Rainer Schwarz wird im Gericht sein. Denn mit der Nachtflugregelung gehe es dort um ein Thema, das für den neuen Airport „existenziell“ ist, sagt der Flughafen-Chef.
Können Sie es verstehen, dass viele Anwohner des neuen Flughafens um ihren Nachtschlaf fürchten?
Natürlich. Aber darauf reagieren wir doch auch mit einem umfassenden Schallschutzprogramm.
Doch das wird heftig kritisiert.
Wir halten unsere rechtlichen Verpflichtungen nicht nur peinlich genau ein, sondern gehen weit darüber hinaus. Wir legen unseren Berechnungen den Endausbauzustand des Flughafens …
Für die Fluglärm-Gegner, die seit Wochen demonstrieren, ist die Sache klar: Sie wollen keine Nachtflüge am künftigen Hauptstadtflughafen BER. „Ruhe von 22 – 6 Uhr“ hatte beispielsweise eine junge Frau bei der jüngsten Demo in Schönefeld auf ihr Papp-Schild geschrieben und viele andere der 8000 Teilnehmer hielten ähnliche Losungen in die Luft. Doch ob der Wunsch nach einem generellen Nachtflugverbot in Erfüllung geht, ist eher ungewiss. Auch wenn sich am Dienstag und Mittwoch nächster Woche das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig mit der Nachtruhe am künftigen Großflughafen befasst. Denn das Gericht greift nur die Punkte wieder auf, die es fünfeinhalb Jahre zuvor in seinem grundsätzlichen Schönefeld-Urteil nicht akzeptiert hatte: Statt des geplanten 24-Stunden-Betriebs verlangte es eine weitgehende …
Fahren die nächsten S-Bahnen pünktlich? Oder gibt es größere Verspätungen? Auf diese Fragen gibt es nun im Internet Antworten. Die S-Bahn bietet seit Kurzem Fahrplanauskünfte an, die auf Echtzeitdaten basieren – und damit über das reale Betriebsgeschehen informieren. Wenn sich Züge zum Beispiel wegen einer Störung in größerem Ausmaß verspäten, wird dies angezeigt. Anhand dieser Daten können die Fahrgäste entscheiden, ob sie später zum S-Bahnhof gehen oder gleich andere Reisewege nutzen. Wer www.s-bahn-berlin.de anklickt und das Suchwort „Echtzeitdaten“ eingibt, gelangt …
(Berlin, 15. September 2011) Wegen Gleisarbeiten auf der Linie RE 6 fallen von Sonntag, 18. September, bis Mittwoch, 21. September, jeweils von 18.40 Uhr bis 22 Uhr, zwischen Neuruppin Rheinsberger Tor und Wittstock die Züge aus und werden durch Busse ersetzt.
Wegen der längeren Fahrzeit fahren die Busse früher ab als die Züge.
In Neuruppin Rheinsberger Tor haben die Reisenden Anschluss an die Züge der RE 6 in Richtung Berlin und in Wittstock nach Wittenberge.
Informationen zu den Fahrplanänderungen erhalten Reisende im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten, in der Online-Reiseauskunft unter www.bahn.de, auf den Bahnhöfen und beim Kundendialog DB Regio Nordost unter Telefon 0331 235 6881 oder -6882.
Über Fahrzeugmängel könnten die S-Bahner mittlerweile eine mehrbändige Buchreihe verfassen. Wie jetzt bekannt wurde, müssen sie mit einem weiteren überraschend aufgetauchten Technikproblem umgehen. Nach Informationen der Berliner Zeitung sind mehrere hundert Achsen in der Fabrik mit einem zu dünnflüssigen Schmieröl versehen worden. Das hat zur Folge, dass Flüssigkeit austritt, berichtete ein S-Bahner. Die Züge der modernsten Baureihe 481, die mit den neuen Achsen ausgerüstet worden sind, stehen deshalb unter „besonderer Beobachtung“. Wenn bei Kontrollen in der Werkstatt zwei Mal festgestellt wird, dass Öl austritt, werden die Achsen …
(Berlin, 14. September 2011) Die S-Bahn Berlin wird im kommenden Jahr mit der Einführung eines zeitgemäßen technischen Abfertigungsverfahrens für die Züge der Berliner S-Bahn beginnen. Über einen Monitor im Führerstand wird der Triebfahrzeugführer auf Bahnhöfen mit unübersichtlichen Bahnsteigen künftig den Fahrgastwechsel entlang der gesamten Bahnsteigkante überwachen, um anschließend die Abfertigung vorzunehmen. Ähnliche Verfahren sind im übrigen Bundesgebiet und bei den Berliner Verkehrsbetrieben bereits länger Standard.
In diesem Zusammenhang ändern sich die Aufgabengebiete der eingesetzten Personale. Während bisher betriebliche Belange der örtlich fest gebundenen Aufsichten im Mittelpunkt der Tätigkeit standen, ist nunmehr der flexible und kundenorientierte Einsatz der Mitarbeiter möglich. Künftig kommen im Netz 120 mobile Aufsichten zum Einsatz, die nachfrage- und lageabhängig auf allen 166 Bahnhöfen eingesetzt werden können.
Auf 20 Stationen sind zudem weitere 120 Mitarbeiter während der gesamten Betriebszeit als Stammaufsichten tätig, die die Kundeninformation über Lautsprecher und elektronische Anzeigesysteme steuern. Dieses System ersetzt bis zum Jahr 2013 die feste Besetzung von 68 Stationen.
Die S-Bahn Berlin setzt mit diesem Konzept auch künftig dauerhaft mehr Bahnsteigpersonal ein als andere Betreiber vergleichbarer Schnellbahnsysteme. Mit über 500 Sicherheitskräften in der Region trägt die Deutsche Bahn zudem zur Erhöhung der Sicherheit bei.
Objektiv betrachtet sind Bahnhöfe und Züge ein außerordentlich sicherer Ort. Die Polizeikriminalitätsstatistik (PKS) 2009 registriert pro 100.000 Einwohner rund 7.400 Straftaten in Deutschland. Einen ähnlichen Maßstab auf die Zahl der Reisenden angelegt, ergibt weniger als 20 registrierte Taten pro 100. 000 Fahrgäste. Wird die Häufigkeitszahl auf Rohheitsdelikte herunter gebrochen, kommt nochmals ein anderes Bild zum Vorschein: Pro 100.000 Reisende wird von der Bundespolizei nur ein tätlicher Angriff registriert.