(Berlin, 9. November 2011) Die Deutsche Bahn bündelt am kommenden Wochenende zahlreiche Baumaßnahmen im Nordsüd-Tunnel der Berliner S-Bahn. Während einer 54-stündigen Vollsperrung zwischen Gesundbrunnen und Anhalter Bahnhof werden umfangreiche Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Dazu kommt die Auswechslung von Schienen zwischen Nordbahnhof und Gesundbrunnen.
Im gesamten 4,5 Kilometer langen Tunnelabschnitt findet eine Reinigung von Gleis- und Bahnsteiganlagen statt. Mit einer Schienenfräse werden die Schienenköpfe der Strecken-, Bahnsteig- und Abstellgleise von Riffeln beseitigt. Dies sorgt für eine Minderung der Fahrgeräusche und einen angenehmeren Fahrkomfort. Der dafür eingesetzte spezielle Schienenschleifzug ist mit einer Arbeitsgeschwindigkeit von fünf Kilometern je Stunde unterwegs. Parallel werden an den Tunnelrampen Vegetationsarbeiten durchgeführt. Am Bahnhof Yorckstraße wird die Bahnsteigüberdachung erneuert.
Die Konzentration der Baumaßnahmen auf ein komplettes Wochenende erspart den Fahrgästen rund zwölf Einzelsperrungen in den Abendstunden der nächsten Wochen. Der durchgehende Einsatz von Maschinen und Personal reduziert den Zeitaufwand. Während der Sperrung der Linie U6 im Bereich des neuen Kreuzungsbahnhofs Unter den Linden / Friedrichstraße im kommenden Jahr können Einschränkungen bei der dann als Umfahrung vorgesehenen S-Bahn weitgehend vermieden werden.
Von Freitag, 11. November, 22 Uhr, bis Montag, 14. November, 1.30 Uhr, fallen alle Züge der Linien S1, S2 und S25 zwischen Gesundbrunnen und Anhalter Bahnhof aus. Die S-Bahn Berlin empfiehlt die weiträumige Umfahrung mit der Ringbahn zwischen Gesundbrunnen, Schöneberg und Südkreuz, mit der U-Bahn-Linie U6 zwischen Wedding, Friedrichstraße und Tempelhof sowie mit der U8 zwischen Gesundbrunnen, Alexanderplatz und Hermannstraße. Zudem bietet sich die Nutzung der Linie U2 zwischen Pankow, Schönhauser Allee, Alexanderplatz und Potsdamer Platz an.
Ein direkter Schienenersatzverkehr wird aufgrund der schwierigen Verkehrssituation in Mitte nicht angeboten, da die Busse zeitlich keine adäquate Alternative darstellen. Es verkehren allerdings zwei Ringbuslinien: Von Gesundbrunnen über Humboldthain, Nordbahnhof, Naturkundemuseum nach Gesundbrunnen. Und von Anhalter Bahnhof über Potsdamer Platz, Stadtmitte nach Anhalter Bahnhof.
Detailinformationen zu den Umleitungsempfehlungen gibt es im Internet unter www.s-bahn-berlin.de, im Faltblatt Bauinfos für Bahnfahrer (erhältlich auf S-Bahnhöfen) und rund um die Uhr am S-Bahn-Kundentelefon unter 030/29 74 33 33. Die Fahrplanänderungen sind in den elektronischen Auskunftssystemen unter www.bahn.de, www.s-bahn-berlin.de und www.vbbonline.de enthalten und berücksichtigen die jeweils beste Umfahrungsalternative.
Der Nord-Süd-Tunnel der Berliner S-Bahn wurde in den Jahren 1934 bis 1939 erbaut und stellt die wichtigste Nordsüd-Verbindung im Netz dar. Täglich finden auf den drei Linien 700 Zugfahrten statt. Die Züge fahren tagsüber je Richtung alle drei bis vier Minuten. Die Gesamtfahrzeit auf der Tunnelstrecke beträgt 11 Minuten. Durchschnittlich nutzen bis zu 75.000 Fahrgäste an Wochenendtagen die schnelle Verbindung unter der Berliner Innenstadt.
