BBI-Gesellschafter stocken ihre Kreditbürgschaften auf Andrea Beyerlein Die öffentliche Hand übernimmt jetzt alle finanziellen Risiken für den Bau des Großflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld. Das bestätigte Brandenburgs Finanzminister Rainer Speer (SPD) gestern der Berliner Zeitung. Damit hat die weltweite Finanzkrise auch das größte ostdeutsche Verkehrsbauvorhaben erreicht. Denn die Banken verlangten nun größere Sicherheiten, hieß es. In Potsdam stimmten gestern die Regierungsfraktionen von SPD und CDU zu, die Bürgschaftsermächtigung für die Landesregierung von 620 auf 888 Millionen Euro zu erhöhen. Auch das Land Berlin werde den Bürgschaftsrahmen bis zu dieser Höhe aufstocken, sagte Speer. Hier will der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) heute vor dem Hauptausschuss das neue BBI-Finanzierungskonzept vorstellen. Beide Länder sind zu jeweils 37, der Bund mit 26 Prozent an der Flughafengesellschaft beteiligt. Für den Flughafen sollen Kredite in Höhe von knapp zwei …
Nach der U 1 ist der Viadukt der U 2 an der Reihe Peter Neumann Die Bauarbeiten am Viadukt der U-Bahn-Linie 1 in Kreuzberg sind in vollem Gange, die Fahrgäste müssen auf Busse umsteigen – da kündigen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) schon die nächsten Hochbahnsanierungen an. Von ihnen wird dann auch die U-Bahn-Linie 2 im Bezirk Pankow betroffen sein. Denn der „Magistratsschirm“, wie die fast 1,7 Kilometer lange Stahlkonstruktion auf dem Mittelstreifen der Schönhauser Allee und der Berliner Straße genannt wird, ist in die Jahre gekommen. Auch dort müssen die Fahrgäste monatelang mit Bussen vorlieb nehmen. „Im kommenden Jahr wollen wir uns zunächst den Abschnitt zwischen den Bahnhöfen Vinetastraße und Schönhauser Allee vornehmen“, teilte Uwe Kutscher, Bau-Chef der Berliner U-Bahn, gestern mit. Dieses Teilstück der Linie U 2 ist 1930 eröffnet worden. 2010 soll dann der Abschnitt zwischen den Bahnhöfen …
Peter Neumann Der neue Tourenplaner des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) ist ab sofort an S-Bahn-Schaltern und in Reisezentren der Deutschen Bahn für drei Euro erhältlich. Die farbige Broschüre gibt auf 196 Seiten Tipps für Ausflüge und Reisen mit der Bahn ab Berlin. Sie enthält nicht nur detaillierte Fahrpläne und Hinweise zu preiswerten Fahrkarten, sondern auch zahlreiche touristische Informationen – von der Ostseeküste bis …
Berlin – Die BVG gibt Gummi! Bis zu drei Zentimeter werden bei der laufenden Sanierung der Hochbahn unter die Gleise gepackt, machen aus der U1 eine „Flüsterbahn“ – nur noch halb so laut wie bisher. Bauarbeiter statt Bahnen. Seit zehn Tagen wird die Kreuzberger Hochbahn saniert, müssen 150 000 Fahrgäste täglich auf Busse oder in die U2/ U3 umsteigen (KURIER berichtete). Weil der Stahl im Brückenboden von Deutschlands ältester U-Bahn (von 1902) hin ist, wird die 1,2 Kilometer lange Strecke zwischen Kottbusser und Halleschem Tor für 11,5 Millionen Euro runderneuert. Da kommt auch tolle Technik zum Zuge. Denn außer Gummi unters Gleis kriegt die Trasse auch noch Teflon. Darauf gleitet künftig der Schienenstahl, wenn er sich in der Sommerhitze ausdehnt. Erst Ende Oktober rollt die U1 wieder durch. Aber damit ist die Sanierung …
Die zum Weltkulturerbe gekürte Hufeisensiedlung in Britz wird auch in Zukunft auf keinem U-Bahn-Plan zu finden sein. Der U-Bahnhof Parchimer Allee liegt zwar mitten in der Siedlung, die Senatsververwaltung befürchtet jedoch bei einer Umbenennung Missverständnisse. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) lehnt es ab, die Station Parchimer Allee der Linie U 7 in Hufeisensiedlung umzubenennen, wie es der Verein „Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung Berlin-Britz“ vorgeschlagen hatte. Die Hufeisensiedlung liege im Bereich von zwei U-Bahnhöfen; auch die Station Blaschkoallee zähle dazu. Nur eine der Stationen umzubenennen, könne zu Missverständnissen führen, sagte Junge-Reyer gestern. Sie habe die BVG aber gebeten, in beiden Bahnhöfen zusätzliche Hinweisschilder zur Hufeisensiedlung anzubringen. Für Ortsunkundige sei die Siedlung schwer zu finden, hatte zuvor …
