Für die genervten Fahrgäste der S-Bahn Berlin gibt es Grund zu hoffen. 400 neue Wagen sollen von 2017 an in den Betrieb kommen und alte S-Bahn-Züge ablösen. Das hat Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) gestern angekündigt. Die Fahrzeuge könnten auf dem Ring und auf den Strecken im Südosten fahren. Damit der Zeitplan gehalten werden kann, sucht der Senat jetzt mit einer europaweiten Ausschreibung ein Ingenieurbüro, das bis Ende 2011 die Anforderungen an die neuen Wagen ausarbeiten soll. Auch die Deutsche Bahn (DB), der die S-Bahn GmbH gehört, denkt über den Kauf von neuen Zügen nach. „Sie hat uns gegenüber erklärt, dass sie eine Beschaffung vorbereitet“, sagte Junge-Reyer. Bislang tat sich fast nichts, nun befassen sich mit dem Senat und der DB gleich zwei Institutionen mit der Frage, wie die neuen Berliner S-Bahnen aussehen sollen. Experten fragen sich, wie es zu dieser Doppelarbeit kam. Engelbert Recker vom Privatbahnverband Mofair argwöhnte gestern: „Die DB …
Die S-Bahn hat die geplante Wiedereinführung des Zehn-Minuten-Takts auf der Linie S 25 und dessen Verlängerung nach Teltow Stadt auf unbestimmte Zeit verschoben. Das teilte Elke Krokowski, Sprecherin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB), der Berliner Zeitung gestern auf Anfrage mit. Anfangs sollte die Verbesserung zum 9. Mai kommen, später war vom 23. Mai die Rede. Nun musste sie wegen des Fahrzeugmangels auf unabsehbare Zeit vertagt werden, hieß es. Der Zehn-Minuten-Takt, der auf der S 25 jahrelang tagsüber bis Lichterfelde Süd galt, wurde …
Anfangs hatte sie 17 Mitglieder, jetzt sind es 39. Zu ihnen gehören die Bezirke Treptow-Köpenick, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf. 70 Anträge wurden bislang geprüft. Sie ergaben
54 Routenvarianten.
Am 6. Juni soll die Kommission ihre Beratungen abschließen. Dann wägt die DFS alle Empfehlungen ab. Im Sommer will sie ihr endgültiges Routenkonzept vorlegen, über das dann vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung entschieden wird.
Erste Entscheidungen gab es bereits. So wird die Startroute, die in Hörweite an …
Berlin-Wannsee, Potsdam und Werder bitte weiträumig umfliegen: Das soll für alle Flugkapitäne gelten, die mit ihren Maschinen auf dem künftigen Schönefelder Flughafen starten. Darauf hat sich die Fluglärmkommission für Schönefeld gestern mehrheitlich verständigt. Sie beschloss außerdem, dass alle nach Westen startenden Flugzeuge vorgegebenen Routen folgen sollen, bis sie eine Höhe von 10 000 Fuß (rund drei Kilometer) erreicht haben. Auch dies soll Bürger vor Fluglärm schützen. Initiativen und die CDU feierten die Beschlüsse als Erfolg. Doch die Chancen, dass sie verwirklicht werden, sind wohl eher gering. Denn die Deutsche Flugsicherung (DFS) will den beiden Empfehlungen voraussichtlich nicht folgen. Die Devise lautet: „Außen 'rum statt oben 'rüber“, sagte Marela Bone-Winkel von der Initiative …
BERLIN. Nach den jüngsten Gewaltvorfällen in der Berliner U-Bahn will der Senat ein umfassendes Konzept für mehr Sicherheit vorlegen. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit an. „Wir brauchen mehr Präsenz auf den Bahnhöfen“, sagte er im Gespräch mit der Berliner Zeitung. Höhere Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr will der Senatschef aber vermeiden. Das Konzept müsse bezahlbar bleiben, betonte der SPD-Politiker. Mehr Sicherheitsmaßnahmen sind nach den Worten Wowereits notwendig, weil die Hemmschwelle vor allem bei Jugendlichen offenbar gesunken ist. Statistisch sei die Zahl der Gewalt-Vorfälle zwar rückläufig. Subjektiv habe man aber den Eindruck, dass es brutaler geworden sei. „Besonders furchtbar finde ich diese Sinnlosigkeit. Es geht ja oft nicht darum, eine Geldbörse oder eine Jacke zu klauen, sondern es geht um …