Weil S-Bahnchef Peter Buchner derzeit weiter mit dem Fahrzeugmangel leben muss, der sich nur nach und nach beheben lässt, hat er sich der Sauberkeit auf den Bahnhöfen und in den einsetzbaren Zügen verschrieben. Mit Erfolg. Nach einem Jahr der Reinigungsoffensive beurteilten Fahrgäste den Zustand auf den Stationen in allen Bereichen besser als zuvor. Um 350 000 Euro hat die S-Bahn den mehr als zwei Millionen Euro umfassenden Reinigungsetat aufgestockt. Die 90 eigenen Mitarbeiter sowie 20 weitere von beauftragten Firmen kümmern sich seit einem Jahr verstärkt um die Stationen auf dem Ring, die von den Fahrgästen als besonders dreckig eingestuft worden waren. Jetzt werden dort mit Hochdruckreinigern auf den Stationen mit den meisten Fahrgästen auch die Bodenbeläge verstärkt gereinigt; drei bis vier Mal in der Woche rücken die Teams hier in den Nachtstunden an. Die Bahnhöfe auf dem Ring und in der Innenstadt seien besonders …
Radfahren liegt im Trend. Darauf will die S-Bahn reagieren. In den neuen Zügen, die zurzeit geplant werden, soll es in jedem Wagen ein Abteil geben, in dem Fahrräder abgestellt werden können. So steht es nach Informationen der Berliner Zeitung im Entwurf des „Lastenhefts“, das erste Anforderungen an die nächste Fahrzeuggeneration definiert. Für Reisende, die für ihr Fahrrad einen Platz in der S-Bahn suchen, werden die Wege beim Einsteigen dadurch kürzer. In den heutigen Zügen gibt es nur in jedem zweiten Wagen ein solches Mehrzweckabteil. Die neuen Bahnen werden zudem mehr Platz für Rollstuhlfahrer haben. Die Züge sollen außerdem eine Klimaanlage bekommen und Videokameras, deren Aufnahmen aufgezeichnet werden. Wie es mit der S-Bahn weiter geht, ist allerdings immer noch unklar. Die neue Koalition muss sich erst finden, mit …
Für die Träger des Nah- und Fernverkehrs könnte es bereits losgehen. Denn das Konzept für die Anbindung des neuen Hauptstadt-Airports an das öffentliche Verkehrsnetz ist bereits Monate vor dessen Inbetriebnahme im Frühsommer 2012 fertig. Es lässt sich in wenigen Worten so zusammenfassen: Airport-Express in 30 Minuten vom Berliner Hauptbahnhof zum BER; kurze Taktung von S-Bahn und Bus; Erreichbarkeit von nationalen und internationalen Bahnverbindungen. „Wichtig ist nicht nur, dass wir einen modernen Flughafen erhalten, sondern dass dieser auch gut erreichbar ist. Und die Anbindung des Willy Brandt Airports kann sich sehen lassen“, sagt Klaus Wowereit. Berlins Regierender Bürgermeister ist zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft. „Mit dem Auto über die neue Autobahn nach Süden – und auf der Schiene zum Beispiel mit dem Airport-Express, der vier Mal pro Stunde fahren wird. Direktverbindungen bestehen damit von den Stationen Spandau, Charlottenburg, Zoologischer Garten, …
Die Pläne der S-Bahn, ihr Angebot wieder hochzufahren, stehen auf der Kippe. Ungewiss ist, ob am 24. Oktober wieder die Linie S 45 vom Bahnhof Südkreuz zum Flughafen Schönefeld in Betrieb genommen werden kann. Der Plan zum Einsatz weiterer Züge sei bisher nicht so aufgegangen wie gedacht, sagte der Chef des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), Hans-Werner Franz. Deshalb müsse man über die Schritte zur Verbesserung des Angebots erneut diskutieren. Die S-Bahn bleibt bisher dabei, die Züge der S 45, die seit mehr als zwei Jahren eingestellt ist, vom 24. Oktober an fahren zu lassen. Franz verweist darauf, dass die S-Bahn zwar begonnen hat, Heizsysteme in die Rohre für den Bremssand einzubauen, doch noch habe das Eisenbahn-Bundesamt das System, zu dem eine automatische Füllkontrolle des Sandbehälters gehört, nicht abgenommen. Beim Aufstellen des Planes für weitere Verbesserungen beim Angebot habe man angenommen, dass das Problem …