Auf manchen Berliner Busspuren sind Busse inzwischen in der Minderheit, ärgern sich die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). „Mittlerweile tummelt sich dort alles, was Räder hat“, heißt es bei dem Landesunternehmen. Nicht nur die Zahl der Fahrräder sei vielerorts stark gestiegen. Auch immer mehr Kutschen, Velotaxis, zweirädrige Elektroroller (Segways) und Bierbikes, langsame Pedalfahrzeuge mit Bierzapfanlage, verstopfen die Sonderfahrstreifen. Das will die BVG nicht länger hinnehmen. Sie sammelt jetzt Material gegen die unliebsamen Konkurrenten um den knappen Platz, um den Senat zu einer Gesetzesänderung zu bewegen. Verkehrsmeister, Busspurbetreuer und Fahrer sollen das Getümmel dokumentieren – zum Beispiel mit Handyfotos, so das Mitarbeiterblatt Profil. Die BVG bezieht auch offen gegen Ideen Stellung, Busspuren für Elektroautos freizugeben. Für den Senat, der sich die Förderung des Nahverkehrs auf die Fahnen geschrieben hat, ist die bisherige Bilanz der Busbeschleunigung …
(Berlin, 1. Juli 2011) Zum 1. Juli wird Christian Pieper in der Geschäftsführung der BOS und BMO Nachfolger von Siegfried Havemann, der zum selben Termin in den Ruhestand tritt.
Pieper, ausgebildeter Diplom-Geograf, arbeitet seit dem 1. Januar 2011 im DB-Konzern und ist schon seit einiger Zeit in Vorbereitung der Geschäftsführertätigkeit bei beiden Busgesellschaften tätig.
Neben Pieper ist Toralf Müller in der Geschäftsführung beider Gesellschaften tätig.
Die BMO führt den öffentlichen Busverkehr im Landkreis Märkisch-Oderland durch und gehört zu 49 Prozent dem Landkreis Märkisch-Oderland und 51 Prozent der DB Regio AG. Firmensitz ist Strausberg. Die Fahrzeugflotte umfasst 64 eigene und 13 angemietete Busse. 2010 wurden damit insgesamt 3,2 Millionen Personen befördert.
Die BOS gehört zu 49 Prozent dem Landkreis Oder-Spree und zu 51 Prozent der DB Regio AG. Sie ist für den öffentlichen Busverkehr im Landkreis Oder-Spree zuständig. Firmensitz ist Fürstenwalde. Die Fahrzeugflotte umfasst 91 eigene und 13 angemietete Busse. 2010 wurden damit insgesamt 6,5 Millionen Personen befördert.
Mit circa 732 Millionen Fahrgästen im Jahr 2010 und 150.000 Busverbindungen täglich ist die Deutsche Bahn der größte Anbieter im deutschen Busverkehr. Der Busbereich gehört zum Ressort Personenverkehr, in dem er dem Geschäftsfeld DB Regio zugeordnet ist. 22 Busgesellschaften in ganz Deutschland sowie weitere 70 Beteiligungen an Verkehrsunternehmen gehören dazu. Die Deutsche Bahn stellt damit verkehrsträgerübergreifende Mobilität in den Regionen sicher.
Zu viele kaputte Busse, Ausfälle auf mehreren Linien, lange Wartezeiten für Fahrgäste: Vor einem Jahr musste der Bus-Chef der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) seinen Hut nehmen. Die BVG setzte ihn mit einer außerordentlichen Kündigung vor die Tür. Zur Begründung warf sie ihm Fehler im Management vor. Der Bus-Chef hält die Vorwürfe für unberechtigt und klagte auf …
Im Juni 2011 beginnt der Aus- und Umbau der Invalidenstraße. Mit der Ausführung des Bauvorhabens wird die Straßenbahn vom Nordbahnhof zum Hauptbahnhof verlängert und so eine leistungsfähige Straßenbahnverbindung mit überregionaler Bedeutung geschaffen. Die Fahrbahn wird auf zwei Fahrstreifen je Richtung ausgebaut und schafft so eine erhebliche Erleichterung und Zeitersparnis für viele Reisende und Pendler.
Die Linien 120, 123, 142, 147, 245, N20 und N40 fahren Umleitungen und veränderte Haltestellen an.
Am 1. Juni 2011 beginnen die Änderungen mit den Buslinien 120 und N20. Alle anderen Linien werden ab 4. Juni 2011 umgeleitet.
Vorraussichtlich ab 16. Juli sind Verkehrseinschränkungen bei der Metro Tram M8 und Tram 12 zu erwarten. Wir informieren rechtzeitig und detailliert über alle Veränderungen.
