Ausgerechnet beim Überprüfen der Notstromversorgung des elektronischen Stellwerks in Halensee war es zum Stromausfall gekommen. Beim Umschalten auf ein anderes System sei ein Bauteil ausgefallen, teilte die Bahn am Abend mit. Warum das Reservesystem versagt habe, werde nun untersucht. Das Umschalten sei Teil einer regelmäßigen Kontrolle, die alle zwei Monate routinemäßig erfolge. Bisher habe es dabei keine Probleme gegeben, hieß es bei der S-Bahn. Das zweite System war nach Tagesspiegel-Informationen auch am Donnerstag zunächst problemlos angelaufen, bis es zu einer Art Verpuffung kam, die die integrierte Batterie, die Stromschwankungen ausgleichen soll, zerstörte. Ein Wechselrichter fiel aus, dadurch war der Stromfluss unterbrochen, was sich aufs …
Das S-Bahn-Chaos vom Donnerstag hat einmal mehr gezeigt, dass es durch überzogene Rationalisierung um buchstäblich jeden Preis am Ende nur Verlierer geben kann. Die Frage ist: Gibt es nun endlich Konsequenzen?
Wer in einer Großstadt der zivilisierten Welt lebt, der baut sein Leben normalerweise auf ein paar Gewissheiten auf: Es gibt Brot, Wasser und Energie, der Müll wird abgeholt, und öffentliche Verkehrsmittel bringen jeden, der einen Fahrschein löst, wohin er will. Nach einigen Jahren S-Bahn-Chaos in Berlin ist die letztgenannte dieser Gewissheiten gründlich erschüttert. Und immer, wenn alle denken oder doch wenigstens hoffen, dass die Talsohle von Fehlplanung, Inkompetenz und, ja, auch Pech erreicht sei, geht es noch einen Schritt weiter nach unten.
Denn einen Totalausfall der kompletten S-Bahn hat es ja selbst im härtesten Winter noch nicht gegeben, und auch während der …
(Berlin, 15. Dezember 2011) Planmäßige Kontrollarbeiten an der Stromversorgung im elektronischen Stellwerk Halensee haben heute den zeitweisen Ausfall des Bahnbetriebs in weiten Teilen des Berliner Netzes verursacht.
Bei einem Umschaltvorgang, mit dem in regelmäßigen Abständen die Notstromversorgung überprüft wird, kam es zum Ausfall eines Bauteiles. Aus bislang nicht geklärter Ursache versagte auch das vorhandene Reservesystem. In der Zeit von 11.45 Uhr bis 14.40 Uhr war daher in weiten Teilen des Netzes im Westteil der Stadt die Signaltechnik gestört.
Die Umschaltung ist Teil eines regelmäßigen Systemchecks, der im Abstand von zwei Monaten routinemäßig stattfindet. Die Systemüberprüfung ist in den vergangenen Jahren bereits dutzendfach durchgeführt worden, ohne dass es zu Auffälligkeiten gekommen ist.
Die Deutsche Bahn bedauert die durch die Störung entstandenen Unannehmlichkeiten sehr. Eine genaue Untersuchung des Vorfalls ist eingeleitet.
Seit heute Vormittag dreht sich wieder einmal kein S-Bahn-Rad. Nicht wegen des Wetters oder unterlassener Instandhaltung. Wieder einmal ist an einem wichtigen Knotenpunkt der Strom ausgefallen. Eine Betriebszentrale, verantwortlich für die Steuerung und Überwachung fast des gesamten Berliner Regional- und S-Bahn-Verkehrs, ist seit Stunden stromlos. Im Mai brannte am Bahnhof Ostkreuz eine Kabelbrücke. Über mehrere Tage fuhren die Berliner S-Bahnen nur eingeschränkt. Es gab keine Notfallpläne, keine Reserven, keine zusätzlichen Kapazitäten, die den Ausfall hätten auffangen können. Und jetzt? Strom kann immer unvorhergesehen ausfallen. Dafür werden Notfallkonzepte und zusätzliche Anlagen bereitgehalten, die im Fall des Falles sofort einspringen können. Sie werden für den Normalbetrieb nicht gebraucht, sind aber für den Ernstfall unverzichtbar. Warum gibt es für die jetzt stromlose Betriebszentrale keine Reserveanlagen und -leitungen, die sofort hätten aktiviert werden können? Jedes Wirtschaftsunternehmen ist für einen solchen Fall gerüstet — nur der 'Global Player' DB AG offenbar nicht. Der DBV-Landesverband fordert deshalb wirksame und nachhaltige Konsequenzen. Ausfälle und Störungen, die wegen nicht vorhandener Reserven noch stunden- oder tagelang nachwirken, sind in den vergangenen Jahren viel zu häufig vorgekommen, ohne dass die entsprechenden Reserven aufgebaut und vorgehalten werden. Zur Erinnerung: Während die Verkehrsunternehmen des DB-Konzerns eigenwirtschaftlich handeln, ist die Infrastruktur — und hierzu gehört auch die ausgefallene Betriebszentrale — im Bundeseigentum. Bundesverkehrsminister Ramsauer muss endlich dafür sorgen, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit, im Sommer wie im Winter, einen stabilen und zuverlässigen Eisenbahnverkehr gibt (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 16.12.11).
Der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, Hans-Werner Franz zum heutigen Ausfall des S-Bahnverkehrs: „Es darf nicht sein, dass ein Stromausfall fast das gesamte S-Bahnsystem in der Bundeshauptstadt über Stunden in den Kollaps treibt und zehntausende Fahrgäste auf der Strecke bleiben. Offenbar sind Notfallkonzepte entweder nicht vorhanden oder nicht ausreichend, um ein solches Desaster, wie wir es heute erlebt haben, zu vermeiden. Der VBB fordert die zuständige DB Netz AG auf, umgehend Vorkehrungen zu treffen, dass dieser desolate Zustand abgestellt wird. Offensichtlich fehlt aber auch ausreichend geschultes Betriebspersonal, damit die vorhandenen Notbedienplätze in den dezentralen Anlagen der elektronischen Stellwerke besetzt werden können. Bei einem Stromausfall in der Betriebszentrale, wie wir ihn heute erlebt haben, könnten diese Betriebseisenbahner die örtliche Bedienung übernehmen und der Verkehr könnte zumindest eingeschränkt aufrecht erhalten werden. Hier rächt sich der überzogene Personalabbau der letzten Jahre beim DB-Konzern. Durch fehlendes Personal gibt es trotz vorhandener Technik keine funktionierenden Rückfallebenen, wie zum Beispiel einen eingeschränkten Notverkehr (Pressemeldung VBB, 16.12.11).
Der S-Bahn-Verkehr in Berlin ist am Donnerstag (15.12.2011) wegen eines Stromausfalls zum Erliegen gekommen.
Das ganze Stadtgebiet sei von den Störungen betroffen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die S-Bahnen standen still, die Fahrgäste sollen darin eingeschlossen sein. Nach Angaben eines Bahnsprechers gab es einen Stromausfall an einem Stellwerk. Hinweise auf einen Anschlag habe die Bahn derzeit nicht, sagte ein Sprecher. Betroffen ist auch der …
aus betrieblichen Gründen bestehen bis auf Weiteres leider folgende Einschränkungen: – Die Linie S47 verkehrt nur zwischen Spindlersfeld <> Schöneweide. – Auf der Linie S25 kann zwischen Teltow Stadt <> Potsdamer Platz nur ein 20-Minuten Takt angeboten werden. – Die Linie S45 verkehrt bis auf Weiteres leider nicht.