Bahnhöfe: Der Mythos vom Hitler-Marmor am U-Bahnhof Mohrenstraße aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/der-mythos-vom-hitler-marmor-am-u-bahnhof-mohrenstrasse-23824766

#Marmor musste es sein, in der Farbe Königsrot, gediegen und würdevoll. 1950 gab es viele Gründe, warum ausgerechnet der #U-Bahnhof #Thälmannplatz (heute #Mohrenstraße) der #prächtigste der Stadt sein sollte. Bis zum Kriegsende hatte er Kaiserhof am Wilhelmplatz geheißen, oben hatte Adolf Hitler regiert. Nun ehrte die sozialistische Macht den ehemaligen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei und wollte in der gerade enttrümmerten Ödnis ein #Regierungsviertel für die DDR errichten.

Ein geschichtspraller Ort, die gefühlte Nähe zu Hitler,  renommiersüchtige SED-Funktionäre – diese Zutaten stifteten schnell einen Mythos. Stadtführer lieben die Mischung bis heute auf der populären NSDAP-Gruseltour: Bunker, Gestapozentrale, erhaltene Goebbels- und Göring-Ministerien und Hitlers verschwundene Neue Reichskanzlei Voßstraße Ecke Wilhelmstraße. Von dort sollen nämlich die nobelroten Marmorplatten stammen. Was für eine Pointe: der Fußboden, über den der Führer hin zu seinem Arbeitszimmer schritt, schmückte nun die U-Bahn-Station Thälmannplatz. Angeblich.

Zweifel an der Story haben immer bestanden – jetzt wurde im Archiv der Berliner Verkehrsbetriebe das Dokument gefunden, das die wahre Geschichte erzählt. Die führt unter anderem nach Stalingrad und hat es auch in sich.

Aber der Reihe nach: Am 12. Mai 1950 berichtet die Berliner Zeitung, der „demokratische Magistrat von Groß-Berlin“ habe Pläne gebilligt, nach denen „der U-Bahnhof Thälmannplatz entsprechend seiner Bedeutung eine besondere Note bekommen“ werde: ohne Reklameflächen in schlichter, gediegener Form unter Verwendung von rotem thüringischem Marmor. Der Termin zur Fertigstellung war ein Kampfauftrag: Mitte August 1950, zum 6. Jahrestag der Ermordung …

 

Straßenverkehr: Streit um Straßenführung im Regierungsviertel, aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/spreebogenpark-streit-um-strassenfuehrung-im-regierungsviertel,10809148,31080512.html Seit Jahren sind sich Bund und Land Berlin uneins um die #Verkehrsführung im #Regierungsviertel. Nun wird zumindest der #Trampelpfad im #Spreebogenpark zwischen #Hauptbahnhof und #Bundestagsgebäuden ausgebaut. Die Straße um die Schweizer Botschaft sorgt dagegen weiter für Streit. Die Bürger haben entschieden. Sie wollen auf direktem Weg vom Hauptbahnhof in Richtung Reichstagsgebäude laufen. Der Trampelpfad, der in den vergangenen Jahren im Spreebogenpark zwischen der Gustav-Heinemann-Brücke und der Otto-von-Bismarck-Allee entstanden ist, wird deswegen zum regulären Weg umgestaltet. In diesen Tagen beginnen die Arbeiten dafür, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf Anfrage der Berliner Zeitung erklärte. Die großen Fragen zur weiteren Gestaltung des Regierungsviertels bleiben indes ungelöst. Dazu gehört die seit Jahren geplante Vollendung des Spreebogenparks und der Lückenschluss im Band des Bundes, also die Gestaltung der Fläche zwischen dem Kanzleramt und dem Paul-Löbe-Haus des Bundestags. Keine Einigung über Straße um die Schweizer Botschaft Die Vollendung des Spreebogenparks kommt nicht voran, weil sich Berlin und der Bund über den Wegfall der Straße um die Schweizer Botschaft noch immer nicht geeinigt haben. Deswegen fahren dort, wo eine Grünfläche sein sollte, weiter …
Source: BerlinVerkehr

Bus: Neue Buslinie führt durch das Regierungsviertel, aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/neue-buslinie-fuehrt-durch-das-regierungsviertel,10810590,9844010.html 18.10.2000

Am 5. November wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) eine neue #Ost-West-Buslinie eröffnen. Sie verbindet die Zentren von Mitte und Tiergarten. Dazu wird die Linie #257, die am S-Bahnhof Storkower Straße beginnt und am Alexanderplatz vorbeiführt, durch das #Regierungsviertel nach Westen verlängert. Die #Busse fahren dann über den heutigen Endpunkt S-Bahnhof Unter den Linden hinaus über die …