S-Bahn: S-Bahn-Mitarbeiter stoppten falschen Triebfahrzeugführer

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Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen

Am Samstag, 1. November, ca. 16 Uhr, wurde am Bahnhof Bundesplatz eine männliche Person in den Führerstand eines S-Bahn-Zuges eingelassen. Die Triebfahrzeugführerin hielt den mit S-Bahn-Weste und DB-Jacke bekleideten Mann für einen Kollegen. Dieser übernahm in ihrem Beisein die Steuerung des Zuges. Warum dies geschah, müssen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben.

Eine Aufsicht auf dem Südring der Berliner S-Bahn schöpfte Verdacht und meldete ihre Einschätzung der Betriebsleitstelle. Führungskräfte des Unternehmens stellten den Mann daraufhin am S-Bf. Eichwalde. Da dieser weder eine Fahrtberechtigung noch einen Betriebsausweis vorweisen konnte, wurde der Mann dem Bundesgrenzschutz übergeben. Er war auch nie zuvor Mitarbeiter des Unternehmens.

Fahrgäste der S-Bahn waren zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, da die fahrtberechtigte Triebfahrzeugführerin während der gesamten Fahrzeit mit im Führerstand war. Daher kann weder von einer „Entführung“ noch einem „Kidnapping“ gesprochen werden. Alle S-Bahn-Züge sind durch eine Sicherung vor unbefugter Benutzung geschützt. Neben einem entsprechenden Schlüssel ist eine Chipkarte erforderlich, die der Legitimation bei Entgegennahme des Arbeitsauftrages dient.

Die Geschäftsführung der S-Bahn Berlin GmbH nimmt diesen Vorfall ernst und wird nach Vorlage des Ermittlungsergebnisses durch die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob bisherige Regelungen im Bereich des Fahrbetriebes verändert werden müssen.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

S-Bahn: Berlin feierte den Abschied seiner alten S-Bahn

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S-Bahn-Chef Ruppert: „Wir haben ein wichtiges Sanierungsziel erreicht“
Mit Wehmut und einzelnen Tränen im Auge haben sich die Berliner und Brandenburger am ersten Novembersonntag von den klassischen Altbau-zügen der Berliner S-Bahn verabschiedet. Rund tausend Besucher überzeugten sich in der Triebwagenhalle Erkner an der gleichnamigen Endsta-tion der Linie S3 noch einmal davon, was für ein bewegtes Leben die Fahrzeuge hinter sich haben, die seit den zwanziger Jahren das Gesicht des beliebten Verkehrsmittels prägten. Bis zu 72 Jahre waren die Fahrzeuge im Einsatz. Jeder Wagen umrundete durchschnittlich 150mal den Erdball und legte dabei rund sechs Millionen Kilometer zurück.

Mit einer Inszenierung aus Film- und Toncollagen, Talkrunden und einem Live-Musik-Programm aus sieben Jahrzehnten erlebten die Besucher eine Abschiedsparty der besonderen Art. In der Triebwagenhalle waren zehn S-Bahn-Züge aus dem historischen Wagenpark aufgestellt. Jedes Fahrzeug hatte eine Dekoration erhalten, die Epochen und Ereignisse in der S-Bahn-Geschichte noch einmal visuell erlebbar machte. Die enge Verknüpfung mit dem Schicksal Berlins trat deutlich zutage: Ob Olympiade 1936, Nachkriegszeit, Mauerbau, Weltfestspiele der DDR oder S-Bahn-Stilllegungen in West-Berlin – vielen Besuchern kamen persönliche Erinnerungen. Als Talkgäste waren u.a. der S-Bahn-Historiker Peter Bley und der ehemalige S-Bahn-Chef Axel Nawrocki erschienen.

Souvenirs aus der alten S-Bahn fürs heimische Wohnzimmer

Für Eisenbahnfans gab es neben der Triebwagenhalle einen BahnMarkt, auf dem sich Souvenirhändler, Vereine und Verbände präsentierten. Aus einem ausgemusterten Altbauzug konnten Fans Originalteile vom Türgriff, über die Sitzbank bis zur Warnlampe erwerben. Die Einnahmen aus der Veranstaltung kommen komplett dem Erhalt der historischen Fahrzeuge zugute.

