Sie demonstrierten zusammen, aber nicht vereint. Einige Dutzend Bürger protestierten gestern in Schönefeld gegen die Flugroutenplanung für den neuen Hauptstadt-Airport. Alle forderten dasselbe: Schutz vor Fluglärm. Doch die Demonstranten aus dem Westen Berlins mussten unter sich bleiben und mit Anfeindungen zurechtkommen – sowohl von Ost-Berlinern als auch von Brandenburgern. Emely Heinz aus Rahnsdorf fasste zusammen, was viele ihrer Mitstreiter dachten: „Ist ja schön, dass die West-Berliner nun auch mal aus dem Mustopf kommen. Wir im Südosten Berlins müssen schon seit Jahren Fluglärm ertragen.“ Annelies Schmidt konnte da nur zustimmen: „Lärmgetto Berlin-Schmöckwitz“ stand auf dem Schild, das sie vor der Airportworld BBI in die Höhe hielt. In dem orange, rot und blau bemalten Fertigbau sprachen Politiker mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) über deren Routenplanung für den neuen Schönefelder Flughafen, der am 3. Juni 2012 eröffnet werden soll. Drinnen ging es ebenfalls um Ost und West. „Seit 16 Jahren kämpfen wir gegen das Flughafenprojekt. Aber wir haben keine Lobby – hätten wir die gehabt, dann würde der neue Flughafen nicht in Schönefeld, sondern in …
Europas größter Billigflieger Ryanair droht damit, Berlin künftig nicht mehr anzufliegen. Grund sind die höheren Gebühren, die der Flughafenbetreiber mit der Eröffnung des neuen Airports Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld im Juni 2012 von den Fluglinien erheben will. „Wenn das so teuer bleibt wie angekündigt, fliegen wir da …
Es hörte sich zunächst an, wie ein gewöhnlicher Auffahrunfall auf der Autobahn. Gestern, um 10.43 Uhr, wurden Marko Berenz und die anderen Kameraden der Feuerwehr zum Schönefelder Kreuz unweit der Berliner Landesgrenze gerufen. Doch was der Einsatzleiter dort vorfand, das hatte er in den 18 Jahren, in denen er bei der Feuerwehr ist, noch nie erlebt. Ein Reisebus aus Polen war gegen einen Brückenpfeiler geprallt. Durch die Wucht des Aufpralls war die gesamte linke Seite des Fahrzeuges aufgerissen worden. Insgesamt 13 Menschen starben.
„Es war ein grauenvolles Bild“, sagte Einsatzleiter Berenz der Berliner Zeitung. Menschen waren aus dem Reisebus geschleudert worden und lagen tot auf der Fahrbahn. Leichen hingen aus den Fenstern des demolierten Fahrzeuges. Verletzte irrten barfuß auf der…
Bis zum östlichsten U-Bahnhof in seinem Reich, nach Hönow, hat es Andreas Sturmowski bis heute nicht geschafft. Ihm fehlte auch die Zeit, die U-Bahn-Fahrerlaubnis zu erwerben, obwohl er sich das fest vorgenommen hatte. Nun ist es dafür zu spät, zumindest in Berlin. Am Donnerstag wird Sturmowski seine Familienfotos vom Schreibtisch räumen und den Sekretärinnen ein letztes Mal „Auf Wiedersehen“ sagen. Dann lässt er sein Büro A 1211 in Mitte, das zu beiden Seiten Spreeblick hat, für immer hinter sich. Am 30. September endet seine Zeit als Vorstandsvorsitzender der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). „Ich gehe nicht freiwillig, ich wäre gern geblieben“, sagt Sturmowski. Nein, Kritik an amtierenden Politikern der rot-roten Koalition lässt sich dem 56-Jährigen nicht entlocken. Doch ein Erlebnis wurmt Andreas Sturmowski bis heute. Nicht der BVG-Aufsichtsratschef und Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) rief als Erster bei ihm an, nachdem sein …
Bis zum östlichsten U-Bahnhof in seinem Reich, nach Hönow, hat es Andreas Sturmowski bis heute nicht geschafft. Ihm fehlte auch die Zeit, die U-Bahn-Fahrerlaubnis zu erwerben, obwohl er sich das fest vorgenommen hatte. Nun ist es dafür zu spät, zumindest in Berlin. Am Donnerstag wird Sturmowski seine Familienfotos vom Schreibtisch räumen und den Sekretärinnen ein letztes Mal „Auf Wiedersehen“ sagen. Dann lässt er sein Büro A 1211 in Mitte, das zu beiden Seiten Spreeblick hat, für immer hinter sich. Am 30. September endet seine Zeit als Vorstandsvorsitzender der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). „Ich gehe nicht freiwillig, ich wäre gern geblieben“, sagt Sturmowski. Nein, Kritik an amtierenden Politikern der rot-roten Koalition lässt sich dem 56-Jährigen nicht entlocken. Doch ein Erlebnis wurmt Andreas Sturmowski bis heute. Nicht der BVG-Aufsichtsratschef und Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) rief als Erster bei ihm an, nachdem sein …
