Von Mitternacht bis fünf Uhr morgens soll es keine regulären Flüge geben dürfen – nur unter diesen Auflagen hatte das Bundesverwaltungsgericht den Bau des neuen Großflughafens genehmigt. Den Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden geht das jedoch nicht weit genug. Die Bürgermeister mehrerer Gemeinden rund um Schönefeld fordern ein striktes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr für den Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI). Das geht aus heute veröffentlichten offenen Brief der Bürgermeister von Großbeeren, Schulzendorf, Blankenfelde-Mahlow sowie Eichwalde an Brandenburgs Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) hervor. In der Erklärung zum Planergänzungsverfahren verlangen sie von Platzeck, gemeinsam ein klares Signal für ein Flugverbot auch in den sogenannten Randzeiten zu setzen. Der Bürgermeister von Schulzendorf, Herbert Burmeister (Linke), fordert …
Die Europäische Union rügt Berlins Flughafen-Politik: Zu hohe Rabatte für Airlines in Schönefeld verzerren den Wettbewerb. Die Kommission droht der Stadt mit Sanktionen. Die EU-Kommission hat ihre Kritik an der Flughafenpolitik des Landes Berlin verschärft. Den Unmut der Europäischen Union zieht sich die Landesregierung insbesondere mit den Rabatten zu, die am Flughafen Schönefeld für Flugunternehmen gewährt werden. Bemängelt wird auch der Ausgleich der Verluste des Airports Schönefeld durch die Gewinne, die vom Flughafen Tegel erzielt werden. Da sich die Berliner Flughäfen im Besitz des Bundes sowie der Länder Berlin und Brandenburg befinden, hat die EU den Verdacht, dass es sich um illegale staatliche Subventionen handelt. Sieht sich die Kommission nach Anhörung der Beteiligten in ihrer Auffassung bestätigt, können unrechtmäßig …
Der private Fernzug InterConnex verbessert die Anbindung auf der Strecke Leipzig-Berlin-Rostock/Warnemünde. Mit Aufnahme des Winterfahrplans wird die mecklenburgische Stadt Güstrow als Zwischenhalt neben Neustrelitz und Waren (Müritz) aufgenommen. In Berlin gibt es ab dem 9. Dezember 2007 gleich drei Zustiegsmöglichkeiten. Neben den zentrumsnahen Bahnhöfen Potsdamer Platz und Hauptbahnhof wird jetzt der zentrale Umsteigebahnhof Gesundbrunnen angesteuert. Von hier können die Fahrgäste direkt in die Berliner Ringbahn oder in die U-Bahn umsteigen. Die Preise für den InterConnex bleiben günstig. So gibt es das Super-Sparticket für die Strecke Leipzig–Berlin bzw. Berlin–Rostock weiterhin ab 12 Euro, bei Buchung über das Internetportal www.interconnex.com. „Leichte Preisanpassungen gibt es nur im Vorverkauf“, so Andreas Winter, Sprecher von InterConnex. „Wir bleiben deutlich unter DB-Niveau, auch im Jahr 2008.“ Konkurrenzfähig bleibt InterConnex auch bei den Fahrtzeiten. In einer Stunde und 19 Minuten verbindet der InterConnex die Städte Leipzig und Berlin – und das zweimal täglich in beide Richtungen. Für die gesamte Strecke von Leipzig bis nach Rostock benötigt der Fernzug täglich rund vier Stunden (9:26 Uhr ab – 13:24 Uhr an). Wer Seeluft schnuppern möchte kann auch direkt weiter bis ins Ostseebad Warnemünde fahren (an 13:57 Uhr). Die Fahrt von Nord nach Süd mit dem InterConnex beginnt am Nachmittag um 14:15 Uhr in Warnemünde. Ankunft in Leipzig ist 18:33 Uhr (Pressemeldung Veolia Verkehr GmbH, 22.11.07).
