Auch wenn Fahrgäste dies fordern: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen ihre U-Bahnhöfe nicht mit Personal besetzen. Denn um dies zu finanzieren, müssten die Tarife drastisch steigen- das aber würde dazu führen, dass viele Fahrgäste abwandern. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten René Stadtkewitz hervor. „Eine 24-Stunden-Personalbesetzung der U-Bahnhöfe erfordert einen Personalmehraufwand von jährlich rund 70 Millionen Euro“, teilte die BVG mit. Ein Aufschlag von 20 Cent auf den Preis des Einzelfahrscheins, wie er …
In Berlin wird eine neue Landesregierung gebildet. Damit besteht auch die einmalige Chance, endlich seit Jahren brachliegende Infrastrukturprojekte wieder mit Schwung in Richtung Fertigstellung anzuschieben. Bestes Beispiel dafür ist die Fertigstellung der „Dresdner Bahn“ zwischen dem Bahnhof Südkreuz, Lichtenrade nach Blankenfelde zum Berliner Außenring. Seit Jahren behindern sich die DB AG und der Berliner Senat gegenseitig und sind nicht in der Lage, einen Kompromiss zu finden. Das Ergebnis ist tagtäglich zu sehen und zu erleben: kilometerweite Umwegfahrten für die Nah- und Fernverkehrszüge, sinnlos in der Landschaft herumstehende Bauruinen. Gerade die Fertigstellung des Flughafens BBI/BER erfordert gerade eine schnelle und direkte Schienenanbindung – und die braucht die Dresdner Bahn! Bundesregierung und DB AG sind nur zur Finanzierung im Rahmen eines Wiederaufbaus der seit dem Mauerbau 1961 unterbrochenen Strecke bereit. Der Berliner Senat hat hingegen bisher eine Tunnellösung gefordert, für die es aber kein Geld gibt und der Berliner Senat natürlich auch kein Geld hat. Deshalb fordert der DBV alle drei Beteiligten – den Bundesverkehrsminister, die DB AG und den Berliner Senat – auf, von ihren jeweiligen Maximalpositionen abzurücken und endlich einen Kompromiss zu schließen. Der Kompromiss könnte nach Ansicht des DBV-Landesverbandes beispielsweise so aussehen, dass bis zur Stadtgrenze die Züge statt 160 km/h „nur“ eine Höchstge-schwindigkeit von 120 km/h fahren dürfen und damit die Lärmschutzmaßnahmen entsprechend geringer ausfallen können. Damit wären die Anwohner ausreichend geschützt, der Wiederaufbau stünde nicht mehr infrage und es wäre auch nicht sehr viel teurer. Selbst bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h wird der dadurch entstehende Fahrzeitverlust marginal bleiben. Egal wie der Kompromiss am Ende aussieht: völlig unhaltbar ist das Fortschreiben der jetzigen Untätigkeit über weitere Jahre (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 29.09.11).
(Berlin, 28. September 2011) Die Deutsche Bahn bündelt am kommenden Wochenende zahlreiche Baumaßnahmen im Berliner S-Bahn-Netz. Damit können Einschränkungen während des Berufsverkehrs in der Woche vermieden werden.
Von Freitag, 30. September, 22 Uhr, bis Dienstag, 4. Oktober, 1.30 Uhr, können auf den Linien S41/S42 zwischen Ostkreuz und Neukölln sowie auf den Linien S8/S9 zwischen Ostkreuz und Baumschulenweg keine Züge fahren. Grund sind die laufenden Umbauarbeiten am Ostkreuz. Die S-Bahn Berlin empfiehlt die Umfahrung über die Stadtbahn und die Nord-Süd-Schnellbahnlinien (S1, S2, S25, U6, U8).
