Wer dieser Tage auf dem Bahnsteig der S-Bahn-Station Nöldnerplatz auf seinen Zug wartet, reibt sich vielleicht erstaunt die Augen. Statt der S-Bahn passiert ein mit einer Diesellok bespannter Nachtzug auf dem Weg vom Bahnhof Lichtenberg ins Instandhaltungswerk am Bahnhof Warschauer Straße den Bahnsteig. Daher können täglich sechs Fahrten der Linie S 75 in beiden Richtungen nur zwischen Wartenberg und Lichtenberg (statt Warschauer Straße) verkehren. Was steckt dahinter? Ein wesentlicher Eckpfeiler der Planungen für den Umbau der Stadtbahnebene im Abschnitt Ostkreuz – Warschauer Straße – Ostbahnhof ist die Einrichtung eines Gemeinschaftsbetriebes der S-Bahn und der Nachtzugüberführungen auf den Gleisen der S-Bahn. Nur so kann jeweils eins der insgesamt drei parallel verlaufenden Gleise aus Richtung Lichtenberg für Bauarbeiten zurückgebaut und anschließend in …
(Berlin, 30. November 2011) Der traditionelle S-Bahn-Weihnachtsmarkt lockt am kommenden zweiten Adventswochenende wieder Familien, Kinder und die Fans der rot-gelben Züge in die Triebwagenhalle Erkner. Am 3. und 4. Dezember, jeweils von 11 bis 18 Uhr, werden weihnachtlich geschmückte historische Züge aus fast 90 Jahren S-Bahn-Geschichte zur besonderen Kulisse.
Neben Geschenkideen zum Fest gibt es viele Möglichkeiten zum Basteln, Backen und Spielen. Mit dabei ist wieder die begehbare 50 Quadratmeter große Spiel-S-Bahn, bei der junge Triebfahrzeugführer zeigen können, was in ihnen steckt. Süße Leckereien, Glühwein, und deftige Speisen sorgen für die richtige Stärkung. Auf der Bühne treten unter anderem das Ensemble „Hauptstadt-Blech“, die „Ginger Fields“ mit Sound aus den 60er Jahren und das Kinder- und Jugend-Tanzensemble Neuenhagen auf. Die Feuershow „Rhythm & Fire“ des Cirque Artikuss verschafft Nervenkitzel. Und der Weihnachtsmann freut sich auf Lieder und Gedichte.
Die Triebwagenhalle Erkner befindet sich direkt neben dem Regional- und S-Bahnhof Erkner. Der Eintritt zum S-Bahn-Weihnachtsmarkt ist frei. Familienführungen mit dem Blick unter einen historischen S-Bahnzug kosten 1 Euro für Kinder und 2 Euro für Erwachsene. Diese Einnahmen kommen dem Verein Historische S-Bahn e.V. zugute, dessen Mitglieder in ehrenamtlicher Arbeit zum Gelingen der Veranstaltung beitragen und die Bewahrung des historischen Wagenparks zum Ziel haben.
Zur Anreise wird die Benutzung der Regional-Express-Linie RE 1 empfohlen. Die Züge verkehren halbstündlich, unter anderem ab Zoologischer Garten, Hauptbahnhof, Alexanderplatz und Ostbahnhof. Wegen des Ostkreuz-Umbaus verkehren die Züge der Linie S3 am Wochenende nur zwischen Rummelsburg und Erkner. Zwischen Nöldnerplatz und Rummelsburg fahren ersatzweise Busse.
(Berlin, 29. November 2011) Anlässlich des Welt-Aids-Tages setzt die S-Bahn Berlin auch in diesem Jahr am 1. Dezember wieder einen mit roten Schleifen geschmückten Zug ein. Zum elften Mal in Folge trägt das Unternehmen auf diese Weise gemeinsam mit der Welt-Aids-Hilfe die wichtigsten Fakten über Ursachen und Folgen der Immunschwächekrankheit in die Öffentlichkeit. Von 10 Uhr bis 13.30 Uhr pendelt der Zug auf der Linie S5 zwischen Charlottenburg und Ostbahnhof. Anschließend bis 16.45 Uhr geht es auf die Ringbahnlinie S42.
