Manche Menschen meinen, dass sie ohne internetfähiges Mobiltelefon nicht mehr leben können. Jetzt bekommen sie für diese These eine weitere Bestätigung – von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Denn dort kann man Einzel-, Kurzstrecken- und Tageskarten mit Hilfe von Smartphones bezahlen. Ab sofort gibt es Handytickets auch für Busse und Straßenbahnen. „Das Ticket wird ein Erfolg“, sagte der BVG-Vertriebsvorstand Henrik Falk gestern. Er hofft, dass 2020 rund 30 Prozent der Fahrgäste damit unterwegs sein werden. Vorausgesetzt, sie gewöhnen sich an die Prozedur. Denn wer dieses bargeldlose System nutzen will, muss sich mit dem Smartphone …
Fahrgäste der Regionalbahnlinie RB 12 (Berlin-Lichtenberg – Templin) können künftig wieder jede Stunde am Bahnhof Vogelsang ein- und aussteigen. Dies wurde nach Gesprächen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg und der Deutschen Bahn AG vereinbart. In den nächsten Tagen wird der Übergang über die Gleise wiederhergestellt, die Sicherung der Reisenden am Überweg wird durch die Deutsche Bahn vorgenommen. „Ich freue mich, dass hier eine pragmatische Lösung gefunden wurde“, unterstreicht Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger. Auch VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz zeigt sich erleichtert: „Mit der Modernisierung der Stellwerksanlagen durfte zwischenzeitlich in Vogelsang der kleine Bahnsteig zwischen den Gleisen aus Sicherheitsgründen nicht mehr genutzt werden. So kam es zu dem unglücklichen Zustand, dass die Fahrgäste trotz eines stündlichen Halts in Vogelsang nur alle zwei Stunden ein- bzw. aussteigen durften. Diese technischen und rechtlichen Hintergründe sind für die Fahrgäste nur sehr schwer erklärbar, deshalb bin ich sehr froh, dass sich alle beteiligten Seiten verständigt haben und nun eine schnelle Lösung gefunden wurde.“ Bis 2013 sollen im Brandenburger Abschnitt der RB 12 weitere Stellwerke und viele Bahnsteige erneuert werden. Die Modernisierung des Bahnhofs Zehdenick ist bereits abgeschlossen und das neue elektronische Stellwerk in Betrieb genommen. Mit der Erneuerung der Signaltechnik werden die Streckenabschnitte auch mit der Punktuellen Zugbeeinflussung (PZB) ausgerüstet. Außerdem wird auf weiteren Abschnitten die Geschwindigkeit auf 80 km/h erhöht. In Zehdenick bieten nun auch zwei neue Bahnsteige einen bequemeren Ein- und Ausstieg in die Züge. Zuvor wurde bereits das Bahnsteigdach saniert. Noch in diesem Jahr wird mit dem Umbau des Bahnsteigs im Bahnhof Templin begonnen. Die weiteren Stationen von Templin Stadt bis nach Bergsdorf sind in einem zweiten Bauabschnitt vorgesehen. Zeitgleich mit dem Streckenausbau Berlin-Rostock auf 160 km/h erhalten in 2012 und 2013 auch die Halte in Löwenberg (Mark), Grüneberg und Nassenheide neue Bahnsteige (Pressemeldung VBB, 14.07.11).
VOGELSANG – Für die Vogelsanger hat sich der Protest gelohnt. Wie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) am Mittwochnachmittag mitteilte, dürfen sie an ihrem Bahnhof demnächst wieder stündlich ein- und aussteigen. Das habe der VBB mit dem Landesministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft so vereinbart. Der Übergang zum hinteren Bahnsteig wird demnach in den nächsten Tagen wiederhergestellt und die Fahrgastsicherung durch die Deutsche Bahn gewährleistet. Noch am Vormittag hatten Bewohner und Bahnfahrer gegen den Wegfall des stündlichen Halts protestiert und dabei auch Unterstützung aus der Politik erhalten. Rainer Genilke, verkehrs- und infrastrukturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, wollte sich selbst ein Bild machen von der Situation am Vogelsanger Bahnhof und sich mit dem Landtagsabgeordneten Henryk Wichmann treffen. Das Problem nur: Genilke kam gegen 10 Uhr nicht aus dem haltenden Zug, sein Parteikollege stand auf dem Bahnsteig. Die Türen …
Potsdam/ Berlin – Die Ostdeutsche Eisenbahn (ODEG) verbessert von heute an ihr Angebot in Berlin und Brandenburg. Gestern hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) einen erneuten Streik nach sieben Tagen vorläufig beendet. Die ODEG hat der GDL nunmehr angeboten, durch eine Schlichtung Bewegung in den festgefahrenen Tarifkonflikt zu bringen. Zum Normalfahrplan kehrt das Unternehmen noch nicht zurück. Der dauerhafte Notfahrplan der ODEG wird nun aber unabhängig von der Tarifauseinandersetzung erweitert. Der Zwei-Stunden-Takt der Züge zwischen Berlin-Lichtenberg, Eberswalde und Frankfurt (Oder) wird von …
Anfang Juli 2011 hat DB Netz gleich zwei Strecken in Brandenburg zur Abgabe ausgeschrieben: 1. Löwenberg (Mark) (ausschl.) – Rheinsberg (Mark) (einschl.): Diese 37,5 km lange Nebenbahn (Reststück der einst 51 km langen Löwenberg-Lindow-Rheinsberger Eisenbahn), die mit bis 80 km/h befahren werden darf, wird im Saisonverkehr von der RB 54 KBS 209.54 bedient. Die 2012 zu erzielenden Trasseneinnahmen liegen mit ca. 384 000 Euro um ca. 33 000 Euro unter den geschätzten Streckenkosten, die für 300 000 Euro Instandhaltungskosten enthalten. Die DB Netz fürchtet aber Investitionskosten von ca, 1,4 Millionen Euro in den nächsten 5 Jahren, die Hälfte davon für den Oberbau, und möchte daher die Strecke abgeben oder stilllegen. 2. Britz (ausschließlich) – Templin Stadt (ausschließlich) der Bahnstrecke Britz -Templin Stadt – (früher weiter bis Fürstenberg): Die Strecke wird von Britz bis Joachimsthal von der KBS 209.60 mit 15 Zugpaaren im SPNV bedient. Daneben gibt es Bedarfsgüterverkehr über Joachimsthal hinaus bis Milmersdorf, der Abschnitt Milmersdorf-Templin Stadt ist derzeit ohne Verkehr. Hier liegen die 2012er Trasseneinnahmen mit ca. 683 000 Euro über den Kosten von ca. 505 000 Euro, die knapp 300 000 Euro für Instandhaltung enthalten und einen nicht aufgeschlüsselten Betrag von 38 300 Euro, der keine Personalkosten darstellt. Auch hier fürchtet die DB Netz Investitionskosten von 2,4 Millionen Euro, davon etwa zwei Drittel für den Oberbau, und möchte die Strecke entweder abgeben oder stilllegen. Der Verkaufspreis beträgt ca. 228 000 Euro, dazu kämen etwas mehr als 29 000 Euro jährliche Infrastrukturanschlusskosten in den Endbahnhöfen Britz und Templin Stadt, sowie die Übernahme einer Rückzahlungsverpflichtung gemäß §9 Bundesschienenwegeausbaugesetz für noch nicht abgeschriebene Investitionshilfen des Bundes (Peter Klotz, 08.07.11).