S-Bahn-Geschäftsführer Günter Ruppert kam direkt aus dem Führerstand des jüngsten Kindes der S-Bahn-Fahrzeugflotte auf die Bühne – einem erst vor wenigen Tagen in Dienst gestellten Zug. Ruppert freute sich über das große Interesse der Berliner an ihrer S-Bahn: „Wir sind mit unseren Fahrzeugen in der Zukunft angekommen! Nun gilt es, den Sanierungsprozess im Bereich der Infrastruktur weiter voranzutreiben.“ Bis zur Fußballweltmeisterschaft 2006 soll in der Grunderneuerung der S-Bahn ein weiteres Etappenziel erreicht sein.

Am Sonntagvormittag setzte die S-Bahn Berlin GmbH noch einmal in weiten Teilen ihres Netzes vier Züge der Baureihe 477 ein. Die Fahrgäste nutzten zahlreich die Gelegenheit, auf individuelle Weise Abschied zu nehmen. Viele machten Erinnerungsfotos, andere genossen schlicht und einfach das Fahrgefühl der Vergangenheit und den Klang der Fahrmotoren von einst.

Um 17.22 Uhr endete die letzte Fahrt der alten S-Bahn

Höhepunkt des Tages waren die offiziellen Abschiedsfahrten am Nachmittag. Um 16.23 Uhr und 16.28 Uhr starteten die letzten beiden Altbauzüge zur Fahrt über Ostbahnhof nach Schöneweide, wo sie um kurz vor halb sechs eintrafen. Damit endete am Abend des 2. November 2003 die Ära der alten Berliner S-Bahn!

Bis Mitte nächsten Jahres werden insgesamt 1000 neue Wagen den Fuhr-park der Berliner S-Bahn weiter verjüngen. Ein großer Teil ist bereits eingetroffen und hat das Durchschnittsalter der im Bestand befindlichen Fahrzeuge auf nunmehr sechs Jahre reduziert. Zum Vergleich: Im Jahr 1994 waren die S-Bahn-Wagen durchschnittlich 43 Jahre alt.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

BVG: Aufsichtsratssitzung am 29. Oktober 2003

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Der Aufsichtsrat der BVG hat auf seiner außerordentlichen Sitzung am 29. Oktober 2003 den Berichtsentwurf des Vorstandes für das Land Berlin als Eigentümer der AöR zur dauerhaften Sicherung des Unternehmens diskutiert. Gleichzeitig bat der Aufsichtsratsvorsitzende, Finanzsenator Dr. Thilo Sarrazin, den Vorstand, einzelne Maßnahmenetappen und Optionen bis zur Gewährträgerversammlung Mitte November noch weiter zu konkretisieren.

„Wir werden die Zeit bis zur Gewährträgerversammlung auch nutzen, um auf dem ohnehin schwierigen Sanierungsweg eine Konsenslösung mit der Arbeitnehmerseite erneut auszuloten“, so von Arnim. Gleichzeitig äußerte er das Bedauern des Vorstandes sowohl über die veröffentlichten Aussagen der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, dass es keine gemeinsamen Ziele für die Sanierung der BVG gebe, als auch über die Ankündigung, dass die Arbeitnehmervertreter ab sofort ihre paritätische Mitarbeit in den L.E.N.K.R.A.D.-Projekten ruhen lassen. Schließlich habe der Vorstand in dem Berichtsentwurf auch seinen erklärten Willen zum Ausdruck gebracht, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.

Ziel der Sanierung ist es nach den Worten von Arnims, die heute hoch defizitäre BVG als Gruppe mit der AöR als Kern für Fahrdienst, Werkstätten und Fahrwege zu erhalten und für den Wettbewerb fit zu machen. Dabei gehe es darum, in der Gruppe eine größtmögliche Zahl an wettbewerbsfähigen Arbeitsplätzen zu erhalten.

