Natürlich sind das keine guten Nachrichten für die Fahrgäste der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Ein großer Teil der Fahrkartenautomaten auf den U-Bahnhöfen sollen verschwinden. Das wird vielerorts dazu führen, dass Fahrgäste weiter zum nächsten Verkaufsgerät laufen und länger anstehen müssen – zumal in einer Stadt, in der sich immer mehr Touristen auf den Bahnsteigen tummeln. Wenn Automaten ausfallen, wird das künftig zu noch größeren Problemen führen als heute. Doch wer nun das kalte ökonomische Kalkül kritisiert, mit dem die BVG ihr Angebot durchrechnet und kürzt, sollte auch ihre …
Die BVG will die Zahl ihrer Verkaufsgeräte auf den U-Bahnhöfen stark reduzieren Peter Neumann
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) setzen den Rotstift an. Das Landesunternehmen will ein Fünftel seiner Fahrkartenautomaten auf den U-Bahnhöfen ersatzlos abbauen. Fahrgäste müssen deshalb zum Teil weiter laufen und länger warten. Damit nicht genug: An den verbleibenden Standorten sollen die Verkaufsgeräte künftig in jedem Jahr höhere Fahrpreise fordern. „Wir brauchen eine regelmäßige Preisanpassung“, forderte BVG-Chefin Sigrid Evelyn Nikutta am Dienstagabend bei einem Vortrag im Verein Berliner Kaufleute und Industrieller. Dazu werde sie „massive Anläufe“ unternehmen. Teure Technik muss sich rechnen, sagen die BVG-Planer. Diesem Anspruch genügen viele Fahrkartenautomaten nicht. Einige verkaufen pro Jahr nur 160 Tickets und bringen gerade mal ein paar hundert Euro ein. Die Top-Automaten der BVG geben dagegen jährlich fast 160 000 Fahrkarten aus und kassieren 900000 Euro. Momentan sind auf U-Bahnhöfen und an Haltestellen noch rund …
Weitere 34 Kilometer Eisenbahnstrecke stehen in Brandenburg vor dem Aus. Die Havelländische Eisenbahn AG als Eigentümer der Strecke von Templin Stadt nach Prenzlau hat die Strecke ausgeschrieben. Findet sich kein Interessent, kommt die Stilllegung. Die hochfliegenden Projekte einer weiteren Draisinenbahn in Brandenburg sind damit wohl auch endgültig gestorben. Und damit rückt auch der grundsätzliche Erhalt der Strecke für mittel- oder langfristige Reaktivierung in unerreichbare Ferne. Alle noch irgendwie verwertbaren Grundstücke sind in der Vergangenheit verkauft worden, Gleise und Technik wurden ausgebaut oder gestohlen. Am 28. Mai 2000 fuhr der letzte Personenzug von Templin nach Prenzlau. Im Personenverkehr spielte die Querverbindung zwischen den bedeutenden Hauptstrecken von Berlin nach Stralsund und nach Stettin nie eine bedeutende Rolle. Sie war für den den Güterverkehr von großer Bedeutung. Denn die Züge konnten über sie alternativ nach Berlin fahren. Gerade im Güterverkehr sieht der DBV Berlin-Brandenburg den Grund für den notwendigen Erhalt. Alle Prognosen sagen in den kommenden Jahrzehnten ein enormes Wachstum des Güterverkehrs voraus – gerade aus den östlichen Staaten. Steht diese Strecke mittel- und langfristig nicht mehr zur Verfügung, gibt es für den Güterverkehr aus der Richtung Stralsund und Stettin nur noch die heute bereits überlastete Hauptstrecke über Angermünde und Eberswalde. Der Erhalt der Strecke von Prenzlau über Templin bietet auch für zukünftige Schienenverkehre die Chance, den ebenfalls stark überlasteten Eisenbahnknoten Berlin zu umfahren. Mittel- und langfristig wäre es also ein großer verkehrspolitischer Fehler, wenn die 34 Kilometer nicht mehr dem Schienenverkehr zur Verfügung stehen würden. Der DBV Berlin/Brandenburg sieht hier auch das Land Brandenburg in der Pflicht (Pressemeldung DBV, 14.04.11).
Endlich schien es so etwas wie Fairness zu geben an Deutschlands Autobahn-Rastanlagen. Grund war ein Toilettenkonzept mit dem Namen Sanifair. Der Autobahn-Toilettengänger fand nicht nur saubere Sanitäranlagen vor, sondern durfte die für die Nutzung entrichteten 50 Cent mit einem Einkauf verrechnen – ein Akt ausgleichender Gerechtigkeit, so schien es, viele deutsche Autofahrer waren es zufrieden. Es hatte gedauert, bis eine derart friedliche Übereinkunft geschaffen werden konnte zwischen dem gebeutelten deutschen Autofahrer und dem Ort, um den er manchmal nicht herumkommt – der Autobahn-Rastanlage. Wie lange hat er es ertragen, dass der Sprit dort teuer, das Essen ungenießbar und unbezahlbar sowie der Wald den Toiletten vorzuziehen war. Doch zum Glück gibt es den ADAC und dessen regelmäßig durchgeführte Verbrauchertests. Neben Meerwasser, Skipisten und …
WANDLITZ. Die Vorteile liegen auf der Hand. Wenn die Züge der Heidekrautbahn nicht mehr wie heute meist weit vor der Berliner Innenstadt in Karow umkehren, sondern über Wilhelmsruh bis Gesundbrunnen fahren würden, brächte das vielen Menschen Nutzen. Pendler aus Schildow, Mühlenbeck und anderen Orten erhielten eine bessere Verbindung nach Berlin – und das Märkische Viertel erstmals Zuganschluss. Umgekehrt kämen Berliner Ausflügler bequemer zum Liepnitz- und Wandlitzsee sowie in die Schorfheide. Doch die Chance, dass die 1961 unterbrochene Stammstrecke der Heidekrautbahn reaktiviert und bis Gesundbrunnen verlängert wird, hat sich verschlechtert. Der schon fast 20 Jahren dauernden Debatte um diese Strecke ins Umland droht nun erneut eine Hängepartie. 26 Millionen Euro würde der Bau kosten. Brandenburg müsste ein Drittel beisteuern. Das würde auch für die zusätzlichen …
Im Streit um die Zukunft der Straßenbahn Grünau-Schmöckwitz unterstützt die Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) die betroffenen Bürger. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir anderswo aufwendig neue Straßenbahnen planen und dann diese Strecke stilllegen“, sagte sie gestern im Verkehrsausschuss. „Es ist richtig, dass die Bahn nach Schmöckwitz aufrechterhalten wird.“ Ein Ersatz durch Busse wäre schwierig, weil die Straße parallel zur Linie 68 teilweise für Autos gesperrt ist. Bislang sei schon 25 Millionen Euro in diese Bahn investiert worden, sagt Junge-Reyer. Sie forderte die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf, nun endlich …