ORANIENBURG. Die Gefahr ist allgegenwärtig. Vor allem am Bahnhof von
Oranienburg (Oberhavel). Dort sind täglich 12000 Menschen unterwegs. Schon
jetzt fahren und halten rund um den Bahnhof keine Busse mehr. Er liegt in
der höchsten Gefährdungsklasse 10. Dort werden noch viele Weltkriegsbomben
im Boden vermutet. Und die können jederzeit hochgehen.
Nachdem vier der acht Buslinien durch Oranienburg vor wenigen Wochen ihre
Strecke wegen der Blindgänger ändern mussten, dürfen ab sofort auch keine
Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von über …
Museum: Zug nach irgendwo, Aus dem Depot des Technikmuseums sind zwei Loks verschwunden – die Besitzverhältnisse sind unklar, aus Berliner Zeitung
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2010/1103/berlin/
0027/index.html
Mit ihren 60 Tonnen Gewicht sind die beiden Dieselloks wahrlich keine
Spielzeuge. Dennoch sind sie und ein Zugwaggon vom Außengelände des
Deutschen Technikmuseums an der Monumentenstraße in Schöneberg
verschwunden. Möglicherweise wurden sie gestohlen, möglicherweise aber auch
nicht. Klar ist derzeit nur: Das schwere Zuggerät ist weg. Die Polizei
ermittelt.
Die Loks und der Waggon gehören zur Röbel/Müritz Eisenbahn GmbH. Das
Unternehmen hatte seine Fahrzeuge Ende September beim Technikmuseum
zeitweise untergestellt, wie Rainer Zache vom Verein „Hei Na Ganzlin“, aus
dem die GmbH entstand, der Berliner Zeitung gestern sagte. Eine der
vereinseigenen Loks sei auch ein …
S-Bahn: Atomgegner legen S-Bahn lahm, Militante Berliner bekennen sich zur Brandstiftung, aus Berliner Zeitung
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2010/1103/seite1/
0066/index.html
BERLIN. Der Brandanschlag auf Kabelanlagen der Berliner S-Bahn ist offenbar
von militanten Atomkraftgegnern verübt worden. Der Grund ist wohl der
Castor-Transport, der am kommenden Wochenende das Atommüll-Endlager im
niedersächsischen Gorleben ansteuern soll. Im Internet bezichtigten sich
gestern mutmaßliche Linksextremisten der Tat, mit der sie die Deutsche Bahn
(DB) als einen der „Profiteure der Atommafia“ schädigen wollten. Die
Verfasser des Schreibens bekannten sich auch dazu, in derselben Nacht einen
Transporter der Firma Siemens „den Flammen übergeben“ zu haben. Auch nach
dem Castor-Transport ins Wendland werde man der Industrie und den
Verantwortlichen „einheizen“, drohten sie.
In der Nacht zum Montag hatten Unbekannte an der Ringbahn in …
Bahnverkehr: Fast 30 Minuten mehr Fahrzeit nach Hannover, Neuer Fahrplan der Bahn, aus Berliner Zeitung
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2010/1103/berlin/
0071/index.html
Weil Abschnitte der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hannover im kommenden
Jahr vier Monate lang saniert werden, müssen viele Fahrgäste der Deutschen
Bahn (DB) für diese Zeit deutlich längere Reisezeiten einplanen. Nachdem es
bislang nur Zirka-Werte gab, steht jetzt bis ins Detail fest, wie groß die
Verzögerungen ausfallen. Seit gestern ist der neue Fahrplan auf der Website
www.bahn.de abrufbar.
Danach wird eine Reise im Intercity Express (ICE) vom Berliner bis zum
Hannoveraner Hauptbahnhof im Regelfall fast zwei Stunden und zehn Minuten
dauern – rund eine halbe Stunde länger als derzeit. Die ICE-Fahrt von
Berlin nach Köln wird sich sogar um rund …
Bahnverkehr: Bahn fasst auch neue deutsche Strecken im Fernverkehr ins Auge, aus reuters.com
http://de.reuters.com/article/
domesticNews/idDEBEE69K0MY20101021
Berlin (Reuters) – Neben neuen ICE-Verbindungen ins Ausland will die Bahn
auch in Deutschland im Fernverkehr wieder in die Offensive.
