Die Zitterpartie für die S-Bahn Berlin ist endlich zu Ende. Gestern hat das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) dem Unternehmen eine neue Betriebsgenehmigung erteilt – nur wenige Tage, bevor die jetzige Zulassung ungültig wird. Damit müssen die Fahrgäste nicht mehr befürchten, dass vom 1. Januar an keine S-Bahnen mehr fahren. Als weiteren Erfolg kann die Chefriege mit Peter Buchner an der Spitze für sich verbuchen, dass die neue Genehmigung bis Ende 2013 gilt – die jetzige war wegen festgestellter Sicherheitsmängel nur auf ein Jahr befristet worden. „Wir erkennen an, dass die S-Bahn einiges dafür getan hat, die Instandhaltung ihrer Fahrzeuge und die Sicherheit des Betriebs zu verbessern“, sagte der Behördensprecher Moritz Huckebrink. Das Amt, das die S-Bahn wegen sicherheitsrelevanter Tricksereien 2009 unter verschärfte …
Im März kann es losgehen. Dann soll der seit Jahren geplante Ausbau der Invalidenstraße in Mitte beginnen. Der Senat will diesen Teil des inneren Rings durchgängig auf insgesamt vier Fahrspuren verbreitern – mit Fahrradstreifen an den Rändern und zwei Straßenbahngleisen, die zum Hauptbahnhof führen. „Ich freue mich, dass dieses wichtige Verkehrsprojekt umgesetzt werden kann“, sagte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD). 2013 soll alles fertig sein. Die Klagen gegen die Verbreiterung blieben erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies sie gestern ohne Ausnahme ab. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die City Grund Verwaltungsgesellschaft sowie die Anwohner Verena und Ulf Meyer zu Eissen waren gegen den Ausbau vor Gericht gezogen. Sie begründeten ihre Klage damit, dass die Straße künftig noch mehr …
(Berlin, 22. Dezember 2010) Ein neuer Aufzug verbindet seit heute auf dem Bahnhof Altglienicke den Bahnsteig mit der Personenüberführung. Damit ist die Station jetzt barrierefrei zu erreichen.
Mit dem Bau der Anlage war im Sommer dieses Jahres begonnen worden. Der Aufzug ist mit moderner und energiesparender Technik ausgestattet. Im Zusammenhang mit den Arbeiten wurde der Bahnsteig mit einem Blindenleitsystem ausgestattet.
Insgesamt investierte die Deutsche Bahn hier rund 550.000 Euro aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung. Allein in Berlin und Brandenburg erhalten mit den Mitteln des Konjunkturpakets 9 S-Bahnstationen neue Aufzüge und 41 S-Bahnstationen ein neues Blindenleitsystem.
Trauer oder Ärger: Mehr Gefühle ruft die Berliner S-Bahn nicht mehr wach. Ein gerühmtes und berühmtes Verkehrsmittel ist nur noch ein Schatten seiner selbst – das stimmt traurig. Ein früher so zuverlässiger Verkehrsträger schafft es in vielen Fällen nicht mehr, die Menschen in Berlin pünktlich zur Arbeit zu bringen – das sorgt für Ärger. Aber diese Empfindungen sollten die Berliner nicht davon abhalten, die Ursachen der Krise mit kühlem Kopf zu analysieren. Dabei wird klar: Sicher ist es richtig, dass der Bahnkonzern die Grundlagen für das Chaos gelegt hat. Doch richtig ist auch, dass der Senat lange zusah und bis heute zaghaft geblieben ist. Schon 2007 war klar, dass die S-Bahn immer unzuverlässiger wird. Aber erst …
