Während man in der Verkehrs-Informationszentrale (VIZ) nur rätseln konnte, warum die Straßen so verstopft waren, gab's bei der BVG oft keine oder falsche Informationen. Fast im gesamten Stadtgebiet sei der Verkehr außergewöhnlich dicht gewesen, sagte ein VIZ-Sprecher. Eine Erklärung dafür hatte er nicht. Zusätzliche Baustellen habe es nicht gegeben, und auch das Wetter war normal. Vielleicht haben aber auch einige BVG-Kunden zum Stau beigetragen, die vorsichtshalber aufs Auto umgestiegen waren, um den Umsteigestress auf der U 2 zu meiden. Seit Mai war die Strecke zwischen Wittenbergplatz und Gleisdreieck unterbrochen. Am Montag früh wurde die Sperrung um den Abschnitt Gleisdreieck–Potsdamer Platz erweitert. Während Fahrgäste bisher im Bahnhof Gleisdreieck zwischen den Zügen der Linien U 12 und U 2 direkt umsteigen konnten, müssen sie jetzt am …
Gefühlt kommt derzeit fast jeder Bus der BVG zu spät. Beschwerden über die Unpünktlichkeit haben stark zugenommen. Bei der jüngsten Auswertung waren 15,7 Prozent der Busse zu spät oder auch zu früh unterwegs. Nur maximal 13 Prozent dürften es nach dem mit dem Senat geschlossenen Verkehrsvertrag sein. Dieses Ziel werde vorläufig nicht erreicht, gibt man bei der BVG zu. Das Unternehmen habe genügend Fahrer und Fahrzeuge, um den Fahrplan einhalten zu können, versichert Martin Koller, der seit einem Jahr Chef des Busbereichs bei der BVG ist. Gebremst würden die Busse vor allem durch die enorme Zunahme von Baustellen, sagt Koller. Die Zahl sei von 23 000 im Jahr 2009 auf 40 000 im Jahr 2010 gestiegen. Und in diesem Jahr, das noch nicht ausgewertet ist, seien es noch mehr gewesen. Häufig werde die BVG beim Einrichten von Baustellen …
Die Gewerkschaft Verdi fordert mehr Geld für die Beschäftigten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und deren Tochtergesellschaft Berlin Transport (BT). „Wir wollen einen Inflationsausgleich erreichen – außerdem einen weiteren Zuwachs bei den Löhnen und Gehältern“, sagte Verdi-Sekretär Frank Bäsler der Berliner Zeitung. Darum habe die Gewerkschaft die Anlage 2 des Tarifvertrags Nahverkehr, in der die Entgelte für die mehr als 12 600 Beschäftigten der beiden landeseigenen Unternehmen festgelegt sind, gekündigt – zum Ende des Jahres. Damit droht dem größten kommunalen Verkehrsbetrieb Deutschlands wieder mal ein Tarifstreit. „Uns wird nichts geschenkt“, sagte Frank Kulicke, Mitglied der Verdi-Tarifkommission. „Gegebenenfalls müssen wir unseren berechtigten Forderungen den erforderlichen …
Auch wenn Fahrgäste dies fordern: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen ihre U-Bahnhöfe nicht mit Personal besetzen. Denn um dies zu finanzieren, müssten die Tarife drastisch steigen- das aber würde dazu führen, dass viele Fahrgäste abwandern. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten René Stadtkewitz hervor. „Eine 24-Stunden-Personalbesetzung der U-Bahnhöfe erfordert einen Personalmehraufwand von jährlich rund 70 Millionen Euro“, teilte die BVG mit. Ein Aufschlag von 20 Cent auf den Preis des Einzelfahrscheins, wie er …
