Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) drohen noch in diesem Monat Warnstreiks. Die geplanten Arbeitsniederlegungen würden den Fahrdienst, der Bahnen und Busse betreibt, sowie Technikbereiche betreffen, sagte Frank Bäsler, Sekretär bei der Gewerkschaft Verdi. Fahrgäste müssten in diesem Fall damit rechnen, dass Bus-, U- und Straßenbahnfahrten ausfallen. Bäsler nannte keine Details. Doch die Vorbereitungen sind offenbar schon weit vorangeschritten. So liegt nach Informationen der Berliner Zeitung der erforderliche Streikbeschluss des Verdi-Bundesvorstands seit Ende Juli vor. Der Arbeitskampf hat sogar schon eine interne …
Jetzt aber wirklich: Mit der S-Bahn geht es aufwärts. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Gutachten im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg. Ende 2012 sei das problemgeplagte Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (DB) über den Berg, lautet das Resümee. Doch Risiken bleiben – auch für den Winter. Anfang 2011 hatte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) zwei Arbeitskreise berufen. Eine Gruppe sollte das jüngste Winterchaos aufklären. Schuld waren vor allem der viele Schnee und der extreme Frost, so die Experten. Teile des Signalsystems und Weichen froren ein. Von schlechter Wartung könne keine Rede gewesen sein, hieß es. Es wirkte sich aber aus, dass 2,5 Prozent der Weichen ungeheizt sind. Zudem hätten sich „prozessuale Schwachstellen“ gezeigt. So fehlten bis zu 70 Posten, die ihre Schnee fegenden Kollegen sichern. Als Konsequenz kündigte Helge Schreinert von DB Netz gestern an, dass mindestens …
Der vorgestellte Bericht des Arbeitskreises ist an sich schon ein positives Novum. Welches Wirtschaftsunternehmen lässt sich durch Auftraggeber und Dritte so tief in die eigenen Geschäftspraktiken und -bücher schauen. Positiv ist, dass die Länder Berlin und Brandenburg sich intensiv dafür interessieren, wie es wieder zu einem stabilen S-Bahn-Betrieb kommen kann. Jetzt sind also die S-Bahn-Fahrzeuge dran. Der Bericht sieht die S-Bahn Berlin GmbH auf dem richtigen Weg. Den ergriffenen Maßnahmen, um die bestehenden technischen Probleme in den Griff zu bekommen, wird ein gutes Zeugnis ausgestellt. Es gibt eine ausreichende Fahrzeugreserve, ausreichend Personal und Werkstattkapazitäten — alles aber nur für den Regelbetrieb bei ganz „normalem“ Wetter. Gibt es wieder einen schneereichen und kalten Winter, machen Tauwetter und Eisregen der Elektronik zu schaffen … dann sieht der Bericht schwarz: „… Für den Winter 2011/2012 sind ebenfalls weiter eingeschränkte Verfügbarkeiten zu erwarten, da die eingeleiteten Maßnahmen […] zwar teilweise begonnen, aber nicht abgeschlossen sein werden.“ Um verloreneres Vertrauen zurückzugewinnen, ist die Veröffentlichung des Berichtes ein richtiger Schritt. Grundsätzlich sollte nach Meinung des DBV überlegt werden, der S-Bahn Berlin GmbH innerhalb des DB-Konzerns noch mehr Eigenständigkeit zuzugestehen. Nur ein intaktes und funktionierendes Vertrauensverhältnis zwischen den Beteiligten (neben den Bundesländern Berlin und Brandenburg, dem Verkehrsverbund und der S-Bahn Berlin GmbH gehören dazu auch die Aufsichtsbehörden) nutzt allen. Wohin die Zentralisierung von Entscheidungen führen kann, ist seit 2007 deutlich zu sehen. Wie es grundsätzlich mit der Bestellung der Verkehrsleistungen nach 2017 weitergehen soll, muss politisch geklärt werden. Auf alle Fälle müssen Verträge abgeschlossen werden, die zwischen dem Besteller (Verkehrsverbund) und dem Erbringer der Verkehrsleistungen (Verkehrsunternehmen) ein Verhandeln auf Augenhöhe ermöglichen. Schlechtleistungen müssen sich in vollem Umfang durch finanzielle Abzüge 1:1 bemerkbar machen (Pressemeldung DBV Berlin/Brandenburg, 12.08.11).
