Großer Andrang auf die Stellenbörse für den neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld. Mehr als 4000 Interessenten kamen zum Auftakt ins Besucherzentrum Airportworld, wie ein Flughafensprecher berichtete. 20 Unternehmen boten gut 400 Arbeitsplätze in den künftigen Betrieben am Flughafen an, der Anfang Juni 2012 eröffnet wird. An den Ständen konnten sich Arbeitssuchende informieren und auch gleich eine Bewerbung abgeben. „Die Arbeitskräftenachfrage kommt allmählich in Schwung“, sagte die Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Potsdam, Edelgard Woythe. Besonders großer Bedarf sei zurzeit bei den Unternehmen außerhalb des Flugbetriebes zu bemerken, also etwa im Einzelhandel, der Gastronomie, den Hotels und bei Callcentern. Flughafenchef Rainer Schwarz stellte heraus, dass der Flughafen Berlin Brandenburg …
Die Fluggesellschaft Air Berlin will den neuen Hauptstadtflughafen „Berlin-Brandenburg Willy Brandt“ zu einem internationalen Drehkreuz ausbauen und von dort aus stark expandieren. „Bis zum Jahr 2020 wollen wir von und nach Berlin jährlich zwölf bis 13 Millionen Passagiere befördern“, kündigte Hartmut Mehdorn bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Vorstandschef der Airline an. In diesem Jahr wird Air Berlin voraussichtlich etwas über acht Millionen Passagiere in die Hauptstadt fliegen bzw. von dort abheben lassen. 25 Millionen Euro will Air Berlin am Großflughafen investieren, 50 bis 100 zusätzliche Arbeitsplätze am Standort Schönefeld schaffen und bereits ab dem Sommerflugplan neue Langstreckenverbindungen anbieten. Mehdorn kündigt allerdings auch an, dass Air Berlin die Ticketpreise anheben werde. Erstmals nach dem überraschenden Rückzug des Airline-Gründers und langjährigen Chefs Joachim Hunold präsentierte Nachfolger …
Die Fluggesellschaft Air Berlin will den neuen Hauptstadtflughafen „Berlin-Brandenburg Willy Brandt“ zu einem internationalen Drehkreuz ausbauen und von dort aus stark expandieren. „Bis zum Jahr 2020 wollen wir von und nach Berlin jährlich zwölf bis 13 Millionen Passagiere befördern“, kündigte Hartmut Mehdorn bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Vorstandschef der Airline an. In diesem Jahr wird Air Berlin voraussichtlich etwas über acht Millionen Passagiere in die Hauptstadt fliegen bzw. von dort abheben lassen. 25 Millionen Euro will Air Berlin am Großflughafen investieren, 50 bis 100 zusätzliche Arbeitsplätze am Standort Schönefeld schaffen und bereits ab dem Sommerflugplan neue Langstreckenverbindungen anbieten. Mehdorn kündigt allerdings auch an, dass Air Berlin die Ticketpreise anheben werde. Erstmals nach dem überraschenden Rückzug des Airline-Gründers und langjährigen Chefs Joachim Hunold präsentierte Nachfolger …
Brandenburg macht weiter Druck für bessere Verkehrsverbindungen nach Polen. Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger hat in einem Brief an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer die schleppende Unterzeichnung mehrerer deutsch-polnischer Abkommen kritisiert und um Information gebeten. Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger: „Bei den Abkommen zwischen der Bundesregierung und Polen geht es seit Jahren nicht voran und das geht zu Lasten Brandenburgs. Die Vereinbarung zum Ausbau der Strecke Berlin-Stettin, das Abkommen zum Ausbau der Oder und der Rahmenvertrag für grenzüberschreitende Eisenbahnverkehre liegen wie Blei auf den Tischen der Regierungen in Berlin und Warschau. Ich habe Peter Ramsauer schriftlich gebeten, mich über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren. Hier muss endlich etwas passieren.“ Drei Vereinbarungen sind konkret im Schreiben angesprochen: 1. Der deutsch-polnische Rahmenvertrag liegt seit einem Jahr vor, ist aber noch nicht unterzeichnet. Er regelt grundsätzliche Dinge über den Ausbau von grenzüberschreitenden Bahnstrecken, um einen einheitlichen Ausbaustandard auf beiden Seiten garantieren zu können. Er bildet auch eine Grundlage, auf der dann Brandenburg mit seinen Nachbar-Wojewodschaften verbindliche Absprachen zu regionalen Strecken treffen kann. Bisher gelten immer noch alte Vereinbarungen aus DDR-Zeiten. 2. Eine Vereinbarung über den Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Berlin-Stettin steht noch immer aus. Die bessere Verbindung zwischen der Hauptstadtregion und der 400.000-Einwohner-Stadt Stettin ist aber ein wichtiges Vorhaben für Brandenburg und Berlin gleichermaßen. 3. Auch der „Vertrag über die gemeinsame Verbesserung der Wasserstraßen im Grenzgebiet“ ist noch immer nicht unterzeichnet. Hier bietet die deutsche Seite unter anderem an, die Kosten für das Vertiefen der Klützer Querfahrt zu finanzieren. Die Klützer Querfahrt befindet sich südlich Stettin auf polnischer Seite. Sie ist wegen ihrer geringen Tiefe ein Nadelöhr für Schiffe auf dem Weg nach Stettin. Die Firma LEIPA in Schwedt würde zum Beispiel gerne Papier mit Fluss-See-Schiffen transportieren, kann aber wegen der geringen Wassertiefe nicht die volle Ladung aufnehmen. Das macht einen regelmäßigen Betrieb derzeit unwirtschaftlich (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, 28.10.11).
