Im März kann es losgehen. Dann soll der seit Jahren geplante Ausbau der Invalidenstraße in Mitte beginnen. Der Senat will diesen Teil des inneren Rings durchgängig auf insgesamt vier Fahrspuren verbreitern – mit Fahrradstreifen an den Rändern und zwei Straßenbahngleisen, die zum Hauptbahnhof führen. „Ich freue mich, dass dieses wichtige Verkehrsprojekt umgesetzt werden kann“, sagte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD). 2013 soll alles fertig sein. Die Klagen gegen die Verbreiterung blieben erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies sie gestern ohne Ausnahme ab. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die City Grund Verwaltungsgesellschaft sowie die Anwohner Verena und Ulf Meyer zu Eissen waren gegen den Ausbau vor Gericht gezogen. Sie begründeten ihre Klage damit, dass die Straße künftig noch mehr …
(Berlin, 22. Dezember 2010) Ein neuer Aufzug verbindet seit heute auf dem Bahnhof Altglienicke den Bahnsteig mit der Personenüberführung. Damit ist die Station jetzt barrierefrei zu erreichen.
Mit dem Bau der Anlage war im Sommer dieses Jahres begonnen worden. Der Aufzug ist mit moderner und energiesparender Technik ausgestattet. Im Zusammenhang mit den Arbeiten wurde der Bahnsteig mit einem Blindenleitsystem ausgestattet.
Insgesamt investierte die Deutsche Bahn hier rund 550.000 Euro aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung. Allein in Berlin und Brandenburg erhalten mit den Mitteln des Konjunkturpakets 9 S-Bahnstationen neue Aufzüge und 41 S-Bahnstationen ein neues Blindenleitsystem.
Trauer oder Ärger: Mehr Gefühle ruft die Berliner S-Bahn nicht mehr wach. Ein gerühmtes und berühmtes Verkehrsmittel ist nur noch ein Schatten seiner selbst – das stimmt traurig. Ein früher so zuverlässiger Verkehrsträger schafft es in vielen Fällen nicht mehr, die Menschen in Berlin pünktlich zur Arbeit zu bringen – das sorgt für Ärger. Aber diese Empfindungen sollten die Berliner nicht davon abhalten, die Ursachen der Krise mit kühlem Kopf zu analysieren. Dabei wird klar: Sicher ist es richtig, dass der Bahnkonzern die Grundlagen für das Chaos gelegt hat. Doch richtig ist auch, dass der Senat lange zusah und bis heute zaghaft geblieben ist. Schon 2007 war klar, dass die S-Bahn immer unzuverlässiger wird. Aber erst …
Natürlich ärgere ich mich auch, wenn ich auf dem S-Bahnhof in der Kälte stehe und der nächste Zug kommt erst in einer Viertelstunde. Aber als Techniker kann ich dazu nur sagen: Die Baureihe 481, die einen Großteil unserer Flotte bildet, ist Murks. Sie ist einem solchen Wetter einfach nicht gewachsen. Tiefe Temperaturen und Pulverschnee – das wirkt sich bei ihr fatal aus. Die feinen Kristalle dringen nicht nur in die Motoren ein, schmelzen und lösen dort Kurzschlüsse aus. Sie setzen auch viele Brems- und Heizungsanlagen schachmatt. Denn überall dort, wo Lüfter Luft ansaugen, dringt Pulverschnee ein. Jetzt vereisen sogar die Klimaanlagen, die in den Zügen die Leitelektronik kühlen sollen. Kälte schaltet die Kühlung aus, ganz schön paradox! Die Unterseite der meisten Wagen ist inzwischen ein einziger riesiger …
