Eine Frau räumt auf. Mit beträchtlicher Energie bemüht sich Sigrid Nikutta darum, dass der Busverkehr in Berlin wieder zuverlässiger und sicherer wird. Dabei schreckt die neue Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) nicht davor zurück, Sparmaßnahmen rückgängig zu machen – wenigstens zum Teil. Nachdem in den Buswerkstätten viele Arbeitsplätze wegrationalisiert worden waren, lässt sie nun wieder Techniker einstellen. Wartungsintervalle werden verkürzt. „Sicherheit und Verlässlichkeit haben für mich Priorität. Die Kosten sind derzeit nicht mein erster Fokus“, sagte die 41-Jährige gestern. Noch bis zum Frühjahr 2011 müssten die Busfahrgäste mit Ausfällen leben – dann soll sich der Betrieb normalisiert haben, versprach sie. Die promovierte Psychologin weiß, dass der Ruf des BVG-Busverkehrs seit längerem nicht …
Mit einem großen Sonderprogramm wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) dafür sorgen, dass der Busverkehr wieder stabiler und zuverlässiger wird. Um Werkstattkapazitäten aufzustocken und Arbeitsabläufe zu verbessern, plant das Landesunternehmen zusätzliche Ausgaben. Nach Informationen der Berliner Zeitung ist von rund 18 Millionen Euro die Rede. „Wir sind fest entschlossen, alles Nötige zu tun“, sagte Petra Reetz, die Sprecherin des Landesunternehmens. Die intern genannte Summe wollte sie aber noch nicht …
Mit dem ersten kräftigen Schneefall in der Region kam es leider für viele tausend Fahrgäste im Nahver-kehr zu massiven Behinderungen. Bei der Berliner S-Bahn und im Regionalbahnverkehr kam es zu Zugausfällen und erheblichen Verspätungen. Probleme gab es auch bei der BVG und anderen Verkehrs-unternehmen im Verbundgebiet. Auf allen Linien der Berliner S-Bahn gab es aufgrund von Weichenstörungen massive Einschränkungen, Züge fielen aus, fuhren unregelmäßig und verspätet. An vielen Bahnhöfen, u.a. Ostbahnhof, Alexander-platz, Ostkreuz, Warschauer Straße und Treptower Park, mussten Fahrgäste zurückbleiben, weil sie nicht mehr in die überfüllten Züge einsteigen konnten. Zusätzlich wurde die ohnehin knappe Fahrzeug-kapazität durch Türstörungen und verschlossene Wagen weiter reduziert. Auch die Information für die Fahrgäste war zwar teilweise bemüht, vielerorts jedoch mangelhaft. Angesichts der erfolgten Abstimmungen, die der VBB mit der S-Bahn Berlin zur Wintervorbereitung geführt hat, ist der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, Hans-Werner Franz, besonders über die Probleme bei der S-Bahn enttäuscht: „Trotz aller versprochenen Maßnahmen, ist es dem Unternehmen nicht gelungen, bei den ersten, von den Meteorologen vorhergesagten Schneefällen, Weichenstörungen und Türprobleme zu verhindern, die sich massiv auf den Betriebsablauf auswirken. Die Leidtragenden sind wieder einmal die Fahrgäste, die bei eisigen Temperaturen unzumutbare Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Die Verkehrsunternehmen und die Infrastrukturunternehmen sind aufgefordert, alle Kräfte zu mobilisieren, um die Probleme bei winterlicher Witterung in den Griff zu bekommen und weitere Belastungen für die Fahrgäste zu vermeiden.“ Im Regionalverkehr kam es im Berufsverkehr wegen mehrerer Weichenstörungen in Charlottenburg, Gesundbrunnen, Oranienburg zu hohen Verspätungen von bis zu 70 Minuten und zu Zugausfällen. Betroffen von den Einschränkungen sind derzeit die Linien RE 1, 2, 3, 4, 5 und 6. Auf allen Linien, insbesondere denen, die über die Berliner Stadtbahn fahren (RE 1, RE 2, RE 7 und RB 14) muss weiterhin mit großen Verspätungen gerechnet werden. Teilweise erhebliche Beeinträchtigungen durch starke Schneeverwehungen und eisige Temperaturen gab es auch bei der Straßenbahn und beim Busverkehr (Pressemeldung Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, Fotos Bodo Schulz, www.album-berliner-verkehr.de, Sebastian Schrader, 03.12.10).
Die Deutsche Bahn bekommt im Fernverkehr weitere Konkurrenz. Bex nennt sich der kühne Wettbewerber, der sich traut, den ICE und IC-Zügen des Staatskonzerns ab 2011 auf mehreren Strecken Paroli zu bieten. Obendrein in den angestammten DB-Farben rot-weiß, mit denen die Bahn ihre Fernzüge durchs Land schickt. Wer ist dieser mutige Konkurrent? Es ist – die Bahn selbst. Hinter Bex steckt die Bayern Express & P. Kühn Berlin GmbH, eine DB-Tochter, die seit 50 Jahren im Fernverkehr unterwegs ist, jedoch nicht auf Schienen, sondern mit Fernbussen. Warum macht sich die Bahn selbst Konkurrenz? Im nächsten Jahr will die Bundesregierung eine rund 90 Jahre alte Regelung im Personenbeförderungsgesetz streichen: Die besagt, dass eine Fernbuslinie in Deutschland nur erlaubt ist, wenn diese eine wesentliche Verbesserung bereits vorhandener Eisenbahnstrecken darstellt. Damit soll die Staatsbahn geschützt werden, mit Erfolg. Tatsächlich gibt es bis auf wenige Ausnahmen nur wenige Fernbuslinien in Deutschland. Das wird sich ändern, zumal das Bundesverwaltungsgericht im Juni eine …
Für Fernreisende und die Berliner wird es am Hauptbahnhof zu starken Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Denn die Deutsche Bahn beginnt im Jahr 2011 mit der Verwirklichung des S-Bahnprojektes S21, sagte gestern Senatsbaudirektorin Regula Lüscher. Für 230 Millionen Euro soll eine Verbindungsstrecke vom nördlichen Berliner Ring zum Hauptbahnhof errichtet werden. Schon ab 2011 wird deshalb das Friedrich-List-Ufer für mindestens zwei Jahre für den Autoverkehr gesperrt. Auch der Kurzzeitparkplatz auf der Nordseite des Bahnhofs muss für neun Monate aufgehoben und vorübergehend auf die Südseite verlegt werden. Beeinträchtigt sind zudem Zu- und Abfahrten für …