Klaus Wowereit wird mit Buhrufen und Pfiffen begrüßt. „Wenn Sie mich nicht hören wollen, kann ich auch nach Hause gehen“, entgegnet der Regierende Bürgermeister, und prompt wird es leiser. Lust auf Krawall haben die rund 5000 Demonstranten am S-Bahnhof Lichtenrade offenkundig nicht. Er habe sich über die Einladung der Bürgerinitiative, bei der Montagsdemonstration der Flugroutengegner zu sprechen, gefreut. Auch wenn der Auftritt nicht leicht sei, „es ist richtig, hierher zu kommen“, sagt Wowereit. Er habe großen Respekt vor dem Protest, denn die Bürger hätten sich zurecht auf die zunächst angedachte Planung verlassen. Die jetzt vorgeschlagenen Flugrouten seien inakzeptabel, sagt Wowereit. Er wolle auch in Gesprächen mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) erreichen, dass zu den …
Für Fernreisende und die Berliner wird es am Hauptbahnhof zu starken Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Denn die Deutsche Bahn beginnt im Jahr 2011 mit der Verwirklichung des S-Bahnprojektes S21, sagte gestern Senatsbaudirektorin Regula Lüscher. Für 230 Millionen Euro soll eine Verbindungsstrecke vom nördlichen Berliner Ring zum Hauptbahnhof errichtet werden. Schon ab 2011 wird deshalb das Friedrich-List-Ufer für mindestens zwei Jahre für den Autoverkehr gesperrt. Auch der Kurzzeitparkplatz auf der Nordseite des Bahnhofs muss für neun Monate aufgehoben und vorübergehend auf die Südseite verlegt werden. Beeinträchtigt sind zudem Zu- und Abfahrten für …
Wegen eines technischen Defekts ist es gestern am frühen Nachmittag im gesamten Berliner U-Bahnnetz zu erheblichen Verspätungen gekommen. Die Störung war nach etwa einer Stunde wieder behoben. Die meisten Fahrgäste reagierten gelassen auf die unregelmäßig fahrenden Züge, die lange Warterei auf Bahnhöfen und in den Zügen auf der Strecke. „Es stört zwar, dass die Bahnen nicht regelmäßig fahren“, sagte Karl Bader, ein älterer Mann, als er schon zehn Minuten auf die U2 am Ernst-Reuter-Platz wartete. „Aber inzwischen weiß man ja, dass kein Verlass auf den Nahverkehr ist.“ Gegen 13.20 Uhr hatten Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) eine Störung im Zentralrechner bemerkt. Alle elektronischen Signalanlagen im U-Bahnnetz der BVG waren …
Ständig steigende Fahrgastzahlen sind eine positive Entwicklung im Bahn- und Busverkehr. Nach Beobachtungen des DBV ist jedoch inzwischen eine kritische Überprüfung der regulären Haltezeiten der RE-Züge notwendig, weil diese nicht mehr ausreichen. Wo ständig Verspätungen auf Grund von langen Aufenthaltszeiten auf den Bahnhöfen entstehen, müssen die Fahrpläne korrigiert werden. Wie knapp und inzwischen nicht ausreichend die Haltezeiten sind, lässt sich insbesondere im Berliner Stadtgebiet täglich erleben. Viele Züge haten auf den Bahnhöfen regelmäßig länger als dies der Fahrplan vorsieht. Die Folge: Die Reisezeit wird unkalkulierbar, Anschlüsse können nicht gesichert werden und es sind durch die entstehenden Verspätungen auch bis dahin pünktliche Züge betroffen, die wegen der Zugfolge, betrieblichen Notwendigkeiten oder wegen umsteigender Fahrgästen warten müssen. So kommt es nach Beobachtungen des DBV auch häufig vor, dass einmal entstandene Verspätungen den gesamten Tag über nicht mehr aufgeholt werden können. Die ebenfalls sehr knappen Wendezeiten und langen Laufwege der einzelnen Züge an den Endbahnhöfen tragen häufig ein Übriges zur Unzuverlässigkeit bei. Betroffen von häufigen Verspätungen sind besonders während des Berufsverkehrs eigentlich alle RE-Linien in Berlin und Brandenburg. Der DBV fordert deshalb, dass die heutigen Fahrplanzeiten auf regelmäßig entstehende Verspätungen überprüft werden müssen. So darf es kein Tabu sein, zur Wahrung der Pünktlichkeit auf den gesamten Laufweg verteilt drei oder fünf Minuten Fahrzeit dazuzugeben (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 11.11.10).
In der Nacht vom 5. zum 6. November wurde die Bahnstrecke zwischen Eberswalde und Niederfinow in der Nähe der Gemeinde Sommerfelde Ort eines großen Spektakels, jedoch mit sehr ernsthaftem Hintergrund. Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Eberswalde und anderen Beteiligten hat die ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH eine Einsatzübung vorbereitet und durchgeführt. Ziel war es, allen Beteiligten die Möglichkeit zu geben, bei einem realitätsnahen Unfallszenario die organisationsübergreifende Zusammenarbeit zu trainieren. Folgende Situation wurde dargestellt: Ein Triebwagen aus Richtung Niederfinow kommend erfasste drei Pkw, die in der Dunkelheit auf dem Bahnübergang standen. Als Folge des Zusammenstoßes wurden zwei Pkw im Bereich des Bahnüberganges von den Schienen geschoben. Ein Pkw geriet in Brand. Der dritte Pkw wurde vom Triebwagen cirka 150 m vor sich hergeschoben. Es gab acht Verletzte. „Bei der ODEG spielt das Thema Sicherheit eine große Rolle, so dass wir uns bereits zum vierten Mal an einer groß angelegten Einsatzübung beteiligen.“, berichtet Eisenbahnbetriebsleiter Jörg Kiehn. Aber auch während der Übung achtete die Berufsfeuerwehr Eberswalde, die die Übungsleitung inne hatte, auf die Sicherheit aller Beteiligten. An der Übung beteiligten sich mehrere Freiwillige Feuerwehren, die DB Netz AG, der THW-Ortsverband Eberswalde, die Johanniter-Unfallhilfe sowie die Rettungsdienst Landkreis Barnim GmbH mit ungefähr 80 Personen. Die Übung ist erfolgreich verlaufen und hat gezeigt, dass die Informationsketten und die Zusammenarbeit am Einsatzort funktionieren (Pressemeldung ODEG, 09.11.10).
(Berlin, 5. November 2010) Seit heute, 15 Uhr, kommen Reisende im S-Bahnhof Adlershof schneller und bequemer zu den Zügen. Ein neuer Zugang am südlichen Bahnsteigende wurde nun auch Richtung Osten zum Adlergestell hin geöffnet und kann genutzt werden.
Voraussetzung für die Öffnung war die Inbetriebnahme der Lichtsignalanlage über das Adlergestell durch die Senatsverwaltung.
Der Personentunnel ist Teil des Bahnprojektes Neubau der S-Bahn-Station Adlershof, die bereits im Wesentlichen fertig gestellt ist. Das Tunnelbauwerk wurde komplett einschließlich der S-Bahn-Gleisbrücken erneuert. Die Farbgebung des Tunnel entspricht der des neuen Bahnhofs und erinnert an die alte Station. Eine neue Beleuchtungsanlage und ein Wegeleitsystem vervollständigen den Neubau. Der Durchgang ist zum Adlergestell hin barrierefrei möglich. Das Westbauwerk wird bis zum zweiten Quartal nächsten Jahres verschönert.
Insgesamt wurden mehr als 1,1 Millionen EUR Landesmittel in dieses Vorhaben investiert.