Vor dem Hintergrund von Befürchtungen, die Sanierung der BVG werde zu erheblichen Reduzierungen im Verkehrsangebot führen, betonte von Arnim, die BVG wolle und werde alleine schon im eigenen Interesse ein unverändert attraktives und leistungsstarkes Angebot für die Berliner sicherstellen. „Wir sägen doch nicht den Ast ab, auf dem wir sitzen“, erklärte er. Außerdem passe dies auch nicht zu dem Anspruch des Unternehmens, der Mobilitätsgarant für den Großraum Berlin zu sein.

Datum: 30.10.2003

Tarife: Verbesserungen vor allem für auswärtige Fahrgäste und Touristen

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Die BVG hat im Zusammenhang mit ihren Fahrausweiskontrollen zahlreiche Verbesserungen vor allem für auswärtige Fahrgäste und Touristen eingeführt und zur weiteren Senkung der Schwarzfahrerzahlen eine Kampagne unter dem Motto „Fahr fair. BVG“ gestartet.

„Unser Ziel ist es, mit diesen kundenorientierten Maßnahmen und der Kampagne die Zahlungsmoral nachhaltig zu verbessern und damit die Fahrgeldausfälle weiter zu minimieren“, erläuterte der BVG-Vorstandsvorsitzende Andreas von Arnim. In den Bussen und Bahnen der BVG appellierten künftig Aufkleber mit Aussagen wie

* „Liebe Schwarzfahrer: Unsere Kontrolleure sind so unauffällig wie ihr.“,

* „Liebe Schwarzfahrer: 40 Euro sind übrigens 80 Mark.“ oder

* „Schwarzfahrer stellt euch. Dem Fahrkartenautomaten.“ an das Gewissen der Schwarzfahrer. Darüber hinaus werde BVG-Mitarbeiter mit Kundenkontakt und Kunden der Button mit dem Motto „Fahr fair. BVG“ zum Tragen angeboten.

Intern, so von Arnim, seien die Regelungen für das BVG-eigene sowie das von dem privaten Dienstleister ARGE gestellte Kontrollpersonal überarbeitet und klarer gefasst worden. Danach dürften Fahrausweisprüfungen nur noch im Fahrzeug oder unmittelbar beim Aussteigen am Fahrzeug erfolgen.
Kein erhöhtes Beförderungsentgelt für Nur-Bahnhofsnutzer

Bei Personen, die sich nur auf dem Bahnsteig aufhielten, um einen Kiosk aufzusuchen oder andere Fahrgäste zum Zug brächten bzw. abholten, werde kein erhöhtes Beförderungsentgelt erhoben. Zudem werde in glaubhaften Einzelfällen zum Beispiel bei Touristen, die aus Unkenntnis einen falschen Tarif gelöst bzw. den Fahrschein nicht entwertet, aber unmittelbar vor der Kontrolle erworben hätten, der Fahrgast aufgefordert, den Fahrschein nachträglich zu entwerten bzw. dem Fahrgast geholfen, einen tarifmäßigen Fahrausweis zu erwerben.

„Damit diese Regeln auch angewendet werden, haben wir den Kreis der Kontrolleure, die die Kontrolleure kontrollieren, deutlich erweitert“, erklärte von Arnim. So seien nunmehr rund 80 Mitarbeiter der BVG im Einsatz, die regelmäßig überprüften, dass die Kontrollen korrekt und höflich erfolgten. Würden hierbei grobe Pflichtverletzungen festgestellt, ziehe dies sofort entsprechende Konsequenzen nach sich. Dies habe die BVG der ARGE auch mitgeteilt.
Hilfe für ausländische Touristen

Um insbesondere ausländischen Touristen Fahrten mit der BVG zu erleichtern, wird nach Angaben des BVG-Chefs auf entwertungspflichtigen Fahrscheinen neben dem deutschen Hinweis „Bitte hier entwerten“ auch der englische Hinweis „Please validate your ticket“ aufgedruckt. Daneben würden sowohl Fahrscheinautomaten als auch Entwerter mit Aufklebern versehen, die auf die Entwertungspflicht hinwiesen. Entsprechende Fußbodenaufkleber gebe es zwischen Automaten und Entwerter. Diese Aufkleber seien für die stark frequentierten U-Bahnhöfe Alexanderplatz, Bismarckstraße, Fehrbelliner Platz, Frankfurter Allee, Friedrichstraße, Hausvogteiplatz, Hermannplatz, Kaiserdamm, Kleistpark, Kurfürstendamm, Nollendorfplatz, Potsdamer Platz, Rathaus Steglitz, Stadtmitte, Schönhauser Allee, Wittenbergplatz und Zoologischer Garten vorgesehen.