Das Wochenende von Freitag, 4. Juli bis Sonntag, 6. Juli 2008 war mit knapp 1500 Fahrgästen im Elbe-Elster-Express zum Schliebener Moienmarkt eines der verkehrsreichsten Wochenenden für den BürgerBahn-Zug. Das Verkehrsangebot nach Mühlberg (Elbe) über Falkenberg (Elster) wurde dagegen fast gar nicht angenommen. „Wir können mit den Fahrgastzahlen und der Resonanz bei den Bürgern zum Moienmarkt sehr zufrieden sein“, betonte Gerhard J. Curth, Präsident des Deutschen Bahnkunden-Verbandes, dessen Gliederung DBV-Förderverein Elbe-Elster-Express Träger der BürgerBahn auf der Niederlausitzer Eisenbahn ist. „Die Zahlen hätten jedoch noch besser sein können, viele Fahrgäste sind zum Moienmarkt gefahren und eine Stunde später mit dem nächsten Zug zurück, weil sie nicht drei Euro für den Eintritt bezahlen wollten. Dies hat sich natürlich herumgesprochen und die Besucherzahlen am nächsten Tag gedrückt“, so Curth. Gleichwohl hat es sich auch im achten Jahr Sonderverkehr zum Schliebener Moienmarkt gezeigt, dass von Jugendlichen bis hin zu Rentnern alle Altersschichten die Vorzüge des Zuges schätzen, stressfrei und sicher zum Moienmarkt zu kommen und bis spät in die Nacht wieder zurück. Dass vor allem Jugendliche dem Zugverkehr positiv gegenüber standen, zeigt die große Akzeptanz des Verkehrsmittels Zug auch in dieser Altersschicht und unterstützt die Erfahrung aus dem Schülerverkehr in der Dübener Heide, dass auch mit geringen Mitteln SPNV organisiert werden kann und angenommen wird. Laut Curth ist der DBV-Förderverein Elbe-Elster- Express, der nunmehr DBV-Förderverein Niederlausitzer Eisenbahn heißt, interessiert, auch 2009 wieder zum Moienmarkt zu fahren (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 09.07.08).
Mit einem Korso haben Taxifahrer am Dienstag in Berlin für einen Spritzuschlag demonstriert – der Verkehr vor allem im Westen Berlins wurde teilweise massiv behindert. Aufgrund der steigenden Kosten für Kraftstoff fordern sie höhere Fahrpreise. Foto: REUTERSRund 600 Taxen sollen sich an der Protestfahrt beteiligt haben Berliner Taxifahrer haben gegen die hohen Spritpreise protestiert. Nach Angaben des Berliner Landesverbandes des Taxiverbands Deutschland (TVD) haben sich an der Protestfahrt vom Olympischen Platz bis zum Roten Rathaus rund 600 Taxen beteiligt. Die Aktion solle ein „Signal für die Verantwortlichen sein, dass wir in der Lage sind, für Chaos zu sorgen“, sagte der Berliner TVB-Chef Stephan Berndt auf der Abschlusskundgebung vor dem Roten Rathaus. Schließlich sei das Taxi „ein unverzichtbares Transportmittel im …
Wegen hoher Spritpreise steigen viele Berliner aufs Fahrrad um. Davon profitieren die Händler Stefan Strauss Benzin und Diesel sind so teuer wie nie zuvor, Autofahrer schimpfen, Spediteure fürchten um ihre wirtschaftliche Zukunft, Tankstellenpächter beklagen Umsatzeinbußen, doch es gibt auch einen Profiteur dieser Lage – die Fahrradbranche. Rad-Händler, -Werkstätten und -Verleihfirmen freuen sich über neue Kunden. Offenbar haben die Berliner das Radfahren wiederentdeckt, kaufen sich ein neues oder holen ihr altes Rad aus dem Keller. „Viele Autofahrer steigen jetzt aufs Fahrrad um“, hat Sarah Stark, Landesvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), beobachtet. Vor allem für kurze Strecken würden Berliner häufiger das Rad nutzen. „Die Kunden sagen uns, dass sie frustriert sind wegen …
Aufwändiges Logistikkonzept: Mehr als 100 zusätzliche Züge verhindern während der Baumaßnahmen Stillstand bei der Produktion von Kaltband
(Eisenhüttenstadt/Berlin, 8. Juli 2008) Die Erweiterung des Kaltwalzwerkes von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt erfordert ein aufwändiges Logistikkonzept: Die Produktion muss während der Bauphase auf andere Werke verteilt werden, die verschiedenen Produktionswerke werden kontinuierlich über die Schiene versorgt. Dazu setzt DB Schenker Rail 100 Sonderzüge ein.
