Berlin – Vom alten „Rostkreuz“ ist in der künftigen Ringbahnhalle nichts mehr zu spüren. Wo sich einst die Fahrgäste auf einer schmalen, holprig gepflasterten Plattform drängen mussten, ist ein weitläufiger neuer Bahnsteig im Bau. Er ist mit bis zu 38 Metern fast vier Mal so breit wie der alte. Als Wetterschutz ist eine 15 Meter hohe Halle entstanden – auch das hat es im oberen Teil des Ostkreuzes nicht gegeben. Langsam wird spürbar, was der vor fünf Jahren begonnene Umbau des Knotenpunkts den Fahrgästen bringen wird. Doch bis dahin müssen die Reisenden einiges ertragen – unter anderem eine 16-tägige Sperrung des Ostrings und eine vier Jahre dauernde Verkürzung der Linie S 3. Projektleiter Mario Wand ist zufrieden. „Die Halle steht“, sagt der …
(Berlin, 28. September 2011) Die Deutsche Bahn bündelt am kommenden Wochenende zahlreiche Baumaßnahmen im Berliner S-Bahn-Netz. Damit können Einschränkungen während des Berufsverkehrs in der Woche vermieden werden.
Von Freitag, 30. September, 22 Uhr, bis Dienstag, 4. Oktober, 1.30 Uhr, können auf den Linien S41/S42 zwischen Ostkreuz und Neukölln sowie auf den Linien S8/S9 zwischen Ostkreuz und Baumschulenweg keine Züge fahren. Grund sind die laufenden Umbauarbeiten am Ostkreuz. Die S-Bahn Berlin empfiehlt die Umfahrung über die Stadtbahn und die Nord-Süd-Schnellbahnlinien (S1, S2, S25, U6, U8).
Auch auf der Linie S1 zwischen Schönholz und Wittenau sowie auf der Linie S25 zwischen Schönholz und Hennigsdorf ist der Zugverkehr unterbrochen. Fahrgäste mit Zielen zwischen Hohen Neuendorf und Oranienburg können die Baustelle mit der Linie S8 über Blankenburg umfahren. Zwischen Gesundbrunnen und Wittenau steht die Linie U8 zur Verfügung. Als Alternative zur Linie S25 kann zwischen Friedrichstraße und Tegel Linie U6 genutzt werden.
Die Einschränkungen auf der Linie S1 bleiben wegen der dortigen Vorbereitung auf ein neues Zugsicherungssystem und umfangreicher Gleiserneuerungen bis zum 24. Oktober, 1.30 Uhr, bestehen.
Zur Neueinrichtung und umfangreichen Softwareaktualisierung an Elektronischen Stellwerken wird der S-Bahn-Verkehr in der Nacht von Sonntag, 2. Oktober, 22 Uhr, bis Montag, 3. Oktober, 7 Uhr, auf mehreren Streckenabschnitten erheblich eingeschränkt. Dies betrifft die Ringbahn zwischen Wedding und Greifswalder Straße und die S-Bahn-Linien nördlich des Nordbahnhofs. Es fahren Pendelzüge. Zur Vermeidung erheblich verlängerter Fahrzeiten empfiehlt die S-Bahn Berlin nach Möglichkeit alternative Verbindungen mit BVG-Verkehrsmitteln zu nutzen.
Detailinformationen zu den Fahrplanänderungen gibt es im Internet unter www.s-bahn-berlin.de und rund um die Uhr am S-Bahn-Kundentelefon unter 030 / 29 74 33 33.
