Berlin bekommt neue U-Bahnen. Das hat der Aufsichtsrat der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) gestern beschlossen. Zunächst soll der Kauf von zwei Vorserienzügen mit je vier Wagen ausgeschrieben werden, teilte das Landesunternehmen mit. Die Fahrzeuge, die auf den Linien U1 bis U 4 eingesetzt werden können, sollen von 2014 an mindestens ein Jahr lang 120000 Kilometer mit Fahrgästen an Bord zurücklegen. Erst wenn sie sich im Alltag bewährt haben, werden Serienfahrzeuge bestellt: Für bis zu 34 Vier-Wagen-Züge gibt es eine Option. So will die BVG verhindern, dass sie die Katze im Sack kauft – und sich Technikprobleme zu spät offenbaren. „Bei unserer neuen Straßenbahn sind wir bereits so vorgegangen“, sagte die Sprecherin Petra Reetz. Die Züge ersetzen U-Bahnen, die seit Anfang der …
BERLIN. Die Deutsche Bahn (DB) will ihr bundesweites Fernbuslinien-Netz massiv ausbauen. Wie die Berliner Zeitung aus Konzernkreisen erfuhr, hat die Bahn bereits eine zweistellige Zahl von Anträgen für den Verkehr von Fernbuslinien innerhalb Deutschlands gestellt. Die Verbindungen sollen deutlich günstiger sein als die Fahrt mit dem ICE. So soll die Bus-Tochter Bex künftig unter anderem zwischen Köln und Hamburg, Bielefeld-Hannover-Hamburg sowie zwischen Dresden und Düsseldorf fahren, und das zu Schnäppchenpreisen. Die Fahrt von Köln nach Hamburg soll so nur 35 Euro kosten – weniger als die Hälfte eines Bahntickets zum Vollpreis. Der Hintergrund: Der Bund will eine aus dem Jahr 1931 stammende Regelung aus dem Personenbeförderungsgesetz …
Der Gesetzesentwurf des Bundesverkehrsministeriums zur weitgehenden Liberalisierung des Fernbus-Verkehrs stellt nach Ansicht der Allianz pro Schiene für die Fahrgäste keine echte Verbesserung dar. Nach dem 61 Seiten starken Gesetzesentwurf, der der Allianz pro Schiene vorliegt, sollen Fernbus-Linien künftig bundesweit fast ohne Einschränkungen angeboten werden dürfen. „Für den Verbraucher fehlt hier jede Verlässlichkeit“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege. „Nach drei Monaten darf der Busbetreiber seinen Betrieb sang- und klanglos einstellen.“ Anders bei der Eisenbahn: Dort müsste ein einmal angekündigtes Angebot mindestens ein halbes Jahr lang aufrechterhalten werden. Flege kritisierte auch, dass der Entwurf zur Liberalisierung von Fernbussen die Busbetreiber auch bei den Fahrgastrechten zu sehr entlaste. „Zu den Kundenrechten gehören neben der Entschädigung im Verspätungsfall auch die Informationsrechte. Das neue Gesetz macht es den Betreibern viel zu einfach“, sagte Flege. Fahrplanänderungen im Fernbusverkehr sollen dem Anbieter qua Gesetz jederzeit möglich sein und müssten der Genehmigungsbehörde lediglich „angezeigt“ werden, bemängelte Flege. „Von solchen Regelungen können die Eisenbahnen nur träumen.“ Insgesamt beherrsche die Sicht der Busbetreiber den Gesetzesentwurf. Kritik äußerte die Allianz pro Schiene auch am verkehrspolitischen Geist, den das neue Gesetz atme. „Über die Fernbus-Liberalisierung versucht die Politik, sich aus ihrer Pflicht zum Ausbau der Schieneninfrastruktur zu stehlen“, sagte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer. „Wenn auf Relationen mit vernachlässigter Schieneninfrastruktur wie Berlin – Dresden künftig massenhaft Fernbusse fahren, wird die Politik den Ausbau auf dieser Relation weiter verschleppen und auf die billige Alternative verweisen.“ So schwäche das neue Gesetz den Schienenverkehr, indem es den Verbrauchern mehr Wahlmöglichkeiten vorgaukele. Auch den Hinweis im Entwurfstext, die Liberalisierung sei kostenneutral, ließ Flege nicht gelten. Jeder Bahnkunde zahle über sein Ticket eine Schienenmaut für die Trassennutzung. „Beim Bus ist keine Maut vorgesehen. Daher werden Billigangebote im Fernbusmarkt durch die Allgemeinheit subventioniert.“ Die Allianz pro Schiene verwies auch auf neueste Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wonach das Unfallrisiko im Bus 27 mal höher ist als bei Reisen mit der Bahn. Der Bundesvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn und Allianz pro Schiene-Vorstand Karl-Peter Naumann formulierte Mindest-Anforderungen an einen bundesweiten Linien-Verkehr mit Fernbussen. „Wenn es einen liberalisierten Fernbusverkehr geben soll, dann müssen dort dieselben Fahrgastrechte gelten wie in der Bahn“, sagte Naumann. Auch müsse es selbstverständlich sein, dass der Fernbus Maut bezahle. „Das Gesetz verspricht mehr Wettbewerb. Der sollte dann aber auch fair sein.“ (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 10.02.11).
