Der Weg zur ersten Adresse der Bundesrepublik führt durch ein unscheinbares Industriegebiet im nördlichen Bereich des Flughafens #BER. Hier in #Schönefeld steht – abgeschirmt hinter hohen Zäunen und neben Lagergebäuden des Deutschen Roten Kreuzes – das #Regierungsterminal. Ein graues, mehrstöckiges schlichtes #Verwaltungsgebäude. Lediglich die #Deutschlandfahne, viele leere Fahnenmasten aber auch ein eleganter #Metall-Adler verraten, dass es hier um mehr geht als die Verwaltung von #Flugzeugen.
Die #Bundesregierung verzichtet laut einem Medienbericht auf einen #Neubau des Regierungsterminals am Berliner #Flughafen#BER. Stattdessen wollen Kanzler und Minister:innen das #Übergangsgebäude dauerhaft nutzen, wie die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf Regierungskreise berichtete.
Mit neun Jahren Verspätung eröffnete 2020 der #BER. Nun soll der #Flughafen erneut zur Baustelle werden: Der Bund plant für Hunderte Millionen ein repräsentatives #Regierungsterminal – trotz vorhandenem #Abfertigungsgebäude.
Seit Oktober checken Deutschlands Regierungsvertreter und Staatsgäste in einem rund 70 Millionen Euro teuren Abfertigungsgebäude am neuen Berliner Flughafen BER ein und aus, Agrarministerin Julia Klöckner landete als Erste dort. Doch aus Sicht des Bundes handelt es sich dabei nur um ein #Interimsgebäude – er will am Bau eines neuen und repräsentativen Regierungsterminals festhalten. Das geht aus einer Antwort des Bauministeriums auf eine Anfrage der FDP hervor, über die die Nachrichtenagentur dpa berichtet.
Bevor der Flughafen #BER Ende des Monats seinen Betrieb aufnimmt, ist am Mittwoch das #Regierungsterminal an den Start gegangen. Künftig werden dort Regierungsangehörige und Staatsgäste fliegen. Als erstes durfte aber nicht die Kanzlerin testen.
Zehn Tage vor der offiziellen Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER hat die #Flugbereitschaft der Bundeswehr den Betrieb in #Schönefeld aufgenommen. Nach 26 Jahren gehören Staatsempfänge in #Berlin-Tegel damit ab sofort der Geschichte an.
Der Bundespräsident, die Kanzlerin und ihre Minister brechen nun vom BER zu Dienstreisen auf. Präsidenten und Präsidentinnen sowie Staatsgäste werden künftig ebenfalls am provisorischen Regierungsterminal empfangen, das die Luftwaffe der Bundeswehr am Mittwoch in Betrieb nimmt.
Als erstes durfte Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) das neue Terminal am Mittwochmorgen einweihen. Sie kam von einem EU-Agrarministertreffen aus Luxemburg zurück und landete nach Angaben eines Sprechers gegen 9 Uhr am BER. Wegen der Corona-Pandemie ist noch unklar, welcher Staatsgast …
Wann öffnet der #Flughafen Berlin-Brandenburg?
Der aktuelle Termin für die Eröffnung des neuen Flughafens #BER in #Schönefeld ist der 31. Oktober. Zehn Tage zuvor will der Bund das neue #Regierungsterminal nutzen. #Lufthansa und #Easyjet sollen die ersten Airlines sein, die am BER landen.
Eine Feier soll es zur Eröffnung nicht geben – sowohl wegen der Pandemie als auch wegen der langen Pannengeschichte des Bauprojekts.
Wie lange hat sich die BER-Eröffnung verzögert?
Die Planungen für einen neuen #Großflughafen für Berlin und das Brandenburger Umland, der die drei bestehenden Airports in #Tegel, #Tempelhof und Schönefeld ersetzen sollte, begannen nach der Wende in den frühen 1990-er Jahren. 2003 scheiterte der Versuch, das Projekt zu privatisieren und 2007 fertig zu stellen. Beim ersten Spatenstich, der 2006 erfolgte, wurde die Eröffnung des Flughafens für den Herbst 2011 geplant.
Von diesem Termin wurde im Juni 2010 abgerückt, als klar wurde, dass bis dahin nicht alle Anforderungen an den Flughafen erfüllt würden.
Das millionenteure #Regierungsterminal soll dauerhaft genutzt werden. Dafür warben Berlin und Brandenburg beim Bund. Jetzt kam die Absage. Der Bund hält trotz Millionenkosten daran fest, in einigen Jahren am neuen #Hauptstadtflughafen#BER ein neues Regierungsterminal zu errichten. Das machte das Bundesfinanzministerium nun deutlich. Berlin und Brandenburg hatten vorgeschlagen, stattdessen ein bestehendes, neues #Abfertigungsgebäude zu nutzen. Dazu verwies ein Ministeriumssprecher jetzt auf eine Stellungnahme der Bundesregierung.
#Schönefeld. Besenreine Räume und leere Abfertigungshallen mit Blick auf den zukünftigen #Hauptstadtflughafen: Anders als vom Bau des #BER gewohnt, ist das neue #Regierungsterminal am Flughafen #Berlin-Schönefeld fertiggestellt worden und soll noch diese Woche an den Bund übergeben werden, erklärte die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (#FBB). Das rund 105 Meter lange und 22 Meter breite Gebäude gegenüber dem zukünftigen Flughafen BER sei bezugsfertig, verkündete Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Dienstag vor Journalisten.
