Zwei Wochen Stillstand durch Streik bei der BVG? So nicht, meint die Berliner Industrie- und Handelskammer. Sie will die leicht erpressbaren Verkehrsbetriebe am liebsten gleich auflösen und alle Aufträge neu ausschreiben. BERLIN – Die Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) hat bei der Vorstellung ihres Jahresberichts 2007 die Abschaffung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) gefordert. Außerdem mahnte sie an, die öffentlichen Investitionen zu erhöhen. Die Berliner Wirtschaft blicke auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Für 2008 rechnet die IHK mit einem leichten Rückgang des Wachstums. Der Senat solle prüfen, ob die BVG in ihrer derzeitigen Rechtsform aufgelöst werden könne, um sie sogleich in eine …
In den zwei Streikwochen haben sich viele Berliner an ein Leben ohne Nahverkehr gewöhnt. Die Bahnsteige füllen sich nur langsam wieder mit Fahrgästen.
BERLIN – Jeder zehnte Bus fiel aus
Nach dem knapp zweiwöchigen Streik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) rollen den zweiten Tag in Folge wieder Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen. Der Betrieb laufe inzwischen wieder „sehr gut“, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. Auch die Zahl der Fahrgäste, die am Montag „wohl noch skeptisch gewesen seien“, nehme wieder zu. An vielen Haltestellen von U-Bahnen, Bussen und Trams herrschte noch am Montag eine gähnende Leere. Doch die Ungewissheit der BVG-Kunden bleibt: Wegen des andauernden Ausstandes in den Werkstätten, Leitstellen und Verwaltungen kommt es weiterhin zu Einschränkungen im Busverkehr. Da 174 Busse nicht betankt werden konnten, gingen nur …
Die BVG reagiert auf die Angst vieler Fahrgäste und verdoppelt die Zahl ihrer Wachmänner 18.03.2008 Lokales – Seite 17 Peter Neumann
Eine gute Nachricht für die Fahrgäste: Die Kriminalität im Berliner Nahverkehr ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Die Zahl der dort verübten Straftaten sank um sieben Prozent. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik hervor. Doch vielen Fahrgästen ist es egal, wie sich die objektiven Daten entwickeln – sie fühlen sich weiterhin subjektiv unsicher. Darum setzen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf mehr Personal: Das Landesunternehmen verdoppelt die Zahl der Sicherheitsleute, die Tag für Tag im Einsatz sind. „Heute sind täglich 60 ausgebildete Sicherheitskräfte der Firma Securitas bei uns unterwegs, künftig werden es 120 sein“, sagte Frank Reichel, Hauptabteilungsleiter Service und Security.
_Wenn Touristen „rot“ sehen, sehen sie garantiert viel von der Stadt. Traditionell vor Ostern starten die Top-Tour- Busse der BVG-Stadttouristik in die mittlerweile elfte Saison. Ab 17. März heißt es wieder Sightseeing im Halbstundentakt, mit 20 verschiedenen Haltepunkten, im Cabrio-Doppeldecker, vorbei an nahezu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt und live moderiert.Wie üblich beginnt der anderthalbstündige Rundkurs am U-Bahnhof Kurfürstendamm (Café Kranzler) und kostet 20 Euro, für Kinder 10 Euro. Neu dagegen ist ein so genanntes Kombiticket für Top-Tour-Busse und Schiffe der Reederei Riedel.Mit dem Ticket kann man zuerst die Hauptstadt einhundert Minuten lang vom Oberdeck der Top-Tour-Busse und anschließend eine Stunde lang von der Spree aus genießen (oder umgekehrt). Umsteigepunkt zwischen Stadtrundfahrtbus und Spreeschiff ist an der Moltkebrücke, unweit des Bundeskanzleramtes. Übrigens: Tickets für die Top-Tour-Rundfahrten gibt es jetzt auch in einigen Berliner Hotels._
