Die Ferien sind zu Ende und die Liste der großen Baustellen auf Berlins Hauptstraßen ist immer noch lang. Aktuell führt die Verkehrsmanagementzentrale fast 130 Dauerbaustellen und Straßensperrungen auf – nur 20 weniger als vor zwei Wochen. Zudem haben es die zwölf Bezirke nicht geschafft, alle ihre Sommerbaustellen bis zum Schulstart abzuschließen. Noch im Juli hatten die Baustadträte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) versprochen, 100 Sommerbaustellen zu beenden. „Nach unserer Einschätzung haben die Bezirke trotzdem sehr ordentlich gearbeitet. Etwa 90 Prozent der Baustellen, viele davon im Nebenstraßennetz, sind erledigt. Wir sind zufrieden“, sagt Mathias Gille, der Sprecher der Senatorin. Die Daten zu den Projekten werden jetzt erfasst und gemeinsam mit der VMZ zusammengestellt. Die Seestraße in Wedding allerdings gehört noch immer zu den problematischsten Baustellen in Berlin. Dort erneuert der Bezirk Mitte kurz vor der …
(Berlin, 15. August 2011) Die Deutsche Bahn setzt das Projekt zur umfassenden Ausstattung der 168 Berliner und Brandenburger S-Bahnhöfe mit einem modernen Fahrgastinformationssystem weiter fort. Seit Dienstag, 9. August, ist mit der Aufnahme des Testbetriebs der Zugzielanzeiger an der Station Botanischer Garten der gesamte Nord-Süd-Abschnitt zwischen Humboldthain und Nikolassee (Linie S1 und teilweise S2 und S25) mit LCD-Anzeigern ausgestattet. Damit verfügen 19 weitere S-Bahn-Stationen über die neuen Anzeigetafeln, die bereits mit Aufnahme des Testbetriebs die Fahrgäste unter anderem minutengenau über die Abfahrt der nächsten S-Bahn informieren. Bis Mitte 2013 wird es auf allen 168 S-Bahn-Stationen in Berlin und Brandenburg Echtzeitangaben zur Zugbetrieb geben. Derzeit sind auf 78 Stationen blaue LCD-Anzeiger in Betrieb. Im laufenden Jahr sind bereits die Stationen Spandau, Stresow und Hohen Neuendorf damit ausgestattet worden.
135 S-Bahn-Bahnhöfe werden mit solchen LCD-Anzeigern mit Angaben zu Zwischenstationen und freier Programmierung von Infotexten ausgerüstet. Diese Anzeiger informieren die Fahrgäste über die nächsten Zugfahrten. Nur 33 Stationen mit einer Linie und geringerem Fahrgastaufkommen erhalten andere digitale Anlagen zur minutengenauen Verspätungsmeldung: Diese sogenannten einzeiligen dynamischen Schriftanzeiger (DSA), die auch auf vielen Nahverkehrsbahnhöfen im Einsatz sind, werden im Störungsfall die Kundinnen und Kunden schnell und aktuell informieren. Zudem wird ein neues Beschallungssystem die Fahrgäste über die aktuelle Lage im S-Bahn-Verkehr auf dem Laufenden halten. Neben dem automatischen Abspielen vorproduzierter Standardansagen ist damit auch eine gleichzeitige zentrale Durchsage an allen Stationen möglich, zum Beispiel im Großstörungsfall. Die Deutsche Bahn AG investiert rund 36 Millionen Euro in die Modernisierung der Reisendeninformation der Berliner S-Bahn.
