Deutschlands größtes Nahverkehrsunternehmen wird seit 1. Oktober von Frau Dr. Sigrid Nikutta geführt. Sie übernahm sowohl das Amt der Vorstandsvorsitzenden als auch das Ressort Betrieb im Vorstand der BVG.
Die 41-jährige hatte sich im Rahmen einer Ausschreibung unter 177 Bewerbern durchgesetzt. Zuletzt arbeitete sie als Vorstand Produktion bei der Bahntochter DB Schenker Rail Polska S. A., einem Eisenbahnunternehmen mit rund 6.000 Mitarbeitern in Polen.
Dr. Sigrid Nikutta wurde 1969 im polnischen Szcytno (Masuren) als Kind deutschstämmiger Eltern geboren und wuchs in Bielefeld auf. Sie studierte Psychologie, Pädagogik und Wirtschaft, ist verheiratet und hat drei Kinder.
Ihren ersten Arbeitstag begann die neue Vorstandsvorsitzende bei der BVG morgens um 4 Uhr mit einem Besuch auf dem Straßenbahn- und Omnibusbetriebshof Lichtenberg und der U-Bahn-Sicherheitsleitstelle auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz.
Ein Bombenfund am Ostkreuz hat gestern Abend für ein Verkehrschaos gesorgt. Bei Gründungsarbeiten für die Ringbahn fanden Bauarbeiter gegen 13.40 Uhr direkt neben dem Bahnhof einen 500 Kilogramm schweren amerikanischen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Polizei sperrte das Gelände in einem Radius von rund 500 Metern ab. Am Nachmittag begann die Polizei, die umliegenden Wohngebäude und Büros zu evakuieren. Nach Schätzungen der Polizei waren etwa 9 600 Menschen betroffen. Auch Betriebe und die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte wurden geräumt. Mehrere hundert Polizisten klingelten an Hausaufgängen und baten die Bewohner aus den Häusern. Gesperrt wurden auch zahlreiche Straßen. Unter anderem lag die im Berufsverkehr wichtige …
Seit einem Jahr wird Brandenburg durch SPD und Linke auf Landesebene regiert. Nach 365 Tagen zieht der DBV Berlin-Brandenburg eine ernüchternde Bilanz. Bis zum Wahltermin am 27. September 2010 hatte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) gemeinsam mit der CDU regiert. Nach einer relativ langen Findungsphase gibt es in Brandenburg eine Regierungskoalition aus SPD und Linkspartei. Für den Verkehrsbereich gab es viele unterschiedliche Ansichten zwischen den heutigen Koalitionären. Das versprach eigentlich innerhalb der Koalition, der Regierung und auch mit den Fahrgastverbänden interessante Diskussionen. Einige „Knackpunkte“: das Land Brandenburg finanziert aus eigenen Haushaltsmitteln keine ÖPNV-Leistungen direkt. Mit eingerechnet werden sogar Landes- und Bundesgelder, auf die die Verkehrs-unternehmen einen gesetzlichen Anspruch haben (z. B. Schwerbehindertenbeförderung). So saniert sich das Land auf Kosten der Fahrgäste und des Bundes. Auch bei der Mitwirkung der Fahrgäste gab es unterschiedliche Positionen. Vehement wurde — vor der Regierungsbeteiligung — die Freiwilligkeit der ÖPNV-Beiträte in den Brandenburger Landkreises kritisiert. Auch die Vergabepraxis der Regionalverkehrsleistungen wurde, wie die Einbindung der Fahrgastverbände in die Meinungsfindung, kritisiert. Zur Schienenanbindung des Fluighafens BBI sympathisierte man von Anfang mit den Vorschlägen des DBV und anderer Fahrgast- und Naturschutzverbände. Alles vorbei, denn als kleinerer Partner ist klar, wer Koch und wer Kellner ist. „Deichgraf“ Matthias Platzeck regiert mit harter Hand. Ruhe ist nicht nur die erste Bürgerpflicht, sondern scheinbar auch Regierungshandeln. Immer wieder betont er, dass Brandenburg vor enormen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen stehe. Doch ist in der Regierung scheinbar niemand bereit, ausgetretene Pfade zu verlassen und Neues auszuprobieren. So wird im Verkehrsministerium ohne Unterbrechung der gleiche Stil wie bis zu den Wahlen 2009 gefahren. Die Aufgabenträger werden kurz an der finanziellen Leine gehalten, Straßenbau (insbesondere Ortsumgehungen) genießen auch in den angeblich „aussterbenden“ Regionen fernab Berlins eine hohe Priorität). Gibt es weniger Geld vom Bund für den ÖPNV, wird dies auf die Bestellungen umgelegt. Der Flughafen BBI wird ebenso weitergebaut wie der Kohleabbau in der Lausitz fortgesetzt wird. Die Vorschläge und Ideen des DBV werden interessiert zur Kenntnis genommen. Nein, halt! Eine Passage enthält die Koalitionsvereinbarung zur ÖPNV-Finanzierung: „… Mit den Mitteln des Gesezes zur Regionalisierung des öffentlichen Personennahverkehrs wird sichergestellt, dass in den kommenden fünf Jahren keine Bahnstrecken abbestellt werden, wenn es keine zwischenzeitliche Reduzierung der Bundesgelder gibt.“ Ist doch aber auch schon mal was, auch wenn diese Formulierung nichts weiter heißt, als dass die Landesregierung alles beim Alten belässt — egal wer gerade mit wem regiert. Es kann eigentlich nur besser werden… (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 01.10.10).
