Nach Beendigung der Bauarbeiten am S-Bahnhof Adlershof, der Inbetriebnahme der Straßenbahn zum Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof (WISTA) und dem Abschluss der Straßenbauarbeiten können mehrjährige Beeinträchtigungen der in diesem Bereich verkehrenden Buslinien aufgehoben werden.
Dies erfolgt in zwei Schritten:
Mittwoch, 30. November 2011 Linie 163: Die Umleitung wird aufgehoben und die Linie verkehrt wieder über das Adlergestell, statt Am Studio und hält direkt wie die Straßenbahn am S-Bahnhof Adlershof.
Linie N60: Die Linie verkehrt wieder in die Dörpfeldstraße, wo bequem in die Linien N65 und N68 umgestiegen werden kann.
Sonntag, 11. Dezember 2011 Linie 162: Ab der Haltestelle Wegedornstraß/Semmelweisstraße verkehrt die Linie zum U-Bahnhof Rudow und übernimmt den Verkehr der auf diesem Streckenabschnitt entfallenden Linie 164.
Linie 164: Ab der Haltestelle Wegedornstraße/Semmelweisstraße verkehrt die Linie zum Flughafen Schönefeld und übernimmt den Verkehr der auf diesem Streckenabschnitt entfallenden Linie 162.
Das Oberverwaltungsgericht Berlin – Brandenburg (OVG) hat mit Beschluss vom 25.11.2011 den Antrag auf Zulassung der Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin (VG) vom 22.10.2010 abgelehnt. Das Verwaltungsgerichtsurteil, das die planfestgestellte Variante bestätigt hatte, ist damit rechtskräftig. Der Antrag auf Zulassung der Berufung wurde vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Landesverband Berlin e.V. und einem privaten Anlieger der Invalidenstraße gestellt. Das OVG hat das Urteil des Verwaltungsgerichts in allen angegriffenen Punkten bestätigt. Der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller, sagte: „Die Baumaßnahme schreitet gut voran. Jetzt sind auch die letzen Hürden beseitigt. Damit ist die zukünftig noch bessere Anbindung des Hauptbahnhofs als Verkehrsknotenpunkt sichergestellt.“ Der Umbau der Invalidenstraße, der im Frühjahr 2011 begonnen wurde, kann ohne Änderung der Planung weitergeführt werden. Das Vorhaben umfasst den Ausbau der Invalidenstraße mit 4 Fahrstreifen für Kraftfahrzeuge zwischen Caroline-Michaelis-Straße und Friedrich-List-Ufer sowie die Herstellung einer Straßenbahnverbindung vom Nordbahnhof zum Hauptbahnhof. Die Straßenbahn wird teilweise in den beiden innen liegenden Kfz-Spuren geführt. Für den Fahrrad- und Fußgängerverkehr sind separate Radstreifen bzw. Gehwege vorgesehen. Die Umbau der Invalidenstraße wird voraussichtlich Ende des Jahres 2015 abgeschlossen sein. Schon ab 2013 wird die Tramverbindung den Verkehr aufnehmen (Pressemeldung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 05.12.11).