„Die Aufgabe von Verbindungen führt nicht weiter“, sagte
Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg in einem am Donnerstag
veröffentlichten Presse-Gespräch. „Wir wollen das Fernverkehrsnetz dort, wo
es wirtschaftlich sinnvoll ist, wieder erweitern.“ Im Auge habe er dabei
Ersatz oder die Ergänzung von Nahverkehrszügen durch schnelle
Fernverkehrszüge. Das Konzept könne bereits im nächsten Jahr in Kooperation
mit den Länder auf einigen Strecken verankert werden.
In den vergangenen Jahren unter Ex-Vorstandschef Hartmut Mehdorn hatte die
Bahn eine Strategie zulasten der Fernverkehrsstrecken verfolgt: Zahlreiche
Verbindungen wie etwa die Interregio-Züge wurden …
Radverkehr + Bahnverkehr: VCD: Kritik an Pilotprojekt-Stopp zur Fahrradmitnahme im ICE durch die Bundesregierung
Wie die Bundesregierung am 04.11.10 bekannt gab, wird sie auf die 2007 vom
damaligen Verkehrs-minister Wolfgang Tiefensee initiierte Einrichtung einer
Pilotstrecke zur Fahrradmitnahme im ICE verzichten.
Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert Schwarz-Gelb für diese
Verhinderung des Tests, die Verbindung von Rad und Bahn im innerdeutschen
Fernverkehr zu erleichtern. Statt sich der Verantwortung zu entziehen,
müsse der Bund für ein attraktives Angebot sorgen – dazu gehöre auch die
Fahrrad-mitnahme.
Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: „Mit dem heute verkündeten Stopp
der von der Vorgänger-regierung geplanten Einrichtung einer Pilotstrecke
zur Fahrradmitnahme im ICE wird die Ignoranz der Bundesregierung gegenüber
Radfahrern erneut verdeutlicht. Der VCD fordert schon seit Langem, die
Kombination der beiden umweltfreundlichen Verkehrsträger Bahn und Rad auch
auf längeren Strecken zu vereinfachen. Die Attraktivität beider
Verkehrsmittel kann weiter gesteigert werden, wenn die Fahrräder auch im
Fernverkehr mitgenommen werden dürfen.“
Durch den Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn AG im Dezember werde dagegen
zunehmend das Gegenteil der Fall sein: „Es werden IC-Verbindungen
gestrichen oder durch ICEs ersetzt, so dass die Fahrradmitnahme in der Bahn
auf vielen Strecken unmöglich wird“, so Ziesak weiter (Pressemeldung
Transnet, 05.11.10).
VBB: VBB sucht engagierte Fahrgäste für das Fahrgastforum
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) sucht für sein Fahrgastforum
neue Mitglieder, die sich ehrenamtlich für den Öffentlichen
Personennahverkehr einsetzen möchten. Das Fahrgastforum gibt Empfehlungen
zur Verbesserung des bestehenden und zukünftig geplanten
Nahverkehrsangebots. Bewerben können sich alle interessierten Bürgerinnen
und Bürger aus Berlin und Brandenburg. Bewerbungsschluss ist der 30.
November 2010.
Das Fahrgastforum besteht insgesamt aus 24 Mitgliedern. Davon werden acht
Mitglieder von Verkehrs- und Umweltverbänden sowie den Verbraucherzentralen
in Berlin und Brandenburg entsandt. 16 Mitglieder sind Bürgerinnen und
Bürger aus Berlin und Brandenburg, die nicht aktiv in Verkehrs- und
Umweltverbänden tätig sind.
Vertreten sein sollen mobilitätseingeschränkte Menschen, Schüler und
Jugendliche, Studenten und Auszubildende, erwerbstätige und nicht
erwerbstätige Erwachsene sowie Senioren. Ziel ist es, das Fahrgastforum mit
Frauen und Männern im gleichen Verhältnis zu besetzen. Die Tätigkeit im
Fahrgastforum ist ehrenamtlich.
Das VBB-Fahrgastforum bietet eine wichtige Plattform für die Belange der
Fahrgäste. Die Mitglieder diskutieren über Probleme und Schwachstellen des
Bus- und Bahnverkehrs in der Region und bringen ihre Wünsche, Anregungen
und Kritik ein. Entwicklungen im Berlin-Brandenburger Nahverkehrssystem
können so aus Fahrgastsicht beeinflusst und mit gestaltet werden.
Ein wichtiges Ergebnis war beispielsweise die Einführung des erfolgreichen
Tarifangebots VBB-Abo 65plus nach Anregung des Fahrgastforums. Rund 70.000
Menschen nutzen dieses Angebot seit April 2009.
