ZAT-FM heißt die Technik, die Kosten sparen und die S-Bahn wettbewerbsfähiger machen soll. Diese Abkürzung bedeutet: Zugabfertigung durch den Triebfahrzeugführer mittels Führerstandsmonitor. Kameras über den Bahnsteigkanten nehmen haltende S-Bahnen ins Visier. Die Bilder werden in den Führerstand gefunkt, wo sie auf Bildschirmen erscheinen. So können die Fahrer überblicken, wann die Türen frei sind und sie weiterfahren können. Bedenken des Eisenbahn-Bundesamts trugen dazu bei, dass die S-Bahn das Projekt …
Das Vorhaben der S-Bahn, Personal auf den Bahnhöfen zu reduzieren, sorgt bei Sicherheitsexperten für Entsetzen. „Das ist eine völlig falsche Entscheidung“, sagt der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Polizei, Klaus Eisenreich. „Das lässt die Sicherheitslage im ÖPNV nicht zu.“ Die S-Bahn wälze das Problem, dass sie eigentlich selbst lösen sollte, auf die Polizei ab. Kritik kommt auch von der Deutschen Polizeigewerkschaft. Deren Landesvorsitzender Bodo Pfalzgraf sagt: „Dies konterkariert alle Fachgespräche, die jemals in diese Richtung geführt wurden. Wir brauchen auf jeden Fall mehr …
Das Vorhaben der S-Bahn, Personal auf den Bahnhöfen zu reduzieren, sorgt bei Sicherheitsexperten für Entsetzen. „Das ist eine völlig falsche Entscheidung“, sagt der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Polizei, Klaus Eisenreich. „Das lässt die Sicherheitslage im ÖPNV nicht zu.“ Die S-Bahn wälze das Problem, dass sie eigentlich selbst lösen sollte, auf die Polizei ab. Kritik kommt auch von der Deutschen Polizeigewerkschaft. Deren Landesvorsitzender Bodo Pfalzgraf sagt: „Dies konterkariert alle Fachgespräche, die jemals in diese Richtung geführt wurden. Wir brauchen auf jeden Fall mehr …
Ein Beruf steht vor dem Aussterben: Bahnsteigaufsichten, die Züge abfertigen, soll es bei der S-Bahn in naher Zukunft nicht mehr geben. Das sehen Planungen vor, die das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn nach rund drei Jahren Pause wieder aufgenommen hat. Der Fahrgastverband IGEB protestiert – er will keine personalfreien S-Bahnhöfe. „Uns geht es um die subjektive Sicherheit der Fahrgäste“, sagte der Vize-Vorsitzende Jens Wieseke. Wenn sich auf einem S-Bahnhof kein Personal mehr befinde, sinke die Hemmschwelle für Straftaten. Heute gibt auf vielen S-Bahnsteigen noch die Aufsicht das Signal zum Abfahren. Doch diese Beschäftigten sollen bald überflüssig werden. Dann soll sich das Fahrpersonal überall selbst auf die Reise schicken – mit Hilfe einer neuen Technik für die …
Jetzt steht es ganz genau fest: Mit dem schnellsten Regionalexpress wird eine Fahrt vom Berliner Hauptbahnhof zum neuen Schönefelder Flughafen 30 Minuten dauern. Es können aber auch 32 oder 36 Minuten sein – je nachdem, welchen Zug man wählt. Gestern gaben die Berliner Flughäfen und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) bekannt, wie viel Zeit Fahrgäste zum künftigen Hauptstadtflughafen einplanen müssen „Die Anbindung des Willy-Brandt-Airports kann sich sehen lassen“, sagte der Regierende Bürgermeister, Klaus Wowereit (SPD). Doch klar wurde auch: Viele Berliner werden länger als heute unterwegs sein, bevor sie in ein Flugzeug steigen können. Und: Für andere wichtige Themen, die den Verkehr zum Flughafen betreffen, gibt es immer noch keine Lösung – zum Beispiel für den künftigen Taxitarif und die Staus auf der Autobahn 113. Am 2. Juni 2012 soll der Flughafen Tegel geschlossen werden, am Tag darauf der neue …