Der vorgestellte Bericht des Arbeitskreises ist an sich schon ein positives Novum. Welches Wirtschaftsunternehmen lässt sich durch Auftraggeber und Dritte so tief in die eigenen Geschäftspraktiken und -bücher schauen. Positiv ist, dass die Länder Berlin und Brandenburg sich intensiv dafür interessieren, wie es wieder zu einem stabilen S-Bahn-Betrieb kommen kann. Jetzt sind also die S-Bahn-Fahrzeuge dran. Der Bericht sieht die S-Bahn Berlin GmbH auf dem richtigen Weg. Den ergriffenen Maßnahmen, um die bestehenden technischen Probleme in den Griff zu bekommen, wird ein gutes Zeugnis ausgestellt. Es gibt eine ausreichende Fahrzeugreserve, ausreichend Personal und Werkstattkapazitäten — alles aber nur für den Regelbetrieb bei ganz „normalem“ Wetter. Gibt es wieder einen schneereichen und kalten Winter, machen Tauwetter und Eisregen der Elektronik zu schaffen … dann sieht der Bericht schwarz: „… Für den Winter 2011/2012 sind ebenfalls weiter eingeschränkte Verfügbarkeiten zu erwarten, da die eingeleiteten Maßnahmen […] zwar teilweise begonnen, aber nicht abgeschlossen sein werden.“ Um verloreneres Vertrauen zurückzugewinnen, ist die Veröffentlichung des Berichtes ein richtiger Schritt. Grundsätzlich sollte nach Meinung des DBV überlegt werden, der S-Bahn Berlin GmbH innerhalb des DB-Konzerns noch mehr Eigenständigkeit zuzugestehen. Nur ein intaktes und funktionierendes Vertrauensverhältnis zwischen den Beteiligten (neben den Bundesländern Berlin und Brandenburg, dem Verkehrsverbund und der S-Bahn Berlin GmbH gehören dazu auch die Aufsichtsbehörden) nutzt allen. Wohin die Zentralisierung von Entscheidungen führen kann, ist seit 2007 deutlich zu sehen. Wie es grundsätzlich mit der Bestellung der Verkehrsleistungen nach 2017 weitergehen soll, muss politisch geklärt werden. Auf alle Fälle müssen Verträge abgeschlossen werden, die zwischen dem Besteller (Verkehrsverbund) und dem Erbringer der Verkehrsleistungen (Verkehrsunternehmen) ein Verhandeln auf Augenhöhe ermöglichen. Schlechtleistungen müssen sich in vollem Umfang durch finanzielle Abzüge 1:1 bemerkbar machen (Pressemeldung DBV Berlin/Brandenburg, 12.08.11).
FRANKFURT (ODER). Für Autofahrer dürfte es ab dem nächsten Jahr auf der Autobahn 12 wieder ein bisschen enger werden. Dann nämlich beginnt zwischen dem Dreieck Spreeau und der Anschlussstelle Storkow (Oder-Spree) der grundhafte Ausbau der Schnellstraße. Die Strecke ist der letzte Abschnitt der Autobahn nach Polen, der noch saniert werden muss. Vier Jahre lang müssen sich Autofahrer erneut auf kilometerlange Verkehrsbeeinträchtigungen einstellen. Schon in den vergangenen Jahren wurden Kraftfahrer auf der A12 oft auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Seit 2008 nämlich läuft der Ausbau der vielbefahrenen Autobahn. Immer wieder kam es seitdem im oder vor dem Baustellenbereichen zu Staus – sei es durch Unfälle oder auch nur, weil einem Lkw in der Baustelle der Sprit ausgegangen war. „Der vierstreifige Ausbau der Strecke von Storkow bis zur Bundesgrenze …
Selchow (dapd) Für das Luftfahrt-Messegelände in Selchow nahe dem neuen Hauptstadtflughafen wird am 18. August symbolisch der erste Spatenstich gesetzt. Ab kommenden Jahr soll dort die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) veranstaltet werden, wie die Messe Berlin am Montag mitteilte. Grußworte halten unter anderen Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzek (SPD) und der Berliner Bürgermeister und Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke). Die ILA hat sich seit …