BERLIN Die Luftreinhaltung kommt den Berliner Umzugsunternehmer Gerhard Lampeitl teuer zu stehen. 3004 Euro hat er für Ausnahmegenehmigungen bezahlt, um mit seinen Transportern weiterhin in der Innenstadt unterwegs sein zu können. Ab 1. Januar 2008 müssen alle Kraftfahrzeuge mit einer farbigen Plakette ausgerüstet sein, wenn sie in die Umweltzone innerhalb des S-Bahn-Ringes fahren wollen. Wer keine Plakette hat, braucht eine Ausnahmegenehmigung, ansonsten drohen ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro und ein Punkt in Flensburg. Ausgenommen sind Mopeds, Motorräder, Trecker, Oldtimer und Autos von Schwerbehinderten sowie Einsatzfahrzeuge etwa von Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz und Bundeswehr, aber auch Müllfahrzeuge. Während privaten Autobesitzern und Unternehmen …
Anlässlich der 32. Internationalen Ostbrandenburger Verkehrsgespräche (www.iovg.de) am 21.11.2007 in Kostrzyn, erläuterte Wolfgang Koch vom Bundesministerium für Verkehr den Terminplan für den Neubau der wichtigen grenzüberschreitenden Eisenbahnbrücke bei Frankfurt (Oder). Demnach ist der Staatsvertrag, der den Neubau und die Unterhaltung der Eisenbahnbrücken über Oder und Neiße regelt, schlussverhandelt und ausformuliert. Jetzt bedarf es nur noch der Gegenzeichnung des Staatsvertrages, „mit der für Januar 2008 gerechnet wird“. Trotz sich anschließender Ratifizierungsprozedur kann schon mit der Unterschrift und der bis dahin vorliegenden polnischen Baugenehmigung der Baubeginn eingeleitet werden, so dass frühestens für Ende 2008 die Inbetriebnahme möglich erscheint. Vorher wird die neue Brücke im Rahmen einer mindestens sechswöchigen Totalsperrung im Oktober/November 2008 eingeschoben. Hinsichtlich der Ausbaupläne der für den Güterverkehr wichtigen Bahnstrecke Knappenrode – Horka – Bundesgrenze D/PL auf Zweigleisigkeit mit Elektrifizierung geht Koch erst 2009/2010 von einem Baubeginn und einer „Fertigstellung im Zeitraum 2012/2013“ aus. Als Ursache für den späten Fertigstellungstermin sieht der Vertreter des Bundesverkehrsministeriums die aufgrund der angrenzenden Naturschutzgebiete umfangreichen Planfeststellungsverfahren an. Gleichzeitig gibt es noch Abstimmungsbedarf zwischen dem Bund und dem Freistaat Sachsen, der diese Strecke für 160 km/h anstatt für 120 km/h ertüchtigt sehen möchte. Während die deutsche Seite diese Strecke im Rahmen einer Totalsperrung ausbauen will, wendet sich die polnische Seite dagegen und plädiert für einen Ausbau quasi unter rollendem Rad. Ferner sagte Koch die Aufnahme von deutsch-polnischen Verhandlungen zum Ausbau der Strecke Berlin – Szczecin noch im Jahr 2008 zu. Im Anschluss an die Unterzeichnung des Staatsvertrages zur Unterhaltung der grenzüberschreitenden Eisenbahnbrücken soll hiermit begonnen werden. Immerhin bejaht ein seit Ende 2005 vorliegendes Gutachten die Wirtschaftlichkeit des Ausbaus der Stettiner Bahn auf zwei Gleise mit Elektrifizierung zwischen Passow und Szczecin-Gumience und einer Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h. Als Vertreter des Marschallamtes zeigte Andrzej Klauza die eisenbahnpolitischen Pläne der Wojewodschaft Lubuskie auf. Demnach soll die Eisenbahnstrecke Kostrzyn – Gorzów bis 2013 aus Finanzmitteln der Wojewodschaft modernisiert und für 120 km/h ausgebaut werden. Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung der Sanierung der Neißebrücke zwischen Forst und Zasieki, als auch der Wiederaufnahme des Zugverkehrs zwischen Guben und Czerwiensk. Schließlich hat das Marschallamt bei PKP-Intercity einen durchgehenden Fernzug von Gorzów nach Berlin angefragt. Einen interessanten Vorschlag machte in diesem Zusammenhang Witold Jakubowski als Vertreter der PKP Przewozy Regionalne. Da die Trassengebühren der Strecke Kostrzyn – Gorzów – Krzyz – Poznan deutlich niedriger seien, als auf der bereits modernisierten Strecke Kunowice – Poznan, könnte ein durchgehender Fernzug Berlin – Poznan über die „Ostbahn“ zu einem günstigeren Tarif angeboten werden, als der Berlin-Warszawa-Express. Immerhin nutzen 250.000 Reisende jährlich den Eisenbahngrenzübergang in Kostrzyn, und das trotz der Umsteigesituation. Am Rande der 32. Ostbrandenburger Verkehrsgespräche wurde noch bekannt, dass vsl. zwischen Februar und Mai 2008 im Rahmen einer Totalsperrung der Streckenabschnitt Werbig – Golzow im Zuge der „Ostbahn“ saniert werden soll. Hier verursacht eine Torfstelle seit geraumer Zeit eine sechs Kilometer lange Langsamfahrstelle, die nur mit 50 km/h befahren werden kann. Der Vertreter der DB Netz AG, Ulrich Schultheiß konnte den Termin allerdings nicht bestätigen. Gleichzeitig dementierte er Gerüchte, eines nach 2008 vorgesehenen Rückbaus des zweigleisigen Streckenabschnittes der „Ostbahn“ zwischen Trebnitz und Seelow-Gusow auf lediglich ein Streckengleis (Tobias Pohlman, 22.11.07).
