(Berlin, 8. Mai 2012) An zahlreichen Bahnhöfen in der Region Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wird auch in diesem Jahr ein großer zusätzlicher Frühjahrsputz durchgeführt.
Die Deutschen Bahn AG (DB AG), die Kommunen und Partner legen gemeinsam Hand an, um die Bahnhöfe und ihre Umgebung vom Winterschmutz zu befreien.
Hauptschwerpunkte sind Grundreinigung, Streugut- und Schmutzbeseitigung, Grünflächenpflege, Kleinreparaturen und Graffitibeseitigung.
An insgesamt rund 130 Bahnhöfen in den drei Ländern werden neben den planmäßigen Reinigungsarbeiten zusätzliche Verschönerungsmaßnahmen durchgeführt. So werden beispielsweise in Berlin-Charlottenburg, Hennigsdorf, Lübbenau, Güstrow und Bad Kleinen zusätzliche Reinigungen im Umfeld der Bahnhöfe vorgenommen beziehungsweise die Personentunnel von Graffiti befreit.
Begonnen wird mit dem Frühjahrsputz am Dienstag, den 8. Mai, in Greifswald, um 9 Uhr. Am 9. Mai, ab 8.30 Uhr werden am Bahnhof Nauen und am 15. Mai, ab 8 Uhr am Bahnhof Calau insbesondere die Führungskräfte und Mitarbeiter aus den administrativen Bereichen der DB Station& Service AG selbst Hand anlegen und die Bahnhöfe gemeinsam mit den Städten und anderen Geschäftsbereichen der DB AG herausputzen.
Im Bahnhof Calau sollen zum Beispiel der Tunnel gestrichen und Sitzgruppen aufgearbeitet, sowie neue Schilder angebracht werden.
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(Berlin, 8. Mai 2012) Die DB Regio AG Nordost hat in den zurückliegenden Tagen von Bombardier Transportation (BT) die ersten Elektrotriebwagen (ET) vom Typ TALENT 2 ausgeliefert bekommen.
„Mit der Auslieferung der neuen Fahrzeuge, können jetzt die Vorbereitungen getroffen werden, damit wir die neuen Züge in Berlin und Brandenburg einsetzen können“, erläuterte Renado Kropp, Regionalleiter Marketing der DB Regio AG Nordost. „In den kommenden Wochen werden unsere Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuer gemeinsam mit den Fahrdienstleitern die neuen Fahrzeuge bei Probe- und Testfahrten einsetzten. Außerdem werden unserer Werkstattmitarbeiter Schulungen an den für sie völlig neuen Fahrzeugen erhalten“, erklärt Renado Kropp.
Der Verkehrsbetrieb Berlin der DB Regio AG Nordost erhält zunächst 17 von insgesamt 48 Fahrzeuge (für das Netz Stadtbahn), davon 14 dreiteilige und drei fünfteilige Elektrotriebwagen. Die TALENT 2 – Züge sind entsprechend ihres vorgesehenen Einsatzes auf die jeweiligen Bahnsteighöhen abgestimmt und machen barrierefreie Einstiege möglich. Ein weiterer Vorteil sind die Spaltüberbrückungen für den sicheren Zustieg für Fahrgäste mit Rollstühlen, Kinderwagen und Fahrrädern. Großzügige Mehrzweckbereiche bieten Stellflächen für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder. Die Züge sind vollklimatisiert, verfügen über eine Videoüberwachung, bieten Plätze für die erste und zweite Klasse und werden mit Kundenbetreuern besetzt sein.
Die Wartung der Fahrzeuge erfolgt ausschließlich in der DB Regio-Werkstatt Berlin-Lichtenberg, des Verkehrsbetriebes Berlin der DB Regio AG Nordost. Dafür wurde in der Werkstatt unter anderem ein neuer Lagerbereich für technische Komponenten des TALENT 2 errichtet, eine Oberleitung in der Wagenhalle installiert, Dacharbeitsstände, für ein sicheres Arbeiten auf den Fahrzeugdächern eingebaut sowie eine speziell zum Rangieren dieser Fahrzeuge ausgerüstete Rangierlok beschafft. Die notwendigen Umbauten an der Waschanlage werden bis Ende Juni abgeschlossen sein.