Das Fahrgastforum trifft sich viermal im Jahr. Die Sitzungen finden in den
Geschäftsräumen der VBB GmbH, Hardenbergplatz 2, in 10623 Berlin statt. Die
Mitgliedschaft im Fahrgastforum beträgt zwei Jahre.
Wer Mitglied im VBB-Fahrgastforum werden möchte, kann sich bis zum 30.
November 2010 beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, Hardenbergplatz 2,
10623 Berlin, Stichwort: „Fahrgastforum“ oder per E-Mail an
Fahrgastforum@VBBonline.de bewerben. Der Bewerbungsbogen kann auch im
Internet unter www.VBBonline.de/Fahrgastforum heruntergeladen oder über das
VBB-Infocenter 030-25 41 41 41 angefordert werden. Die ausgewählten
Mitglieder werden schriftlich über ihre Ernennung benachrichtigt
(Pressemeldung VBB, 03.11.10).
Bahnhöfe + Bahnverkehr: DBV Berlin-Brandenburg erinnert an den notwendigen Fernzughalt Bahnhof Zoo
Leider hat sich die DB AG immer noch nicht durchringen können, die Fernzüge
auf der Berliner Stadtbahn wieder am wichtigen Umsteigepunkt Bahnhof Zoo
halten zu lassen. Seit der Inbetriebnahme des Berliner Hauptbahnhofes am
26. Mai 2006 fahren fast alle Fernzüge ohne Halt durch. Ausschlaggebend für
diese damalige DB-Entscheidung war nach Meinung des DBV die Befürchtung,
dass die Einnahmen aus der Verpachtung der Gewerbeflächen am Hauptbahnhof
nicht den Einnahmeplanungen entsprechen.
Die letzten Jahre haben jedoch gezeigt, dass diese Befürchtung unbegründet
ist. Inzwischen ist es sogar so, dass die beiden Bahnsteige auf der
Stadtbahn zu den Zeiten des Berufsverkehrs am Rande ihrer Kapazitäten
angekommen scheinen. Wer mit Gepäck oder Kindern (oder sogar beidem!) auf
dem Bahnsteig unterwegs ist, muss einen Slalomlauf durch Reisegruppen und
vorbei an anderen wartenden Fahrgästen abslovieren. Auch die S-Bahn-Züge,
die die Fahrgäste zum Hauptbahnhof bringen, bieten häufig nur noch wenig
Platz. Verspätungen sind vorprogrammiert und führen nur zu neuem Ärger.
Der DBV Berlin-Brandenburg erinnert deshalb daran, wieder an die Fahrgäste
zu denken. Deshalb wäre es ein richtiger Schritt, die DB-Fernzüge auf ihrer
Fahrt auf der Stadtbahn wieder am Bahnhof Zoo halten zu lassen. Dadurch
wird es eine spürbare Entlastung des Hauptbahnhofes geben – nicht mehr alle
Fahrgäste aus den westlichen Bezirken müssen bis zum Hauptbahnhof fahren.
Das Argument gegen den Halt am Bahnhof Zoo, dass jeder zusätzliche Halt
drei bis vier Minuten Fahrzeit zusätzlich bedeuten würde, ist inzwischen
keines mehr. Denn heute reichen oftmals die Haltezeiten am Hauptbahnhof
nicht aus, damit alle Fahrgäste ein- und aussteigen können. Ein
zusätzlicher Halt am Bahnhof Zoo würde sogar zur Stabilisierung des
Fahrplans beitragen (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 02.11.10).
Bahnverkehr + Regionalverkehr + S-Bahn + Bahnhöfe: Platzeck und Grube: „Investitionen in Bahn-Projekte stärken Infrastruktur in Brandenburg“, Bahngipfel in Potsdam mit Spitzen der Landesregierung und der Deutschen Bahn: Bis 2014 rund 1,8 Milliarden Euro Investitionen in Infrastruktur / Abschluss einer Rahmenvereinbarung zur nachhaltigen Entwicklung der Bahnhofsinfrastruktur angestrebt
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/
de/presse/presseinformationen/bbmv/
bbmv20101104.html
(Potsdam, 4. November 2010) Brandenburgs Ministerpräsident Matthias
Platzeck hat sich bei einem Treffen mit dem Vorstandsvorsitzenden der
Deutschen Bahn Dr. Rüdiger Grube, Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger
sowie den DB-Vorständen Ulrich Homburg und Dr. André Zeug für eine weitere
Stärkung und den kontinuierlichen Ausbau der Eisenbahn-Infrastruktur im
Land ausgesprochen.