Natürlich ärgere ich mich auch, wenn ich auf dem S-Bahnhof in der Kälte stehe und der nächste Zug kommt erst in einer Viertelstunde. Aber als Techniker kann ich dazu nur sagen: Die Baureihe 481, die einen Großteil unserer Flotte bildet, ist Murks. Sie ist einem solchen Wetter einfach nicht gewachsen. Tiefe Temperaturen und Pulverschnee – das wirkt sich bei ihr fatal aus. Die feinen Kristalle dringen nicht nur in die Motoren ein, schmelzen und lösen dort Kurzschlüsse aus. Sie setzen auch viele Brems- und Heizungsanlagen schachmatt. Denn überall dort, wo Lüfter Luft ansaugen, dringt Pulverschnee ein. Jetzt vereisen sogar die Klimaanlagen, die in den Zügen die Leitelektronik kühlen sollen. Kälte schaltet die Kühlung aus, ganz schön paradox! Die Unterseite der meisten Wagen ist inzwischen ein einziger riesiger …
Wir haben schon jetzt nicht mehr genug Fahrer. Weil beim Fahrpersonal lange Zeit immer nur Stellen weggespart wurden. Heute kommt noch ein Riesenproblem dazu: Wir haben zu wenig Nachwuchs. Ehrlich gesagt, ich kann das verstehen. Ich würde niemandem mehr empfehlen, Triebfahrzeugführer zu werden. Der Schichtdienst, Ärger mit den Fahrgästen, das geht auf die Gesundheit. Aber am schlimmsten finden wir, wie uns der Bahnkonzern hängen lässt. Da ist zum Beispiel die Sache mit den Weichenheizungen: Die sind oft viel zu schwach eingestellt – angeblich, um Strom zu sparen. Oder die vielen Signalstörungen. DB Netz hat vor einiger Zeit die Wartungsintervalle …
Wir haben schon jetzt nicht mehr genug Fahrer. Weil beim Fahrpersonal lange Zeit immer nur Stellen weggespart wurden. Heute kommt noch ein Riesenproblem dazu: Wir haben zu wenig Nachwuchs. Ehrlich gesagt, ich kann das verstehen. Ich würde niemandem mehr empfehlen, Triebfahrzeugführer zu werden. Der Schichtdienst, Ärger mit den Fahrgästen, das geht auf die Gesundheit. Aber am schlimmsten finden wir, wie uns der Bahnkonzern hängen lässt. Da ist zum Beispiel die Sache mit den Weichenheizungen: Die sind oft viel zu schwach eingestellt – angeblich, um Strom zu sparen. Oder die vielen Signalstörungen. DB Netz hat vor einiger Zeit die Wartungsintervalle …
Gibt es überhaupt noch einen Fahrplan bei der S-Bahn? Das fragten sich gestern viele Fahrgäste, die auf überfüllten Bahnsteigen in der Kälte den wenigen Zügen, die noch fuhren, entgegen bibberten. Nein, lautete die Antwort aus dem Unternehmen. Zumindest keine Fahrzeiten, die man veröffentlichen und vor der Fahrt im Internet nachlesen könnte. Bevor die jeweils aktuellen Fahrplaninformationen eingearbeitet werden können, habe sich die Situation meist wieder geändert. Gestern früh waren bei der S-Bahn 278 Viertelzüge, also insgesamt 556 Wagen, im Einsatz. Das waren zwar …
Die elektronischen Anzeigetafeln auf den Bahnhöfen zeigten eine Zugverspätung nach der anderen an. Eine Rolltreppe machte gleich nach ihrer Wiederinbetriebnahme schlapp, weil sie den Splitt, den ihre Nutzer unter den Sohlen mitbrachten, nicht verkraftete. Doch wirklich wichtig war gestern nur eines: Trotz Schnee und Eis haben es die Bauarbeiter geschafft, die Sanierung der Hochbahn in Prenzlauer Berg pünktlich zu beenden. Seit vier Uhr Früh fahren die Züge der U-Bahn-Linie 2 wieder nach und von Pankow. Aufatmen können die Fahrgäste der Berliner U-Bahn trotzdem nicht. Denn 2011 wird es erneut zahlreiche Baustellen geben – sogar auf dem Pankower U-2-Teilstück, das jetzt wieder eröffnet worden ist. „Rund 30 große und kleine Projekte sind für das nächste Jahr angemeldet“, sagte der U-Bahn-Direktor Hans-Christian Kaiser. Sein Bau-Chef Uwe Kutscher nannte Beispiele. So erhält die U-Bahn-Linie …