Bus: Neue Busse Die BVG macht sich’s leicht, Die BVG will ein Leichtgewicht werden. Ihre Busse sollen weniger wiegen – und damit auch weniger Sprit verbrauchen. , aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehr/neue-busse-die-bvg-macht-sichs-leicht/7000916.html Die ersten beiden Leichtbaubusse werden von Montag an auf der Linie 259 (S-Bahnhof Buch – Stadion Buschallee) eingesetzt. BVG-Chefin Sigrid Evelyn Nikutta hofft, dass die Busse bis zu 20 Prozent weniger Diesel schlucken als herkömmliche Fahrzeuge. Vier Jahre lang hat die BVG die Fahrzeuge des niederländischen Herstellers VDL (van der Leegte) geleast. Bewähren sie sich, will die BVG auf den Leichtbau umsteigen, den andere Hersteller bisher verschlafen haben. Die Fahrzeuge seien so sicher und komfortabel wie andere, sagte Jasper van Gend vom Hersteller VDL bei der Vorstellung der neuen Busse am Dienstag. Drei Tonnen Gewicht würden durch eine besondere Bauform beim Boden und der Fahrzeugdecke gespart. Noch keine Lösung gibt es, wie Busse auch …

VBB-Qualitätsbilanz 2011

http://www.lok-report.de/archiv/news_30/archiv_woche_donnerstag.html Der Öffentliche Nahverkehr im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg konnte seine Qualität im Jahr 2011 auf insgesamt hohem Niveau halten. Die Verkehrsunternehmen im Verbundgebiet erzielten erneut gute Werte bei der Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit. Gleichzeitig mussten die 40 Verkehrsunternehmen deutlich steigende Energiekosten kompensieren. Das Sorgenkind S-Bahn Berlin GmbH blieb allerdings auch im dritten Jahr in Folge hinter der vereinbarten Vertragsleistung zurück. Auch im Regionalbahnverkehr ist die Qualität nicht zufriedenstellend. 2011 kam durchschnittlich jeder zehnte Regionalzug zu spät. Obwohl die S-Bahn Berlin GmbH ihre Leistungen 2011 geringfügig verbessern konnte, blieb sie weiter deutlich hinter der vereinbarten Qualität zurück. Die Zuverlässigkeit lag bei 87,9 Prozent (2010: 81,78 Prozent), die Pünktlichkeit bei 84,1 Prozent (2010: 76,9 Prozent). Wie im Vorjahr wurde auch 2011 der vertraglich vereinbarte Zielwert von 96 Prozent in keinem Monat erreicht. Der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, Hans-Werner Franz: “Im Jahr vier der andauernden S-Bahnkrise ist es nicht erklärbar, warum das Unternehmen seine Probleme nicht endlich in den Griff bekommt. Es fehlt offenbar die notwendige Entschiedenheit, die Schwierigkeiten schneller zu lösen. Insgesamt müssen die Anstrengungen der S-Bahn Berlin GmbH und ihres Mutterkonzerns DB AG weiter verstärkt werden. Mit dieser Leistung können wir nicht zufrieden sein.“ Auch die S-Bahnkunden sind nach wie vor mit den Leistungen des Unternehmens unzufrieden. Die Fahrgäste gaben dem Unternehmen in der Kundenbefragung im November 2011 die Note 2,72. Damit wurde der vereinbarte Zielwert von 2,6 erneut deutlich verfehlt. Im Regionalbahnverkehr ist die Zuverlässigkeitsquote mit rund 97 fast unverändert geblieben. Die Pünktlichkeit 2011 hat sich zwar gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert, liegt aber mit 89,31 Prozent (2010: 88,14 Prozent) weiter auf einem zu niedrigen Niveau. Wesentliche Ursachen für die Unpünktlichkeit waren umfangreiche Bauarbeiten im Schienennetz und verspätete Fernverkehrszüge. Besonders das Kriterium Pünktlichkeit bemängelten deshalb folgerichtig die Kunden in den regelmäßig vom VBB durchgeführten Befragungen. Beim Kriterium „Zufriedenheit“ insgesamt bekamen die Verkehrsunternehmen im Regionalverkehr wiederum gute Noten (1,91). Die privaten Anbieter belegten im Vergleich erneut die ersten Plätze. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) liegt die angestrebte Zuverlässigkeitsquote bei U- und Straßenbahn bei 99,7 Prozent, beim Bus bei 99,8 Prozent. Im Jahr 2011 lag die erzielte Zuverlässigkeit bei der U-Bahn wie im Vorjahr über der Soll-Vorgabe. Bus und Straßenbahn dagegen verfehlten ihren Zielwert knapp. Allerdings ist im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Verbesserung festzustellen. Die Pünktlichkeitswerte der U-Bahn lagen mit 97,7 Prozent wie bereits in den Vorjahren oberhalb des Sollwertes, ebenso wie die Straßenbahn, die einen Wert von 91,6 Prozent erzielte. Beim Bus konnte gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Verbesserung erreicht werden, die Pünktlichkeitsquote liegt mit 84,9 Prozent dennoch unter dem Zielwert von 87 Prozent. In der VBB-Qualitätsbilanz 2011 sind die Qualitätsdaten des S- und Regionalverkehrs, der BVG und die Leistungsdaten aller Verkehrsunternehmen der Brandenburger kommunalen Aufgabenträger im Verbund detailliert aufgeschlüsselt. Die Bilanz erscheint bereits zum siebten Mal und macht die Leistungen und Qualität der Verkehrsunternehmen transparent und vergleichbar. Zudem sind in dieser Ausgabe die gewährten Ausgleichzahlungen der Aufgabenträger gemäß den Berichtspflichten nach der Verordnung (EG) 1370/2007 enthalten (Pressemeldung VBB, 26.07.12).