Platzeck sagte: „Die vergangenen großen Herausforderungen, wie der Ausbau
der Strecke Berlin-Hamburg auf 230 km/h und die baubedingten
Streckensperrungen konnten immer einvernehmlich gelöst werden, um die
Belastungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Besonders
freue ich mich, daß es uns gemeinsam gelungen ist, eines der wichtigsten
Vorhaben im Land, den Ausbau der Strecke Berlin-Cottbus, zu verwirklichen.
Dank der Vorfinanzierung der Planungskosten durch das Land und die schnelle
Planung durch die Bahn wird das größte Einzelvorhaben im Konjunkturprogramm
mit der jetzt laufenden Erneuerung des Abschnitts Königs
Wusterhausen-Lübbenau umgesetzt. Im Dezember nächsten Jahres ist das Ziel
dann erreicht: 160 km/h Streckengeschwindigkeit und ein Fahrzeitgewinn von
rund 20 Minuten für die Reisenden zwischen Berlin und Cottbus!“
Dr. Rüdiger Grube: „Der Nordosten braucht starke Verkehrsachsen. Wir wollen
bis 2014 rund 1,8 Milliarden Euro investieren, um die Schieneninfrastruktur
in Brandenburg weiter zu verbessern. Ich freue mich, dass wir uns mit dem
Land über die Investitionsschwerpunkte einig sind: Der Ausbau der Strecken
Berlin-Cottbus-Görlitz, Berlin-Rostock, Berlin-Frankfurt/Oder,
Berlin-Dresden und die Anbindung des BBI sowie der Ausbau der
Verkehrsstationen sind Beispiele hierfür.“ Von den 1,8 Milliarden Euro
entfallen rund 1,67 Milliarden Euro auf das Schienennetz, rund 93 Millionen
Euro auf die Bahnhöfe und rund 54 Millionen Euro auf Anlagen zur
Energieversorgung.
Platzeck begrüßte die Investitionszusagen und betonte: „Das Land
Brandenburg bestellt jährlich aus zweckgebundenen Bundesmitteln für über
300 Millionen Euro Schienenregionalverkehrsleistungen, die im Wettbewerb
vergeben werden. Für diese Regionalbahnen und Regionalexpresslinien ist
eine leistungsfähige und diskriminierungsfreie Infrastruktur auch in der
Fläche erforderlich. Moderne Stationen sind die Visitenkarten der Bahn.
Daher sind die vorgesehenen Investitionen richtig und ein wichtiger Schritt
nach vorn.“
Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche waren das Konjunkturprogramm des
Bundes und eine Bestandsaufnahme der teilweise bereits realisierten
Maßnahmen an den kleineren und mittleren Stationen in Brandenburg. So
werden bis zum Ende des nächsten Jahres rund 16 Millionen Euro in 185
Maßnahmen an 139 Bahnhöfen investiert. Hierbei geht es insbesondere um die
energetische Sanierung von Empfangsgebäuden, eine bessere
Informationsqualität für die Reisenden sowie Verbesserungen bei
Erscheinungsbild, Zugang, Wetterschutz und Sicherheit.
Auch die Modernisierung der Stationen steht weiter im Fokus. Mehrere
Knoten- und Flächenbahnhöfe werden neu gebaut und verbessern die
Bahnhofsqualität deutlich. Beispielhafte Vorhaben sind mit dem Neubau von
Bahnsteigen und weiterer Anlagen in den Bahnhöfen Erkner, Falkenberg,
Ortrand und Zehdenick bereits mit Investitionen von rund 8,4 Millionen Euro
umgesetzt worden.
Weitere folgen mit dem Neubau des Flughafenbahnhofs Berlin-Brandenburg für
rund 109 Millionen Euro sowie neuer Bahnsteige und Aufzüge in Bernau und
Prenzlau für rund 7,2 Millionen Euro. Auf der Strecke Berlin-Rostock ist
der Neubau von vier Stationen (Sachsenhausen, Nassenheide, Löwenberg und
Grüneberg) für rund 12,1 Millionen Euro geplant. Das gilt ebenso für den
Neubau von drei Stationen auf der Ausbaustrecke Berlin-Dresden (Rangsdorf,
Hohenleipisch und Baruth) für rund 6,9 Millionen Euro sowie den Neubau von
vier Bahnsteigen mit drei Aufzügen im Hauptbahnhof Cottbus für rund 11
Millionen Euro. Sämtliche Maßnahmen werden in den nächsten Jahren zu
erheblichen Verbesserungen für die Reisenden führen.