„Mit der Wartung der neuen Fahrzeuge in unserer DB Regio-Werkstatt Berlin-Lichtenberg werden sich zukünftig auch die Arbeitsaufgaben der Mitarbeiter ändern. So werden beispielsweise erstmals Arbeiten auf den Dacharbeitsständen ausgeführt, da viele Komponenten auf dem Dach der Fahrzeuge angebracht sind. Waren die Mitarbeiter bisher entweder für die Triebfahrzeuge oder für das Wagenmaterial spezialisiert, wird mit dem Einsatz der TALENT 2 – Züge das Fachwissen beider Bereiche zusammengeführt“, erläutert Thomas Stahlberg, Leiter des Verkehrsbetriebes Berlin der DB Regio AG Nordost.
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(Berlin, 4. Mai 2012) Berlins S-Bahn-Flotte kommt wieder in Fahrt. Die technische Sanierung des Fahrzeugparks hat zu einer spürbaren Stabilisierung des Betriebs geführt.
Zur jetzt vorgelegten Jahresbilanz 2011 der S-Bahn Berlin erklärte der Vorstandsvorsitzende des Mutterkonzerns Deutsche Bahn, Dr. Rüdiger Grube: „Wir haben im Unternehmen S-Bahn aufgeräumt, wir haben neue Strukturen geschaffen, wir haben die Technik grundüberholt. Es war richtig, jeden Stein umzudrehen und nicht darin nachzulassen, die Probleme nachhaltig zu lösen. Unsere Fahrgäste profitieren vom Ergebnis.“
Wesentliche technische Herausforderungen konnten von der S-Bahn Berlin im vergangenen Jahr bewältigt werden. Der „große Radsatztausch“ mit dem Einbau von 4.000 neuen Achsen und 8.000 neuen Radscheiben wurde im Dezember abgeschlossen. Über 2.500 Fahrmotoren wurden komplett überarbeitet, um besser gegen den Einfluss von Kälte und Feuchtigkeit geschützt zu sein. Abschluss des Projekts war Februar 2012. Für die zuverlässige Funktionsfähigkeit der Besandungsanlagen von Zügen hat das Unternehmen gemeinsam mit der Industrie ein weltweit einmaliges Verfahren zur automatischen Kontrolle des Systems entwickelt und installiert. Das aufwändige manuelle Prüfen auf Abstellgleisen ist seit Beginn dieser Woche für die Baureihe 481 nicht mehr erforderlich. Der entsprechende Umbau für die Baureihe 480 hat begonnen.
Die getroffenen Maßnahmen wurden Mitte letzten Jahres durch einen vom Berliner Senat eingesetzten Expertenkreis in Inhalt und Umfang als angemessen bewertet und gemäß Absprache durch das Unternehmen abgearbeitet. Für die Instandhaltung gab die S-Bahn Berlin im Jahr 2011 106,7 Millionen Euro aus.
Wesentlicher Erfolgsfaktor für die Bewältigung der Krise war die konzernübergreifende Unterstützung. Dazu gehörte die Bereitstellung von Experten, die Bereitstellung von Fahrzeugmaterial für Ersatzverkehre sowie die Übernahme von Arbeiten der schweren Instandhaltung durch die Werke Dessau und Wittenberge.
Bahnkonzern gleicht negatives Geschäftsergebnis aus
Im dritten Jahr in Folge hat die S-Bahn Berlin 2011 mit -41,6 Millionen Euro ein negatives Geschäftsergebnis erwirtschaftet. Im Jahr 2010 wurden -222,2 Millionen Euro Verlust verbucht, im Jahr 2009 waren es –92,9 Millionen Euro. Ursachen sind gekürzte Bestellerentgelte aufgrund unzureichender Verkehrsleistung, Entschuldigungsleistungen an Kunden und die hohen Ausgaben für die Fahrzeugflotte. Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass die S-Bahn Berlin über den Gesamtzeitraum ihres Verkehrsvertrages keinen Gewinn erwirtschaftet haben wird. Entsprechend dem geltenden Ergebnisabführungsvertrag wird das negative Geschäftsergebnis der S-Bahn Berlin auch in diesem Jahr vom Mutterkonzern ausgeglichen.
