Straßenbahn + S-Bahn: Erreichbares Adlershof, Regionalbahnhalt statt Notfahrpläne, Nun sind wir an das Straßenbahnnetz angeschlossen., aus Adlershof.de

http://www.adlershof.de/newsview/

?no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=9142&

cHash=063a90e244

Nur drei Stationen trennen die Mitte des Technologieparks von der des

historischen Ortskerns von Adlershof. Fahrzeit: drei Minuten. Ein völlig

neues Fahrgefühl – und hoffentlich auch der Beginn einer echten

Nachbarschaft zwischen „Kiez“ und „Raumschiff“.

Mit der Straßenbahn hält ein weiteres Stück Urbanität im Technologiepark

Adlershof Einzug. Sie wird in erster Linie die Funktion eines Zubringers

zur S-Bahnstation erfüllen. Am Hochtechnologiestandort Adlershof arbeiten

derzeit über 14.000 Menschen. Hinzu kommen 7.800 Studierende der Humboldt-

Universität zu Berlin. Wir wissen aus internen Erhebungen,

dass 44 Prozent der hier Beschäftigten täglich mit öffentlichen

Verkehrsmitteln anreisen, in erster Linie mit der S-Bahn. Seit über zwei

Jahren fährt die S-Bahn mit einem Notfahrplan. Die Folgen: volle Züge,

genervte Fahrgäste.

Als erfahrener S-Bahnfahrer möchte ich Sie, liebe Leser, jetzt nicht mit

weiteren Erfahrungsberichten …

Neue S-Bahn erhält Klimaanlagen, Planer entwerfen moderne Züge. Parallel dazu werden alte Wagen reaktiviert, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0831/berlin/
0035/index.html

Sauna-Bahn – so nennen Insider die S-Bahn scherzhaft, wenn die Fahrgäste im
Sommer in überhitzten Wagen schwitzen müssen. Doch die künftige
Fahrzeuggeneration, die das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (DB)
derzeit plant, soll keine Sauna-Bahn mehr sein. Die neuen Wagen sollen auch
in den Fahrgasträumen Klimaanlagen bekommen – nicht nur wie bisher
ausschließlich in den Führerständen. Das sagte gestern ein hochrangiger
S-Bahn-Manager der Berliner Zeitung. Die Züge sollen bis Ende 2017
geliefert werden. Sie lösen unter anderem die Wagen der Baureihe 485 ab,
die gerade erneuert werden – damit sie noch bis dahin durchhalten.
„Eine Klimatisierung ist heute auch im Nahverkehr Standard“, sagte der
S-Bahner. In vielen Regionalzügen, die durch Berlin und Brandenburg fahren,
gibt es sie schon lange. Die Anlagen sorgen dafür, dass die Temperatur bei
Hitze um …

S-Bahn: DB Werk Wittenberge sorgt für Kompletterneuerung von Wagenkästen der S-Bahn-Baureihe 485, 80 Viertelzüge für längerfristigen Betriebseinsatz vorgesehen • Redesign des Fahrgastraums für erhöhten Fahrkomfort

http://www.deutschebahn.com/site/bahn/

de/presse/presseinformationen/bbmv/

bbmv20110830a.html

(Berlin, 30. August 2011) Die Sanierung des Fahrzeugparks der S-Bahn Berlin

kommt weiter voran. In enger Zusammenarbeit mit den Werken der DB

Fahrzeuginstandhaltung wird derzeit die Komplettsanierung der Wagenkästen

von allen 80 für den Fahrbetrieb vorgesehenen Viertelzügen der Baureihe 485

durchgeführt. Dazu gehören auch 20 bereits stillgelegte Viertelzüge, die

für den Betriebseinsatz reaktiviert wurden.

Am brandenburgischen Standort Wittenberge findet noch bis Oktober dieses

Jahres die Grunderneuerung des Wagenkastenbodens statt. Zudem wird ein

Redesign des Innenraums durchgeführt. Die Arbeiten im Gesamtwert von rund

20 Millionen Euro sind die Grundlage dafür, die Anfang der neunziger Jahre

beschafften Fahrzeuge bis Ende 2017 zuverlässig einsetzen zu können.