Die FLEXITY Berlin Straßenbahnen haben die Strausberger bei der Auswahl einer neuen Straßenbahn überzeugt. Die Strausberger Eisenbahn GmbH hat in den letzten Jahren viele Varianten zur Modernisierung ihres Fahrzeugparks intensiv geprüft. Vom 29. Oktober bis 9. November 2010 war eine FLEXITY Bahn der Berliner Verkehrsbetriebe für zwei Wochen bei der Strausberger Eisenbahn im Einsatz. Bei der im Rahmen des Probebetriebes durchgeführten Fahrgastumfrage waren 87% der Fahrgäste mit der Straßenbahn zufrieden. Lobend erwähnt wurden der bequeme Einstieg, die ruhigere und leisere Fahrweise, die anspruchsvolle Gestaltung des Fahrgastraumes und die angenehmen Temperaturen in der FLEXITY Straßenbahn. Als Ergebnis dieses erfolgreichen Probebetriebs entschied man sich im Oktober 2011 für die Anschaffung von zwei FLEXITY Berlin Straßenbahnen, um neben den finanziellen Einsparungen auch von der Qualität der Berliner Bahnen profitieren zu können. Andreas Gagel, Geschäftsführer der Strausberger Eisenbahn, sagte: „Wenn die Bahnen für Berlin gut sind, dann sind sie ganz bestimmt auch für Strausberg gut.“ Die Zweirichtungsfahrzeuge sind 30,8 Meter lang, 2,40 Meter breit und bieten 184 Personen Platz. Sie sind mit minimalen Anpassungen perfekt in Strausberg einsetzbar. Die FLEXITY Berlin Straßenbahn wurde von BVG und Bombardier Transportation eigens für die deutsche Hauptstadt entwickelt und erhielt vor einigen Wochen einen der renommieten ÖkoGlobe Awards. In der Kategorie “ Fahrzeuginnovationen im öffentlichen Verkehr“ kamen die Bahnen auf den zweiten Platz. Mit diesem international anerkannten Preis werden seit 2007 nachhaltige Konzepte, Produkte und Prozesse der Mobilitätsbranche ausgezeichnet. Die BVG hat bisher insgesamt 103 FLEXITY Berlin Straßenbahnen bestellt. Der 2006 zwischen BVG und Bombardier abgeschlossene Rahmenvertrag umfasst maximal 210 Fahrzeuge. Vier Vorserienfahrzeuge sind seit Oktober 2008 im Netz der BVG im Einsatz. Die FLEXITY Berlin Bahnen wurde während des Vorserienbetriebes bei Fahrgast-Befragungen sehr gut bewertet. Praxiserkenntnisse wurden in den Serienfahrzeugen umgesetzt. Das erste Serienfahrzeug wurde den Berlinern und Berlinerinnen am 10. September 2011 auf dem Alexanderplatz präsentiert. 2/3 Mehr als 1.700 FLEXITY Straßenbahnen sind bereit erfolgreich im Fahrgasteinsatz. Insgesamt sind mittlerweile über 3.500 von Bombardier gelieferte Straßen- und Stadtbahnen in Städten in Europa, Australien und Nordamerika im Einsatz oder bestellt. Gefertigt werden die neuen Bahnen bei Bombardier in Bautzen. Der Bombardier Standort Mannheim liefert die Elektrik, die Drehgestelle kommen aus Siegen (Pressemeldung Bombardier, 16.11.11).
Überwiegend positiv sind die bisherigen Reaktionen auf die neue Variobahn. Seit etwa vier Wochen ist das erste Exemplar der bei Stadler in Berlin hergestellten Niederflurbahn in Potsdam unterwegs. Behindertenverband und Bahnkundenverband ist noch keine Kritik bekannt. Der Verkehrsbetrieb ViP will noch warten, bis die Bahn 100 Tage unterwegs ist, bevor eine Einschätzung abgegeben wird. Ein paar Bedenken gibt es allerdings dennoch: So wird im Bahn-Forum drehscheibe.de im Internet diskutiert, ob die Sitze auf den Querbänken nicht zu schmal geraten sind. In einem Teil der Variobahn sind Querbänke mit zwei Sitzplätzen auf jeder Seite eingebaut. Da zwischen den Bänken der Gang für die Fahrgäste entlangführt, bleibt bei 2,30 Metern Breite insgesamt für jeden Sitz weniger als ein halber Meter übrig. Ein weiteres Problem nennt Bernd Putz, beim Potsdamer Behindertenverband für den Nahverkehr zuständig: Bei einer von zwei Stellflächen, die für …