Prominente aus Politik, Kultur und Gesellschaft unterstützen die Aktion traditionell und sammeln Geldspenden für von der Krankheit betroffene Menschen. Mitarbeiter der S-Bahn Berlin bieten selbstgebackenen Kuchen an. Mit dem Einsatz des „Rote-Schleifen-Zuges“ beginnt auch der Verkauf des diesjährigen Aids-Hilfe-Bärchens.
„Vielen S-Bahnern liegt diese alljährliche Aktion ganz besonders am Herzen“, erklärt Peter Buchner, Geschäftsführer der S-Bahn Berlin. „Bei täglich weit über einer Million Fahrgästen erreichen wir mit der Aktion eine Menge Menschen, die noch nicht für das Thema sensibilisiert sind. Nur wer über Aids Bescheid weiß, kann sich entsprechend schützen.“
Die Fahrten des diesjährigen „Rote-Schleifen-Zuges“ starten um 10.09 Uhr, 11.09 Uhr und 12.29 Uhr in Charlottenburg sowie um 10.41 Uhr, 11.41 Uhr und 13.01 Uhr ab Ostbahnhof. Um 13.26 Uhr wechselt der Zug ab Charlottenburg auf die Ringbahnlinie S42 und hält um 13.42 Uhr, 14.42 Uhr und 15.42 Uhr am Bahnhof Südkreuz. Der Zug hält auf allen Unterwegsbahnhöfen und kann zum VBB-Tarif genutzt werden.
(Berlin, 28. November 2011) Der Fahrplanwechsel am 11. Dezember bringt viel Neues für die Fahrgäste der Berliner S-Bahn. Auf den Linien S3, S5 und S7 fahren die Züge grundsätzlich wieder mit acht Wagen.
Die stetig steigenden Passagierzahlen am Flughafen Schönefeld ermöglichen die eigentlich erst zur Eröffnung des neuen Großflughafens vorgesehene Angebotserweiterung im S-Bahn-Verkehr bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember. Die Linie S45 verkehrt künftig ganztägig zwischen Südkreuz und Flughafen Schönefeld. Gemeinsam mit der Linie S9 besteht damit zwischen dem Berliner Stadtgebiet und dem Flughafen ein 10-Minuten-Takt.
Die Linie S9 verkehrt ab 11. Dezember auch im Abend- und Spätverkehr bis Pankow (statt Greifswalder Straße). Die Linie S47 fährt tagsüber zwischen Spindlersfeld und Hermannstraße und am Abend zwischen Spindlersfeld und Schöneweide mit Anschluss zur Linie S46. Zwischen Nordbahnhof und Gesundbrunnen sowie zwischen Grünau und Zeuthen wird das zusätzliche Angebot der Linien S25 und S8 im Frühberufsverkehr ausgeweitet.
Nach Spandau immer mit der Linie S5
Auf der Stadtbahn werden die Linien S3, S5 und S75 neu geordnet und damit übersichtlicher. Als durchgehende Stadtbahnlinie verkehrt die Linie S5 ganztägig im 10-Minuten-Takt bis Spandau. Dieses Angebot gilt ab Spandau künftig auch am Samstag ab 5.30 Uhr und am Sonntag ab 7.30 Uhr (bisher zweieinhalb Stunden später). Auf dem östlichen Streckenabschnitt wird der bisher nur im Berufsverkehr angebotene 10-Minuten-Takt über Mahlsdorf hinaus bis Hoppegarten auf den gesamten Tag und das Wochenende (jeweils bis 20 Uhr) ausgedehnt.
Die Linie S75 fährt ab Fahrplanwechsel in den Hauptverkehrszeiten im 10-Minuten-Takt bis Westkreuz. In der übrigen Zeit und am Wochenende endet jeder zweite Zug am Ostbahnhof. Wegen des Baufortschritts am Ostkreuz und dem Umbau der Gleisanlagen bis zum Ostbahnhof vom Parallel- auf den Richtungsbetrieb endet die Linie S3 aus Erkner kommend über längere Zeit am Ostkreuz.