S-Bahn + BVG: BVG soll bei S-Bahn-Ausschreibung mitwirken

http://www.lok-report.de/archiv/news_29/archiv_woche_montag.html Die Senatsentscheidung für eine Ausschreibung eines Teilnetzes der S-Bahn Berlin war überfällig und wird vom VBKI ausdrücklich begrüßt. Die Probleme des Berliner ÖPNV können nur durch einen offenen und fairen Wettbewerb mit den Schwerpunkten Qualität und Kundenzufriedenheit gelöst werden. Dieser muss die legitimen Interessen der Arbeitnehmer ebenso sicherstellen wie die Klimaschutzziele. Ein solcher Wettbewerb ist allerdings nur gewährleistet, wenn die Vergabe nicht von vornherein nur auf einen einzelnen Anbieter ausgerichtet ist. Diese Gefahr droht zurzeit. Nach Auffassung des VBKI sind daher folgende Eckpunkte zu beachten: 1. Die S-Bahn Berlin GmbH erhält vom Land Berlin bis 2017 einen auf vertraglich 9,14 Euro steigenden Zuschuss pro Zugkilometer – dies entspricht einem Jahresbetrag von etwa 270 Millionen Euro. Zusätzlich erhält die S-Bahn Berlin GmbH anteilig Fahrgelderlöse vom VBB in ähnlicher Höhe. Nicht nur vor dem Hintergrund anhaltender unbefriedigender Leistungen, sondern auch im Vergleich mit anderen S-Bahn Verkehren ist dieses Zuschussniveau aller Wahrscheinlichkeit nach zu hoch. Ein reeller Marktpreis kann nur durch eine Ausschreibung ermittelt werden. 2. Die Sorge vor einer „Zerschlagung“ der S-Bahn ist unbegründet, da die Verkehrsleistungen in den drei Teilnetzen unabhängig voneinander erbracht werden können. Die Verteilung auf mehrere Auftragnehmer ermöglicht es, deren Qualität und Leistungsfähigkeit laufend miteinander zu vergleichen. Diese Vergleichbarkeit zwischen den Leistungserbringern bleibt damit auch während der Vertragslaufzeit erhalten. Bei der Ausschreibung der drei Teilnetze ist zudem darauf zu achten, dass die Züge auf allen drei Netzen eingesetzt werden können. 3. Das Land Berlin muss sich der erheblichen Risiken bewusst sein, die unterschiedliche Laufzeiten von Verkehrsverträgen und Fahrzeug- Abschreibungszeiträumen mit sich bringen. Erhalten Betreiberunternehmen nach Beendigung des Verkehrsvertrags das Recht, die gebrauchten Züge an den nachfolgenden Betreiber weiterzureichen oder an das Land Berlin zu übergeben, geht die Verantwortung für den technischen Zustand der Fahrzeuge auf das Land über. Deshalb sollte das Land für die Neubeschaffung von Zügen eine landeseigene Fahrzeuggesellschaft gründen (vergleichbar mit dem Land Niedersachsen). So wird die Qualität der Fahrzeuge sichergestellt. 4. Die Zughersteller müssen effektiver in die Instandhaltung eingebunden werden und damit die technische Qualität der Fahrzeuge gewährleisten. 