„Mit ihrem über Jahrzehnte gewachsenen Know How sind die Fahrzeugexperten

im Werk Wittenberge ein unverzichtbarer Partner, um weitere Teile unserer

Fahrzeugflotte für die nahe Zukunft fit zu machen“, sagt Peter Buchner,

Geschäftsführer der S-Bahn Berlin. „Wir sind sehr froh, dass die

bahneigenen Werke in Wittenberge und Dessau diesen Auftrag übernommen

haben. Wegen der Vielzahl der anstehenden Arbeiten, wären wir nicht in der

Lage gewesen, diese Arbeiten in Schöneweide selbst durchzuführen.“

Nachdem eine Auftragsvergabe an die Schienenfahrzeugindustrie nicht

zustande kam, setzte das Instandhaltungswerk Wittenberge bereits im Jahr

2009 im Auftrag der S-Bahn Berlin ein eigenes Team für dieses Projekt auf,

in dessen Rahmen bis zu 65 Mitarbeiter tätig sind.

„Das Projekt Baureihe 485 ist für uns eine ganz besondere Herausforderung“,

erklärt Dietmar Schmidt, Werkleiter Wittenberge der DB

Fahrzeuginstandhaltung. „Zunächst haben wir Fahrzeuge auseinander bauen

müssen, um die erforderlichen Fahrzeugdokumentationen und

Arbeitsanweisungen erarbeiten zu können. Anschließend galt es, neue

technische Lösungen für Prozesse zu entwickeln, die bislang nicht zum

Arbeitsalltag in unserem Werk gehörten. Außerdem haben wir eine eigene

Montagestraße aufgebaut.“

Die Sanierung des Wagenkastenbodens und der damit verbundene Teilaustausch

der hierbei verbauten Integralbleche wurde erforderlich, nachdem bei

routinemäßigen Untersuchungen im Jahr 2008 eine Rissanfälligkeit des

verwendeten Materials festgestellt wurde. Gutachter der DB Systemtechnik

ermittelten, dass Fertigungsfehler beim damaligen Bau der Züge dazu

führten, dass das Material im Fußboden des Wagenkastens auf Höhe der

Drehgestelle den dauerhaften Belastungen des Betriebseinsatzes nicht in

jedem Fall gewachsen ist. Die Experten vermuten eine ungenügende Aushärtung

der Schweißnähte, so dass sich bereits während der Fertigung oder kurz

danach kleine Anrisse gebildet haben. Bei der Neuverblechung des

Wagenbodens wird nunmehr nach der letzten Schweißnaht eine technisch

erforderliche 72-stündige Ruhezeit des Fahrzeugs in verspanntem Zustand

eingehalten.

Jeder aus Trieb- und Beiwagen bestehende Viertelzug bleibt etwa sieben

Wochen in Wittenberge. Zur Vorbereitung der Wagenkastensanierung wird die

komplette Innenausstattung einschließlich der elektrischen Ausrüstung

entfernt. Danach geht das Fahrzeug in die Abspannvorrichtung, die

sicherstellt, dass sich der Aluminium-Wagenkasten nicht verziehen kann. Es

erfolgt die Herauslösung der alten Bodenbleche und das Einschweißen des

neuen Materials. Die Materialdicke wurde von 4 auf 5 Millimeter erhöht, um

eine höhere Stabilität bei nur geringer Gewichtssteigerung zu erreichen.

Nach Aushärtung der Schweißnähte beginnt die Neuverkabelung des

Fahrzeuginnenraums und der Einbau der Inneneinrichtung.

Neben der wagenbaulichen Erneuerung der Baureihe 485 wurde auch die

Gestaltung des Fahrgastraums überarbeitet. Im Rahmen eines Redesigns

erhalten die Fahrzeuge aufgearbeitete Windfangwände, Seiten- und

Deckenverkleidungen, neu gestaltete Sitzmöbel sowie eine neue

Innenfarbgebung, die den übrigen S-Bahn-Baureihen angeglichen ist.

Derzeit setzt die S-Bahn Berlin 27 dieser sanierten Viertelzüge der

Baureihe 485 im täglichen Betrieb ein. Darunter sind bereits 10 von 20

Viertelzügen, die unter Federführung des Werks Dessau der DB

Fahrzeuginstandhaltung reaktiviert wurden.