S-Bahn Berlin sieht sich für den Wettbewerb gerüstet
Der Vorsitzende der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin, Peter Buchner, sieht für das Unternehmen mittel- und langfristig gute Chancen: „Wir werden gestärkt aus der Krise hervor gehen. Wir wissen, dass die Berliner S-Bahn als Rückgrat des Nahverkehrs in der Region mit Qualität und Zuverlässigkeit überzeugen muss. Dafür haben wir uns technisch und organisatorisch aufgestellt. Einem Wettbewerbsverfahren werden wir uns offensiv stellen.“
Die Fahrgäste der S-Bahn Berlin sind dem Unternehmen auch im Jahr 2011 treu geblieben. Nach 280,4 Millionen Euro im Jahr 2009 und 189,7 Millionen Euro im Jahr 2010 stiegen die Fahrgeldeinnahmen im Jahr 2011 auf 327,0 Millionen Euro. Auch die Zahl der Abonnenten entwickelte sich positiv. Nach 162.700 im Dezember 2009 und 176.900 im Dezember 2010 betrug die Zahl der Abonnenten Ende 2011 185.800. Die Tendenz ist weiter steigend. Ende 2008 lag diese Zahl noch bei 130.400.
Neue S-Bahn-Strecke zum Flughafen Berlin Brandenburg
Das Jahr 2012 steht für die S-Bahn Berlin ganz im Zeichen der Rückkehr zum vollen Angebot. Mit 546 Viertelzügen in der Fahrzeugverfügbarkeit wird im Verlauf des Jahres das Vorkrisenniveau erreicht.
Fahrgäste der S-Bahn Berlin können sich auf Angebotsverbesserungen ab 3. Juni diesen Jahres freuen: Die Linien S45 und S9 werden vom bisherigen Endpunkt Schönefeld über Waßmannsdorf zum neuen Endbahnhof Flughafen Berlin Brandenburg verlängert. Die Fahrzeit auf dem 7,8 Kilometer langen Streckenabschnitt beträgt 7 Minuten.
Die Linie S85 Waidmannslust – Ostring – Schöneweide – Grünau nimmt am 4. Juni den Betrieb wieder auf. Damit kehrt die letzte krisenbedingt fehlende Linie zurück. Weiteres zusätzlich zur Verfügung stehendes Wagenmaterial wird zur Verlängerung von Zügen auf den Linien S1, S45, S46 und S75 eingesetzt. Dies geschieht sukzessive in Abhängigkeit von den Fortschritten bei der technisch anspruchsvollen Wiederinbetriebnahme von Zügen der Baureihe 485.
Sauberkeitsoffensive in Zügen und auf Bahnsteigen zeigt Wirkung
Weitere qualitätssteigernde Maßnahmen hat die S-Bahn Berlin im Bereich der Sauberkeit von Zügen und Bahnsteigen vorgenommen. Das Reinigungsbudget wurde um 14 Prozent aufgestockt. Die Zufriedenheit der Fahrgäste mit der Reinigung der S-Bahnhöfe ist gegenüber 2010 gestiegen. Wichtigstes Kriterium stellt dabei die Sauberkeit der Böden dar. Auch der Einsatz mobiler Nachtteams zur Graffitibeseitigung führt zu einer merklichen Erhöhung der Aufenthaltsqualität. Die neu eingeführte Nassreinigung von Wagenfußböden nach dem Samstagnachtverkehr hat sich bewährt und bleibt erhalten.
15-Millionen-Investition für S-Bahn-Werk Friedrichsfelde
Der Instandhaltungsbereich der S-Bahn Berlin wird weiter gestärkt. Die Kapazitäten der Werke Grünau, Wannsee und Oranienburg wurden den gestiegenen Erfordernissen bereits angepasst. Mit der Sanierung und Erweiterung des von 2006 bis 2010 stillgelegten S-Bahn-Werks Friedrichsfelde werden zeitgerechte Wartungsanlagen auch für die auf der Stadtbahn eingesetzten Züge der Linien S3, S5 und S75 geschaffen. Mit dem symbolischen Entfernen der Stromschiene an den alten Gleisanlagen vor der Werkhalle durch Dr. Rüdiger Grube und Peter Buchner begannen am Freitag die bauvorbereitenden Maßnahmen. Die S-Bahn Berlin investiert bis zum Jahr 2016 über 15 Millionen Euro in das Projekt. Darin enthalten sind die Kosten für die bauliche Erneuerung und die technische Ausstattung der Werkhalle sowie den Neubau der Innen- und Außengleise.