_Bedauerlicherweise passieren Verkehrsunfälle. Bedauerlicherweise auch mit der Tram, auch in Berlin. Dort haben sich in jüngster Zeit einige schwerwiegende Unfälle mit Passanten ereignet. Die Gründe dafür sind eindeutig nicht im Verhalten der Straßenbahnfahrer zu suchen. Die verhalten sich durchweg aufmerksam, angemessen und korrekt. Die Gründe liegen leider in der mangelnden Aufmerksamkeit der betroffenen Verkehrsteilnehmer. Während in Berlin daraufhin Forderungen laut werden, die Gleise weitgehend abzusperren und die Bahnen in „Signalfarben“ zu lackieren, fahren andernorts leise Niederflurstraßenbahnen unwidersprochen sogar durch Fußgängerzonen. Niemand käme in München oder Straßburg auf die Idee, von der traditionellen Lackierung abzuweichen. Berlins Straßenbahnen sind schon mit ihrem gelben Outfit hinreichend auffällig, außerdem fahren sie dauernd mit eingeschaltetem Abblendlicht, und das schon seit über fünf Jahren. Auch der Fahrgastverband IGEB hält die Vorsichtsmaßnahmen der BVG für ausreichend und hat dieses schon in Stellungnahmen gegenüber den Medien bestätigt. Und schließlich: die nackten Zahlen der Statistik unterstützen die These, dass die Unfallgefahr, die von Straßenbahnen ausgeht, im Grunde relativ gering ist. Trotz des gewachsenen Streckennetzes hat sich die Zahl der Unfälle mit der Tram von 1999 bis 2006 halbiert. Im Jahr 2006 waren 74 Opfer von Verkehrsunfällen in Berlin zu beklagen. Nur in fünf Fällen war ein Straßenbahnfahrzeug beteiligt; 2007 verringerte sich diese Zahl auf vier. Doch jeder Unfall ist ein Unfall zu viel. Deshalb gibt es bei der BVG laufend Programme und Projekte zur Unfallvermeidung. Straßenbahnfahrer werden optimal ge-schult und erhalten regelmäßige Unterweisungsstunden unter Verwendung modernster Technik. Der Fahrsimulator der BVG kommt dabei zum Einsatz. So können alle denkbaren Gefahrensituationen durchgespielt und die Reaktionen darauf trainiert werden. Die Verkehrsakademie der BVG sorgt für Verkehrserziehung der kleinen Fahrgäste. Im Praxistag Tram üben die BVGer mit Grundschülern nicht nur, wie man mit der Straßenbahn fährt. Sie zeigen auch, wie und wo die kleinen Berliner aufpassen müssen. Fahrlehrer der Verkehrsakademie der BVG bieten für Berliner Fahrschulen Beratungen für angehende Autofahrer an. Doch immer wieder muss darauf hingewiesen werden, dass sich Fußgänger in Bereichen, in denen Straßenbahnen unterwegs sind, aufmerksamer verhalten müssen. Straßenbahnen fahren auf Schienen und können deshalb nicht ausweichen, auch sind die Bremswege bei der Straßenbahn länger. Beim Überqueren der Gleise ist also Vorsicht mehr als geboten. Passanten sollten alles vermeiden, was ihre uneingeschränkte Aufmerksamkeit beeinträchtigen könnte. Achtlos drauflosmarschieren, womöglich noch mit dem Handy am Ohr oder in die Musik vom MP3-Player vertieft, verbietet sich im Straßenverkehr, und das sollte selbstverständlich sein. Ebenso wie der bewusste prüfende Blick nach links und rechts auch in größter Eile. Ein Stopp vor dem Überschreiten der Gleise wie der Straße ist unerlässlich zur eigenen Sicherheit, und wie überall, müssen auch hier die Verkehrsregeln von den Fußgängern unbedingt eingehalten werden.Wo Straßenbahnen auf eigenen Gleiskörpern unterwegs sind, gibt es gesicherte Übergänge mit Verkehrsampeln oder auch Führungsgitter, die den Fußgänger zwingen, den Blick auf die sich vielleicht nähernde Tram zu richten. An Haltestelleninseln gilt ebenfalls: Vorsicht ist geboten; alles das sind Verhaltensregeln, die selbstverständlich sein sollten und der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dienen. _dk
_Fährmann, hol über!, heißt es ab 21. März (Karfreitag) auch wieder auf den drei BVGSaisonfähren. Bei den Linien F21, F23, F24 geht die Winterpause zu Ende. Zunächst nehmen jedoch die Saisonfähren den Betrieb nur am Wochenende wieder auf, ab Mai heißt es dann an allen Tagen „Volle Kraft voraus“._