Insgesamt sind 80 Viertelzüge für den langfristigen Betriebseinsatz

vorgesehen. Die Fahrzeuge der Baureihe 485 wurden seit den siebziger Jahren

durch die Schienenfahrzeugindustrie der DDR entwickelt und in den Jahren

1988 bis 1992 durch den Lokomotivbau – Elektrotechnische Werke (LEW) in

Hennigsdorf (heute Bombardier Transportation) ausgeliefert.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG

Bahnverkehr + S-Bahn + Flughäfen: Bahn hält Zusage: Schienenanbindung für Hauptstadtflughafen, aus MOZ

http://www.moz.de/nachrichten/

brandenburg/artikel-ansicht/

dg/0/1/955826/

Schönefeld (MOZ) Im Schritttempo ist am Freitag der erste ?S-Bahnzug in den

unterirdischen Bahnhof des neuen Flughafens „Willy Brandt“ in Schönefeld

(Dahme-Spreewald) eingefahren. Die Strecke wird zwar erst mit

Inbetriebnahme des Airports am 3. Juni 2012 offiziell befahren, doch die

Bahn will ihre Zusage einhalten und die Schienenanbindung vertragsgemäß zum

30. Oktober fertigstellen.

Die Schienen auf der acht Kilometer langen, neu gebauten S-Bahnstrecke, zu

der mit Waßmannsdorf sogar ein neuer Haltepunkt gehört, sind bereits unter

Strom, Stellwerke in Betrieb. Bei dem außerfahrplanmäßigen S-Bahnzug am

Freitag handelt es sich nach Angaben von Bahnsprecher Michael Baufeld

um ?einen Messzug, der prüft, ob die Stromschiene richtig reguliert und die

Bahnsteigkante den korrekten Abstand zum Zug hat.

635 Millionen Euro hat die Bahn in die Flughafenanbindung investiert. Neben

der ?S-Bahnverlängerung über den alten …

Zusätzliches S-Bahn-Angebot zu Großveranstaltungen, Sonderzüge zum Fußball-Bundesligaspiel Hertha BSC Berlin gegen VfB Stuttgart • Taktverdichtung auf der Ringbahn zum Jubiläumsfest „125 Jahre Automobil“ in Tempelhof

http://www.deutschebahn.com/site/bahn/

de/presse/presseinformationen/bbmv/

bbmv20110824.html

(Berlin, 24. August 2011) Anlässlich der Fußball-Bundesliga-Begegnung

Hertha BSC Berlin gegen VfB Stuttgart verstärkt die S-Bahn Berlin am

Freitag, 26. August, ab 18 Uhr das Zugangebot.

Zusätzlich zu den Linien S3 und S75 nach Spandau verkehrt die Linie S5 im

10-Minuten-Takt von der Stadtbahn zum Olympiastadion. Zwischen

Charlottenburg und Olympiastadion werden weitere Verstärkerzüge eingesetzt.

Damit stehen sechs Züge innerhalb von 20 Minuten zur Anreise zur Verfügung.

Nach Spielende ab zirka 22.15 Uhr wird für die Rückreise der Fußballfans

ebenfalls der verdichtete Fahrplan angeboten.

Am Wochenende, 27. und 28. August, findet auf dem ehemaligen Flughafen

Tempelhof das Jubiläumsfest „125 Jahre Automobil“ statt.

Da keine Parkplätze zur Verfügung stehen, empfiehlt der Veranstalter zur

An- und Abreise öffentliche Verkehrsmittel (S-Bahn-Linien S41/S42, S46, S47

und U-Bahn-Linie U6). Die S-Bahn Berlin bietet tagsüber auf der Ringbahn

zwischen Neukölln und Westend einen Fünf-Minuten-Takt an.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG

Regionalverkehr + S-Bahn: SCHIENENVERKEHR: S-Bahn-Netz soll wachsen, Expertenrunde in Staaken beklagt fehlenden Lückenschluss Spandau–Falkensee, aus MAZ

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/

12153367/61759/

Expertenrunde-in-Staaken-beklagt-fehlenden-Lueckenschluss-Spandau-Falkensee.html

STAAKEN/FALKENSEE – Falkensee ist begehrt bei den Berliner Grünen –

zumindest, was die S-Bahn-Anbindung anbelangt. „Egal, in welche Richtung

Sie Berlin verlassen, es fahren Regionalbahn und S-Bahn, bloß nicht nach

Falkensee“, sagte die Grünen-Politikerin im Berliner Abgeordnetenhaus,

Claudia Hämmerling, Dienstagabend bei einem Forum ihrer Partei in Staaken.