Während die zurückliegenden Fahrplanwechsel oft von Linienänderungen und umfangreichen Veränderungen in den Fahrplänen geprägt waren, werden diesmal nur minimale Anpassungen stattfinden.
S 1 Oranienburg–Wannsee: Im 1. Halbjahr 2008 wird zwischen den S-Bahnhöfen Yorckstraße (Großgörschenstraße) und Schöneberg der neue S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke (Kolonnenstraße) in Betrieb genommen. Die moderne, barrierefreie und von beiden Seiten der Brücke zugängliche Station verkürzt für die Bewohner der sogenannten „Schöneberger Insel“ die Erreichbarkeit der S-Bahn erheblich. Der Kaiser-Wilhelm-Platz an der Hauptstraße mit seinen zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten ist von dem neuen S-Bahnhof mit einem kurzen Fußweg erreichbar. Die Bushaltestellen der BVG-Buslinien 104, 106, 204 und N42 werden direkt auf die Brücke verlegt und garantieren damit kurze Umsteigewege.
Warnemünde-Express: Nach Beendigung von Bauarbeiten verkürzt sich die Reisezeit dieses Ausflugszuges um 11 Minuten. Dadurch wird in Rostock Hbf. ein neuer Übergang in Richtung Ribnitz-Damgarten West und hier zu den Bussen zur Halbinsel Fischland-Darss möglich. Weitere Anschlüsse bestehen in Richtung Bad Doberan, Wismar und Tessin. Abends fährt der Zug in Warnemünde und Rostock etwa 30 Minuten später ab, so dass Badelustigen auf einem Tagestripp an die Ostsee künftig mehr als 7 Stunden Zeit fürs Meer bleiben. Die Reisezeit nach Berlin verkürzt sich um 19 Minuten.
Neue Direktverbindung Berlin–Kopenhagen: Ab 9. Dezember fährt täglich ein ICE von Berlin nach Kopenhagen und Aarhus in Dänemark – direkt und ohne Umsteigen. Von Berlin nach Aarhus verkürzt sich die Reisezeit um fast 45 Minuten auf rund 6 Stunden 45 Minuten. Erstmals werden auch Lübeck, Oldenburg (Holstein), Puttgarden sowie Neumünster, Rendsburg und Schleswig mit dem ICE erreichbar sein. Ab Dezember fährt der ICE damit in sechs europäische Länder. Die Deutsche Bahn baut die Kooperationen mit ausländischen Bahnen weiter aus. Insgesamt werden im kommenden Jahr bundesweit täglich rund 200 Direktverbindungen in 80 ausländische Städte angeboten.
Der S-Bahn-Weihnachtsmarkt lädt am 2. Adventswochenende, 8. und 9. Dezember 2007, in den festlich geschmückten Berliner Ostbahnhof ein. In der Zeit von 10 bis 18 Uhr haben neben weihnachtlichen Ständen auch die Geschäfte geöffnet, in denen nach Geschenken fürs Fest gestöbert werden kann. Auch die Modelleisenbahnanlage vom Verein für Berlin-Brandenburgische Stadtbahngeschichte „Weinbergsweg“ wird zu bestaunen sein. Natürlich ist auch an das leibliche Wohl gedacht, und es gibt von Leb- und Baumkuchen über Glühwein bis hin zu Stollen alles, was die Vorweihnachtszeit versüßt
Einen Besuch lohnt ebenfalls das abwechslungsreiche Bühnenprogramm, das für jeden Geschmack etwas bietet. So treten am Samstag, dem 8. Dezember, um 10.10 Uhr die Potsdamer Turmbläser und um 12.45 Uhr die Schöneberger Sängerknaben auf. Für Kinder sorgen Ulf & Zwulf um 10.25 Uhr für Spaß. Ab 15 Uhr begeistert die …
Zum einen konnte nach erfolgreicher Testphase in diesem Monat das neue Betriebs- und Informationssystem der S-Bahn Berlin GmbH auf dem S-Bahn-Ring in Betrieb genommen werden. Zum anderen sieht sich das Unternehmen mit dem Streik der Gewerkschaft der Lokführer (GdL) konfrontiert, der am Image des beliebtesten Nahverkehrsmittels der Hauptstadt kratzt. Turbulente Zeiten für Dr. Tobias Heinemann, der seit Mai Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin GmbH ist. punkt 3 sprach mit dem S-Bahn- Chef.
Sie waren dabei, als das neue Betriebs- und Informationssystems – kurz BIS genannt – den Medien und der Politik auf dem S-Bahn- Ring vorgestellt wurde. Was versprechen Sie sich von dem neuen System für die Kunden der S-Bahn Berlin ?