5. Sollte – wie derzeit vorgesehen – von den Verkehrsunternehmen die Finanzierung der benötigten Fahrzeuge ohne eine staatliche Kapitaldienstgarantie verlangt werden, ist davon auszugehen, dass sich nur die DB Regio AG an der Ausschreibung beteiligen wird. Nur ein wie sie in staatlichem Eigentum befindliches Unternehmen besitzt ähnlich vorteilhafte Refinanzierungsmöglichkeiten. Angesichts des erforderlichen Kreditvolumens ergibt sich dadurch für deren Tochter S-Bahn Berlin GmbH ein wesentlicher Angebotsvorteil. Von einem offenen und fairen Wettbewerb kann dann nicht mehr die Rede sein. 6. Entgegen dem bisher angedachten Prozedere empfiehlt der VBKI eine Zweiteilung des Prozesses: Zunächst muss die Fahrzeugflotte, in einem zweiten Schritt dann der Betreiber ausgeschrieben werden. Durch diese Entkopplung kann noch bis zu zwei Jahre Zeit für die Auswahl eines geeigneten Betreibers gewonnen werden. Das bietet die Chance, möglichst viele Interessenten für eine Teilnahme an der Ausschreibung zu mobilisieren und das für das Land günstigste Gebot auszuwählen. Aufgrund der langen Produktionszeiten ist die Ausschreibung der Fahrzeugflotte noch in der zweiten Jahreshälfte 2012 einzuleiten. Dabei kann das Land auf das Know-how der Berliner U-Bahn (BVG) zurückgreifen. 7. Um einen Preisvergleich zu ermöglichen und nicht dem Preisdiktat des alleinigen Anbieters unterworfen zu sein, muss das Land Berlin als Gewährträger die BVG zur Teilnahme an der Ausschreibung und zur Abgabe eines Angebots auffordern, um einen Mindestwettbewerb sicherzustellen. Fazit: Ziel ist ein qualitativ hochwertiger, zuverlässiger und kostengünstiger S-Bahn- Verkehr. Dazu bedarf es eines offenen und fairen Wettbewerbs, für den die oben genannten Kriterien unabdingbar sind (Pressemeldung Verein Berliner Kaufleute und Industrieller, 16.07.12).

BVG + U-Bahn + Straßenbahn + Bus: Kürzungen bei der BVG Weniger Busse, weniger Bahnen, aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/kuerzungen-bei-der-bvg-weniger-busse–weniger-bahnen,10809148,16484606.html Berlin – Die BVG bekommt zu wenig Geld vom Senat. Nun denkt sie über Kürzungen des Angebots nach. Kunden müssen damit rechnen, dass einzelne Fahrten oder auch ganze Linien gestrichen werden. Das Landesunternehmen spricht mit dem Senat darüber, wie die Lücke in seinem Etat ausgeglichen werden kann – und dabei geht es auch um spürbare Kürzungen des Angebots, mit deren Hilfe pro Jahr ein zweistelliger Millionenbetrag eingespart werden soll. Der Anlass dieser Gespräche: Die BVG hat ausgerechnet, dass sie jährlich 44 Millionen Euro zu wenig vom Senat bekommt. Damit präsentierte sie erstmals eine konkrete Zahl, wie groß das Ausmaß der von ihr oft beklagten …