Am 10. September wird die BVG das erste Serienfahrzeug des neuen Straßenbahnzuges vom Typ „Flexity“ vorstellen. Der Prozess zur Ablösung der alten Tatra-Fahrzeuge ist eingeleitet. Das ist die gute Nachricht für alle Berliner Straßenbahnfahrgäste, vor allem für diejenigen, die durch Kinderwagen, Rollstuhl, Rollator oder schweres Gepäck in ihrer Mobilität erheblich eingeschränkt sind. Aber leider trüben einige Wermutstropfen die Freude. Die Berliner Straßenbahn hat in den letzten Jahren insbesondere durch die Neubaustrecken einen enormen Fahrgastzuwachs erfahren. Mit größeren Fahrzeugen würde man die Weichen in die Zukunft für einen wirtschaftlichen Betrieb der Berliner Straßenbahn richtig stellen. Das Abgeordnetenhaus hat deshalb in seinem Eckpunktebeschluss zum Nahverkehrsplan für die fünf nachfragestärksten Metrolinien M2, M4, M5, M6 und M8 die Beschaffung von 40 m langen Flexity-Zügen vorgegeben. Aber nach dem Willen der BVG sollen mehr als die Hälfte, nämlich 55 der 99 bestellten Züge, nur als Kurzzüge mit einer Fahrzeuglänge von 30 m geliefert werden. Diese Züge können in der Einrichtungsversion gerade einmal 55 Fahrgästen einen Sitzplatz bieten und haben damit eine geringere Sitzplatzkapazität als die bisher eingesetzten Tatra-Züge, in denen pro Zug 66 Fahrgäste einen Sitzplatz finden. Die BVG hat für die neuen Flexitys eine neue Zählmethode für die Ermittlung der Zahl der Sitzplätze erfunden. Für die sogenannten „Mutter-Kind-Sitze“ mit einer Sitzplatzbreite von ca. 70 cm werden jeweils 1,5 Sitzplätze „berechnet“. Tatsächlich wird auf diesen Plätzen im Regelfall nur ein Fahrgast einen Sitzplatz finden, die rechnerischen Kapazitäten werden aber dadurch nicht unwesentlich geschönt. Der 7-teilige 40-m-Einrichtungszug, der von der BVG am 10. September präsentiert wird, hat somit nach BVG-Berechnungen 84 Sitzplätze, tatsächlich stehen jedoch nur 77 Sitzplätze + 2 Klappsitze zur Verfügung. Für Metrolinien wie z.B. die M5 (vom Alexanderplatz nach Hohenschönhausen) oder die M8 (zukünftig vom Hauptbahnhof nach Lichtenberg/Marzahn), die im Berufsverkehr schon jetzt regelmäßig überfüll sind, sollen die alten Tatra-Züge, die üblicherweise in Doppeltraktion mit insgesamt 66 Sitzplätzen verkehren, künftig durch kurze Flexitys mit real 55 Sitzplätzen ersetzt werden. Für den Berliner Fahrgastverband IGEB ist dies alles andere als eine zukunftsweisende Entscheidung für den öffentlichen Nahverkehr. Er fordert die BVG deshalb auf, 1. Fahrgästen und Öffentlichkeit nicht länger geschönte Kapazitätsberechnungen zu präsentieren und 2. die Chancen für einen attraktiveren und wirtschaftlicheren Straßenbahnverkehr durch die Beschaffung von mehr 40 m langen Fahrzeugen zu nutzen und die Bestellung entsprechend zu modifizieren. Hier ist auch der Berliner Senat gefragt (Pressemeldung IGEB, Fotos Sebastian Schrader, Holger Grunow, 12.09.11).
