Bus: Volle Busse auch nach Hennigsdorf, aus Signal

https://signalarchiv.de/Meldungen/10002236

Gibt es innerhalb des Berliner Stadtgebietes oft genug Grund, über überfüllte #Busse und #20-minütigen #Taktabstand zu klagen, gehen die wirklichen Probleme an der #Stadtgrenze erst richtig los.

Der Normalfall jenseits der Berliner Wohnbebauung: frühabendlicher Betriebsschluss, kein Fahrtenangebot am Wochenende, nicht vertaktete Einzelfahrten oder 2-Stunden-Taktfolgen. An den immer stärker verstopften Ausfallstraßen aus dem Stadtgebiet kann man die Folgen derartiger Handlungsweise gut ablesen. Ein Aufhalten dieser Spirale ist leider nicht zu erwarten, denn die grenzüberschreitenden Linien müssen von den betroffenen Landkreisen mitfinanziert werden. Die aber interessiert der Autostau in Berlin wenig (schließlich hat man eigene Probleme) und Geld ist nicht da.

Also gibt es in der Regel ein Minimalangebot: Schülerfahrten, mal eine Einkaufsfahrt oder zu den öffentlichen Ämtern in die Kreisstadt und eben auch ein wenig nach Berlin. Schließlich soll niemand sagen dürfen, es gäbe kein Fahrtenangebot (siehe Signal 8/2000 : „Ist der radikale Niedergang des ÖPNV im Berliner Umland aufzuhalten?“).

Bei dieser Bilanz steht die Linie #136 von #Berlin-Spandau nach #Hennigsdorf gar nicht mal so schlecht da. Diese gemeinsam von der BVG und #OVG betriebene Linie wird werktags im Frühberufsverkehr und ab mittags im #30-Minuten-Takt betrieben, sonst alle Stunde. Am Wochenende wird sogar bis ca. 23 Uhr ein #60-Minuten-Takt angeboten. Daher kommt es wohl, dass diese Linie gut angenommen wird und die Busse gut gefüllt sind. Neue Siedlungsgebiete in Nieder-Neuendorf haben sicher mit dazu beigetragen. Bisher wurden hier #OVG-Gelenkbusse eingesetzt, nun aber brach auch dort (wie bei der BVG) ein Mangel …

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