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Berlin (dapd). Die Deutsche Bahn stellt ihre Eurocity-Verbindung von Prag über Dresden und Berlin nach Stettin Anfang Juni ein. Aufgrund mangelnder Nachfrage fahre der Eurocity künftig nur noch bis und ab Berlin, sagte ein Bahnsprecher auf Freitag auf dapd-Anfrage. Der Eurocity hält bislang in Deutschland in Bad Schandau, Dresden, Berlin, Bernau, Eberswalde und Angermünde. Ab dem Sommer ist Stettin nur noch mit …
(Berlin, 2. Mai 2012) Die Deutsche Bahn beginnt im Mai mit der Erneuerung der 100 Jahre alten Bahnbrücke über die Treskowallee am Bahnhof Karlshorst. Für den Einbau der Hilfsbrücken und Bauweichen muss der Straßenverkehr umgeleitet werden. Die Züge der Linie S 3 fahren nur zwischen Karlshorst und Erkner; als Ersatz fahren Busse:
Vom Donnerstag, 10. Mai, 19 Uhr, bis Montag, 14. Mai, 4 Uhr,
Vom Donnerstag, 17. Mai, 22 Uhr, bis Montag, 21. Mai, 4 Uhr.
Der Regionalverkehr ist unterbrochen; es muss die S-Bahn benutzt werden:
Vom Freitag, 25. Mai, 5 Uhr, bis Freitag, 1. Juni, 4 Uhr.
Die Straße unter der Brücke kann vom 10. Mai, 22 Uhr, bis 15. Mai, 4 Uhr, und vom 26. Mai, 5 Uhr, bis 2. Juni, 4 Uhr, nicht befahrbaren werden. Umleitungen für Pkw und Lkw sind ausgeschildert.
Mit Abschluss der Bauarbeiten Ende 2013 steht dem Straßenverkehr in der Treskowallee eine vierspurige Durchfahrt zur Verfügung. Der S-Bahnhof Karlshorst erhält einen westlichen Zugang von der Treskowallee mit Fußgängersteg sowie ein überdachtes Treppenhaus mit Aufzug. Das Wegeleitsystem wird erweitert und die Beleuchtung erneuert.
Die 85 Kilometer lange Fernbahnstrecke vom Berliner Ostbahnhof bis zur deutsch-polnischen Grenze bei Frankfurt (Oder) wird für Geschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometer pro Stunde ausgebaut. Die Verbindung ist Teil der europäischen Verbindung Paris – Berlin – Warschau – Moskau. In Deutschland wird sie im Stundentakt von der Regionalexpresslinie RE 1 Magdeburg – Berlin – Frankfurt (Oder) befahren. Hinzu kommen Regionalbahnen, Fernzüge in Richtung Warschau, Moskau und St. Petersburg sowie zahlreiche Güterzüge.
Da die Bahnstrecke den gewachsenen Anforderungen nicht mehr genügt, wird sie seit 1997 schrittweise ausgebaut. Erneuert werden Gleise, zwölf Bahnhöfe und Haltepunkte, 15 Eisenbahnbrücken und 16 Durchlässe.
Die Strecke wird von neun elektronischen Stellwerken gesteuert. 2020 wird sie vollständig fertiggestellt sein. Von Berlin Ostbahnhof bis Frankfurt (Oder) brauchen die Züge dann statt einer Stunde nur noch 36 Minuten.
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(Berlin, 2. Mai 2012) Auf Grund von Brückenarbeiten zwischen Luckenwalde und Jüterbog fallen am Samstag und Sonntag, 5. und 6 Mai, die Regional-Express-Züge der Linie RE 5 zwischen Luckenwalde und Jüterbog aus. Einige Züge fallen auch in den Abendstunden des 4. Mai und in den Morgenstunden des 7. Mai aus.