ArcelorMittal, weltgrößter Stahlkonzern, produziert im Werk Eisenhüttenstadt 2,3 Millionen Tonnen Rohstahl pro Jahr, der zu hochwertigen Blechen weiterverarbeitet wird. DB Schenker Rail versorgt das Werk mit Rohstoffen und übernimmt den Versand von Halb- und Fertigerzeugnissen. So befördern täglich drei schwere Erzzüge zusammen mehr als 9.000 Tonnen Eisenerz vom Hamburger Hafen nach Eisenhüttenstadt und sichern damit die kontinuierliche Versorgung der Hochöfen. Auch auf der Versandseite erreichen jährlich 1,2 Millionen Tonnen Halb- und Fertigerzeugnisse umweltfreundlich über die Schiene ihre Empfänger – und entlasten die Region von Schwerlastverkehren.
ArcelorMittal Eisenhüttenstadt produziert überwiegend Bleche für die Automobilindustrie. Aufgrund der steigenden Nachfrage fiel die Entscheidung, die Kapazität im Kaltwalzwerk Eisenhüttenstadt zu erweitern. Eine Baumaßnahme dieser Größenordnung ist nur durchführbar, wenn das Kaltwalzwerk für einen Zeitraum von mehreren Wochen angehalten und die Produktion währenddessen auf andere Standorte der Gruppe verlagert werden kann. Angesichts der engen Verzahnung zwischen Warmwalzwerk und Kaltwalzwerk stellte sich den Logistikern von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt und DB Schenker Rail somit die Aufgabe, ein sicheres, zuverlässiges und gleichzeitig flexibles Konzept für die „Umleitungsverkehre“ zwischen den Werken Eisenhüttenstadt, Gent und Bremen zu entwickeln. Das Konzept muss die kontinuierliche Abfuhr des Warmbandes genauso wie die taktgenaue Anlieferung am korrespondierenden Empfangswerk gewährleisten. DB Schenker Rail setzt hierfür bedarfsorientierte Sonderzüge – sogenannte Flextrains – ein, welche zuverlässig und schnell die Werke verbinden. So erreicht ein 2.400 Tonnen schwerer Zug innerhalb von acht Stunden den 530 Kilometer entfernten Standort in Bremen. Mehr als 100 Sonderzüge sind geplant, um die Produktion von Kaltband auch während der Kopplungsphase weiterlaufen lassen zu können. Ende 2008 verfügt Eisenhüttenstadt dann über eine Kapazität von 1,85 Millionen Tonnen Kaltband – und auch hiervon wird der größte Teil die Empfänger umweltfreundlich per Bahn erreichen.
Die Parkgebühren in Berlin werden gesenkt – für Anwohner wird es deutlich billiger, den Wagen an der Straße abzustellen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung reduziert die Gebühren um mehr als die Hälfte. Parkgebühren an Berliner Straßen für Anwohner und ihre Gäste werden deutlich billiger. Anwohnervignetten kosten vom 1. August an für zwei Jahre 20,40 Euro und nicht mehr wie bisher 51 Euro. Das kündigte die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer (SPD) im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses an. Für auswärtige Besucher von Anwohnern der Parkraumbewirtschaftungsgebiete soll es Besuchervignetten geben. Sie kosten 10,20 Euro für drei Tage. Bei längerer Aufenthaltsdauer wird es teurer. Für maximal vier Wochen werden 25 Euro fällig. Die neue Gebührenregelung solle dazu beitragen, die Akzeptanz der für Verkehr und Umwelt eminent wichtigen Parkraumbewirtschaftung zu steigern, erklärte …