Nach zwölf Tagen Stillstand ist es heute Morgen endlich so weit. Die Gewerkschaft Verdi setzt den Streik im Fahrdienst der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) aus. Von 4.30 Uhr an werden alle Bus-, U- und Straßenbahnlinien wieder befahren, kündigte der BVG-Vorstandsvorsitzende Andreas Sturmowski gestern an. Doch er warnte die Fahrgäste vor zu hohen Erwartungen: „Wir machen alles möglich, was betrieblich geht. Aber wir sind meilenweit entfernt von der Normalität.“ Denn nur das Fahrpersonal und einige andere Beschäftigte nehmen ihre Arbeit heute wieder auf. Alle anderen Unternehmensbereiche werden weiterhin bestreikt – zum Beispiel die Werkstätten, große Teile der …
Ronald S. Lauder wollte in den innerstädtischen Flughafen 350 Millionen Euro investieren. Doch der Berliner Senat zeigte dem US-Unternehmer die kalte Schulter. Unbeeindruckt von diesem Verhalten erneuert Lauder seine Offerte und geht mit dem Regierenden Bürgermeister hart ins Gericht. „I believe in Tempelhof, I believe in Berlin” – Ronald S. Lauder sagt es mehrmals. Der amerikanische Kunstsammler, Kosmetikhersteller, Präsident des jüdischen Weltkongresses und potenzielle Investor für Tempelhof sitzt am Konferenztisch bei der Industrie- und Handelskammer auf Einladung von IHK-Präsident Eric Schweitzer. Er kam extra nach Berlin, um noch einmal vor Journalisten für sein Projekt, den Kauf des Flughafens Tempelhof, zu werben – und das, obwohl der Berliner Senat ihm bereits mehrmals die kalte Schulter gezeigt, ihn als „reichen Onkel aus Amerika“ bezeichnet und sein Investitionsangebot von …
Nach zwölf Tagen Streik rollen bei der BVG wieder Busse und Bahnen. Doch weil in den Werkstätten gestreikt wird, können nicht alle Fahrzeuge eingesetzt werden, auch wird vorerst nichts repariert – was ausfällt, bleibt länger liegen. Und Informationen zum Fahrplan bekommt man auch nicht ohne weiteres. Denn im Call-Center gibt es ein Problem. In Berlin fahren wieder Busse, U- und Straßenbahnen. Allerdings gilt nur der Ferienfahrplan mit zusätzlich verlängerten Taktzeiten. Bei der U-Bahn wird versucht, einen Zugabstand von fünf Minuten einzuhalten. Noch nicht zu überblicken ist, welche Folgen der seit dem 5. März andauernde Streik der Gewerkschaft Ver.di nun auf den laufenden Fahrbetrieb hat. Ver.di hat mit Rücksicht auf die Fahrgäste den Streik für die Fahrer ausgesetzt, obwohl es am Wochenende in dem Tarifstreit erneut keine Annäherung gegeben hat. Auch ein neuer Gesprächstermin wurde nicht vereinbart. Die BVG hatte zuletzt 3,3 Prozent mehr Lohn für die …
Nach zwölf Tagen Streik rollen bei der BVG wieder Busse und Bahnen. Doch weil in den Werkstätten gestreikt wird, können nicht alle Fahrzeuge eingesetzt werden, auch wird vorerst nichts repariert – was ausfällt, bleibt länger liegen. Und Informationen zum Fahrplan bekommt man auch nicht ohne weiteres. Denn im Call-Center gibt es ein Problem. In Berlin fahren wieder Busse, U- und Straßenbahnen. Allerdings gilt nur der Ferienfahrplan mit zusätzlich verlängerten Taktzeiten. Bei der U-Bahn wird versucht, einen Zugabstand von fünf Minuten einzuhalten. Noch nicht zu überblicken ist, welche Folgen der seit dem 5. März andauernde Streik der Gewerkschaft Ver.di nun auf den laufenden Fahrbetrieb hat. Ver.di hat mit Rücksicht auf die Fahrgäste den Streik für die Fahrer ausgesetzt, obwohl es am Wochenende in dem Tarifstreit erneut keine Annäherung gegeben hat. Auch ein neuer Gesprächstermin wurde nicht vereinbart. Die BVG hatte zuletzt 3,3 Prozent mehr Lohn für die …