Presseinformation der Bahn AG und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Bahn bietet jetzt auch Führungen durch die einzigartige Architektur an
Stadtquartier am neuen Hauptbahnhof entsteht
Rund 30 Millionen Berliner und Gäste der Stadt besuchten den Berliner #Hauptbahnhof in den 100 Tagen seit Eröffnung der Station Ende Mai. Der Hauptbahnhof ist seit dem Tage der #Eröffnung ein Liebling der Berliner und auch der Gäste der Stadt, sagte Wolf-Dieter Siebert, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG.
Am 5. Juli 1951 fuhr die „Heimatland“ im Treptower Hafen los. Sie sollte Kinder zu Ferienspielen nach Hessenwinkel bringen. Doch der Benzinmotor, der als Ersatz für einen Dieselmotor eingebaut worden war, explodierte, das Schiff geriet in Brand. Mindestens 30 Menschen kamen ums Leben, sagt Karin Ludwig. Die Regisseurin und Produzentin hat jahrelang zu dem Geschehnis recherchiert. Denn zu DDR-Zeiten wurde der Mantel des Schweigens darüber gedeckt – „auf sehr geschickte Weise“, wie Karin Ludwig sagt: auf dem Friedrichsfelder Zentralfriedhof gibt es ein Massengrab mit der Inschrift „Berlin gedenkt der Toten des 5. Juli 1951“ mit 30 Namen. Über das Unglück selbst wurde kein Wort verloren. „Die DDR hatte eine Nachrichtensperre verhängt, aber der Rias hat natürlich darüber berichtet“, so Karin Ludwig.
Erst nach der Wende sei da und dort darüber berichtet worden; so ist auch die Grünheiderin auf das Thema gekommen. Seit 2002 hat sie sich um den Stoff bemüht, zahlreiche Archive aufgesucht, um näheres herauszufinden. Ermittelt hat sie dabei unter anderem, dass Kinder bis zu einem Dreivierteljahr im Krankenhaus lagen. Die „Heimatland“ war ein Schiff der Löcknitzklasse. „Das war damals ein feststehender Begriff, eine Art Bootstyp“, so Karin Ludwig. Oftmals seien die Boote im Besitz von Inhabern von Ausflugsgaststätten in Erkner, Woltersdorf und Grünheide gewesen. Die Wirte organisierten somit den Besucher-Zustrom selbst.
Entscheidend für die Dreharbeiten ist ein Nachbau des Boots im Maßstab 1:10, den eine vierköpfige Gemeinschaft von Modellbaufreunden angefertigt hat. Das nur 1,70 Meter große Modell haben die vier Tüftler in rund einem Vierteljahr geschaffen. „Wir haben alle acht Stunden am Tag gekämpft“, so Arnd Gottwald aus Erkner, einer der Modellbauer. Üblicher Weise würde ein solches Modell ein Jahr in Anspruch nehmen, so der Erkneraner. Der Rumpf ist eine Konstruktion aus Holzleisten mit Glasfaser ausgegossen. Die Aufbauten sind aus Aluminium. Gestern waren die Konstrukteure am Drehort am Elsensee in Kagel. Sie wollten sich davon überzeugen, wie dass kürzlich auf den Namen „Heimatland“ getaufte Modellboot, die nachgestellte Explosion verkraftet. „Wir sind zum Gucken hier“, sagte Maik Schadow (37) aus Erkner. Der strömende Regen erschwerte die Dreharbeiten erheblich. Immer wieder musten die Kameraleute unterbrechen und das Modell mit einer Plane abdecken. Die Szene mit der Explosion und dem darauffolgenden Feuer wurde von Dr. Frank Gabler mit einer Superzeitlupenkamera eingefangen. „Dadurch wird der Sekundenbruchteil der Katastrophe später im Dokumentarfilm wie mehrere Minuten aussehen“, erläuterte der Fachmann. Der Elsensee in Kagel-Möllensee war dafür die perfekte Kulisse.
Bund streicht Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr / Auswirkungen werden jetzt zügig analysiert KÖNIGS WUSTERHAUSEN Der Landkreis Dahme-Spreewald hat nach der Kürzung der Regionalisierungsmittel durch den Bund neue Geldsorgen und muss jetzt darüber nachdenken, wie er die Lücken schließen kann.