Straßenbahn + U-Bahn + BVG: Neue U- und Straßenbahnen für die BVG

http://www.lok-report.de/ Berlin bekommt neue Straßenbahn- und U-Bahn-Fahrzeuge. Damit folgt der BVG-Aufsichtsrat den entsprechenden Aufträgen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und stellt die Weichen für die dauerhafte Sicherung eines hochwertigen und fahrgastorientierten Verkehsangebots. Damit das Land Berlin ausreichend große, barrierefreie, flexibel einsetzbare und moderne Straßenbahnen bekommt, hat sich die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mit der BVG über die Anzahl und die Art der zu beschaffenden neuen Straßenbahnfahrzeuge des Typs „FLEXITY Berlin“ verständigt. Insgesamt werden 142 neue Straßenbahnfahrzeuge beschafft. Vier davon wurden bereits 2009 als Vorserienfahrzeuge ausgeliefert. Staatssekretär für Verkehr und Umwelt Christian Gaebler: „In den Gesprächen mit der BVG hat sich das Land in Übereinstimmung mit den Beschlüssen des Berliner Abgeordnetenhauses stets für die Beschaffung einer größeren Anzahl langer Fahrzeuge eingesetzt. Durch die längeren und komfortableren Fahrzeuge ist es möglich, auch Kapazität für zukünftige Fahrgastzuwächse vorzuhalten. Zudem werden auf Initiative des Landes hin mehr Zweirichtungsfahrzeuge beschafft, als ursprünglich vorgesehen. Damit treffen wir frühzeitig die fahrzeugseitige Vorsorge für die im Stadtentwicklungsplan Verkehr vorgesehenen mittelfristigen Streckennetzerweiterungen.“ Beschafft werden • 53 Zweirichtungsfahrzeuge mit 30 Meter Länge, • 47 Zweirichtungsfahrzeuge mit 40 Meter Länge und • 38 Einrichtungsfahrzeuge mit 40 Meter Länge Alle Neufahrzeuge des Typs „FLEXITY Berlin“ sind zu 100 % niederflurig, haben also einen durchgehend stufenlosen Fahrzeugboden und verfügen über großzügige Multifunktionsabteile, die mehr Raum für die Beförderung von Fahrgästen mit Kinderwagen, Gepäck, Gehhilfen oder Rollstühlen bieten. Zweirichtungsfahrzeuge erhöhen zudem die Flexibilität in der Angebotsgestaltung. Sie können bei Baustellen oder Störungen näher an die Unterbrechungsstelle heranfahren und ermöglichen in Zukunft eine fahrgastfreundliche Umgestaltung der Infrastruktur (z. B. Linksbahnsteige und kürzere Umsteigewege). Die neuen, mit 40 Metern deutlich größeren FLEXITY-Fahrzeuge werden vorwiegend auf den nachfragestarken MetroTram-Linien M2, M4, M5, M6 und M8 zum Einsatz kommen. Auch die kürzeren Neufahrzeuge bieten mit 30 Metern Länge gegenüber den Niederflurfahrzeugen aus den 1990er-Jahren ein großzügigeres Platzangebot. Sie werden voraussichtlich auf den Linien M10, M13, 18 und 50 verkehren. Neben den neuen Straßenbahnfahrzeugen hat der Aufsichtsrat der BVG die Beschaffung von • 26 U-Bahnzügen (je à 4 Wagen) für das Kleinprofilnetz (Linien U1, U2, U3, U4) beschlossen. Hier müssen bis 2017 Altfahrzeuge aus den 1970er-Jahren ersetzt werden, die irreparable Substanzverschleißerscheinungen aufweisen. Mit den neuen Fahrzeuge kann das Tunnelprofil optimal ausgenutzt werden und damit steht im Innenraum für die Fahrgäste spürbar mehr Platz zur Verfügung. Darüber hinaus werden die Fahrzeuge über diverse Verbesserungen verfügen, wie z. B. einer stromsparenden LED-Innenraumbeleuchtung oder einem modernen Infotainment-System. Zunächst werden zwei Vorserienzüge hergestellt, die – wie auch zuvor die „FLEXITY“-Straßenbahnen – umfangreichen Tests unterzogen werden. Die Auslieferung der Prototypen wird im Frühjahr 2015 erfolgen. Die Serienfahrzeuge sollen ab Ende 2017 ausgeliefert werden. Das Land Berlin ermöglicht die Beschaffung der U-Bahnfahrzeuge durch eine Sonderfinanzierung in Höhe von 154 Mio. €. Der Zuschlag für die Herstellung der Fahrzeuge wurde an die Firma Stadler Pankow GmbH erteilt, die die Fahrzeuge in ihrem Werk in Pankow produzieren wird (Pressemeldung VRS, 25.06.12).