Brandenburg setze auf die Regionalbahn; S-Bahn und Regionalbahn parallel zu

betreiben, sei dort nicht erwünscht. Claudia Hämmerling: „Wir brauchen aber

beides – S-Bahn und Regionalbahn. Allein schon um den Spandauer Westen

verkehrstechnisch anzubinden.“

Die Abgeordnete sprach vor rund drei Dutzend Gästen im Kulturzentrum

Heerstraße Nord von der „Naherschließungsfunktion der S-Bahn“ und dem

gegenüber Bussen attraktiveren Angebot des Schienenverkehrs. Auch der

Europaparlamentarier der Grünen, Michael Cramer, legte sich ins …

S-Bahn + Flughäfen: S-Bahn fährt wieder öfter zum Flughafen, Nach zwei Jahren Krise wird die Linie S 45 wieder belebt, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0816/berlin/
0061/index.html

Von Oktober an soll die S-Bahn wieder sechs Mal stündlich zum Flughafen
Schönefeld fahren. Dann wird die Linie S 45, die den Südring montags bis
freitags tagsüber mit Schöneweide, Adlershof und Schönefeld verband, wieder
in Betrieb genommen. Das sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner gestern der
Berliner Zeitung. Die S 45 musste vor zwei Jahren, als sich die
S-Bahn-Krise verschärfte, wegen Wagenmangels eingestellt werden. Seitdem
steuern außer Regionalverkehrszügen nur noch die alle 20 Minuten fahrenden
Bahnen der Linie S 9 Schönefeld an.
Die Wagen, die für die S 45 vorgesehen sind, fahren zuvor auf einer anderen
Linie: der S5 (Strausberg Nord-Westkreuz). Dort verstärkt die S-Bahn ihren
Verkehr, solange die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf der parallel
verlaufenden …

S-Bahn + Bahnhöfe: Neue digitale Anzeigetafeln für die Berliner S-Bahn, Gesamter Nord-Süd-Tunnel ausgestattet • Bis Mitte 2013 wird das Berliner S-Bahn-Netz mit moderner Kundeninformationstechnik ausgestattet sein • neues Beschallungssystem ermöglicht einheitliche Durchsagen auf allen Stationen

http://www.deutschebahn.com/site/bahn/
de/presse/presseinformationen/bbmv/
bbmv20110815.html

(Berlin, 15. August 2011) Die Deutsche Bahn setzt das Projekt zur
umfassenden Ausstattung der 168 Berliner und Brandenburger S-Bahnhöfe mit
einem modernen Fahrgastinformationssystem weiter fort. Seit Dienstag, 9.
August, ist mit der Aufnahme des Testbetriebs der Zugzielanzeiger an der
Station Botanischer Garten der gesamte Nord-Süd-Abschnitt zwischen
Humboldthain und Nikolassee (Linie S1 und teilweise S2 und S25) mit
LCD-Anzeigern ausgestattet. Damit verfügen 19 weitere S-Bahn-Stationen über
die neuen Anzeigetafeln, die bereits mit Aufnahme des Testbetriebs die
Fahrgäste unter anderem minutengenau über die Abfahrt der nächsten S-Bahn
informieren. Bis Mitte 2013 wird es auf allen 168 S-Bahn-Stationen in
Berlin und Brandenburg Echtzeitangaben zur Zugbetrieb geben. Derzeit sind
auf 78 Stationen blaue LCD-Anzeiger in Betrieb. Im laufenden Jahr sind
bereits die Stationen Spandau, Stresow und Hohen Neuendorf damit
ausgestattet worden.

135 S-Bahn-Bahnhöfe werden mit solchen LCD-Anzeigern mit Angaben zu
Zwischenstationen und freier Programmierung von Infotexten ausgerüstet.
Diese Anzeiger informieren die Fahrgäste über die nächsten Zugfahrten. Nur
33 Stationen mit einer Linie und geringerem Fahrgastaufkommen erhalten
andere digitale Anlagen zur minutengenauen Verspätungsmeldung: Diese
sogenannten einzeiligen dynamischen Schriftanzeiger (DSA), die auch auf
vielen Nahverkehrsbahnhöfen im Einsatz sind, werden im Störungsfall die
Kundinnen und Kunden schnell und aktuell informieren. Zudem wird ein neues
Beschallungssystem die Fahrgäste über die aktuelle Lage im S-Bahn-Verkehr
auf dem Laufenden halten. Neben dem automatischen Abspielen vorproduzierter
Standardansagen ist damit auch eine gleichzeitige zentrale Durchsage an
allen Stationen möglich, zum Beispiel im Großstörungsfall. Die Deutsche
Bahn AG investiert rund 36 Millionen Euro in die Modernisierung der
Reisendeninformation der Berliner S-Bahn.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG

Regionalverkehr + S-Bahn: Viv e.V. mahnt Fortschritte beim Lückenschluss von Verkehrswegen an

http://www.lok-report.de/

Der Vorsitzende des viv e.V., Alexander Kaczmarek: „Unser traditioneller

Lückentest zeigt: Leider wird auch 2011 ein verlorenes Jahr für die

Wiederinbetriebnahme von unterbrochenen Verkehrsverbindungen sein. Selbst

bei den vom Bund zu finanzierenden Verbindungen – wie Spandau-Falkensee –

blockieren sich die Bundesländer gegenseitig und kommen nicht voran.“

1945 war das Verkehrssystem in und um Berlin durch Kriegseinwirkungen und

folgenden Abbau für Reparationen erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Trotz der zur Verfügung stehenden geringen Finanzmittel gelang es die

Verkehrsverbindungen noch innerhalb des Jahres 1945 weitgehend

wiederherzustellen.

Auch 21 Jahre nach der Wiedervereinigung ist ein nicht unerheblicher Teil

der 1961 unterbrochenen Verkehrsverbindungen immer noch auf der Warteliste.

Einige in den 90er Jahren neu geplante Verbindungen harren ebenfalls noch

der Verwirklichung. Anlässlich des 50.Jahrestags des Baus der Berliner

Mauer am legt der verkehrspolitische informationsverein e.V. – wie schon in

den Vorjahren – eine Liste von finanziell reduzierten und auf das

Wesentliche konzentrierten Infrastrukturinvestitionen im Raum Berlin vor.

Kaczmarek abschließend: „Es liegt nicht am fehlenden Geld, sondern am

fehlenden politischen Interesse und mangelnder Koordination, dass auch

heute noch Lücken im Verkehrsnetz klaffen. Die Politik in Berlin und

Brandenburg sollte endlich ihre Antriebsarmut überwinden!“

Die viv-Hitliste der schnell zu schließenden Lücken:

1. Brommybrücke Friedrichshain-Kreuzberg: Wiederherstellung der zerstörten

Brommybrücke als Fußgänger- und Radfahrerbrücke. Baukosten ca. 2,5 Mio EUR

2. Straßenbahn 63 Johannisthal – U-Bahnhof Zwickauer Damm: Die Trasse

existiert entweder als Vorhaltemaßnahme oder als Industriebahn in der

Straßenmitte schon heute. Entlang der Strecke sind wenig städtebauliche

oder umwelttechnische Konflikte zu erwarten. Länge ca 2,6 km, ca. 15.000

Fahrgäste pro Tag, Baukosten ca. 26 Mio EUR (10 Mio EUR/km)

3. S-Bahn Spandau – Falkensee: Trasse ist freigehalten. Wirtschaftlichkeit

wurde mehrfach erwiesen. Erschließung auch der Spandauer Großsiedlungen.

Länge ca. 7,6 km, ca. 35.000 Fahrgäste pro Tag, Baukosten ca. 48 Mio EUR

(6,3 Mio EUR/km)=> Finanzierung durch Bund (Wiederherstellung S-Bahnnetz

1961)

4. S-Bahnlinie 11 Zehlendorf – Europarc Dreilinden: Nutzung der alten

Stammbahntrasse für eine S-Bahn, die über die S1 bis zum Potsdamer Platz

verlängert werden kann. Eingleisige Streckenführung genügt, Trasse ist

freigehalten. Neue Umlanderschließung, Möglichkeit für Park and Ride. Länge

ca. 5,2 km, ca. 8.000 Fahrgäste/Tag, Baukosten ca. 29 Mio EUR (5,5 Mio

EUR/km)=> Finanzierung durch Bund

5. Nordbahn und Heidekrautbahn: Die Wiederherstellung der

Regionalbahnstrecke Gesundbrunnen-Wilhelmsruh- Schönwalde (ca. 19 km) ist

für ca. 26 Mio EUR zu erreichen (1,3 Mio EUR/km), nach Inbetriebnahme mit

5.000 Fahrgäste/Tag. Die Nordbahn von Gesundbrunnen- Birkenwerder (18,8 km)

würde eingleisig und ohne Bahnhofsneubau Birkenwerder ca. 188 Mio EUR

kosten (10 Mio EUR/km). => Teilfinanzierung aus Bundesprogramm „Pilzkonzept

Berlin“

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll einfach

und sinnvoll umzusetzende Verkehrsprojekte zur endgültigen Überwindung der

Teilung auf dem Verkehrswege darstellen (Pressemeldung Verkehrspolitischer

Informationsverein, 15.08.11).