Waren das noch Zeiten, damals, 1995, 1996 und 1997! Da beschäftigte sich der Branden-burgische Landtag und die Landesregierung tatsächlich noch mit den teilungs-bedingt bestehenden Lücken im Berlin-Brandenburger Schienennetz. Solches Engagement und solche klaren Worte wünscht sich gerade angesichts der 50. Wiederkehrs des Jahrestages zum Mauerbau 1961 der DBV. Geradezu revolutionär war damals die Stimmung, wenn es darum ging, von der Deutschen Bahn und der Bundesregierung die Wiederherstellung des Bahnnetzes zu verlangen: „… Zur SPNV-Infrastruktur ist eine weitere Erschließung durch die S-Bahn erforderlich, die Aufgabenstellung wurde mt dem Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr [Verkehrsministerium, heute MIL; Anm. d. Red.] trotz wiederholter Anmahnung aber noch nicht vorgelegt.“ (Landtag Brandenburg, Drucksache 2/774). Ja, auch damals war der direkte Einfluss gering; aber die Brandenburger Forderungen wurden wenigstens definiert und eingeklagt. Damals wurde durchaus keine Konkurrenz zwischen dem Regionalverkehr und der S-Bahn im „Speckgürtel“ herbeigeredet, sondern, ganz im Gegenteil: „Mit einer Arbeitsteilung zwischen S-Bahn und Regionalverkehr kann das öffentliche Verkehrsangebot weiter verbessert werden.“ Und einige Zeilen weiter: „Der Regionalexpreß wie auch der Stadtexpreß — zur Zeit sind es noch Nahverkehrszüge — haben nicht die Aufgabe, den S-Bahn-Verkehr zu ersetzen. Die Regionalverkehrsprodukte […] erfordern sogar das S-Bahn-Netz für die Feinverteilung der Fahrgäste von/nach den Umsteigepunkten des Regionalverkehrs …“ (Landtag Brandenburg, Drucksache 2/774). Und heute? Deutet man das fehlende Engagement der Berliner und Brandenburger Landesregierung, dann gibt es im Moment keinen weiteren Verbesserungsbedarf. Kein weiterer Bedarf wird bei der Bundesregierung angemeldet, keine Gespräche geführt, kein Druck ausgeübt. Stattdessen heute: Kleinmut und fehlendes Interesse: „Die Verantwortung für die Errichtung und Vorhaltung von Eisenbahninfrastruktur liegt bei den Eisenbahninfrastrukturunternehmen. Das Land Brandenburg ist als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr für die Bestellung von Verkehrsleistungen verantwortlich.“ (Landtag Brandenburg, Drucksache 4/7206 im Februar 2009). Die Zuständigkeiten sind seit der Bahnreform 1994 nicht anders geregelt. Dennoch hat 1994 und in den folgenden Jahren die Landesregierung mehr Engagement und Einsatz gezeigt als seit einigen Jahren. Der DBV würde es begrüßen, wenn die Brandenburger Landesregierung und das Parlament sich intensiv mit der Wiederherstellung der immer noch teilungsbedingt bestehenden Lücken im Berliner Schienennetz beschäftigt. Warum nicht jedes Jahr einen Sachstandsbericht veröffentlichen, der die eigenen Bemühungen und Erfolge dokumentiert? Beim Ausbau der Autobahnen, Bundesstraßen und Bundeswasserstraßen — für die ist das Land auch nicht direkt zuständig — kümmert sich der Verkehrsminister ja auch um die Brandenburger Belange. Warum also nicht auch im Schienennetz (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., 15.08.11).
POTSDAM / BABELSBERG – Vergleichsweise spät führte Potsdam im Jahr 1907 die elektrische Straßenbahn ein. Zuvor war 27 Jahre lang die Pferdebahn am Stadtschloss vorbeigezuckelt. Ivo Köhler, Chef des Vereins Historische Straßenbahn Potsdam, stellte gestern die Rekonstruktion des Lindner-Motorwagens Nummer 9 vor. 22 dieser Wagen hatten 1907 den Betrieb aufgenommen. Überlebt hat keiner. Die Wiedergeburt war eigentlich für das Jubiläumsjahr der Tram 2007 geplant. Doch Spendensammlung und Aufbau erwiesen sich als langwierig. Zwar waren einige der Oldtimer noch bis in die 1960er Jahre in Betrieb, doch wanderten sie dann auf den …
VELTEN – Den ersten Spatenstich für den Bahnhofsvorplatz von Velten vollzogen gestern Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner, Stadtverordnetenvorsteher Klaus Nehre und der Niederlassungsleiter der beauftragten Baufirma Oevermann, Joachim Sunderkemper. Die Kosten für die Umgestaltung des wenig attraktiven Bahnhofsvorplatzes mit Straßenbau und Freiflächengestaltung betragen 1,45 Millionen Euro. Gefördert wird das Vorhaben vom Land Brandenburg mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in Höhe von rund …
erinnert an eine Lücke, die immer noch im Berliner Verkehrsnetz klafft.
Da fehlt was. Wo Züge Berliner Ausflügler in die Schorfheide oder zum Wandlitzsee brachten und in der Gegenrichtung Pendler aus Basdorf oder Schildow ankamen, erstreckt sich eine Brache. Immer noch. Obwohl der Mauerfall länger als ein paar Jahre her ist, klafft im Nordosten immer noch eine Lücke im Verkehrsnetz. Mit dem Mauerbau wurde die stark frequentierte traditionsreiche Strecke der Heidekrautbahn samt Endbahnhof stillgelegt. Am Freitag wurde nebenan, am S-Bahnhof Wilhelmsruh, eine Gedenkstele enthüllt. Sie erinnert an die einstige Verbindung ins Umland und soll der Hoffnung Ausdruck geben, dass sie wieder aufgebaut wird. Die Brache ist ein weiteres Beispiel dafür, zu welcher Politiksklerose …