BVG verlängert Vorstandsverträge

http://www.lok-report.de/ Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zwei Personalentscheidungen getroffen. Der Aufsichtrat unter Vorsitz von Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum hat die vorzeitige Verlängerung zweier Vorstandsverträge beschlossen. So wird der Vertrag der Vorstandsvorsitzenden und Vorstand Betrieb der BVG, Dr. Sigrid Evelyn Nikutta und der Vertrag des Vorstands Vertrieb und Finanzen der BVG, Henrik Falk ab dem 1. Januar 2013 jeweils um fünf Jahre verlängert. Der Aufsichtsrat wird diesen Beschluss der Gewährträgerversammlung mit der Empfehlung auf Zustimmung vorlegen (Pressemeldung BVG, 25.06.12).

Berlin/Brandenburg: DBV fordert transparenten Umgang mit Steuergeldern

http://www.lok-report.de/ Wohin Geheimhaltung führt, wenn sich der Staat als Unternehmer am Wirtschaftsleben beteiligt, wird nun auch am BER-Debakel deutlich. Neben der S-Bahn-Krise bekommt Berlin seine zweite „Baustelle“. Die gleiche unverständliche Geheimhaltungsstrategie, die bisher bei den Verkehrsverträgen praktiziert wird, wird nun auch bei der Aufklärung der BER-Versäumnisse angewandt. Der DBV fordert deshalb, dass es in Zukunft völlige Transparenz geben muss, wenn Steuergeld ausgegeben wird. Wieviel der Flughafen dem Steuerzahler endgültig kostet, wieviel Mehrausgaben die überstürzte Terminverschiebung verursacht und welche weiteren, bisher ungeplanten Kosten der notwendige Schallschutz für die Anwohner verursachen, kann im Moment niemand sagen. Was aber feststeht: der Flughafen BER wird eröffnet werden – egal, wieviel er kostet. Politisch ist er gewollt und von Anfang eine Herzensangelegenheit der beiden Ministerpräsidenten Platzeck (Brandenburg, SPD) und Wowereit (Berlin, SPD). Seit vielen Jahren fordert der DBV mehr Transparenz bei der Auftragsvergabe durch die öffentliche Hand. Wieso dürfen selbst die Abgeordneten nur nach Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung zur strikten Geheimhaltung und unter den Augen eines Ministeriumsmitarbeiter Unterlagen einsehen? Das Anfertigen von Notizen ist verboten. Hier muss es endlich mehr Transparenz geben, damit eine öffentliche Kontrolle und Diskussion überhaupt stattfinden kann. Denn es nicht das Ersparte der Herren Wowereit und Platzeck, sondern das Geld aller Steuerzahler! Hätte es eine öffentliche Kontrolle des BER-Baufortschritts gegeben, wäre schon Mitte vergangenen Jahres die nochmalige Verschiebung des Eröffnungstermins klar gewesen. Ist es so egal, ob der Flughafen am Ende vier oder fünf Milliarden Steuergeld kostet? Warum muss unter allen Umständen vermieden werden, dass in der Öffentlichkeit darüber disktutiert wird? Wenn der Verkehrsverbund Verkehrsleistungen für die beteiligten Bundesländer neu vergibt, weiß ebenfalls kaum jemand, wie die Ausschreibungsunterlagen aussehen. Auch hier gilt: strikte Geheimhaltung. Eine öffentliche Diskussion über die Ausschreibungsinhalte und letztendlich auch darüber, welche Kosten entstehen, wird auch hier nicht erwünscht. So kommt es aktuell, dass auch weiterhin mit völlig ungeeigneten Nahverkehrswagen der Ausflugs- und Urlaubsverkehr an die Ostsee abgewickelt wird. Der DBV hat in den zurückliegenden Jahren dieses Verfahren stets kritisiert. Auch für die Zugleistungen werden über 100 Millionen Euro Steuergeld pro Jahr ausgegeben. Warum darf die Öffentlichkeit nicht konkret erfahren, welche Inhalte die Verkehrsverträge haben? Warum darf die Öffentlichkeit nicht wissen, wofür ihr Geld ausgegeben wird? Was dabei herauskommt, wenn sich die Verwaltung als Auftraggeber ohne ausreichende Kontrolle durch Öffentlichkeit und Abgeordnete am Wirtschaftsleben beteiligt, macht das BER-Debakel deutlich. Deshalb muss bei zukünftigen Auftragsvergaben im Verkehrsbereich die gleiche Transparenz angewandt werden, wie sie übrigens auch bei der Vergabe von beispielsweise Bauaufträgen durch die öffentliche Hand vollkommen normal ist und seit Jahren erfolgreich angewandt wird (Pressemeldung DBV, 19.06.12).

