Straßenverkehr: Berlin: Neue Tegeler Brücke freigegeben!, aus WSV

31.08.2023

https://www.gdws.wsv.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/20230831_Verkehrsfreigabe_Tegeler_Bruecke.html

Heute wurde die neu gebaute #Tegeler #Brücke in Berlin für alle Verkehrsteilnehmenden #freigegeben. Die Brücke #überquert den #Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal und wird täglich von ca. 20.000 #Pendlern genutzt.
Darüber hinaus ist das Bauwerk Teil des #Berlin-Kopenhagen-Radwegs. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, des Landes und der Region wurde die Verkehrsfreigabe heute gefeiert.

Dr. Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin für Mobilität und Verkehr in der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin: „Mit der neuen Tegeler Brücke ist eine wichtige #Verkehrsader zwischen den Berliner Bezirken #Reinickendorf und #Spandau wiederhergestellt. Für Berlin ist das ein echter Gewinn. Täglich profitieren mehrere tausend Menschen – in Kraftfahrzeugen, mit dem #ÖPNV und sicherer auf Fahrrädern und zu Fuß.“

Die Tegeler Brücke ist eine von rund 50 Brücken im Großraum Berlin, für die die #Wasserstraßen- und #Schifffahrtsverwaltung des Bundes zuständig ist. Innerhalb von zwei Jahren wurde die bisherige Brücke an der gleichen Stelle durch einen #Neubau ersetzt.

Gerd Knappe, Leiter des Dezernats Management Kreuzungsbauwerke in der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt: „Die neue Tegeler Brücke stärkt das Berliner Straßen- und #Radwegenetz. Mit dem Neubau der Brücke haben wir eine wichtige Verbindung für die Zukunft noch verlässlicher gemacht. Weiterer Pluspunkt ist, dass der #Radfernweg Berlin-Kopenhagen jetzt unter der Brücke hindurchführt. Das bedeutet mehr Sicherheit für alle Radfahrenden.“

Da es keine Umleitungsmöglichkeiten gab, wurde zunächst eine #Ersatzbrücke mit je einer Fahrbahn für den Kraftfahrzeugverkehr pro Richtung gebaut, mit Geh- und Radwegen auf beiden Seiten. Während der Bauarbeiten war der Schiffsverkehr auf dem Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal nahezu uneingeschränkt möglich. Einzige Ausnahme waren temporäre Sperrungen während der Verschiebung der Brücken.

Rolf Dietrich, Leiter des Wasserstraßen- Neubauamtes Berlin: „Die neue Tegeler Brücke wurde pünktlich fertig und steht nun wie geplant als sichere #Umfahrung der #Rudolf-Wissel-Brücke zur Verfügung bevor dort der Ersatzneubau beginnt. Ich bedanke mich bei der bauausführenden #Arbeitsgemeinschaft, den betroffenen Leitungsbetreibenden, den Grundstückseigentümern und Berliner Behörden für die kooperative Zusammenarbeit bei diesem wichtigen Bauvorhaben.“

Das Projekt ist ein Kooperationsvorhaben zwischen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und dem Land Berlin. Durch die Verbreiterung der Brücke um zwei Meter wurde mehr Platz geschaffen für die beidseitigen Rad- und Gehwege.

Insgesamt wurden ca. 20 Mio. € in den Ersatzneubau der Tegeler Brücke investiert, davon ca. 15 Mio. € für die neue Brücke und die Behelfsumfahrung und ca. 5 Mio. € vom Leitungsbetreiber für die über drei Dutzend Kabel.

Das Land Berlin hat die gesamten Herstellungskosten für die neue #Brückenanlage übernommen und sich zu 50 Prozent an den Kosten für die #Behelfsumfahrung beteiligt. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes trägt die andere Hälfte der Herstellungs- und #Vorhaltekosten für die Behelfsumfahrung und zahlt einen sog. Vorteilsausgleich für die neue, im Eigentum des Bundes verbleibende Brückenanlage.

Hintergrund:
Die Tegeler Brücke wurde im Jahr 1910 an der nordöstlichen Grenze des Berliner Stadtbezirks Spandau zur Überführung der #Gartenfelder Straße über den Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal gebaut. Nach der Sprengung der Brücke im 2. Weltkrieg wurde sie 1952 im Rahmen des Neubaus verbreitert und verlängert. Bauwerksprüfungen ergaben, dass aufgrund des Bauzustands die Sicherheit des öffentlichen Verkehrs nicht auf Dauer gewährleistet werden kann.