Die elektronischen Anzeigetafeln auf den Bahnhöfen zeigten eine Zugverspätung nach der anderen an. Eine Rolltreppe machte gleich nach ihrer Wiederinbetriebnahme schlapp, weil sie den Splitt, den ihre Nutzer unter den Sohlen mitbrachten, nicht verkraftete. Doch wirklich wichtig war gestern nur eines: Trotz Schnee und Eis haben es die Bauarbeiter geschafft, die Sanierung der Hochbahn in Prenzlauer Berg pünktlich zu beenden. Seit vier Uhr Früh fahren die Züge der U-Bahn-Linie 2 wieder nach und von Pankow. Aufatmen können die Fahrgäste der Berliner U-Bahn trotzdem nicht. Denn 2011 wird es erneut zahlreiche Baustellen geben – sogar auf dem Pankower U-2-Teilstück, das jetzt wieder eröffnet worden ist. „Rund 30 große und kleine Projekte sind für das nächste Jahr angemeldet“, sagte der U-Bahn-Direktor Hans-Christian Kaiser. Sein Bau-Chef Uwe Kutscher nannte Beispiele. So erhält die U-Bahn-Linie …
Das Regionalzugangebot zwischen Angermünde und Prenzlau wird ab dem 10. Januar 2011 um vier Züge pro Tag erweitert. Hintergrund ist, dass sich die Deutsche Bahn in der Region weiter aus dem Fernverkehr zurückzieht. Die mit dem Fahrplanwechsel im Dezember weggefallenen Intercity-Züge der Deutschen Bahn (DB) sollen im Land wenigstens teilweise durch ein erweitertes Nahverkehrsangebot ausgeglichen werden. Das Land Brandenburg finanziert das zusätzliche Angebot und hat die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (ODEG) mit der Umsetzung beauftragt. Die weitgehend stündliche Anbindung der Kreisstadt Prenzlau an das brandenburgische Bahnnetz wird dadurch weiterhin sichergestellt. Vor allem Pendler werden von den neuen Verbindungen im Regionalverkehr profitieren. Zum Fahrplanwechsel vor wenigen Tagen am 12. Dezember wurde das Fernverkehrsangebot der DB AG von und nach Prenzlau um sechs Züge pro Tag reduziert. Vor allem am Nachmittag ergaben sich dadurch Einschränkungen für die Pendler in der Uckermark. Als Reaktion darauf wird das Angebot im Nahverkehr zum 10. Januar 2011 nochmals ausgeweitet. Die neuen Züge der ODEG erreichen Prenzlau von Montag bis Freitag um 16.18 Uhr sowie 18.54 Uhr und fahren um 17 Uhr sowie 18.57 Uhr wieder zurück. Bereits im November 2009 wurde zur Mittagszeit ein zusätzliches Zugpaar bei der DB Regio AG bestellt, das saisonal einen Intercity ersetzt hat. Diese Züge mit Ankunft um 13.02 Uhr und Abfahrt um 15.01 Uhr in Prenzlau werden künftig ganzjährig verkehren. Damit wird wochentags wieder die gleiche Anzahl von Verbindungen in die Kreisstadt der Uckermark angeboten, wie vor dem Fahrplanwechsel. Bei den zusätzlichen Zügen besteht in der Regel in Angermünde direkter Anschluss zur Linie RE3 Wünsdorf-Waldstadt – Berlin – Schwedt. Zwei Züge der ODEG fahren darüber hinaus bereits von beziehungsweise nach Eberswalde und bieten dort zusätzlich Anschluss zur Linie OE60 Richtung Bernau und Berlin-Lichtenberg. Ab Eberswalde ergibt sich um 15.38 Uhr, und somit um eine halbe Stunde versetzt zum RE3, eine attraktive Angebotsverdichtung nach Angermünde und Prenzlau (Pressemeldung VBB, 22.12.10).
BERLIN. Bahnkunden sollen künftig in Fernzügen auch auf zwei Etagen fahren. Wie die Berliner Zeitung aus Unternehmenskreisen erfuhr, sollen die im Nahverkehr erprobten roten Doppelstockwagen einen Teil der veralteten IC-Flotte der Deutschen Bahn ersetzen. „Dies ist eine relativ konkrete Überlegung“, hieß es am Freitag aus den Kreisen. Danach sollen Doppelstockzüge ab Ende 2013 zunächst auf drei Linien mit 27 Zügen und bis zu 200 Wagen fahren. Die Doppelstockwagen werden von Bombardier gebaut und sollen bis zu 190 Stundenkilometer schnell sein. Im Nahverkehr dürfen sie maximal 160 Kilometer pro Stunde fahren.
Neuer ICE wird umgeleitet Ein weiterer Grund für die Doppelstock-Variante sind die sich hinziehenden Verhandlungen mit …
Der Winter beschert den Fahrgästen der Berliner S-Bahn nicht nur Zugausfälle und Verspätungen, sondern auch ein Tempolimit. Von den Zügen der Baureihe 481, die einen Großteil der Fahrzeugflotte bilden, dürfen die meisten jetzt nur noch auf höchstens 60 Kilometer in der Stunde beschleunigen. Diese Festlegung gilt „bis auf Weiteres“, sagte ein Bahnsprecher. Der Grund: Um möglichst viele Züge im Einsatz zu haben, verzichtet die S-Bahn jetzt in den meisten Fällen darauf, die Wagen zur vorgeschriebenen täglichen Kontrolle der Bremssandanlagen in die Werkstatt zu fahren. Weil aber viele dieser Anlagen inzwischen vereist sind oder wegen Sandverklumpungen nicht mehr richtig funktionieren, musste die S-Bahn im Gegenzug die Höchstgeschwindigkeit von …