Das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg reagierte bereits in der vergangenen Woche und stellte die beabsichtigten Kürzungen für den öffentlichen Nahverkehr in Brandenburg vor. Für den Landkreis Dahme-Spreewald war Stefan Loge bei Infrastrukturminister Frank Szymanski. Betroffen sind im Landkreis Dahme-Spreewald die Bahnlinie OE 36 Berlin Schöneweide-Frankfurt (Oder) mit Halt in Königs Wusterhausen, Kablow, Niederlehme, Zernsdorf und Friedersdorf sowie der Bahnhof Luckau-Uckro von der Regionalbahn 3 Elsterwerda-Stralsund, der in der Hauptverkehrszeit nur noch stündlich bedient werden soll. In der Nebenverkehrszeit nur noch alle zwei Stunden. Das Land erhält in den nächsten vier Jahren im Schnitt 35,5 Millionen Euro jährlich weniger Regionalisierungsmittel vom Bund. Die sollen durch Abbestellungen von Leistungen und Taktreduzierungen von Linien im Bahnverkehr und durch die Reduzierung der Mittel, die den Landkreisen und kreisfreien Städten nach dem Gesetz zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zustehen, kompensiert werden. Die erste Lesung zur Änderung des ÖPNV-Gesetzes ab dem 1. Januar des kommenden Jahres ist im Landtag für den 25. Oktober geplant. Vorgesehen sind dann die Kürzung des Pauschalbetrages von 50 Millionen Euro auf 44 Millionen Euro, die Veränderung der Refinanzierungsgrundlagen des ÖPNV-Gesetzes durch Ersatz von 10 Millionen Euro-Regionalisierungsmitteln durch 10 Millionen Euro nach dem Entflechtungsgesetz. Dieser Betrag ist investiv zu verwenden. Zudem ist die Integration des Ausbildungsverkehrs in die Pauschale ab 2008 anvisiert. Damit wird der Pauschalbetrag um 35 Millionen Euro auf 79 Millionen Euro erhöht. Für 2007 stünden dem Landkreis Dahme-Spreewald damit rund 400 000 Euro weniger zur Verfügung. Hinzu kommt die bisher nicht vorgeschriebene Bindung von Mitteln für Investitionen. „Die gekürzten Mittel für 2007 würden gerade für die Betriebskosten ausreichen. Nun muss davon auch noch investiert werden“, so Landkreis-Pressesprecherin Heidrun Schaaf. Die bisher vom Land direkt an die Verkehrsunternehmen ausgezahlten Erstattungsleistungen für die ermäßigten Schülerfahrausweise sollen ab 2008 in die Pauschale gemäß des ÖPNV-Gesetzes einfließen. Hierzu, so die Sprecherin, seien jedoch noch vertiefende Untersuchungen erforderlich. Den Landkreisen steht damit aber kein zusätzlicher finanzieller Gestaltungsspielraum zur Verfügung, da diese Mittel bisher schon zur Defizitreduzierung eingesetzt wurden. Außerdem werden diese Mittel vom Land ebenfalls gekürzt. Für 2007 stehen landesweit nur noch 35 Millionen Euro zur Verfügung. In diesem Jahr sind es noch 38,7 Millionen Euro. Welche Auswirkungen die ab 2007 wirkenden Änderungen für den Nahverkehr im Landkreis Dahme-Spreewald haben werden, so Heidrun Schaaf, gelte es jetzt zügig zu analysieren, um gegebenenfalls zum Fahrplanwechsel im Dezember 2006 darauf reagieren zu können. Bei Regionalkonferenzen, die für Anfang September landesweit vorgesehen sind, soll darüber transparent in der Öffentlichkeit gesprochen und diskutiert werden. am
Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt: Frage 1: Wie viele Starts und Landungen gab es in der Nacht vom 9. auf den 10.7.2006 während der Zeit des Nachtflugverbots von 22 und 6 Uhr bzw. 23 und 6 Uhr jeweils auf den Flughäfen Tempelhof und Tegel (bitte jeweils nach 22 bzw. 23 – 24 h, 0 – 2 h, 2 – 4 h und 4 – 6 h aufschlüsseln)? Frage 2: Wie viele der Starts auf den jeweiligen Flug-häfen entfielen auf: – Bundeswehr / andere Streitkräfte / Bundespolizei / Länderpolizeien, Ambulanz- und Postflüge; – Staatsgäste in Zivilmaschinen; – sonstige Fluggäste? Antwort zu 1. und 2.: Die Berliner Flughafen-Ge-sellschaft mbH (BFG) hat hierzu folgende Daten zur Ver-fügung gestellt (Zeitangaben jeweils Ortszeit): Flüge in der Nacht vom 9. zum 10. Juli 2006 am Flughafen Berlin-Tempelhof:
diverse Tabellen mit Nachtflügen
Frage 3: Lagen für die beiden letztgenannten Grup-pen Ausnahmegenehmigungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vor? Falls ja, wie lassen sich diese offenbar in großer Zahl oder pauschal erteilten Geneh-migungen rechtfertigen, wenn es nach den jeweiligen Vorschriften über die „Örtlichen Flugbeschränkungen“ für beide Flughäfen nur in „begründeten Einzelfällen“ Ausnahmen geben darf? Frage 4: Teilt der Senat die Auffassung, dass es auch Besitzern und Passagieren von Kleinflugzeugen und Busi-nessjets grundsätzlich zumutbar ist, erst ab 6 Uhr zu starten, und dass auch ein einzigartiges Ereignis wie die Fußball-WM nicht eine schlaflose Nacht von hundert-tausenden von Berlinern rechtfertigen kann? Antwort zu 3. und 4.: Der Senat tritt für strengen Lärmschutz auf den Berliner Flughäfen ein. Er hält es deshalb grundsätzlich für zumutbar, dass Passagiere und Besitzer „von Kleinflugzeugen und Businessjets“ nur in den dafür vorgeschriebenen Zeiten starten können, damit die Anwohnerinnen und Anwohner in ihrer Nachtruhe ge-schützt werden. Hinsichtlich des Finalspiels der Fußball-WM geht der Senat jedoch von einem einmaligen, über-ragenden öffentlichen Interesse aus. Aus diesem Grund sind Ausnahmegenehmigungen erteilt worden, ohne bei Piloten oder Passagieren nach ihrer politischen oder gesellschaftlichen Bedeutung zu differenzieren. Insgesamt waren die Dauer des Endspiels, das ver-zögerte Eintreffen der Piloten und der Passagiere sowie die Überlastung des Luftraumes in dieser Form weder durch die Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH, die Deut-sche Flugsicherung mbH noch die Landesluftfahrtbehörde vorhersehbar.
Berlin, den 22. August 2006 In Vertretung K r a u t z b e r g e r ………………………….. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 28. August 2006)
Pünktlich zur Langen Nacht der Museen war das Berliner U-Bahn-Museum fertig geworden. Daran erfreuten sich die Besucher und auch unsere Mitarbeiter.
Der Tag der offenen Tür der Bundesregierung stahl der 20. Langen Nacht der Museen ein bisschen die Show. Hinzu kamen noch zahlreiche andere Veranstaltungen in der Stadt am vergangenen Wochenende, so dass der Andrang auf die Museen nicht ganz so stark wie in den vorangegangenen „Museumsnächten“ war. Trotzdem waren die 64 Omnibusse, die auf zwölf Sonderlinien eingesetzt waren, gut ausgelastet, um die Besucher zu den 113 Veranstaltungsorten zu bringen.
Rund 400 Besucher fanden den Weg zum frisch renovierten U-Bahn-Museum. Frisch im wahrsten Sinne des Wortes. Denn noch Sonnabend früh trugen die Maler die letzten Farbanstriche auf und um 17 Uhr standen schon die ersten Besucher vor der Museumstür – und bekamen natürlich Einlass. Stress für unsere Mitarbeiter im Museum. Dafür gab’s aber auch viel Lob für das neue Outfit, sogar von prominenter Stelle – Sach- und Fachbuchautor Jürgen Meyer-Kronthaler gehörte auch zu den Besuchern in der Langen Nacht und lobte die Neugestaltung.
Viel Anklang fand auch der historische AII-Zug bei seinen Rundfahrten. Der Fahrplan hing im U-Bahn-Museum aus und so warteten viele Besucher für ihre Rücktour auf den Oldtimer.
Übrigens: Das U-Bahn-Museum ist wieder am Sonnabend, dem 9. September, von 10.30 bis 16 Uhr geöffnet.