Geplant sei zudem ein entsprechender Entwertungshinweis auf dem Bedienungsbildschirm der Fahrkartenautomaten. Für Verkaufsstellen und Hotels würden Haftzettel, die auf die Tickets geklebt werden und an die Entwertungspflicht erinnern, produziert. „Künftig werden alle BVG-Fahrgastinformationen einen solchen Entwertungshinweis enthalten“, kündigte von Arnim an. Dies gelte für Printprodukte ebenso wie für DAISY-Anzeigen (Dynamisches Auskunfts- und InformationsSystem) und Lautsprecheransagen.
Auswahl sowie Aus- und Weiterbildung des Kontrollpersonals spielt besondere Rolle

„Insgesamt hoffen wir, dass sich damit der Anteil der Touristen, die ohne gültigen Fahrausweis angetroffen werden, deutlich verringert“, meinte von Arnim. Von Januar bis September seien insgesamt über 7 Millionen Fahrgäste kontrolliert worden. Davon hätten knapp 436 000 keinen oder keinen gültigen Fahrausweis gehabt. Dies entspreche einer Quote von etwa 6 Prozent. Davon hätten aber nur etwas mehr als 16.000 oder knapp 4 Prozent einen Fahrausweis ohne Entwertung bzw. mit Mehrfachentwertung gehabt. Der Anteil der Touristen habe hierbei rund 28 Prozent ausgemacht, was einer Zahl von 4.500 entspreche. Dies seien rund 1 Prozent aller Fahrgäste gewesen, die ohne gültigen Fahrausweis festgestellt worden seien.

Diese Zahlen machten die Notwendigkeit sowohl der Informationsmaßnahmen als auch der Kontrollen deutlich, betonte der BVG-Vorsitzende. Insofern werde die BVG auch weiterhin konsequent ihre Fahrscheinkontrollen durchführen. Dies sei auch und vor allem im Sinne der zahlenden Fahrgäste und werde von der überwiegenden Mehrheit der Berliner unterstützt. So hätten bei einer Emnid-Umfrage im September im Auftrag der Berliner Morgenpost und 104.6 RTL 85 Prozent der Befragten erklärt, es sei richtig, dass die BVG verstärkt gegen Schwarzfahrer vorgehe. Dabei, so von Arnim, werde die BVG auch unnachgiebig diejenigen verfolgen, die Fahrausweise fälschten. „Jeder, den wir mit einem manipulierten Fahrausweis feststellen, muss mit einer Strafanzeige rechnen“, betonte der Vorstandsvorsitzende.

Besonders zufrieden zeigte sich von Arnim darüber, dass sich die ohnehin geringe Zahl von Kundeneingaben im Zusammenhang mit Fahrausweiskontrollen im Oktober weiter verringert und damit auf einem Niveau eingependelt habe, das in etwa dem von 2002 entspreche, als noch wesentlich weniger kontrolliert worden sei. Dies zeige, dass die Maßnahmen wirkten. „Diese positive Entwicklung wollen wir weiter unterstützen“, so der BVG-Chef. Dabei spiele die Auswahl sowie die Aus- und Weiterbildung des Kontrollpersonals eine besondere Rolle.

Datum: 28.10.2003

Tarife: Jahreskarten und standortunabhängige Fahrkarten ab sofort am Automaten

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Was so mancher Kunde am Automaten der S-Bahn vermisst hat, ist seit heute möglich: Ab sofort ist die Jahreskarte auch an allen 450 Automaten im Netz der S-Bahn Berlin GmbH erhältlich – ein Angebot, das deutschlandweit einmalig und bei keinem anderen Verkehrsunternehmen zu finden ist.