Regionalverkehr + S-Bahn: DBV wünscht sich mehr Initiative in Sachen Lückenschlüsse

http://www.lok-report.de/

Waren das noch Zeiten, damals, 1995, 1996 und 1997! Da beschäftigte sich
der Branden-burgische Landtag und die Landesregierung tatsächlich noch mit
den teilungs-bedingt bestehenden Lücken im Berlin-Brandenburger
Schienennetz. Solches Engagement und solche klaren Worte wünscht sich
gerade angesichts der 50. Wiederkehrs des Jahrestages zum Mauerbau 1961 der
DBV.
Geradezu revolutionär war damals die Stimmung, wenn es darum ging, von der
Deutschen Bahn und der Bundesregierung die Wiederherstellung des Bahnnetzes
zu verlangen: „… Zur SPNV-Infrastruktur ist eine weitere Erschließung
durch die S-Bahn erforderlich, die Aufgabenstellung wurde mt dem
Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr [Verkehrsministerium,
heute MIL; Anm. d. Red.] trotz wiederholter Anmahnung aber noch nicht
vorgelegt.“ (Landtag Brandenburg, Drucksache 2/774).
Ja, auch damals war der direkte Einfluss gering; aber die Brandenburger
Forderungen wurden wenigstens definiert und eingeklagt. Damals wurde
durchaus keine Konkurrenz zwischen dem Regionalverkehr und der S-Bahn im
„Speckgürtel“ herbeigeredet, sondern, ganz im Gegenteil: „Mit einer
Arbeitsteilung zwischen S-Bahn und Regionalverkehr kann das öffentliche
Verkehrsangebot weiter verbessert werden.“
Und einige Zeilen weiter: „Der Regionalexpreß wie auch der Stadtexpreß —
zur Zeit sind es noch Nahverkehrszüge — haben nicht die Aufgabe, den
S-Bahn-Verkehr zu ersetzen. Die Regionalverkehrsprodukte […] erfordern
sogar das S-Bahn-Netz für die Feinverteilung der Fahrgäste von/nach den
Umsteigepunkten des Regionalverkehrs …“ (Landtag Brandenburg, Drucksache
2/774).
Und heute? Deutet man das fehlende Engagement der Berliner und
Brandenburger Landesregierung, dann gibt es im Moment keinen weiteren
Verbesserungsbedarf. Kein weiterer Bedarf wird bei der Bundesregierung
angemeldet, keine Gespräche geführt, kein Druck ausgeübt. Stattdessen
heute: Kleinmut und fehlendes Interesse: „Die Verantwortung für die
Errichtung und Vorhaltung von Eisenbahninfrastruktur liegt bei den
Eisenbahninfrastrukturunternehmen. Das Land Brandenburg ist als
Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr für die Bestellung von
Verkehrsleistungen verantwortlich.“ (Landtag Brandenburg, Drucksache 4/7206
im Februar 2009).
Die Zuständigkeiten sind seit der Bahnreform 1994 nicht anders geregelt.
Dennoch hat 1994 und in den folgenden Jahren die Landesregierung mehr
Engagement und Einsatz gezeigt als seit einigen Jahren. Der DBV würde es
begrüßen, wenn die Brandenburger Landesregierung und das Parlament sich
intensiv mit der Wiederherstellung der immer noch teilungsbedingt
bestehenden Lücken im Berliner Schienennetz beschäftigt.
Warum nicht jedes Jahr einen Sachstandsbericht veröffentlichen, der die
eigenen Bemühungen und Erfolge dokumentiert? Beim Ausbau der Autobahnen,
Bundesstraßen und Bundeswasserstraßen — für die ist das Land auch nicht
direkt zuständig — kümmert sich der Verkehrsminister ja auch um die
Brandenburger Belange. Warum also nicht auch im Schienennetz (Pressemeldung
Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg e. V.,
15.08.11).