Hauptsache gute Laune! Schließlich ist Wahlkampfzeit. Mit großem Tamtam sind gestern die Bahn- und Busverbindungen zum neuen Schönefelder Flughafen vorgestellt worden. Es stimmt: So schlecht werden es die Berliner nicht haben. Zwar müssen viele von ihnen weitere Wege zum nächsten Flughafen zurücklegen, wenn Tegel erst einmal dicht gemacht worden ist. Aber das ist nun mal der Preis dafür, dass zumindest im Norden und Nordosten der Stadt mehrere hunderttausend Menschen von Fluglärm verschont bleiben. Auch weiterhin werden die Fahrpreise im internationalen Vergleich lächerlich anmuten. Derzeit kostet ein Fahrschein zum Flughafen drei Euro, im nächsten Jahr wird der Preis vielleicht auf 3,20 oder 3,30 Euro steigen – in München, New York und Paris ist für so ein Ticket das …
(Berlin, 3. September 2011) Bei einer Notfallübung im Tunnel der Deutschen Bahn AG unter dem neuen Flughafen Berlin Brandenburg in Schönefeld probten heute Vormittag Einsatzkräfte von Feuerwehren, Rettungsdiensten, Katastrophenschutzeinheiten, der DB Netz AG sowie der Bundes- und Landespolizei das Zusammenspiel. Nach dem simulierten Brand eines Regionalexpresszuges wurden die erforderlichen Handlungen zur Rettung und Bergung von Verletzten trainiert. Die Unternehmensbereiche der Deutschen Bahn überprüften gleichzeitig, ob die im Notfallmanagement festgeschriebenen Meldewege und Handlungen innerhalb des Betriebsablaufes eingehalten und umgesetzt wurden. Insgesamt waren rund 300 Statisten und mehr als 100 Rettungskräfte und Beobachter an dieser Übung beteiligt. Nach gut drei Stunden konnte die Übung abgeschlossen und festgestellt werden: Die Koordination und Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften hat funktioniert. In den nächsten Tagen und Wochen wird die Übung von allen Beteiligten intensiv aufgearbeitet, um weitere, detaillierte Schlussfolgerungen zu ziehen. Der Bahntunnel unter dem Flughafen Berlin Brandenburg ist rund drei Kilometer lang und führt direkt zum Bahnhof unter dem neuen Terminalgebäude. Es ist der erste große Eisenbahntunnel im Land Brandenburg. Der Flughafen wird wie geplant am 30. Oktober dieses Jahres an das Schienennetz der Deutschen Bahn angeschlossen. Damit steht zur Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg im Juni nächsten Jahres eine leistungsfähige Bahnstrecke für die S-Bahn und für den Regional- und Fernverkehr bereit. Für Redaktionen: Fotografien von der Übung können unter www.benjaminpritzkuleit.de/db_rettung.zip abgerufen werden.
Wegen schlechter Leistungen kürzt der Senat auch in diesem Jahr seine Zahlungen an die S-Bahn. Weil weiterhin weniger Fahrten stattfinden und weniger Wagen eingesetzt werden als vereinbart, sind seit Januar 34,6 Millionen Euro einbehalten worden. Das teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit. Weitere Kürzungen sind absehbar. Jetzt wird darüber gestritten, wofür das ab 2011 einbehaltene Geld verwendet werden soll. Der parteilose Finanzsenator Ulrich Nußbaum will es vor allem den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) für den Kauf neuer Schienenfahrzeuge geben – insbesondere von U-Bahnen, die für Linien U1 und U4 geeignet sind. Dies würde aber bedeuten, dass mit dem Geld eine Pflichtaufgabe der BVG finanziert wird, sagte Christfried Tschepe vom Fahrgastverband IGEB. Das Landesunternehmen müsse ohnehin Fahrzeuge kaufen. Doch nicht die Entlastung der BVG …