Die Gemeinde Großbeeren ist wild entschlossen, westlich der Anhalter Bahn auf den ehemaligen Rieselfeldern sein Güterverkehrszentrum (GVZ) zu erweitern. Doch um das zu verhindern, haben sich jetzt Ruhlsdorfer Bürger mit einer Petition an den brandenburgischen Landtag gewandt. Gegen Großbeerens ursprünglichen Plan, Teltower Gebiet für eine Straßenanbindung der Erweiterungsfläche in Anspruch zu nehmen, hatten die Teltower Stadtverordneten schon protestiert. Deshalb überlegt man in Großbeeren, die Anbindung durch eine Unterführung unter der Bahnlinie zur B101 oder über eine Verbreiterung der geplanten neuen L40 zu erreichen. Teltower Gebiet wäre dann nicht mehr tangiert. Doch dieser Rückzieher reicht den Ruhlsdorfern nicht aus. „Wir fordern, dass das Gebiet westlich der Anhalter Bahn …
Klage gegen Erweiterung des Berliner Autobahnrings angekündigt Von Stefan Otto Geht es nach dem Willen der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, dann sollen die Bagger schon bald anrücken, um den Autobahnring zu erweitern. Die Planungen für ein 3,2 Kilometer langes Teilstück der A 100 vom Dreieck Neukölln bis zum Treptower Park sind schon weit fortgeschritten. Im kommenden Jahr wird der Planfeststellungsbeschluß erfolgen, und 2010 soll mit dem Bau begonnen werden. Am Mittwoch abend hat die Senatsverwaltung den Anwohnern im Treptower Rathaus das Bauvorhaben vorgestellt und ließ dabei keinen Zweifel aufkommen: Zeit für grundsätzliche Fragen gibt es nicht mehr. Die betroffenen Bürger werden vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Weichen für den Weiterbau des Stadtrings hat der Senat …
Berlins Nahverkehr ist lahm gelegt – dabei sollte der Streik erst Samstag beginnen: Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen blieben ab Mitternacht im Depot. Hunderttausende Fahrgäste mussten auf Auto, Taxi oder Fahrrad umsteigen. Und am Samstag wird es nicht besser. Zwar soll der Streik um 15.00 Uhr enden. Doch es wird Stunden dauern, bis sich der Verkehr wieder normalisiert Überall in der Stadt die gleiche Szene: Pendler stehen treuherzig an einer Haltestelle und warten, dass ihr Bus kommt. Doch er kommt nicht – nicht jetzt, am frühen Morgen, und auch nicht später. Es ist Streik: Seit Mitternacht haben die Beschäftigten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die Arbeit niedergelegt. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen bleiben in den Depots – die meisten jedenfalls …
Der VBB hat mit der Veranstaltung am 30.01.08 in Berlin den Reigen der sechs diesjährigen Regionalkonferenzen zu aktuellen Fragen des ÖPNV in Berlin und Brandenburg eröffnet. Zentrale Themen waren die Umweltzone, die Weiterentwicklung der Qualität im Nahverkehr sowie die Entwicklung des Tarifsystems. Ingeborg Junge-Reyer, Berliner Senatorin für Stadtentwicklung, interpretiert die Einführung der Umweltzone innerhalb des S-Bahn-Rings als guten Anlass, vom Auto auf den ÖPNV umzusteigen. Das Angebot in Berlin sei hervorragend und müsse den Vergleich mit anderen Metropolen nicht scheuen. Heiko Krause, Regionalbeaufragter des VBB für Berlin, ergänzte, dass mit der Verschärfung der Grenzwerte ab 2010 eine erheblich größere Zahl von Autos nicht mehr in die Innenstadt fahren dürfe. Für die Betroffenen gelte – wie allgemein -, dass der ÖPNV in der Großstadt fast immer auch die kostengünstigere Alternative gegenüber dem Auto ist. Die Senatorin unterstrich, dass der seit dem 1. Januar gültige Verkehrsvertrag zwischen dem Land Berlin und der BVG ein erheblicher Fortschritt zum bisherigen Zustand ist: Die Steuerung des Angebots durch das Land werde wesentlich effizienter. Bestellte Verkehrsleistungen werden klar definiert: Das bringe mehr Transparenz und erleichtere die öffentliche und politische Kontrolle des landeseigenen Unternehmens. Auf der anderen Seite erhalte die BVG für die kommenden Jahre bis 2020 Planungssicherheit. Ähnliches gelte für die S-Bahn Berlin GmbH, die bis 2017 sämtliche bisherigen Linien weiter betreiben könne. Jan Bleis, als Marktregionsleiter Nordost der Veolia Verkehr GmbH Vertreter eines privaten Schienenverkehrsunternehmens, dagegen forderte die verstärkte Vergabe von Leistungen im Wettbewerb. Nur so könne der für die bestellenden Länder beste Preis bei besserem Service ermittelt werden. Er betonte, dass in allen Zügen der Veolia-Gruppe in Berlin und Brandenburg Kundenbetreuer an Bord sind und den Fahrgästen für Hilfe und Information zur Verfügung stehen. So werde auch der Vandalismus in den Zügen gesenkt. Ingeborg Junge-Reyer unterstrich, dass das Tarifsystem so ausgelegt werden müsse, dass ein Maximum an Fahrgästen in Busse und Bahnen gelockt werde. Insofern sei die anstehende Tarifanpassung zum 1. April ein guter Kompromiss, der den Unternehmen zwar steigende Einnahmen sichere, insgesamt aber unter der allgemeinen Inflationsrate bleibe. In Zukunft solle noch mehr für die dauerhafte Kundenbindung getan werden – als Beispiele nannte sie die Einführung eines Seniorentickets sowie die Wiedereinführung der Rund- und Rückfahrtenregelung. Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des VBB, ergänzte, auch ein flexibles Zeitkartenangebot sowie ein pauschales Schülerticket für ganz Berlin und Brandenburg würden geprüft (Pressemeldung VBB, 31.01.08).