BVG + Bahnhöfe: Neues Kundenzentrum im U-Bahnhof Alexanderplatz

http://www.bvg.de/index.php/de/103842/name/Pressemitteilungen/article/1075269.html 25 Jahre BVG-Abo: Zum Geburtstag gibt’s eine neues Kundenzentrum im U-Bahnhof Alexanderplatz Am heutigen Mittwoch, den 6. Juni 2012, um 11.00 Uhr, eröffnen die Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der BVG, Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, und der Aufsichtsratsvorsitzende der BVG und Senator für Finanzen, Dr. Ulrich Nußbaum, die neue BVG-Verkaufsstelle im U-Bahnhof Alexanderplatz. Der Aufsichtratsvorsitzende der BVG, Dr. Ulrich Nußbaum, zeigt sich begeistert: „Mit diesem neuen ansprechenden Ambiente bietet die BVG neben einem guten Service auch das Gefühl des Willkommenseins. Hier kann man sich als Fahrgast gut informiert und betreut fühlen und dank einer gelungenen Partnerschaft zu jedem Zeitpunkt.“ Neben dem gesamten Service rund um den ÖPNV, Fahrscheinverkauf und -beratung, Fahrplanauskunft und Abo-Service, werden im neuen Kundenzentrum auch Tickets für Events, den InterConnex sowie Carsharing-Anmeldungen und Souvenirs angeboten. Das Kundenzentrum umfasst auch eine Wartelounge und Kundenterminals zum Abrufen der Internetseiten der BVG, der S-Bahn Berlin, der Deutschen Bahn und des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) sowie diverser Berliner Tourismusseiten. Beim Fahrscheinverkauf oder der Verlängerung des Abonnements setzt die BVG auf Komfort und Mehrwert. Durch die Kombination von Abo-Service, klassischem Fahrausweisverkauf, Beratung und dem Angebot des Partners kann mit einem Stopp beinahe alles erledigt werden. Die Ladenfläche wird gemeinschaftlich von der BVG und der Valora Retail Deutschland genutzt, welche dort eine weitere Filiale ihrer Bahnhofsbuchhandlungen „Immer 365 – Kaffee & Presse“ eröffnet. Außerdem konnte Valora Retail als Agenturpartner gewonnen werden. Das bedeutet, dass auch VBB-Fahrausweise erworben werden können, wenn die BVG geschlossen hat. 25 Jahre BVG-Abo – eine Erfolgsgeschichte Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstandsvorsitzende der BVG: „Ehrlich gesagt, dachte ich, das gab es schon immer und war ganz erstaunt zu erfahren, dass es zwar vor 25 Jahren schon für immerhin jeden 4. Berliner ganz normal war, ein Abonnement für eine Tageszeitung zu haben, doch eine Fahrkarte für Bus und Bahn per Wertmarke frei Haus, das war etwas ganz Neues. Dabei gibt es doch nichts Besseres: Günstig, bequem, unkompliziert – diese und noch mehr Vorteile bietet das Abonnement bei der BVG. Mehr als 329.000 Fahrgäste nutzen das BVG-Abo bereits und es werden stetig mehr.