die Manager der S-Bahn Berlin in ganz Deutschland Züge, mit denen sie ihren Fahrzeug-engpass ab 3. Januar zumindest teilweise ausgleichen können. Dann wird der Berufsverkehr spürbar zunehmen, weil viele Arbeitnehmer aus den Weihnachtsferien zurückkehren. „Wir haben mehrere Anfragen gestellt“, sagte ein Bahnsprecher gestern. Ziel sei es, auf ausgewählten Regionalzugstrecken zusätzliche Züge einzusetzen – als Ergänzungsverkehr zur S-Bahn, die zumindest nach den bisherigen Plänen auf allen Strecken weiter betrieben werden soll. Ob die Anfragen Erfolg haben werden, war gestern aber noch nicht absehbar. Denn auch die Deutsche Bahn (DB) Regio leidet unter Fahrzeugausfällen. „Wir haben weiterhin massive Probleme“, hieß es gestern bei der S-Bahn. Gestern erreichte das DB-Unternehmen einen weiteren …