Slubice (dapd-lbg) Eine Befragung zum Bau einer grenzüberschreitenden Straßenbahnlinie über die Oder hat am Donnerstag in der Frankfurter Nachbarstadt Slubice begonnen. Bis 7. Oktober können die Einwohner der polnischen Grenzstadt Karten mit ihrer Meinung zu dem Vorhaben in extra im Rathaus aufgestellte Urnen einwerfen. Er wolle wissen, was die Slubicer von dem Projekt halten, begründete Bürgermeister Tomasz Ciszewicz den Vorstoß. Der Ausgang der Abstimmung gilt als offen. Ein von Frankfurt (Oder) und Slubice in Auftrag gegebenes Gutachten zu einer Straßenbahnverbindung war im Juli vorgestellt worden. Darin wurde eine grenzüberschreitende Linie als technisch machbar und betriebswirtschaftlich …
Über die schöne neue Strecke in die Wissenschaftsstadt Adlershof kann sich BVG-Straßenbahndirektor Klaus-Dietrich Matschke nicht so recht freuen. Denn die Ampeln, die auf der 1,5 Kilometer langen und 13 Millionen Euro teuren Trasse zu passieren sind, bremsen die Züge allzu oft aus. „Es kann nicht sein, dass wir eine Strecke eröffnen und Fahrzeiten festlegen – um dann festzustellen, dass der Betrieb nicht reibungslos läuft“, bemängelte Matschke während einer Veranstaltung des Fahrgastverbands IGEB am Montagabend. Diesem Problem müsse sich die senatseigene Verkehrslenkung Berlin (VLB) stellen. Ein weiteres Beispiel sei die Linie M1. Für den Abschnitt von Mitte bis zum Pankower Zentrum sieht der Fahrplan rund …
Am 10. September wird die BVG das erste Serienfahrzeug des neuen Straßenbahnzuges vom Typ „Flexity“ vorstellen. Der Prozess zur Ablösung der alten Tatra-Fahrzeuge ist eingeleitet. Das ist die gute Nachricht für alle Berliner Straßenbahnfahrgäste, vor allem für diejenigen, die durch Kinderwagen, Rollstuhl, Rollator oder schweres Gepäck in ihrer Mobilität erheblich eingeschränkt sind. Aber leider trüben einige Wermutstropfen die Freude. Die Berliner Straßenbahn hat in den letzten Jahren insbesondere durch die Neubaustrecken einen enormen Fahrgastzuwachs erfahren. Mit größeren Fahrzeugen würde man die Weichen in die Zukunft für einen wirtschaftlichen Betrieb der Berliner Straßenbahn richtig stellen. Das Abgeordnetenhaus hat deshalb in seinem Eckpunktebeschluss zum Nahverkehrsplan für die fünf nachfragestärksten Metrolinien M2, M4, M5, M6 und M8 die Beschaffung von 40 m langen Flexity-Zügen vorgegeben. Aber nach dem Willen der BVG sollen mehr als die Hälfte, nämlich 55 der 99 bestellten Züge, nur als Kurzzüge mit einer Fahrzeuglänge von 30 m geliefert werden. Diese Züge können in der Einrichtungsversion gerade einmal 55 Fahrgästen einen Sitzplatz bieten und haben damit eine geringere Sitzplatzkapazität als die bisher eingesetzten Tatra-Züge, in denen pro Zug 66 Fahrgäste einen Sitzplatz finden. Die BVG hat für die neuen Flexitys eine neue Zählmethode für die Ermittlung der Zahl der Sitzplätze erfunden. Für die sogenannten „Mutter-Kind-Sitze“ mit einer Sitzplatzbreite von ca. 70 cm werden jeweils 1,5 Sitzplätze „berechnet“. Tatsächlich wird auf diesen Plätzen im Regelfall nur ein Fahrgast einen Sitzplatz finden, die rechnerischen Kapazitäten werden aber dadurch nicht unwesentlich geschönt. Der 7-teilige 40-m-Einrichtungszug, der von der BVG am 10. September präsentiert wird, hat somit nach BVG-Berechnungen 84 Sitzplätze, tatsächlich stehen jedoch nur 77 Sitzplätze + 2 Klappsitze zur Verfügung. Für Metrolinien wie z.B. die M5 (vom Alexanderplatz nach Hohenschönhausen) oder die M8 (zukünftig vom Hauptbahnhof nach Lichtenberg/Marzahn), die im Berufsverkehr schon jetzt regelmäßig überfüll sind, sollen die alten Tatra-Züge, die üblicherweise in Doppeltraktion mit insgesamt 66 Sitzplätzen verkehren, künftig durch kurze Flexitys mit real 55 Sitzplätzen ersetzt werden. Für den Berliner Fahrgastverband IGEB ist dies alles andere als eine zukunftsweisende Entscheidung für den öffentlichen Nahverkehr. Er fordert die BVG deshalb auf, 1. Fahrgästen und Öffentlichkeit nicht länger geschönte Kapazitätsberechnungen zu präsentieren und 2. die Chancen für einen attraktiveren und wirtschaftlicheren Straßenbahnverkehr durch die Beschaffung von mehr 40 m langen Fahrzeugen zu nutzen und die Bestellung entsprechend zu modifizieren. Hier ist auch der Berliner Senat gefragt (Pressemeldung IGEB, Fotos Sebastian Schrader, Holger Grunow, 12.09.11).