“ Am 1. Mai 1987 hat das BVG-Abo recht bescheiden angefangen: Drei Mitarbeiter, ohne moderne Computertechnik, ohne eigenes Service-Büro, doch dafür mit immerhin rund 1.500 Kunden in den ersten neun Monaten. Einen regelrechten Boom erlebte das BVG-Abonnement in den vergangenen fünf Jahren. Seit 2007 ist Anzahl der Stammkunden um 72 Prozent gestiegen. Damals rangierte dieser Vertriebszweig hinter den Automaten auf den U-Bahnhöfen und den privaten Verkaufsstellen noch an dritter Stelle bei den Fahrgeldeinnahmen. Heute steht das Abo das dritte Jahr in Folge unangefochten an der Spitze. Und auch das ist ein Rekord: 2012 werden die Einnahmen aus dem Abonnement erstmals die 200 Millionen-Euro-Grenze überschreiten. Bis zu 24 Prozent sparen Abonnenten im Vergleich zur bar bezahlten Monatskarte, je nach gewähltem Tarifbereich und der Art der Abbuchung (monatlich oder als Einmalzahlung). Viele Stammkunden honorieren das gute Angebot mit einer langjährigen Treue zur BVG. Die Verweildauer im Abonnement ist kontinuierlich gestiegen. Ganz besonders stolz ist die BVG auf die „Kunden der ersten Stunde“. So halten uns 80 Kunden aus dem 1. Monat und sogar 3.000 Kunden aus dem ersten Jahr seit 25 Jahren die Treue. Insbesondere das jüngste Mitglied der BVG-Abo-Familie, das VBB-Abo 65+ für Seniorinnen und Senioren, das im vergangenen Jahr eingeführt wurde, ist ein voller Erfolg. Mehr als 48.700 Abonnenten sind schon damit unterwegs. Und es lohnt sich: Fahren kann man mit dem Abo 65+ in allen Bussen und Bahnen rund um die Uhr kreuz und quer durch ganz Berlin und Brandenburg. Zum Abo-Geburtstag gibt es deswegen bei der Eröffnung des Kundenzentrums im U Alexanderplatz tolle Angebote für Seniorenkarteninhaber, wie z. B. 50 Prozent Rabatt beim Fahrradverleih am Strausberger Flugplatz, Rabatt bei Rundflügen über Brandenburg oder für das echte Pückler-Eis im Cavalierhaus in Cottbus. Aber auch für alle anderen Altersgruppen gibt es heute beim neuen Kundenzentrum schöne Preise zu gewinnen, wie zum Beispiel Freikarten für verschiedene Kultur- und Sportstätten. Öffnungszeiten des neuen Kundenzentrums im U Alexanderplatz: BVG: Mo-Fr 06.30 – 21.30 Uhr, Sa-So 11.00 – 18.30 Uhr Valora: Mo-Sa 04.30 – 22.00 Uhr, So 05.00 – 22.00 Uhr Außerhalb der Öffnungszeiten der BVG können VBB-Fahrausweise an den stationären Automaten oder auch beim Partner Valora Retail erworben werden. Insgesamt wird es acht dieser Kundenzentren nach einem gemeinsamen Konzept mit der URBANIS GmbH, in dem der Kunde einen qualitativen Service verbunden mit dem Angebot des Partners Valora Retail genießen kann. Die Valora Retail bietet Snacks, Getränke, Zeitungen, Bücher und VBB-Fahrausweise an. Durch die Verbindung beider Angebote wird die Gesamtqualität beim Service und in der Aufenthaltsqualität verbessert. Das nächste Kundenzentrum wird am 14. Juni 2012 im U-Bahnhof Zoologischer Garten eröffnet. Der Pavillon am Hardenbergplatz, in dem bis dahin die BVG-Verkaufsstelle untergebracht war, wird dann von der Valora Retail übernommen. Dort werden dann aber auch weiterhin VBB-Fahrscheine angeboten. Eine weitere Verkaufsstelle, die zwar nicht zu dieser „neuen“ Generation von Kundenzentren gehört, wird am 6. August 2012 am neuen Bushafen in Marzahn eröffnet.