Die FLEXITY Berlin Straßenbahn, die von Bombardier Transportation zusammen mit den Berliner Verkehrs-betrieben (BVG) entwickelt wurde, ist ausgezeichnet worden. Sie hat den zweiten Preis im diesjährigen Ökoglobe-Wettbewerb in der Kategorie „Fahrzeuginnovationen im öffentlichen Verkehr“ gewonnen. Mit dem international anerkannten Umweltpreis werden seit 2007 nachhaltige Konzepte, Produkte und Prozesse der Mobilitätsbranche ausgezeichnet. Eine unabhängige Jury aus Wissenschaftlern, Künstlern, Mobilitätsexperten und Dienstleistern sowie dem Aktionskünstler HA Schult bestimmt die Preisträger. Für die Jury zählten vor allem das nachhaltige Konzept der extra für Berlin entwickelten Straßenbahn und die Konsequenz bei ihrer Einführung. In der Begründung für den Preis heißt es dazu: „Das innovative Fahrzeugkonzept wurde gemeinsam mit dem Hersteller und zukünftigen Nutzern gemäß den Ansprüchen an zukunftsweisende öffentliche Verkehrsmittel für die moderne und saubere Großstadt entwickelt. Berlin engagiert sich und erneuert trotz schwieriger Haushaltslage 50 Prozent des Fuhrparks durch die effizienten FLEXITY und trägt so zur Erhöhung der Lebens- und Luftqualität bei. Diese Vorbildfunktion für andere Städte würdigt die Jury mit dem 2. Platz dieser Kategorie.“ Auf einer Veranstaltung im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) wurde der Preis am heutigen Abend dem Bereichsleiter Straßenbahn der BVG, Klaus-Dietrich Matschke, überreicht. Er sei sehr erfreut über den Preis, so Matschke am Rande der Preisverleihung, „weil selbst von einem Forum, dass sich hauptsächlich der Verbesserung der Umweltqualität von Autos verschrieben hat, die nachhaltige und richtungsweisende Rolle unserer Straßenbahn für den Verkehr der Zukunft mit einem Preis erkannt und gewürdigt wird“. Am kommenden Wochenende wird das erste Serienfahrzeug von insgesamt 99 bestellten neuen FLEXITY Berlin Straßenbahnen der Öffentlichkeit im Rahmen des BVG-Verkehrs-sicherheitstages auf dem Alexanderplatz in Berlin vorgestellt. Vier Vorserienfahrzeuge sind bereits seit 2008 auf Berliner Schienen unterwegs. Voraussichtlich im Jahr 2017 werden dann alle bestellten FLEXITY Berlin Straßenbahnen im Einsatz sein und, zusammen mit den GT6-Fahrzeugen, Deutschlands größte Straßenbahnflotte zu 100 Prozent barrierefrei machen. FLEXITY Berlin Straßenbahn, das ist ein zukunftsweisendes öffentliches Stadtverkehrsmittel mit stufenlosen Einstiegen und leichter Zugänglichkeit für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität. Der Innenraum ist gekennzeichnet durch großzügige Fahrgasträume sowie Multifunktionsabteile und klimatisierte Fahrgast- und Passagierbereiche. Die Geräusch-emissionen liegen unter denen der bisher eingesetzten Straßenbahnfahrzeuge. Die Fahrzeuge haben einen niedrigen Stromverbrauch mit Stromrückspeisung im Brems-betrieb. Anregungen von Fahrgästen sind in die Gestaltung der Serienfahrzeuge mit eingeflossen (Pressemeldung BVG, Foto Bodo Schulz, www.bodoschulz.de,, 07.09.11).