Zumindest ist das Terminal fast fertig: Drei Abfertigungshallen, ein Pressekonferenzraum und Büros von Auswärtigem Amt, Verteidigungsministerium und Kanzleramt könnten bald bezogen werden, hieß es. Letzte Arbeiten an der Elektrik würden noch erledigt. Auf dem sieben Hektar großen Vorfeld der Landebahn läge man mit den Betonarbeiten in den letzten Zügen. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Mehrere hundert Gäste könnten dann in den drei Hallen abgefertigt werden. Auf dem Flugfeld haben fünf große Maschinen Platz. Insgesamt bietet das Gebäude über zwei Stockwerke 2200 Quadratmeter Nutzfläche. Doch bis Check-In-Schalter und Rollbänder in Betrieb gehen, wird es dauern.
Das #Regierungsterminal in #Schönefeld steht im #Rohbau. Über die Dauer der Nutzung gibt es aber noch Streit.
Ein #Richtfest am unfertigen #Hauptstadtflughafen#BER ist ja an sich schon ein positives Ereignis. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup sprach von einem "guten Tag", ehe die Bauleute am Donnerstagmittag den Kranz über dem Rohbau des neuen Regierungsterminals am Rande des Flughafengeländes in Schönefeld hochzogen.
Für knapp 80 Millionen Euro – davon 30 Millionen Euro für das Gebäude und 23 Millionen Euro für das neue erweiterte Rollfeld davor – leistet sich die Bundesregierung hier ein Terminal, das sie aber nur vorübergehend nutzen will. Und so mischte sich auch in die Gespräche auf den Bierbänken beim Richtfest immer wieder die unklare Zukunft des Gesamtprojektes.
Eigentlich soll der 13 Meter hohe, langgestreckte Betonbau der Flugbereitschaft der Bundeswehr, dem Auswärtigem Amt und dem Kanzleramt nur fünf Jahre als Interimsdomizil dienen, wenn der BER wie geplant im Sommer 2018 eröffnet. Danach wünscht die Bundesregierung ein richtiges Regierungsterminal in etwa dort, wo heute Teile des weiterhin genutzten alten Schönefelder Terminals SXF stehen, auf dem Gelände der sogenannten Ramp 2. Das große Projekt würde dann mehr als 200 Millionen Euro kosten, auch weil eine komplette Kaserne für die Soldaten der Flugbereitschaft entstehen soll.
"Wir bauen das nicht, um es in fünf Jahren wieder abzureißen"
Das nun präsentierte Interimsgebäude mit Raum für Pressekonferenzen, Regierungskonsultationen und Kanzler-Besprechungen könnte dann anderen Zwecken dienen. "Wir bauen das nicht, um es in fünf Jahren wieder abzureißen", sagte Rainer Bretschneider, der Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft. Es sei daran gedacht, hier später die Geschäftsflieger der General Aviation unterzubringen.
Dazu müsste die Bundesregierung aber erst ihr großes Terminal fertig haben. Über die Frage, wann der Bau beginnen kann und wie sich das auf die ohnehin knappen Abfertigungskapazitäten des BER auswirkt, darüber verhandeln die Flughafengesellschaft und die Bundesregierung aber noch. Man könne erst starten, wenn die Erweiterung des BER-Nordpiers durch das Terminal T1E fertig sei, sagte Flughafenchef Lütke Daldrup der Morgenpost am Rande des Richtfestes. Das wäre 2020 oder 2021.
Die Suche nach einem #Bauunternehmen war schwierig. Jetzt aber ist der #Bauauftrag für das provisorische #Regierungsterminal am neuen Hauptstadtflughafen in #Schönefeld erteilt. Wie die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg am Freitag mitteilte, wird der Konzern Züblin das Abfertigungsgebäude mit Nebenflächen errichten.
Züblin war nach früheren Angaben der einzige Bewerber. Veranschlagt sind Baukosten von rund 80 Millionen Euro. Die Baugenehmigung wurde laut Flughafen durch das Bauordnungsamt des Landkreises Dahme-Spreewald vorab erteilt.
Lange Suche nach einem Bauunternehmen
Kaum hat die Diskussion um den Verbleib des Regierungsflughafens in #Tegel wieder Fahrt aufgenommen, rückt der #Umzug nach #Schönefeld erneut in greifbare Nähe. Wie jetzt bekannt wurde, ist der Streit um das geplante provisorische #Regierungsterminal auf dem #BER nach einem Spitzengespräch beigelegt worden. Einzelheiten sollen in den nächsten Tagen festgelegt werden, teilte ein Flughafensprecher mit. Damit könnte der Bauauftrag in Schönefeld erteilt werden. Tegel würde dann wie geplant geschlossen.
Nach der FDP, die mit der Forderung in den Wahlkampf gezogen war, Tegel für Linienflüge offen zu halten, und die ein entsprechendes Volksbegehren gestartet hat, haben sich zuletzt der Berliner CDU-Fraktionsvorsitzende Florian Graf und der Landesgeschäftsführer Stefan Evers dafür ausgesprochen, den Verbleib der Regierungsflüge in Tegel zumindest zu prüfen. Auch die Geschäftsflieger sollten nach einer Entscheidung für Tegel dort eine Heimat finden.
Erst vor Kurzem hatte aber das #Bundesverteidigungsministerium auf Anfrage noch einmal klargemacht, dass die Flugbereitschaft des Bundes innerhalb von sechs Monaten nach der BER-Eröffnung umziehen wolle – spätestens dann, wenn der Linienflugverkehr eingestellt und der zivile Teil des Flughafens geschlossen werde. Nur die Hubschrauberstaffel soll bis zur Inbetriebnahme des kompletten Schönefelder Regierungsflughafens in Tegel bleiben.
Der Bund braucht eine Zwischenlösung für seine Luftflotte