Im Nachtverkehr gelten künftig die gleichen Linienführungen wie am Tage. Die Linien S5 und S7 bilden zwischen Westkreuz und Lichtenberg gemeinsam einen 15-Minuten-Takt. Die gewohnten Nachtanschlüsse im S-Bahn-Netz und zur BVG bleiben bestehen. Die Linie S75 fährt im Nachtverkehr zwischen Lichtenberg und Wartenberg.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) lehnt eine Zerschlagung der Berliner S-Bahn ab. „Eine Teilausschreibung würde zwangsläufig zur Trennung von Infrastruktur und Betrieb und damit zur Zerschlagung führen“, moniert der EVG-Vorsitzende, Alexander Kirchner. In diesem Sinne äußert er sich auch in einem Brief an den Berliner SPD-Chef Michael Müller. Die rund 3.000 Beschäftigten würden „sehr enttäuscht sein, dass die Berliner SPD ihre klare Aussage zur S-Bahn im Berlin-Programm 2011-2016 nun nicht einhält“, unterstreicht der EVG-Vorsitzende. In dem Papier hatte sich die Partei u. a. gegen eine Teilausschreibung ausgesprochen. Eine Teilausschreibung hätte vermutlich zur Folge, dass ein weiteres Unternehmen für den S-Bahn-Betrieb verantwortlich sei. Damit würde dem Senat und dem Verkehrsverbund im Grunde eine Vielzahl von Unternehmen gegenüberstehen. Der EVG-Vorsitzende warnt, dass eine solche Entwicklung „ein nicht mehr beherrschbares Chaos“ verursachen würde. Bei Problemen würden wechselseitige „Schuldzuweisungen“ gegenüber den Verantwortlichen die Folge sein. Außerdem käme eine Teilausschreibung einer Teilprivatisierung gleich. „Das ist für uns unverständlich, zumal sich die Berliner SPD immer für den Erhalt des Bahnkonzerns im öffentlichen Eigentum eingesetzt hat“, betonte Kirchner in seinem Schreiben. Die EVG ruft deshalb auch zu einer Kundgebung vor dem Landesparteitag der SPD am kommenden Montag (21.11.) auf. Um 15:30 Uhr soll gemeinsam mit dem Bündnis „Rettet unsere S-Bahn“ für den Erhalt des Unternehmens und dessen Struktur protestiert werden. Kundgebungsort: Leonardo Royal Hotel, Otto-Braun-Straße 90, 10249 Berlin (Nähe Alexanderplatz)
In Abstimmung mit dem VBB und den Ländern Berlin und Brandenburg gibt es zahlreiche Änderungen im Verkehrsangebot der S-Bahn Berlin ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember. So werden die Stadtbahn-Linien S 3, S 5, S 7 und S 75 neu geordnet. Neuerungen gibt es bei den Flughafenlinien S 45 und S 9, zusätzliche Züge fahren zudem zwischen Grünau und Zeuthen sowie zwischen Nordbahnhof und Gesundbrunnen.
Warum ändert sich diesmal so viel zum Fahrplanwechsel?
Andreas Reichert: Das Verkehrsangebot der S-Bahn Berlin kann für einige Linien übersichtlicher gestaltet werden. So verkehrt zum Beispiel die Linie S 47 im aktuellen Fahrplan mit unterschiedlichen Linienführungen werktags im Tagesverkehr zwischen Spindlersfeld und Hermannstraße, im Abend- und Wochenendverkehr zwischen Spindlersfeld und Südkreuz und im Nachtverkehr sowie im Tagesfrühverkehr zwischen Spindlersfeld und Schöneweide. Besser ist hingegen eine den ganzen Tag über hinweg einheitliche Linienführung.
Mit dem ab Fahrplanwechsel weiter fortschreitenden Umbau des Bahnhofs Ostkreuz sowie dem Baubeginn am Bahnhof Warschauer Straße und der im Rahmen der S-Bahn-Anbindung zum neuen …