Seit drei Wochen tobt in Berlin eine öffentliche Debatte, wie sie die Stadt lange nicht erlebt hat. Mehr als ein Dutzend Bürgerinitiativen haben sich gegründet, Kundgebungen werden veranstaltet, Protest-Unterschriften gesammelt. Und das aus guten Gründen: Denn die Deutsche Flugsicherung hat vor drei Wochen ihre Vorschläge für den Verlauf der Abflugrouten vom künftigen Großflughafen Berlin Brandenburg International gemacht. Ihnen zufolge könnte es sein, dass mehrere Tausend Menschen den Fluglärm des neuen Hauptstadtflughafens ertragen müssen, die ein solches Ungemach bislang wohl nicht einmal in ihren schlimmsten Träumen fürchten. In dem vielstimmigen Chor der Protestierer sind mittlerweile auch immer deutlicher die Stimmen der Politiker zu hören. Dagegen lässt sich eigentlich nichts sagen, schließlich sind sie gewählt worden, um die Interessen der Bürger zu vertreten. Sieht man genauer hin, erweist sich dieses Engagement jedoch als ziemlich scheinheilig. Die Aufregung der Volksvertreter kommt nämlich, so berechtigt sie auch sein mag, um viele …
Für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 noch nicht vorbei. Damals ließ der Senat am Molkenmarkt in Mitte die Ampelschaltungen, die den Bussen bis dahin zügig grünes Licht beschert hatten, außer Betrieb setzen. So sollte der Autoverkehr, der während der WM unter Straßensperrungen leiden musste, schneller vorankommen. Später wurde in dem Bereich Tempo 30 erprobt. Aber auch das ist inzwischen lange her, klagte der Bus-Betriebsmanager Helmut Grätz während einer Diskussion beim Fahrgastverband IGEB am Dienstagabend. „Bis heute hat die dafür zuständige Verkehrslenkung Berlin die Ampelschaltung, die unsere Busse an der Kreuzung Gruner-/ Spandauer Straße bevorrechtigte, nicht wieder in Betrieb gesetzt.“ Folge: Die Busse der Linie M 48 (und ihre Fahrgäste) müssen länger als nötig warten. „Es wäre schön, wenn uns etwas engagierter der Vorrang eingeräumt …
Im Rahmen der Veranstaltungen zu „175 Jahre Eisenbahn in Deutschland“ bietet die Parkeisenbahn Wuhlheide ein Reiseerlebnis der besonderen Art an. Erstmalig wird auf den Gleisen der Parkeisenbahn der Adler-Zug der Parkeisenbahn Görlitz zum Einsatz kommen. Nach gut 35 Jahren geht jetzt dieser Adler-Zug erstmals auf Reisen und kommt im Oktober 2010 in die Berliner Wuhlheide. In Zusammenarbeit mit dem FEZ-Berlin können Besucher im Oktober eine Runde mit diesem besonderen Zug fahren.
Hinweis: Die Fahrten sind reservierungspflichtig. Es wird daher um eine Reservierung bis zum 03.10.2010 erbeten. Eventuelle Restkarten werden kurz vor der Fahrt am Fahrkartenschalter unseres Hauptbahnhofs verkauft. Sollten für eine Fahrt nicht ausreichend Fahrgäste zusammen kommen oder technische bzw. organisatorische Gründe gegen eine Durchführung von Fahrten sprechen, behält sich die Parkeisenbahn eine Absage von einzelnen oder mehreren Fahrten vor.
Was bietet die Fahrt bzw. welche Leistungen sind im Fahrpreis inbegriffen?
• eine Rundfahrt im historischen Adler-Zug vom Hauptbahnhof zum Bahnbetriebswerk mit Besichtigung und Rücktransfer zum Hauptbahnhof • ein Begrüßungsgetränk (nur am Wochenende) • eine Bratwurst (nur am Wochenende)
Was kostet eine Fahrt, wo beginnt sie und wo endet sie?
• Für Kinder 9,00 EUR, Erwachsene zahlen den Kinderfahrpreis. Mo.-Fr. beträgt der Fahrpreis 6,00 EUR. Es gibt keine weiteren Ermäßigungen. • Abholung der Fahrkarten: 20 Minuten vor Abfahrt des Zuges am Fahrkartenschalter Hauptbahnhof • Abfahrt: 14:00 und 15:30 Uhr nur vom Hauptbahnhof • Ankunft: ca. 15:25 und 16:55 Uhr • Gruppen haben die Möglichkeit, für eine zusätzliche Fahrt um 10:30 Uhr zu reservieren (nur Mo.-Fr.)
Wie kann man Plätze reservieren?
Unter der Telefonnummer 030 53 89 26 60 nehmen wir während der üblichen Geschäftszeiten Ihre Anmeldung gerne entgegen. Unsere Mitarbeiter erklären Ihnen alles weitere zum Ablauf der Fahrt.
Parkeisenbahn Görlitz und der Adler-Zug Die Parkeisenbahn Görlitz wurde 1976 als Pioniereisenbahn gegründet. Da diese Pioniereisenbahn eine in ihrer Art einzigartige Eisenbahn werden sollte, wurde damals entschieden, einen Oldtimer-Zug zu bauen. Als Vorbild wurde der Zug der ersten deutschen Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth ausgewählt. Die Dampflok des ersten Zuges auf deutschen Schienen trug den Namen „Adler“. Doch schon die Beschaffung der Unterlagen, um damit den Zug originalgetreu nachbilden konnte, stellte eine große Herausforderung dar. So wurden die Fässer für den Tender in einem Betrieb in Mecklenburg und die Speichen in einer Görlitzer Dreherei speziell für die zukünftige Pioniereisenbahn angefertigt. Im Bahnbetriebswerk Görlitz konnten dann die Einzelteile zum Nachbau der Lokomotive „Adler“ zusammengebaut werden. Die Personenwagen entstanden im VEB Waggonbau Görlitz. Am 01. Juni 1976 ging dann auch in Görlitz ein Traum in Erfüllung: Der erste Zug der Pioniereisenbahn in dieser sächsischen Stadt setzte sich in Bewegung. Natürlich zeigte man sich traditionsgemäß und so fuhr der Zug mit einem Lokführer, der mit Frack und Zylinder bekleidet war.