Ein Darlehen in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro aus dem Stadtentwicklungsfonds des Landes hilft der Stadt Brandenburg/Havel, ihren Bahnhof zu sanieren. Den Darlehensvertrag übergab heute Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger in Anwesenheit von Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann an den Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WOBRA), Klaus Deschner. Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger: „Mit dem Stadtentwicklungsfonds können wir Darlehen für Projekte bereitstellen, die aus den normalen Förderprogrammen keine Mittel erhalten können. Das hilft den Kommunen, Projekte zu stemmen, die sie alleine nicht schultern könnten. Die Stadt kann jetzt endlich ihren Bahnhof sanieren und das gesamte Entree erheblich aufwerten. Das Land hat der Stadt seit 1991 für Stadtentwicklung, Wohnen und den ÖPNV rund 475 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt.“ Im Förderprogramm „Nachhaltige Stadtentwicklung“ (NSE) wurde erstmals die Möglichkeit geschaffen, auch Darlehen für die Städtebauförderung zu vergeben. Im Mai 2009 wurde ein Stadtentwicklungsfonds (SEF) errichtet, der mit einem Volumen von 20 Millionen Euro die Unterstützung von Projekten über das Ende der aktuellen EU-Strukturfondsperiode hinaus ermöglicht. Der Vorteil: Das Darlehen aus dem Fonds ist um rund 2 Prozent günstiger als am Markt. Die Laufzeit beträgt 10 Jahre und die Rückzahlung kann für ein Jahr tilgungsfrei sein. Die Rückzahlung fließt wieder in den Fonds und kann für neue Projekte eingesetzt werden. Bislang wurden Mittel aus dem Fonds in geringerem Umfang in den Städten Spremberg und Schwedt eingesetzt. Mit Brandenburg wird nun erstmals ein Darlehen für ein erstes großes Projekt in Millionenhöhe vergeben. Der Bereich um den Hauptbahnhof wird komplett neu strukturiert und in einen attraktiven und repräsentativen Stadteingang verwandelt. Die beiden Gebäudeteile (Hauptbahnhof und Neustädter Bahnhof) sollen auf ihre Kernbereiche zurückgebaut und durch einen transparenten Zwischenbau verbunden werden. Neben bahnhofsaffinen Nutzungen und einer Erlebnisgastronomie sind Büroeinheiten für die DB Regio und die Bundespolizei vorgesehen. Für den Bereich des Bahnhofsvorplatzes wurden bereits Zuschüsse für den ersten Bauabschnitt in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro bewilligt. Weitere Mittel sind vorgesehen, der Fördermittelantrag wird noch geprüft. Die Stadt Brandenburg hat vom Land seit 1991 rund 360 Millionen Euro Fördermittel für Stadtentwicklung und Wohnen erhalten. Der städtische ÖPNV wurde gefördert mit rund 115 Millionen Euro (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, 27.10.11).
In die Diskussion über eine mögliche dritte Start- und Landebahn am geplanten Hauptstadtflughafen in Schönefeld hat sich jetzt Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) eingeschaltet. „Auf der Grundlage von Analysen zur Marktsituation, den Prognosen der weiteren Entwicklung, von Risikobewertungen und Alternativszenarien ist eine dritte Landebahn nicht geplant. Dabei bleibe ich!“, schreibt Platzeck auf der Internetseite der Landesregierung. Das Thema sorgt inzwischen für Verstimmung zwischen den jeweiligen Landesverbänden von SPD und CDU in Brandenburg und Berlin. In ihren Koalitionsverhandlungen sollen sich Berlins SPD und CDU darauf geeinigt haben, den Airport nach seiner Eröffnung im Juni 2012 …