Ausführliche Informationen:
Bus-Umleitungen zwischen Nord- und Hauptbahnhof
Flyer Bus-Umleitungen zwischen Nord- und Hauptbahnhof Haltestellenaushang Umleitungen Invalidenstraße ab 4. Juni 2011
Besonders die Ausfälle bei der S-Bahn, aber auch Einschränkungen bei den Bus- und Straßenbahn-verkehren haben in den letzten Jahren das Bild vom zuverlässigen Berliner öffentlichen Personennah-verkehr beschädigt. Die Qualitäts- und Leistungskennziffern der S-Bahn werden regelmäßig durch den VBB bekannt gegeben. Wie es um die Qualität des gesamten anderen ÖPNV im Land Berlin bestellt ist, kann jeder Interessierte ab sofort detailliert nachlesen. Unter dem Motto „Mehr Transparenz im ÖPNV“ veröffentlicht die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung künftig regelmäßig Daten zur Qualität bei U-Bahn, Straßenbahn, Bus und Fähre. Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: „Jedes Jahr nutzen über 900 Millionen Menschen die U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse der BVG. Die BVG leistet so einen zentralen Beitrag für die Mobilität in Berlin. Während der S-Bahn-Krise hat sie sogar noch mehr Fahrgäste transportiert und ihre Leistungsfähigkeit eindrucksvoll demonstriert. Da die BVG ein Landesunternehmen ist und aus Landesmitteln finanziert wird, sollen die Berlinerinnen und Berliner erfahren, wofür das Land Berlin sein Geld ausgibt, und was sie als Kunden dafür bekommen. Es geht uns nicht alleine um die Darstellung von Erfolgen; wir wollen objektiv Bericht erstatten und auch aufzeigen, wo Land und Unternehmen noch besser werden können.“ Der Verkehrsvertrag zwischen dem Land Berlin und der BVG beinhaltet Vorgaben zu Leistung und Qualität bei Straßenbahn, U-Bahn und Bus. Um die Einhaltung der Vorgaben zu belegen, werden regelmäßig die erforderlichen Daten erhoben und ausgewertet. Zukünftig sollen diese Daten auch dazu genutzt werden, der Öffentlichkeit ein objektives Bild zum Stand und den Entwicklungen im Berliner ÖPNV zu vermitteln. Bei der Umsetzung des Verkehrsvertrags wird das Land Berlin durch das Center Nahverkehr Berlin unterstützt. Dort werden die von der BVG gelieferten Daten regelmäßig geprüft und ausgewertet. Die daraus entstehenden Qualitätsberichte dienen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung als wichtige Arbeitsgrundlage. Die Jahresberichte des Qualitätscontrollings finden Sie auf den Internetseiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung oder auch auf der Homepage des CNB unter www.cnb-online.de. Es ist das Ziel des Senats, den ÖPNV noch attraktiver und noch leistungsfähiger zu machen. Ab dem zum 1. Mai 2011 anstehenden Fahrplanwechsel hat das Land mehr Leistung bei der U-Bahn am Wochenende bestellt. Damit werden nun fast alle U-Bahnlinien sonntags zwischen 12 und 19 Uhr nicht mehr im 10-, sondern im 5-Minutentakt befahren. Senatorin Junge-Reyer: „Gesellschaftlicher Wandel verändert die Mobilitätsansprüche der Berlinerinnen und Berliner. Auf diese Entwicklungen muss auch der ÖPNV reagieren. Bereits in der Vergangenheit haben wir festgestellt, dass sich die Nachfrage im ÖPNV aufgrund veränderter Arbeits- und Ladenöffnungszeiten insbesondere in den Abendstunden und am Wochenende erhöht hat. Daher hat das Land schon im Jahr 2009 mit zusätzlichen Bestellungen Taktverdichtungen in den Abendstunden und am Samstag ermöglicht. Die Erfolge dieser Anpassungen an die Kundenwünsche sind offensichtlich. Immer weniger Bürgerinnen und Bürger nutzen das Auto, um in die Innenstadt zu kommen. Die Berlinerinnen und Berliner nehmen unser Angebot im Nahverkehr an und steigen um. Mit der nun anstehenden Taktverdichtung am Sonntag gehen wir gezielt auf die Bedürfnisse der Fahrgäste ein, die auch am Sonntag schnell und bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln mobil sein wollen. Wir passen die Mobilitätsstruktur der Stadt immer mehr an die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger an. Der abnehmende Individualverkehr erhöht die Lebensqualität für diejenigen, die in der Stadt leben und ohne Auto in die Stadt zu kommen wird immer einfacher. Für beide Seiten ist das ein echter Gewinn.“ Von der Taktverdichtung profitieren zudem nicht nur die Fahrgäste, die direkt am U-Bahnnetz wohnen. Da für die meisten Wege die öffentlichen Verkehrsmittel kombiniert genutzt werden, heißt ein dichterer Takt auch kürzere Umsteigezeiten und insgesamt kürzere Reisezeiten. Dies trägt zu einer flächendeckenden Erhöhung der Attraktivität des ÖPNV bei, auch und vor allem im Vergleich mit dem Pkw. Finanziert werden die Taktverdichtungen über Umbestellungen und Verlagerung von wenig oder gar nicht nachgefragten Angeboten, z.B. im Frühverkehr, sowie aus Rückflüssen aus dem BVG-Vertrag. Folgende Linien werden taktverdichtet: U 1; U 2 von Pankow bis Theodor-Heuss-Platz; U 5 von Alexanderplatz bis Kaulsdorf Nord; U 6; U 7; U 8 von Hermannstraße bis Osloer Straße. Die U 9 fährt heute bereits im 5 Minuten-Takt und wird zeitlich angepasst (Pressemeldung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, 29.04.11).