Bei der Rückkehr zum Normalfahrplan muss die Berliner S-Bahn mit einem weiteren Risikofaktor zurechtkommen. Die Wiederinbetriebnahme von sanierten Zügen geht langsamer voran als erwartet, sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner während einer Veranstaltung des Fahrgastverbands IGEB am Montagabend. Zwar halte das Unternehmen unverändert an seinem Ziel fest, von Mitte Dezember an wieder mindestens tausend Wagen für die Fahrgastbeförderung einzusetzen. Doch das sei eine „echte Herausforderung“, berichtete Buchner. Es geht um die Züge der Baureihe 485, die zu DDR-Zeiten projektiert und 1988 bis 1992 geliefert wurden. Bei den früheren Chefs waren die Wagen, die wegen ihrer anfangs knallroten Lackierung „Coladosen“ genannt wurden, in Ungnade gefallen. Das hat sich angesichts des Fahrzeugmangels …
Bei der Rückkehr zum Normalfahrplan muss die Berliner S-Bahn mit einem weiteren Risikofaktor zurechtkommen. Die Wiederinbetriebnahme von sanierten Zügen geht langsamer voran als erwartet, sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner während einer Veranstaltung des Fahrgastverbands IGEB am Montagabend. Zwar halte das Unternehmen unverändert an seinem Ziel fest, von Mitte Dezember an wieder mindestens tausend Wagen für die Fahrgastbeförderung einzusetzen. Doch das sei eine „echte Herausforderung“, berichtete Buchner. Es geht um die Züge der Baureihe 485, die zu DDR-Zeiten projektiert und 1988 bis 1992 geliefert wurden. Bei den früheren Chefs waren die Wagen, die wegen ihrer anfangs knallroten Lackierung „Coladosen“ genannt wurden, in Ungnade gefallen. Das hat sich angesichts des Fahrzeugmangels …
Fahren die nächsten S-Bahnen pünktlich? Oder gibt es größere Verspätungen? Auf diese Fragen gibt es nun im Internet Antworten. Die S-Bahn bietet seit Kurzem Fahrplanauskünfte an, die auf Echtzeitdaten basieren – und damit über das reale Betriebsgeschehen informieren. Wenn sich Züge zum Beispiel wegen einer Störung in größerem Ausmaß verspäten, wird dies angezeigt. Anhand dieser Daten können die Fahrgäste entscheiden, ob sie später zum S-Bahnhof gehen oder gleich andere Reisewege nutzen. Wer www.s-bahn-berlin.de anklickt und das Suchwort „Echtzeitdaten“ eingibt, gelangt …
Über Fahrzeugmängel könnten die S-Bahner mittlerweile eine mehrbändige Buchreihe verfassen. Wie jetzt bekannt wurde, müssen sie mit einem weiteren überraschend aufgetauchten Technikproblem umgehen. Nach Informationen der Berliner Zeitung sind mehrere hundert Achsen in der Fabrik mit einem zu dünnflüssigen Schmieröl versehen worden. Das hat zur Folge, dass Flüssigkeit austritt, berichtete ein S-Bahner. Die Züge der modernsten Baureihe 481, die mit den neuen Achsen ausgerüstet worden sind, stehen deshalb unter „besonderer Beobachtung“. Wenn bei Kontrollen in der Werkstatt zwei Mal festgestellt wird, dass Öl austritt, werden die Achsen …
(Berlin, 14. September 2011) Die S-Bahn Berlin wird im kommenden Jahr mit der Einführung eines zeitgemäßen technischen Abfertigungsverfahrens für die Züge der Berliner S-Bahn beginnen. Über einen Monitor im Führerstand wird der Triebfahrzeugführer auf Bahnhöfen mit unübersichtlichen Bahnsteigen künftig den Fahrgastwechsel entlang der gesamten Bahnsteigkante überwachen, um anschließend die Abfertigung vorzunehmen. Ähnliche Verfahren sind im übrigen Bundesgebiet und bei den Berliner Verkehrsbetrieben bereits länger Standard.
In diesem Zusammenhang ändern sich die Aufgabengebiete der eingesetzten Personale. Während bisher betriebliche Belange der örtlich fest gebundenen Aufsichten im Mittelpunkt der Tätigkeit standen, ist nunmehr der flexible und kundenorientierte Einsatz der Mitarbeiter möglich. Künftig kommen im Netz 120 mobile Aufsichten zum Einsatz, die nachfrage- und lageabhängig auf allen 166 Bahnhöfen eingesetzt werden können.
Auf 20 Stationen sind zudem weitere 120 Mitarbeiter während der gesamten Betriebszeit als Stammaufsichten tätig, die die Kundeninformation über Lautsprecher und elektronische Anzeigesysteme steuern. Dieses System ersetzt bis zum Jahr 2013 die feste Besetzung von 68 Stationen.
Die S-Bahn Berlin setzt mit diesem Konzept auch künftig dauerhaft mehr Bahnsteigpersonal ein als andere Betreiber vergleichbarer Schnellbahnsysteme. Mit über 500 Sicherheitskräften in der Region trägt die Deutsche Bahn zudem zur Erhöhung der Sicherheit bei.
Objektiv betrachtet sind Bahnhöfe und Züge ein außerordentlich sicherer Ort. Die Polizeikriminalitätsstatistik (PKS) 2009 registriert pro 100.000 Einwohner rund 7.400 Straftaten in Deutschland. Einen ähnlichen Maßstab auf die Zahl der Reisenden angelegt, ergibt weniger als 20 registrierte Taten pro 100. 000 Fahrgäste. Wird die Häufigkeitszahl auf Rohheitsdelikte herunter gebrochen, kommt nochmals ein anderes Bild zum Vorschein: Pro 100.000 Reisende wird von der Bundespolizei nur ein tätlicher Angriff registriert.