Als Ersatz fahren Busse mit veränderten und längeren Zeiten.
Informationen erhalten Reisende im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten, beim Kundendialog DB Regio Nordost unter: Telefon (0331) 235 6881 oder -6882 und an den Aushängen auf den Stationen.
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Nach dem Brand einer Dachkonstruktion des U-Bahnhofs Dahlem-Dorf im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf am Sonnabend hat die U-Bahn-Linie 3 wieder den regulären Betrieb aufgenommen. Die Züge verkehrten seit Montag 17 Uhr wieder regelmäßig, sagte eine Sprecherin der BVG. Seit Sonnabend waren Ersatzbusse zwischen den Haltestellen Breitenbach- und Thielplatz im Einsatz.
Beeskow (MOZ) Mit einer fröhlichen Zugfahrt haben junge Leute Sonnabend eine Lanze für die Regionalbahn gebrochen. Die Verabredung war über die Internet-Gemeinschaft Facebook erfolgt. Eingeladen hatte Andreas Batke aus dem Storkower Ortsteil Klein Schauen.
Zum Mitfahren angemeldet hatten sich bis Sonnabend genau hundert Leute. Wie viele dann schließlich wirklich dabei waren, lässt sich nicht exakt beziffern. Die Bundespolizei, die die Aktion beobachtet hat, spricht von 40 Teilnehmern. Nach der Einschätzung unserer Redaktion könnten es allerdings auch 70 gewesen sein. In der Mehrzahl waren es Jugendliche. Sie stiegen vor allem auf der Strecke zwischen Beeskow und Königs Wusterhausen ein und wechselten zwischendurch die Züge, wenn sich Bahnen an Haltepunkten wie in …
(Nürnberg, 27. April 2012) Die Deutsche Bahn wird bis Ende 2014 rund 770 ihrer Intercity-Wagen umfangreich modernisieren und den Fahrkomfort für die Reisenden erheblich verbessern. Heute wurden im Werk Nürnberg der DB Fahrzeuginstandhaltung die ersten modernisierten Intercity-Wagen vorgestellt. Rund 250 Millionen Euro investiert die DB, um die Wagen für ihren Einsatz bis 2023 fit zu machen.
„Auch mit dieser Investitionsmaßnahme setzen wir die Modernisierung unserer Fahrzeugflotte konsequent fort. Wir machen das Unternehmen stark für eine nachhaltige Zukunft. Davon profitieren das System Bahn und insbesondere unsere Kunden“, erklärte Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der DB AG.
Die Modernisierung umfasst komfortsteigernde Maßnahmen wie die Erneuerung von 46.000 Sitzen mit Lederbezug in der 1. Klasse und Velourstoff in der 2. Klasse sowie den Einbau von Steckdosen. Auch Wandverkleidungen, Tische und etwa 42.000 Quadratmeter Teppich werden ausgetauscht. Die Bistrowagen erhalten eine neue Ausstattung. Zusätzlich wird in dem Servicewagen das Kleinkindabteil mit neuem Dekor versehen und der Bereich für mobilitätseingeschränkte Reisende vergrößert. Außerdem wird die Anzahl der Wagen, in denen Fahrräder mitgenommen werden können, von heute 129 auf 163 Fahrzeugen gesteigert.
Eine besondere Herausforderung des Projekts stellt die Vielzahl an unterschiedlichen Wagentypen dar: Die Wagenflotte besteht aus 34 Bau- und Unterbauarten mit unterschiedlichen Varianten. Die Fahrzeuge sind teils 40 Jahre alt und kommen aus den Beständen der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn. Eine standardisierte Modernisierung ist somit kaum möglich. So wurden beispielsweise zu Beginn des Projektes für alle Varianten individuelle Zeichnungen für das neue Innenraumdesign angefertigt. Die Ingenieurleistungen erfolgt durch die DB Systemtechnik. Mit der Umsetzung sind die Werke Neumünster, Kassel und Nürnberg der DB Fahrzeuginstandhaltung beauftragt.
Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 ist geplant, die erste Intercity-Linie Stuttgart–Köln–Hamburg, komplett auf die modernisierten Wagen umzustellen.
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