13.12.2022
Der junge Mann in dem ockerfarbenen Wollpulli mit den braunen Haaren begrüßt die Fahrgäste im #Oberdeck des #Regionalexpress 1 mit einem freundlichen „Guten Morgen“. Er lächelt. Dann geht er weiter. Ein paar der Reisende schauen etwas irritiert. Erst als er geht, erkennt man das Logo der #Odeg, der #Ostdeutschen Eisenbahn, zwischen seinen Schultern. Nach den Fahrscheinen fragt er nicht. Pendler zwischen Potsdam und Berlin lernen seit dem #Fahrplanwechsel am Sonntag einige Neuerungen kennen.
Zum Fahrplanwechsel hat die private Ostdeutsche Eisenbahn (Odeg) den #RE1 von der #Deutschen Bahn übernommen. Statt bisher zwei sind drei Züge pro Stunde in der #Hauptverkehrszeit zwischen #Brandenburg/Havel und #Frankfurt (Oder) unterwegs. 15 sechsteilige und zwölf vierteilige Züge sind weiß, grün und gelb lackiert auf der Strecke unterwegs und bieten deutlich mehr #Platz für die Reisenden. Mit der #Taktverdichtung wurde auch eine langjährige Forderung aus Potsdam erfüllt. Denn bisher kamen sich die Reisenden besonders im #Berufsverkehr oft ungewollt nahe.
Statt einer Lok und den roten #Doppelstockwaggons der Deutschen Bahn sind seit Sonntag Treibzüge vom Typ #Desiro vom Hersteller #Siemens als RE1 unterwegs. Sie haben keine Lok, der Antrieb ist in die Waggons eingebaut. So passen mehr Waggons in die kürzeren Bahnhöfe. #637 Plätze stehen in den sechsteiligen Zügen bereit. Einer der drei Züge pro Stunde soll aus zwei gekuppelten vierteiligen Zügen mit insgesamt #800 Plätzen bestehen…