Das Leitsystem der neuen Zentralstation soll komplett überarbeitet werden
Von Klaus Kurpjuweit
Im vor drei Monaten eröffneten Hauptbahnhof wird das Wegeleitsystem komplett überarbeitet. Nach wie vor finden viele Fahrgäste nur schwer ihr Ziel. Vor allem Ortsunkundige, die zur Weiterfahrt einen Bus der BVG suchen, werden allein gelassen. Derzeit sei man auf der Suche nach einem „idealen Leitsystem“, heißt es bei der Bahn. Bis die Verbesserungen installiert sind, könne es aber noch ein Weilchen dauern. Nur zwei kleine Schilder an den Ausgängen weisen in dem riesigen Gebäude den Weg zu den Bussen. Doch das eigentliche Problem beginnt vor …
Er will die Gebäude nach dem Ende des Airportbetriebs übernehmen. Sanierung wird teuer
Von Klaus Kurpjuweit
Der Bund hat sich darauf eingestellt, das Tempelhofer Flughafengebäude nach Aufgabe des Flugbetriebs zum 1. April 2007 zu übernehmen. Anders als 2004 werde man sich nicht dagegen wehren, sagte Matthias Bick von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Damals wollte die Flughafengesellschaft lediglich den Betrieb aufgeben. „Wir hätten dann faktisch ein Gebäude mit Flughafenfunktion übernommen“, so Bick. 2007 ist das nicht mehr der Fall. Daher werde der Bund das Gebäude „ohne Wenn und Aber“ in seine Obhut nehmen. Danach werde schnell ein Konzept für die Nachnutzung vorgelegt. Derzeit läuft die Auswertung von Ideen, wie das Gebäude genutzt …
Die Schließung des Flughafens Berlin-Tempelhof verzögert sich voraussichtlich um ein weiteres halbes Jahr. Man rechne damit, dass der innerstädtische Airport statt im März 2007 erst Ende Oktober des kommenden Jahres stillgelegt wird, teilte die Senatsverkehrsverwaltung am Montag mit. Nach der für diese Woche erwarteten Zustimmung der Luftfahrtbehörde über die Schließung werden noch weitere juristische Auseinandersetzungen erwartet, erklärte eine Senatssprecherin. Mehrere Fluggesellschaften hatten schon vor einiger Zeit angekündigt, gegen den Bescheid …
Zu groß, zu teuer, zu schlecht geplant – Easyjet und Ryanair üben heftige Kritik an den Planungen zum neuen Hauptstadtflughafen. Medien zufolge droht eine der Airlines mit einem Boykott.
Wenige Tage vor Baubeginn der Arbeiten am neuen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) haben die Billigflieger Easyjet und Ryanair heftige Kritik an den Planungen geübt. «Hier wird ein Milliardengrab geplant, das uns und auch den übrigen Low-Cost-Carriern nicht gerecht wird», sagte der Deutschland-Chef von Easyjet, John Kohlsaat, dem Nachrichtenmagazin «Spiegel». Der BBI sei viel zu groß dimensioniert, kritisierte Kohlsaat. Das führe zwangsläufig zu einer …
Nach Ansicht von Veolia Verkehr, dem größten privaten Bahnunternehmen in Deutschland (früher Connex), wären die vom Land Brandenburg geplanten Abbestellungen von Nahverkehrszügen mit der Folge von Streckenstilllegungen unnötig, wenn die Regierung konsequent auf Wettbewerb setzen würde. „Nach unseren vorsichtigen Berechnungen könnte das Land allein durch eine Ausschreibung der Regionalexpresslinie RE 1 Eisenhüttenstadt–Frankfurt–Berlin–Magdeburg mindestens 10 Millionen Euro einsparen“, sagt der zuständige Marktregionsleiter Jan Bleis. „Schon allein damit wäre die gleiche Einsparsumme erzielt, die die Regierung laut der eigenen Pressemitteilung jetzt durch Abbestellungen erreichen will.“ Von den derzeit geplanten Abbestellungen sind die Privatbahnen nach Eindruck von Veolia Verkehr überproportional betroffen. „Das ist die Folge der bisherigen brandenburgischen Ausschreibungspraxis, wonach nur Nebenstrecken in den Wettbewerb gestellt wurden“, erläutert Bleis. „Es werden damit aber ausgerechnet diejenigen Bahnunternehmen getroffen, die sich im Wettbewerb um die höchste Kosteneffizienz durchsetzen konnten.“ Veolia Verkehr fordert daher das Land Brandenburg auf, den bestehenden Verkehrsvertrag mit der Deutschen Bahn eingehend zu überprüfen. Dieser Vertrag wurde 2002 von der damaligen Landesregierung ohne Wettbewerbsverfahren und unter der Annahme weiter steigender Regionalisierungsmittel abgeschlossen. Durch die geänderten finanziellen Bedingungen ist jedoch eine neue Lage entstanden, die nach Ansicht von Veolia Verkehr eine grundsätzliche Überprüfung dieses Vertrages rechtfertigen sollte (Pressemeldung Veolia Verkehr GmbH, 26.08.06).