„Wir lösen ein weiteres Mal unser Versprechen ein, den Fahrgästen einen immer besseren Service zu bieten“, betont S-Bahn-Marketingleiter Dr. Wilfried Kramer. „Erfahrungsgemäß erwerben viele Stammkunden ihre Jahresfahrkarten in den beiden letzten Monaten des Jahres. Von nun an können sie die Jahreskarte rund um die Uhr und auf jedem Bahnhof erwerben.“

Und so funktioniert es: Am Automaten „Jahreskarten für Berlin“ drücken, den gewünschten Fahrausweis anwählen, unter den beiden angegebenen Monaten den richtigen antippen und mit der EC- oder Maestro-Karte bezahlen.

Der ausgedruckte Beleg enthält zwei Abschnitte: Zum einen den ersten Monatsabschnitt der Jahreskarte und zum anderen einen Gutschein für den gesamten Gültigkeitszeitraum der Jahreskarte, der im Laufe des ersten Geltungsmonats an jeder S-Bahn-Verkaufsstelle gegen die elf weiteren Wertabschnitte eingetauscht wird.

Standortunabhängige Fahrkarten

Ebenfalls neu ist der standortunabhängige Verkauf von Fahrkarten im Bereich der Verkehrsgemeinschaft Berlin und Brandenburg (VBB).
Das neue Angebot ermöglicht mehr Flexibilität bei Fahrten ins Umland. Ab sofort können nun Tickets von jedem Start- zu jedem Zielpunkt im VBB-Tarifgebiet gelöst werden. So ist es jetzt z. B. möglich, die Rückfahrkarte nach einem Konzert im Kloster Zinna sowohl für die Bahn als auch für die anschließende Bus-, S- oder U-Bahnfahrt mitzulösen.

Sandra Kinzinger
stellv. Pressesprecherin

S-Bahn: Keine S-Bahn zwischen Adlershof und Schönefeld – Regionalexpresszüge als clevere Alternative

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Die im Jahre 1962 in Betrieb genommene S-Bahn-Strecke nach Schönefeld muss grundlegend instandgesetzt werden. Nachdem bereits 1995 zwischen Altglienicke und Schönefeld Schienen erneuert wurden, ist nun der Abschnitt zwischen Grünauer Kreuz und Altglienicke an der Reihe.
Vier Kilometer Gleise und drei Weichen sind auszutauschen. Weiterhin erhält die gesamte Strecke neue Stromschienen. Auch die Eisenbahnbrücke über die Straße „Am Falkenberg“ erhält eine Verjüngungskur.

Die Deutsche Bahn investiert rund 11 Millionen Euro in diese Baumaßnahme. Damit wird unter der Berücksichtung des geplanten Großflughafens die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Strecke sichergestellt.

Im Interesse eines zügigen Bauablaufs und der Vermeidung von Schienenersatzverkehr über 20 Wochenenden haben sich die DB Projektbau GmbH und die S-Bahn Berlin GmbH entschieden, den Abschnitt Adlershof – Flughafen Schönefeld für fünf Wochen komplett zu sperren.

Von Montag, 27. Oktober, 4 Uhr, bis Montag, 1. Dezember, 1.30 Uhr, fahren zwischen Adlershof und Flughafen Schönefeld ersatzweise Busse. Diese bedienen auch die Bahnhöfe Altglienicke und Grünbergallee und fahren zusätzlich direkt zum Flughafenterminal, so dass ein weiteres Umsteigen für Fluggäste nicht erforderlich ist. Als Alternative bieten sich zudem die Regionalexpresszüge der Linien RE 4 und RE 5 an, die tagsüber im 30-Minuten-Takt zwischen Flughafen Schönefeld – Ostbahnhof – Alexanderplatz – Friedrichstraße und Zoologischer Garten fahren.

Die Linie S9 verkehrt in diesem Zeitraum wie gewohnt von Zoologischer Garten über die Stadtbahn nach Adlershof und abweichend weiter nach Grünau. Die Linie S45 fährt von Gesundbrunnen über den westlichen Ring nach Schöneweide (nur montags bis freitags).

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

S-Bahn: S-Bahn will keine Strecken stilllegen!