Auch auf der Linie S1 zwischen Schönholz und Wittenau sowie auf der Linie S25 zwischen Schönholz und Hennigsdorf ist der Zugverkehr unterbrochen. Fahrgäste mit Zielen zwischen Hohen Neuendorf und Oranienburg können die Baustelle mit der Linie S8 über Blankenburg umfahren. Zwischen Gesundbrunnen und Wittenau steht die Linie U8 zur Verfügung. Als Alternative zur Linie S25 kann zwischen Friedrichstraße und Tegel Linie U6 genutzt werden.
Die Einschränkungen auf der Linie S1 bleiben wegen der dortigen Vorbereitung auf ein neues Zugsicherungssystem und umfangreicher Gleiserneuerungen bis zum 24. Oktober, 1.30 Uhr, bestehen.
Zur Neueinrichtung und umfangreichen Softwareaktualisierung an Elektronischen Stellwerken wird der S-Bahn-Verkehr in der Nacht von Sonntag, 2. Oktober, 22 Uhr, bis Montag, 3. Oktober, 7 Uhr, auf mehreren Streckenabschnitten erheblich eingeschränkt. Dies betrifft die Ringbahn zwischen Wedding und Greifswalder Straße und die S-Bahn-Linien nördlich des Nordbahnhofs. Es fahren Pendelzüge. Zur Vermeidung erheblich verlängerter Fahrzeiten empfiehlt die S-Bahn Berlin nach Möglichkeit alternative Verbindungen mit BVG-Verkehrsmitteln zu nutzen.
Detailinformationen zu den Fahrplanänderungen gibt es im Internet unter www.s-bahn-berlin.de und rund um die Uhr am S-Bahn-Kundentelefon unter 030 / 29 74 33 33.
(Berlin, 28. September 2011) Reisende werden in Potsdam Hauptbahnhof ab heute besser informiert. Eine neue, elektronisch gesteuerte Anlage ersetzt die alten, noch in Fallblatttechnik betriebenen Zugzielanzeiger auf dem Bahnhof.
Bereits in der Bahnhofshalle informieren jetzt moderne LCD-Tafeln über den aktuellen Zugbetrieb. Darüber hinaus erhalten Reisende an den Zugängen und auf den Bahnsteigen neben den Abfahrtzeiten und Zugzielen bei Bedarf auch Informationen zu Abweichungen im Zugbetrieb.
Die Anzeiger werden durch die im System hinterlegten Fahrplandaten automatisch angesteuert, Abweichungen vom Regelbetrieb werden durch die Mitarbeiter des Ansagerzentrum Potsdam zeitnah in das System eingegeben. Darüber hinaus eingegebene Zusatzinformationen werden auch für die Lautsprecheransagen genutzt. Im Reisezentrum gibt ein Monitor den zeitnahen Überblick zu Abfahrzeiten und Bahnsteigbelegung.
Alle neu installierten Infotafeln, Zugzielanzeiger und die neuen Uhren auf den Bahnsteigen haben eine LED-Hinterleuchtung. Damit konnte das Gewicht dieser Geräte erheblich verringert und Strom eingespart werden.
Für den Ersatz der Gerätetechnik (Anzeiger, Infotafeln, Monitore, Uhren) investierte die Deutsche Bahn fast eine halbe Million Euro.
Über die schöne neue Strecke in die Wissenschaftsstadt Adlershof kann sich BVG-Straßenbahndirektor Klaus-Dietrich Matschke nicht so recht freuen. Denn die Ampeln, die auf der 1,5 Kilometer langen und 13 Millionen Euro teuren Trasse zu passieren sind, bremsen die Züge allzu oft aus. „Es kann nicht sein, dass wir eine Strecke eröffnen und Fahrzeiten festlegen – um dann festzustellen, dass der Betrieb nicht reibungslos läuft“, bemängelte Matschke während einer Veranstaltung des Fahrgastverbands IGEB am Montagabend. Diesem Problem müsse sich die senatseigene Verkehrslenkung Berlin (VLB) stellen. Ein weiteres Beispiel sei die Linie M1. Für den Abschnitt von Mitte bis zum Pankower Zentrum sieht der Fahrplan rund …