BVG + Bus + Straßenbahn: Fahrplanwechsel bei der BVG am 3. Juni 2012

http://www.bvg.de/index.php/de/103842/name/Pressemitteilungen/article/1068130.html Am kommenden Sonntag, den 3. Juni 2012, findet in Berlin und Brandenburg einige Veränderungen bei Bus und Bahn statt. Hier eine Übersicht über die Maßnahmen der BVG: Bus: Linie 251, montags bis freitags, ab 03.06.2012 Zum Fahrplanwechsel werden auf der Linie 251 kleinere Fahrzeuge eingesetzt, dabei ändern sich montags bis freitag die Abfahrtszeiten. Die Fahrten ab Zepernicker Straße finden 10 Minuten früher statt. Die Fahrten ab Pölnitzweg 10 Minuten später, wir bitten unsere Fahrgäste die Fahrplanaushänge zu beachten. Linie 193 Diese Linie entfällt zukünftig. Als Ersatz für die Linie 193 wird die Linie 256 montags bis freitags bis zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde verlängert. Linie 296 Diese Linie fährt jetzt zwischen S+U-Bahnhof Lichtenberg und U-Bahnhof Tierpark von 06:00-10:00 Uhr und 13:00-18:00 Uhr alle 10 Minuten. Die Busverbindungen zu den Flughäfen Tegel und Schönefeld bleiben wie bisher erhalten. Straßenbahn: Tram 18: Die Linie wird zum S-Bahnhof Springpfuhl zurückgezogen. Alle Fahrten ab 03.06. mit barrierefreien Fahrzeugen. Tram 37: Die Straßenbahn wird zum S+U Bahnhof Lichtenberg/Gudrunstraße verlängert und übernimmt hier die Touren der Linie 18.

U-Bahn: Technische Aufsichtsbehörde genehmigt Wiederaufnahme der U 2

http://www.lok-report.de/news/news_woche_freitag.html Die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat mit Schreiben vom 09.05.12 die notwendigen Freigaben für die Wiederaufnahme des U-Bahn-Verkehrs auf der U 2 zwischen Potsdamer Platz und Mohrenstraße erteilt. Staatssekretär Gaebler sagte dazu: „Wenn BVG und Bauherr die Auflagen der TAB schnell umsetzen, könnte die U2 schon am Samstag zum Pokalendspiel wieder durchgehend verkehren. Ich bin froh, dass es auf Vermittlung unseres Hauses gelungen ist, die anfänglichen Kommunikationsprobleme zu überwinden und eine zügige Klärung der Rahmenbedingungen und Herstellung der Voraussetzungen für die sichere Wiederaufnahme des U-Bahn-Betriebs zu erreichen. Mein Dank geht an alle, die dazu beigetragen haben.“ (Pressemeldung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 11.05.12).