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Verkehrsunternehmen fordert vom Senat klare Aussagen zu verkehrspolitischen Zielen

Die öffentliche Diskussion der letzten Tage um eine mögliche Stilllegung von vier S-Bahn-Strecken nimmt die Geschäftsführung der S-Bahn Berlin GmbH zum Anlass, klar Position zu beziehen:

Zu keinem Zeitpunkt hat das Verkehrsunternehmen damit gedroht, den Verkehr teilweise einzustellen, wenn der Berliner Senat seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Vielmehr hat die S-Bahn Berlin GmbH immer betont, dass sie entsprechend der schriftlichen Bestellung des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) ihren Teil der Vereinbarung einhalten wird. S-Bahn-Geschäftsführer Walter Schumacher erklärt: „Der Konflikt zwischen dem Senat und der S-Bahn Berlin GmbH darf nicht auf dem Rücken von täglich über 1,1 Mio. Fahrgästen ausgetragen werden. Deshalb haben wir Ende letzter Woche Klage beim Landgericht Berlin eingereicht, um noch ausstehende Zahlungen in Höhe von 27,5 Mio. Euro einzufordern. Eine Verkehrsleistung zu bestellen und anschließend nicht wie vereinbart zu bezahlen, ist ein neuer Höhepunkt beim Umgang des Senats mit seiner katastrophalen finanziellen Situation.“

Gleichwohl haben die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und das Verkehrsunternehmen Szenarien besprochen, die im Falle eines weiteren Zurückhaltens von fest eingeplanten Bestellerentgelten eintreten könnten. Ob es zu Streckenstilllegungen kommt, ist allein die Entscheidung des Aufgabenträgers. Der Senat erhält vom Bund in voller Höhe die Gelder, die zur Aufrechterhaltung eines attraktiven S-Bahn-Angebotes benötigt werden und die lediglich weitergereicht werden müssen. „Wenn einzelne Politiker von Drohungen der S-Bahn sprechen, so offenbart dies nur, dass sie sich nicht hinreichend mit der Thematik beschäftigt haben“, so Schumacher.

Die Geschäftsführung der S-Bahn Berlin GmbH fordert den Senat nunmehr mit Nachdruck auf, klare Aussagen zu seinen verkehrspolitischen Zielen zu machen. „Wenn selbst die im jüngsten Stadtentwicklungs- und Nahverkehrsplan dargestellten verkehrspolitischen Ziele nicht verfolgt werden, muss am Willen oder der Kompetenz der Verantwortlichen gezweifelt werden. Eine weitere Fortsetzung dieser Art von Verkehrspolitik gefährdet Berlin als attraktiven Standort für Wirtschaft und Wohnen und ist einer Bundeshauptstadt unwürdig“, erklärt Schumacher.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

S-Bahn + Museum: Am Samstag fährt eine Dampf-S-Bahn auf der Ringbahn

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Was vor rund 100 Jahren zum alltäglichen Bild der Stadt gehörte, dürfte die Berliner am kommenden Samstagvormittag ins Staunen versetzen. Auf den Gleisen des S-Bahn-Rings kehrt für einen kurzen Moment die Zeit der mächtigen schwarzen Dampfrösser zurück. Die historische Dampflok der Baureihe 52 schnauft mit 11 historischen Eisenbahnwaggons von Schöne-weide kommend in Neukölln auf den S-Bahn-Ring und entführt Fahrgäste wie Zaungäste in die Zeit vor 1924, bevor die elektrische Stromschiene das moderne Zeitalter der S-Bahn einleitete.

Höhepunkte der Tour dürfte die Fahrt durch die Bahnhofshallen in Schöneberg und Westkreuz werden, wo die Lokpfeife eindrucksvoll ihre akustische Wirkung dokumentiert. Auf der Reise Richtung Gesundbrunnen passiert der Zug u.a. den Flughafen Tempelhof und den Funkturm. Die Tickets für die Sonderfahrt sind leider komplett ausverkauft. Zu beobachten ist der Zug allerdings um 10.31 Uhr in Schöneweide, um ca. 10.53 Uhr in Schöneberg und um etwa 11.21 Uhr am Gesundbrunnen.