Für viele Besucher ist das der Höhepunkt jedes Tages der Offenen Tür, zu dem die BVG einlädt: einmal einen Bus oder eine Bahn selber fahren. Auch am Sonntag bildeten sich auf dem Straßenbahnbetriebs- hof Marzahn sofort lange Schlangen an der Anmeldung der Fahrschulen, die den ganzen Tag nicht kleiner wurden. Und die Hobby-Fahrer taten sogar ein gutes Werk: die Einnahmen aus der Selbstfahraktion reichte die BVG weiter als Spende an die gemeinnützige Organisation publicata e.V., die mit ihrer Arbeit das Zusammenleben von Deutschen und Bürgern ausländischer Nationalität fördern will. Einen Scheck in Höhe von 1.542,50 Euro konnte Jürgen Sember, stellvertretender Bereichleiter der Straßenbahn, am Abend an publicata e.V. überreichen. Der Verein ist ausländischen Mitbürgern Interessenvertretung und hilft, die Verständigung unter Ausländern verschiedenster Herkunft zu verbessern und ihre Integration in die deutsche Bevölkerung zu fördern, ohne dass sie ihre nationale und kulturelle Identität verlieren. Auch sonst war der Tag der Offenen Tür wieder ein voller Erfolg. Rund 30.000 Interessierte hatten den Weg in das Marzahner Depot der Straßenbahn gefunden und sich den ganzen Tag über die Vorführungen der Betriebs- und Werkstattbereiche angeschaut oder sich vom vielfältigen Bühnenprogramm unterhalten lassen. Die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge Reyer, hatte den Tag der Offenen Tür am Morgen eröffnet und sich dabei als Straßenbahnfan „geoutet“. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) veranstalten einmal im Jahr einen Tag der Offenen Tür, der als Leistungsschau der Unternehmensbereiche und als Blick hinter die Kulissen nicht nur bei Fahrgästen sehr beliebt ist (Pressemeldung BVG, 24.08.11).
Der Tarifkonflikt bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) ist beendet. Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) Berlin und die Gewerkschaft Verdi haben sich gestern Abend nach gut dreistündigen Verhandlungen in der BVG-Zentrale auf einen neuen Manteltarifvertrag geeinigt. Er soll zum 1. Oktober in Kraft treten. Warnstreiks gibt es damit bei der BVG nicht. Die Tarifänderungen umfassen insgesamt neun Seiten und betreffen die Arbeits- und Ruhezeiten. So gibt es künftig für die Fahrer von U-Bahnen, Straßenbahnen und Me-trobus-Linien zwischen 6 und 22 Uhr an den Wendestellen eine Pause von mindestens vier Minuten. Zugleich wurde die maximale Arbeitszeit pro Tag auf …
Das Säbelrasseln ist vorbei. Im Streit um bessere Arbeitsbedingungen bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) zeichnet sich offensichtlich eine Lösung ab. „Wir befinden uns auf einem guten Weg“, sagte gestern Silke Leicht-Gilles, Sprecherin des Kommunalen Arbeitgeberverbands (KAV) Berlin. „Beide Seiten sind daran interessiert, das Thema vom Tisch zu kriegen,“ pflichtete Andreas Splanemann von der Gewerkschaft Verdi bei. Die nächste Verhandlungsrunde zum neuen Manteltarifvertrag ist für morgen, 15 Uhr, angesetzt. Einen Warnstreik müssen die BVG-Kunden vorerst nicht befürchten, so Splanemann. „Mit Aktionen ist auf keinen Fall zu rechnen.“ Bei ihrem jüngsten Treffen, das in der Nacht zu gestern nach fast elf Stunden endete, sind sich Arbeitgeberseite und Verdi …
Im Streit um bessere Arbeitsbedingungen bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) hat sich die Arbeitgeberseite auf die Gewerkschaft Verdi zubewegt. Das teilte Verdi-Sprecher Andreas Splanemann am Rande der gestrigen Tarifverhandlung mit. Am späten Abend dauerte die Runde in der BVG-Hauptverwaltung in der Holzmarktstraße in Mitte noch an. So viel war aber schon vorher klar: Heute wird es keinen Warnstreik bei der BVG geben, sagte der Verdi-Sprecher. „Es gibt Bewegung, es wird konstruktiv verhandelt.“ Gegen 15 Uhr hatte die Verhandlung begonnen. Zwischendurch traf Verdi-Verhandlungsführer Frank Bäsler mehrmals die rund 60-köpfige Tarifkommission, um mit ihr neue Vorschläge der Arbeitgeber zu besprechen. Kurz vor 21 Uhr wurde für alle …