Darüber hinaus ist der Abschluss einer Rahmenvereinbarung zur nachhaltigen
Entwicklung der Bahnhofsinfrastruktur in Brandenburg von besonderer
Bedeutung. Fachleute von Bahn und Infrastrukturministerium verhandeln
derzeit die Bedingungen für eine solche Vereinbarung, um weitere Bahnhöfe
modernisieren zu können.
Minister Vogelsänger betonte: „Überall dort, wo wir in die Schiene
investiert haben und gute Takte und komfortable Züge bestellen, zeigen die
Fahrgastzahlen beachtliche Zuwächse auf. Der Ausbau des Prignitzexpress ist
hiefür ein gutes Beispiel. Die Reisezeitverkürzungen auf modernen Strecken
und kundenfreundliche Bahnhöfe dienen den Menschen im Land. Wichtig ist
aber auch die Anbindung an den Fernverkehr – hier müssen wieder mehr
Angebote gemacht werden, auch mit Blick auf die touristische Entwicklung
des Landes.“
Dr. Rüdiger Grube ging auf die aktuellen und geplanten Verkehrsangebote im
Regional-, Fern- und Güterverkehr ein und stellte wesentliche Veränderungen
vor. Insgesamt waren im Jahr 2009 rund 40 Millionen Reisende mit
Verkehrsmitteln der Deutschen Bahn im Land Brandenburg unterwegs. Im Rahmen
der größten Ausschreibung von Nahverkehrsleistungen hat DB Regio 2009 den
Zuschlag für die Lose 1 und 3 sowie die zusätzlichen rund 400.000
Zugkilometer durch die Verlängerung der RB 21/22 gewonnen.
Dr. Grube: „ Dafür haben wir 48 Elektrotriebwagen ET 442 im Wert von rund
200 Millionen Euro bei Bombardier Hennigsdorf bestellt, die ab dem
Fahrplanwechsel im Dezember 2011 zum Einsatz kommen sollen.“
Im Fernverkehr nutzen 660.000 Reisende im Jahr die ICE-, EuroCity- und
InterCity-Züge der Bahn. Zum Fahrplanwechsel wird beispielsweise die
Fernverkehrslinie Berlin-Frankfurt/Oder-Warschau von täglich drei auf vier
Zugpaare ausgeweitet. Darüber hinaus hat Brandenburg als Flächenland auch
weiterhin Interesse an anderen großräumigen Verbindungen und wird sich für
deren Erhalt und Ausbau einsetzen.
Auch im Güterverkehr führen wichtige internationale Strecken durch das
Land. Es bestehen direkte Bahnverbindungen nach Skandinavien, Polen und
Russland, die sowohl die Straßen, als auch die Umwelt in erheblichem Umfang
entlasten.
Zum Abschluss des Bahngipfels in Potsdam wurde über die Dienstleistungen
der Bahn in Brandenburg berichtet. Mit rund 7470 Mitarbeitern zählt die
Bahn in diesem Bundesland zu den größten Arbeitgebern. Sie bildet 227 junge
Menschen in zukunftsorientierten und attraktiven Ausbildungsberufen aus und
sichert durch Aufträge von über 830 Millionen Euro (2009) bei den
regionalen Unternehmen der Dienstleistungs- und Zulieferindustrie tausende
weitere Arbeitsplätze. Einen großen Stellenwert für das Land haben in
diesem Zusammenhang die drei Werke der schweren Instandhaltung in Cottbus,
Eberswalde und Wittenberge mit insgesamt ca. 2.200 Beschäftigten.
Zukunftsweisend sind auch die Aktivitäten an der Innovationsplattform „Eco
Rail Innovation (ERI)“. Hier hatten sich die DB und weitere namhafte
Unternehmen der Bahnindustrie, weitere Partner aus dem Bereich erneuerbare
Energien sowie Forschungsinstitute im Rahmen der InnoTrans 2010 zur
Mitwirkung erklärt, um die technologische und wissenschaftliche
Führungsrolle auszubauen und innovative Technologien zu entwickeln. Derzeit
wird die Einrichtung einer Stiftungsprofessur durch die DB für ein
„Institut für nachhaltige Antriebs- und Energietechnik im Schienenverkehr“
an der Fachhochschule Brandenburg zur wissenschaftlichen Begleitung der ERI
Plattform vorbereitet.