Flughafen-Chef Rainer Schwarz über die Zukunft von Tempelhof, den Volksentscheid und seine Gelassenheit.
Herr Schwarz, ärgert Sie das Dauerthema Tempelhof?
Wir nehmen es mit professioneller Gelassenheit. Aber es wundert mich, dass die gesamte Diskussion so wenig den Rechtsrahmen berücksichtigt.
Zur Schließung Tempelhofs wird es einen Volksentscheid geben. Was bedeutet das für die Berliner Flughäfen?
Wir halten uns an den rechtlichen Rahmen. Es gibt seit Februar 2007 ein rechtskräftiges Urteil, das uns in diesem Herbst aus der Betreiberpflicht entlässt. Am 31. Oktober 2008 müssen wir schließen, alles andere wäre illegal.
Beim Volksentscheid geht es um Geschäftsflieger, um einen …
Flughafen-Chef Rainer Schwarz über die Zukunft von Tempelhof, den Volksentscheid und seine Gelassenheit.
Herr Schwarz, ärgert Sie das Dauerthema Tempelhof?
Wir nehmen es mit professioneller Gelassenheit. Aber es wundert mich, dass die gesamte Diskussion so wenig den Rechtsrahmen berücksichtigt.
Zur Schließung Tempelhofs wird es einen Volksentscheid geben. Was bedeutet das für die Berliner Flughäfen?
Wir halten uns an den rechtlichen Rahmen. Es gibt seit Februar 2007 ein rechtskräftiges Urteil, das uns in diesem Herbst aus der Betreiberpflicht entlässt. Am 31. Oktober 2008 müssen wir schließen, alles andere wäre illegal.
Beim Volksentscheid geht es um Geschäftsflieger, um einen …
Ausblick auf die Verjüngungskur der U-Bahn _Wer Besitzer eines alten Hauses ist, kennt das Dilemma: Man kommt aus dem Renovieren und Reparieren nicht heraus. Nicht viel anders verhält es sich bei der Berliner UBahn. Die 106 Jahre alte „Dame” muss sich auch 2008 an etlichen Stellen einer gründlichen „Frischzellenkur” unterziehen, will sie auch im hohen Alter fit bleiben. In diesem Jahr investiert die BVG rund 80 Millionen Euro, um Schäden, die der Zahn der Zeit an den Gleistrassen und Anlagen hinterlassen hat, zu reparieren und um einige der 170 Bahnhöfe einer Verjüngungskur zu unterziehen. plus_02 sprach mit dem Bauchef der U-Bahn, Uwe Kutscher, und gibt einen Überblick über die wichtigsten Bauvorhaben für 2008. „Die wohl spektakulärste Baumaßnahme in diesem Jahr findet auf der …
In Berlin könnte es vom nächsten Jahr an wieder ein Seniorenticket für den Nahverkehr geben, mit dem ältere Menschen Geld sparen können. „Die Gespräche haben begonnen, die Verkehrsunternehmen stehen der Idee grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber“, sagte Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), gestern. Marktforscher loten nun aus, wie viele Senioren eine solche Fahrkarte kaufen würden und welcher Preis tragbar wäre – sowohl für die Kunden als auch für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die S-Bahn Berlin. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer rief die beiden Unternehmen erneut dazu auf, ein spezielles Angebot für Senioren auf den Markt zu bringen. „Die Frage lautet: Wie gelingt es, ältere Menschen dauerhaft …
Berliner Verkehrsbetriebe legen erstes Angebot für Beschäftigte vor / Streik droht weiter Peter Neumann
Die Beschäftigten bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) sollen mehr Geld bekommen – aber nur ein Teil von ihnen. Im Tarifstreit mit der Gewerkschaft Verdi will die Arbeitgeberseite heute ein Angebot auf den Tisch legen, das für diese Mitarbeiter eine spürbare Lohn- und Gehaltssteigerung vorsieht. „Wir können uns eine Erhöhung vorstellen, die sich an dem derzeit üblichen Maß orientiert“, sagte BVG-Chef Andreas Sturmowski gestern der Berliner Zeitung. Vier Prozent mehr Geld sei denkbar. Deshalb habe er für den drohenden Warnstreik, der den BVG-Verkehr am Sonnabend von 3 bis 20 Uhr lahm legen soll, kein Verständnis. Die Erhöhung soll Beschäftigten zugute kommen, die der seit 2005 geltende …
POTSDAM – Noch vor wenigen Jahren tummelten sich auf dem deutschen Markt fast zwei Handvoll Fluggesellschaften. Neben dem Platzhirsch Lufthansa und dem Emporkömmling Air Berlin bevölkerten die Ferienflieger Condor, LTU und Hapag-Lloyd, die Billigflieger Germanwings und Germania, die Linienfluggesellschaft DBA und der Regionalflieger Eurowings den Himmel. Doch die Branche ist in Bewegung geraten. Vor dem Hintergrund des knallharten Wettbewerbs, der durch die angelsächsischen Billigflieger Easyjet und Ryanair angeheizt wird, rollt eine Fusionswelle über sie hinweg. In den vergangenen Jahren war Air Berlin die treibende Kraft. Das Unternehmen übernahm zunächst die DBA, dann die …