Die Berliner Ringbahn wurde 1877 als Verbindungsbahn für den damaligen Berliner Speckgürtel in Betrieb genommen und im Verlauf der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts komplett auf elektrische S-Bahn-Züge umgestellt. Durch den Mauerbau wurde die sogenannte „Strecke ohne Ende“ am Treptower Park und nahe der Schönhauser Allee in zwei Teile zerrissen. Dem Streik der Reichsbahner 1980 folgte die Stilllegung im Westteil der Stadt. Ende 1993 begann mit der Reaktivierung des Südrings zwischen Baumschulenweg und Westend ein neues Kapitel der Steckenchronik.

Fahrgastrekorde auf der Ringbahn

Erst im Jahr 2002 konnte die komplette Ringbahn den Berlinern wieder zur Verfügung gestellt werden. Seitdem verzeichnet die S-Bahn Berlin GmbH eine rasante Steigerung der Fahrgastzahlen, die alle Erwartungen übertreffen. Täglich sind rund eine halbe Million Fahrgäste auf der 37 Kilometer langen Ringstrecke mit ihren 27 Bahnhöfen unterwegs.

Der Streckenabschnitt Jungfernheide – Landsberger Allee konnte seit 2001 um 50 % zulegen. Zwischen Neukölln und Schöneberg sind rund 75 % mehr Fahrgäste als noch vor zwei Jahren zu verzeichnen. Während Bahnhöfe wie Ostkreuz und Neukölln traditionell hohe Ein- und Aussteigerzahlen zu verzeichnen haben, sticht die Entwicklung des Bahnhofs Jungfernheide besonders hervor. Mit dem Ringschluss stieg die Zahl der dortigen Ein- und Aussteiger von 9.000 auf 28.000.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

Tarife: Elektronisches Ticketing – alternative Systeme im Test

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Elektronisches+Ticketing+-+alternative+Systeme+im+Test

Alternative Ticketsysteme im Test

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) AöR, die S-Bahn-Berlin GmbH, die DB Regio AG, Region Nordost, sowie der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg VBB arbeiten derzeit an einer Machbarkeitsstudie zur gemeinsamen Einführung eines Systems Elektronisches Ticketing in der Region Berlin-Brandenburg. Die Machbarkeitsstudie bildet die Grundlage für eine Entscheidung zur Einführung eines Systems Elektronisches Ticketing in den beteiligten Unternehmen.

Eine gemeinsame Arbeitsgruppe der o.g. Unternehmen beantwortet zunächst unter Beteiligung der Industrie noch offene Fragen zur Wirtschaftlichkeit, zur Migration und zum Betrieb eines Systems Elektronisches Ticketing und bereitet ein Szenario für die gemeinsame Einführung vor. Die Arbeit der Projektgruppe wird im Dezember 2003 abgeschlossen sein.

Weitere Informationen bietet Ihnen das Internetportal zum Elektronischen Ticketing www.tick-et-portal.de.(Link auf der rechten Seite)

Datum: 07.10.2003

S-Bahn: Technische Erkundungsfahrt ins Betriebswerk Grünau

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S-Bahn zum Anfassen : Vergleich der Neu- und Altbaufahrzeuge

Nach dem großen Interesse an der Verabschiedung der Altbauzüge aus dem regulären Fahrplan der Berliner S-Bahn haben Technik-Interessierte am kommenden Sonntag die Gelegenheit, die alten und neuen S-Bahn-Züge von oben bis unten zu betrachten.

Nach einer Erkundungsfahrt mit den Altbaufahrzeugen der Baureihe 477 auf dem S-Bahn-Ring geht es in die Betriebswerkstatt Grünau. Dort können die Besucher die Fahrmotoren, Schaltkästen, Stromab-nehmer und Führerstände der alten und neuen Fahrzeuge genau unter die Lupe nehmen und die Fachleute zu den Unterschieden befragen.

Die Erkundungstour beginnt am 28. September 2003 um 13.27 Uhr am Bahnhof Treptower Park und endet dort wieder um 16.32 Uhr nach der Besichtigung im Betriebswerk Grünau.

Die Karten sind nur im Vorverkauf in den Kundenzentren Ostbahnhof und Alexanderplatz erhältlich. Der Kartenpreis beträgt für Erwachsene 5 €, Kinder (4 bis 13 Jahre) zahlen 3 €.

Sandra Kinzinger
stellv. Pressesprecherin