Natürlich ärgere ich mich auch, wenn ich auf dem S-Bahnhof in der Kälte stehe und der nächste Zug kommt erst in einer Viertelstunde. Aber als Techniker kann ich dazu nur sagen: Die Baureihe 481, die einen Großteil unserer Flotte bildet, ist Murks. Sie ist einem solchen Wetter einfach nicht gewachsen. Tiefe Temperaturen und Pulverschnee – das wirkt sich bei ihr fatal aus. Die feinen Kristalle dringen nicht nur in die Motoren ein, schmelzen und lösen dort Kurzschlüsse aus. Sie setzen auch viele Brems- und Heizungsanlagen schachmatt. Denn überall dort, wo Lüfter Luft ansaugen, dringt Pulverschnee ein. Jetzt vereisen sogar die Klimaanlagen, die in den Zügen die Leitelektronik kühlen sollen. Kälte schaltet die Kühlung aus, ganz schön paradox! Die Unterseite der meisten Wagen ist inzwischen ein einziger riesiger …
Natürlich ärgere ich mich auch, wenn ich auf dem S-Bahnhof in der Kälte stehe und der nächste Zug kommt erst in einer Viertelstunde. Aber als Techniker kann ich dazu nur sagen: Die Baureihe 481, die einen Großteil unserer Flotte bildet, ist Murks. Sie ist einem solchen Wetter einfach nicht gewachsen. Tiefe Temperaturen und Pulverschnee – das wirkt sich bei ihr fatal aus. Die feinen Kristalle dringen nicht nur in die Motoren ein, schmelzen und lösen dort Kurzschlüsse aus. Sie setzen auch viele Brems- und Heizungsanlagen schachmatt. Denn überall dort, wo Lüfter Luft ansaugen, dringt Pulverschnee ein. Jetzt vereisen sogar die Klimaanlagen, die in den Zügen die Leitelektronik kühlen sollen. Kälte schaltet die Kühlung aus, ganz schön paradox! Die Unterseite der meisten Wagen ist inzwischen ein einziger riesiger …
Wir haben schon jetzt nicht mehr genug Fahrer. Weil beim Fahrpersonal lange Zeit immer nur Stellen weggespart wurden. Heute kommt noch ein Riesenproblem dazu: Wir haben zu wenig Nachwuchs. Ehrlich gesagt, ich kann das verstehen. Ich würde niemandem mehr empfehlen, Triebfahrzeugführer zu werden. Der Schichtdienst, Ärger mit den Fahrgästen, das geht auf die Gesundheit. Aber am schlimmsten finden wir, wie uns der Bahnkonzern hängen lässt. Da ist zum Beispiel die Sache mit den Weichenheizungen: Die sind oft viel zu schwach eingestellt – angeblich, um Strom zu sparen. Oder die vielen Signalstörungen. DB Netz hat vor einiger Zeit die Wartungsintervalle …
Wir haben schon jetzt nicht mehr genug Fahrer. Weil beim Fahrpersonal lange Zeit immer nur Stellen weggespart wurden. Heute kommt noch ein Riesenproblem dazu: Wir haben zu wenig Nachwuchs. Ehrlich gesagt, ich kann das verstehen. Ich würde niemandem mehr empfehlen, Triebfahrzeugführer zu werden. Der Schichtdienst, Ärger mit den Fahrgästen, das geht auf die Gesundheit. Aber am schlimmsten finden wir, wie uns der Bahnkonzern hängen lässt. Da ist zum Beispiel die Sache mit den Weichenheizungen: Die sind oft viel zu schwach eingestellt – angeblich, um Strom zu sparen. Oder die vielen Signalstörungen. DB Netz hat vor einiger Zeit die Wartungsintervalle …
Gibt es überhaupt noch einen Fahrplan bei der S-Bahn? Das fragten sich gestern viele Fahrgäste, die auf überfüllten Bahnsteigen in der Kälte den wenigen Zügen, die noch fuhren, entgegen bibberten. Nein, lautete die Antwort aus dem Unternehmen. Zumindest keine Fahrzeiten, die man veröffentlichen und vor der Fahrt im Internet nachlesen könnte. Bevor die jeweils aktuellen Fahrplaninformationen eingearbeitet werden können, habe sich die Situation meist wieder geändert. Gestern früh waren bei der S-Bahn 278 Viertelzüge, also insgesamt 556 Wagen, im Einsatz. Das waren zwar …