Nach mehreren Bränden lassen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) fast alle Busse mit automatischen Feuerlöschanlagen ausstatten. „Die Entscheidung ist gefallen. In sechs bis acht Wochen könnte der Einbau beginnen“, sagte Petra Reetz, die Sprecherin des Landesunternehmens, gestern der Berliner Zeitung. Die Anlagen werden in den Motorräumen der Busse installiert – in diesen Bereichen waren die meisten Brände entstanden. Messfühler kontrollieren dort künftig die Temperatur. Wird es zu heiß, sprüht die Löschanlage Wasser oder Schaum. Nach Informationen der Berliner Zeitung sollen beauftragte Firmen fast …
ORANIENBURG – Der ab Montag geltende Notfahrplan der S-Bahn, der offiziell Winterfahrplan heißt, hat Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr im Landkreis. In Abstimmung mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hat die Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG) vier ihrer Linien geändert (siehe Kasten). Wichtigste Änderung: Der 807er-Bus fährt ab Hennigsdorf bis Tegel. Damit soll vermieden werden, dass Fahrgäste in Hennigsdorf 27 Minuten auf den S-Bahnanschluss warten müssen. Die Änderungen wurden notwendig, weil die Höchstgeschwindigkeit der S-Bahn aus Sicherheitsgründen auf Tempo 60 gesenkt wurde. Dadurch müssen vor allem Kunden im Umland beim Umsteigen längere Wartezeiten in Kauf nehmen. So verkehrt die S 25 nach Hennigsdorf nur noch im …
Angeblich sollen mehrere hundert neue Doppelbusse angeschafft werden, um S-Bahnen zu ersetzen. Was ist von diesen Vorschlägen zu halten?
Das S-Bahn-Chaos nimmt kein Ende. Genauso wenig wie die Vorschläge, wie es zu beseitigen ist. Zuletzt hieß es aus dem Bundesverkehrsministerium, der Mutterkonzern Deutsche Bahn AG werde endlich kräftig investieren und mehrere hundert neue Doppelwagen kaufen.
Gibt es eine Zusage für den Kauf?
Die Bahn verweist auf den kommenden Montag, wenn Bahn-Chef Rüdiger Grube den Abgeordneten des Verkehrsausschusses des Berliner Parlaments und anschließend den Verkehrsministern der Länder Rede und Antwort stehen muss. Der Konzern bestätigt bisher nur, zum Kauf bereit zu sei, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen.
Im Klartext heißt dies: Er braucht die Gewissheit, auch weiter für den Betrieb der S-Bahn in der Stadt zuständig zu sein.
Wer bestellt die Züge?
Nach dem derzeitigen Stand der künftige Betreiber, der aber noch nicht feststeht. Der Senat will rund ein Drittel des Netzes entweder ausschreiben oder den Betrieb dort wieder der BVG überlassen oder die S-Bahn von der Bahn AG kaufen, was diese jedoch ausgeschlossen hat. Auf dem größten Teil des Netzes muss weiter die S-Bahn fahren, weil nur sie die Fahrzeuge für den Betrieb dort besitzt. Der Senat hat für die Zeit nach 2017 einen Bedarf von 880 Doppelwagen errechnet. Diese Fahrzeugzahl kann so schnell jedoch nicht gebaut werden. Wer nach 2017 das Drittel-Netz befährt, soll nach dem Willen des Senats „zeitnah“ entschieden werden.
Braucht die S-Bahn neue Fahrzeuge?
Ganz klar: Ja. Das Unternehmen hat derzeit drei Fahrzeugmodelle. Die Baureihe 480 war in den 80er Jahren für die …
Ein BVG-Bus der Linie 154 hat am Montag während der Fahrt ein Rad verloren. Das bestätigte gestern die Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Petra Reetz. Der Bus kam vom Elsterwerdaer Platz in Marzahn und war in Richtung Buchholz-West unterwegs. Auf Höhe der Bitterfelder Straße löste sich das Rad eines Zwillingsreifens. Der Busfahrer bemerkte dies zunächst nicht. Nach Angaben von Augenzeugen wurde er erst durch Fahrgäste darauf aufmerksam gemacht. Daraufhin stoppte er, und die Insassen …