(Berlin, 30. September 2010) Von Freitag, 1. Oktober, 16 Uhr, bis Montag, 4. Oktober, 6 Uhr ist im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Friedrichshain, die Boxhagener Straße zwischen Kynaststraße und Neuer Bahnhofstraße voll gesperrt. Der Straßenverkehr wird weiträumig umgeleitet.
Grund der Straßensperrung sind Arbeiten an der Eisenbahnbrücke über die Boxhagener Straße im Zusammenhang mit dem Umbau des Bahnhofs Ostkreuz.
Der derzeit nicht von Zügen befahrene Teil der Brücke wird saniert. Zudem wird bis zur Inbetriebnahme des neuen Ringbahnsteigs der S-Bahn am Ostkreuz im Jahr 2012 der westliche Brückenteil von einem Neubau ersetzt.
Die beauftragten Unternehmen sind bemüht, die von den Bauarbeiten ausgehenden Störungen so gering wie möglich zu halten. Trotzdem lassen sich Beeinträchtigungen und Veränderungen im Bauablauf nicht gänzlich ausschließen. Dafür bittet die Deutsche Bahn um Entschuldigung.
(Berlin, 30. September 2010) Wegen Gleisbauarbeiten kommt es in den Nachtstunden vom 2. bis 3. Oktober für einige Züge der Linie RE 3 zu Fahrplanänderungen zwischen Berlin Gesundbrunnen und Eberswalde. Reisende nutzen die S-Bahn beziehungsweise den Ersatzverkehr.
Reisenden wird empfohlen, sich vor Antritt der Fahrt rechtzeitig zu informieren.
Über diese Fahrplanänderungen informiert die Deutsche Bahn im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten. Fragen beantwortet der Kundendialog DB Regio Nordost unter Telefon 0331 235 6881 oder -6882. Zusätzlich sind die Informationen auch per Handy unter bauarbeiten.bahn.de/mobile abrufbar.
Der Deutsche Bahnkunden-Verband zeichnet den S-Bahn-Chef Peter Buchner mit dem Schienenverkehrs-Preis 2010 aus. Er habe sich bald nach seinem Antritt 2009 ins Gespräch mit dem Kunden begeben und sich während des damaligen Fahrgast-Sprechtags …
Ein Unfall auf Stadtautobahn A 111 hat gestern im Berufsverkehr für Verkehrschaos gesorgt. Gegen 7.45 Uhr war in Höhe der Abfahrt Heckerdamm in Charlottenburg ein Richtung Norden fahrender BMW ins Schleudern geraten. Er prallte mehrfach gegen die Leitplanken. Dabei verlor er auf einer Länge von rund 60 Metern Öl. Der 47-jährige Fahrer blieb unverletzt. Die Bergung des Autos und die Reinigung der Fahrbahn dauerten Stunden. Feuerwehrleute streuten Bindemittel auf das ausgelaufene Öl, eine Firma säuberte die Fahrbahn. Wegen der Sperrung der Autobahn Richtung Norden staute sich der Verkehr bis zur …
So kann man es natürlich auch sehen. „Weil bei uns so viel gebaut wird, müssen sich die Fahrgäste immer wieder auf neue Situationen einstellen. Das hält geistig frisch und rege“, scherzte ein Planer der Deutschen Bahn (DB) gestern. Jetzt stehen die nächsten Trainingsrunden für das mentale Fitnessprogramm fest. Die DB hat eine lange Liste mit Baustellen präsentiert. Die Investitionen in Berliner Bahnhöfe und Gleise werden sich in diesem Jahr auf rund 250 Millionen Euro summieren. „So viel wird auch nächstes Jahr verbaut“, sagte der DB-Konzernbevollmächtigte Ingulf Leuschel. Für die Fahrgäste heißt das: Sie müssen auf Busse umsteigen. Richtig unangenehm wird es auf der Ringbahn, denn dort sind besonders viele Reisende betroffen. Weil ein elektronisches Stellwerk alte Technik ersetzen wird, müssen alle Signale ausgetauscht und viele Kilometer Kabel neu gezogen werden. „Das bedeutet, dass zwischen Ostkreuz und Schönhauser Allee an vielen Wochenenden …
Sie demonstrierten zusammen, aber nicht vereint. Einige Dutzend Bürger protestierten gestern in Schönefeld gegen die Flugroutenplanung für den neuen Hauptstadt-Airport. Alle forderten dasselbe: Schutz vor Fluglärm. Doch die Demonstranten aus dem Westen Berlins mussten unter sich bleiben und mit Anfeindungen zurechtkommen – sowohl von Ost-Berlinern als auch von Brandenburgern. Emely Heinz aus Rahnsdorf fasste zusammen, was viele ihrer Mitstreiter dachten: „Ist ja schön, dass die West-Berliner nun auch mal aus dem Mustopf kommen. Wir im Südosten Berlins müssen schon seit Jahren Fluglärm ertragen.“ Annelies Schmidt konnte da nur zustimmen: „Lärmgetto Berlin-Schmöckwitz“ stand auf dem Schild, das sie vor der Airportworld BBI in die Höhe hielt. In dem orange, rot und blau bemalten Fertigbau sprachen Politiker mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) über deren Routenplanung für den neuen Schönefelder Flughafen, der am 3. Juni 2012 eröffnet werden soll. Drinnen ging es ebenfalls um Ost und West. „Seit 16 Jahren kämpfen wir gegen das Flughafenprojekt. Aber wir haben keine Lobby – hätten wir die gehabt, dann würde der neue Flughafen nicht in Schönefeld, sondern in …