Und auch im Strombezug geht die DB mit ihrer Tochter DB Energie in
Brandenburg neue Wege: Seit März 2010 wird aus dem Windpark Märkisch-Linden
Strom bezogen. Rund 58 Gigawattstunden Strom werden durch 20 Windräder
jährlich produziert, genug um eine Kleinstadt mit 13.000 Haushalten mit
Strom zu versorgen. Die DB hat sich das Ziel gesetzt, den spezifischen
Kohlendioxid-Ausstoß seiner weltweiten Aktivitäten bis 2020 um 20 Prozent
im Vergleich zu 2006 zu senken. Die Überlegungen der Deutschen Bahn, im
Zusammenhang mit der Wasserstofftankstelle für den neuen Flughafen Berlin
Brandenburg ein eigenes Modellprojekt zu initiieren, begrüßte Platzeck
ausdrücklich und sagte bei einer möglichen Umsetzung Unterstützung zu.
Abschließend bewerteten Land und DB die Ergebnisse des Bahngipfels als
richtungsweisend und verabredeten, den begonnen Dialog in regelmäßigen
Abständen fortzuführen.
Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Carsharing + Straßenverkehr: Carsharing – das Automietsystem der Deutschen Bahn startet mit attraktiven Angeboten in das Jahr 2011, Fahrzeuge ab einem Stundentarif von 1,50 -Euro / Registriergebühr drastisch auf 50.- Euro gesenkt / Miniklasse mit günstigem Grundpreis / Keine Startkosten für Bahncard-Kunden / attraktive Partnerkarte
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/
de/presse/presseinformationen/ubd/
ubd20101104.html
(Frankfurt am Main, 4. November 2010) Die Bahntocher DB Rent führt zum 1.
Februar 2011 ein neues Preissystem für ihr Carsharing-Angebot bei den
beiden Mietsystemen „Flinkster“ und „DB Carsharing“ ein. Das Tarifsystem
beinhaltet jetzt acht statt wie bisher sieben Fahrzeugklassen. In der neuen
Miniklasse bietet DB Rent seinen Kunden Fahrzeuge bereits zu einem
Stundentarif ab 1,50 Euro und einem Tagespreis ab 29 Euro an.
„Wir möchten unseren mehr als 120.000 Kunden im Carsharing-Verbund mit
unserem Angebot eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit geben, mobil
zu sein. So einfach und so bequem wie möglich, ohne Anschaffungs- oder
Betriebskosten, ohne Parkplatzsuche. Ein Automietsystem mit günstigen
Preisen für jedermann, das einfach und übersichtlich ist“, erklärt Rolf
Lübke, Geschäftsführer der DB Rent GmbH.
Neben dem bisherigen einheitlichen bundesweiten Tarifmodell, wird jetzt
erstmalig in Berlin ein Pilotprojekt mit einem lokalen Preissystem
gestartet. Es enthält eine monatliche Grundgebühr und bietet reduzierte
Zeitpreise an. Die Berliner Kunden können sich dann entscheiden, welcher
Tarif für sie günstiger ist.
Für beide Tarifmodelle wird die Registrierungsgebühr von 99 EUR auf 50 Euro
reduziert, für Kunden mit Bahncard entfällt sie ganz. Ebenfalls neu ist
eine Partnerkarte für einmalig 10 Euro, mit der weitere Personen „auf einer
Kundenkarte“ fahren können. Seit Juli dieses Jahres besteht für die
Carsharing-Kunden der Bahn außerdem die Möglichkeit in Berlin, Saarbrücken
und Frankfurt umweltfreundliche Elektrofahrzeuge zu mieten.
Deutschlandweit werden die rund 2.000 Carsharing-Fahrzeuge in mehr als 130
Städten an über 800 Verleihstationen an Bahnhöfen, Flughäfen oder auch
mitten in der Stadt angeboten. Europaweit können die Kunden im
Carsharing-Verbund auf mehr als 4.500 Fahrzeuge in über 580 Städten und
Gemeinden zurückgreifen.
Informationen zu Anmeldung und Buchung bei den beiden Carsharing
Mietsystemen „Flinkster“ und „DB Carsharing“ gibt es im Internet unter
www.dbcarsharing.de
Herausgeber: Deutsche Bahn AG