Wer ist zuständig, wenn es zu einer Katastrophe im Bahntunnel unterm neuen Flughafen kommt? Die Flughafengesellschaft will die Verantwortung – und Haftung – nicht übernehmen. Sie zieht deshalb vors Gericht. Wieder einmal. Kurz vor der Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg in Schönefeld hat die Flughafengesellschaft die Klagefreude gepackt. Beim Lärmschutz steht sie dicht davor, bei der Haftungsfrage nach einem Feuer im Bahntunnel unter dem Terminal ist im Dezember das Verwaltungsgericht eingeschaltet worden. Dabei hatte das Innenministerium Brandenburgs bereits im Dezember beschieden, dass die Zuständigkeit beim Flughafen liege, wogegen dieser sich erst jetzt wehrt. Bei der praktischen Umsetzung sei man auch auf eine unklare Formulierung gestoßen, begründete Flughafensprecher Leif Erichsen den späten Schritt. Das Einsatzkonzept im Fall eines Feuers sei dagegen festgezurrt. Sollte es im Tunnel mit dem Fern- und S-Bahnhof direkt unter dem Terminal brennen, wäre die Flughafenfeuerwehr …
Um 11.05 Uhr ging bei der Feuerwehr der Notruf der BVG-Leitstelle ein: Im Tunnel der U-Bahnlinie U2 am Bahnhof Zoo in Richtung Pankow hat es gebrannt. Starker Qualm hatte sich in dem Tunnel ausgebreitet. Die Feuerwehr hatte als Ursache für den starken Qualm zunächst einen Kabelbrand in der Plastik-Verkleidung einer Stromschiene vermutet. Bei einer Besichtigung durch die technische Aufsichtsbehörde der BVG, die der Senatsverwaltung untersteht, konnte jedoch keine Ursache – wie etwa ein vermuteter Kurzschluss – ermittelt werden. Aus diesem Grund untersucht nun die Kripo den Schacht nach möglichen Brandursachen. Der U-Bahn-Verkehr blieb deshalb bis 14.20 Uhr unterbrochen. Noch bevor die fünf Staffeln der Feuerwehr am …
Das bedeutendste Ausstellungsereignis für die internationale Bahnindustrie findet in diesem Jahr wieder in Berlin statt. Vier Tage lang – vom 18. bis 21. September – präsentiert die Branche ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen auf dem Messegelände unter dem Funkturm. Ein Blick auf den aktuellen Anmeldestand macht deutlich, dass die InnoTrans auch in ihrem neunten Messejahr weiter in allen Bereichen deutliche Zuwächse verzeichnet. Damit stärkt die Leitmesse für Schienenverkehrstechnik ihre Position als Branchenmarktplatz mit Weltbedeutung. Mit den bisherigen Anmeldungen ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt die Hallen-Ausstellungsfläche der InnoTrans 2010 weit überschritten. Das Interesse der Industrie konzentriert sich jedoch nicht allein auf die Messehallen – auch das Freigelände wird stark nachgefragt. Die Stellflächen für rollendes Material auf der 3.500 laufende Meter umfassenden Gleisanlage sind voll belegt. Der Veranstalter Messe Berlin reagiert auf die große Nachfrage mit der bedarfsgerechten Erschließung zusätzlicher Hallenkapazitäten und individuellen Platzierungslösungen. Ziel ist, auch alle weiteren Anmeldungen, die bis zum Anmeldeschluss am 15. Februar eingehen, angemessen zu berücksichtigen. Bei regionaler Betrachtung der Messebeteiligung fällt Asien besonders ins Auge. Bezugnehmend auf die Vergleichswerte der vorherigen Veranstaltung haben die Unternehmen aus dem asiatischen Raum zu Beginn dieses Jahres etwa 40 Prozent mehr Ausstellungsfläche gebucht. Auch die US-amerikanischen Firmen vergrößern ihre Messepräsenzen. Das Interesse der europäischen Bahnindustrie an einer Messeteilnahme ist ungebrochen groß. Insgesamt übertrifft die Messe in Sachen Internationalität das Niveau der vergangenen Jahre. Der Anteil ausländischer Aussteller liegt aktuell bei über 50 Prozent (Pressemeldung Messe Berlin, 18.01.12).
Seit dem Fahrplanwechsel fehlt auf den dynamischen LCD-Anzeigern, die inzwischen fast überall auf den Berliner und Brandenburger Bahnsteigen hängen, eine wichtige Information. Bisher wurde die Liniennummer mit angezeigt, jetzt steht dort stattdessen die Zugnummer. Der DBV fordert von DB Station & Service, diese Änderung rückgängig zu machen. Fahrgäste haben in den vergangenen Tagen den DBV auf das Fehlen aufmerksam gemacht. Kaum ein Fahrgast wird wissen, dass beispielsweise der RE 37318 auf der Linie RE 5 von Falkenberg nach Stralsund fährt! Demgegenüber war die bisher in den Anzeigern gegebene Information, dass es sich um einen Zug auf der Linie RE 5 handelt, für die Fahrgäste viel entscheidender! Gründe für die Herausnahme dieser Information aus den Anzeigern sind nicht erkennbar. Der Platz dafür wird nicht anders genutzt als vorher. Zu besonders viel Verwirrung führt die fehlende Liniennummer derzeit auf dem Bahnhof Gesundbrunnen. Dort fahren nämlich im Minutenabstand zwei Züge in Richtung Stralsund ab. Jedoch fährt ein Zug über Oranienburg und der andere über Angermünde. Wer hier nicht aufpasst, steigt schnell in den falschen Zug ein und bekommt möglicherweise Ärger, weil er die falsche Fahrkarte hat. Der Hinweis auf die Liniennummer sollte deshalb schnellstmöglich wieder in die Anzeiger aufgenommen werden (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 17.01.12).
Gleich zwei Mal hat es in der Berliner U-Bahn am Wochenende gebrannt. Am Sonntagnachmittag musste die Feuerwehr zum U-Bahnhof Möckernbrücke in Kreuzberg ausrücken. Wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bestätigten, brannte im U-7-Tunnel ein Stromkabel. Der Brand konnte aber mit einem Kohlendioxidlöscher zügig bekämpft werden, so die Feuerwehr. Schwerer waren die Folgen des Vorfalls, der sich am Freitagabend im U-9-Tunnel in Steglitz ereignete. Dort stieg aus einem stromführenden Kabel dichter, beißender Qualm auf, der mehrere U-Bahnhöfe einnebelte. Wie jetzt bekannt wurde, hatten BVG-Mitarbeiter bereits drei Stunden zuvor im selben Tunnelbereich an einem Zug Brandgeruch bemerkt. Sie sagten der Feuerwehr aber wieder ab. Das bestätigte BVG-Sprecherin Petra Reetz auf Anfrage. Laut BVG hatten die Mitarbeiter vermutet, dass die U-Bahn schadhaft war. Eine Untersuchung habe dies …