Bahnverkehr: BAG-SPNV: Ein schlechter Tag für den Fernverkehr

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonenahverkehr (BAG-SPNV) bedauert, dass die Arriva Deutschland GmbH heute den eigenwirtschaftlichen Eisenbahn-Fernverkehr zwischen Plauen, Chemnitz und Berlin eingestellt hat. Ursache für die Entscheidung von Arriva sind nach Auffassung der BAG-SPNV die unzureichenden Rahmenbedingungen für den Eisenbahnfernverkehr in Deutschland.
Anders als im Nahverkehr gibt es im Fernverkehr keinen staatlichen Besteller, keine Verträge und keine Konkurrenz. Die Folge: Der DB-Fernverkehr hat in den letzten Jahren sein Fernverkehrsnetz erheblich ausgedünnt und fährt heute mit steigender Rendite nur noch auf den lukrativen Strecken. Wettbewerber haben auf den verbliebenen Strecken kaum Chancen, eigenwirtschaftliche Leistungen anzubieten, zumal sie sämtliche Investitionen in Fahrzeuge und Vertrieb selbst tragen müssen.
Im Nahverkehr ist es dagegen selbstverständlich, dass das Land oder die Kommune als Aufgabenträger zuerst die gewünschte Leistung definiert und diese anschließend an einen Betreiber vergibt. Durch diese Praxis sparen die Aufgabenträger Geld bei der Vergabe der Leistungen, können mehr Züge bestellen und gewinnen mehr Fahrgäste.
Bernhard Wewers, Präsident der BAG-SPNV: „Wir danken der Arriva Deutschland GmbH für ihr Engagement im deutschen Eisenbahn-Fernverkehr. Die Einstellung des Vogtland-Expresses zeigt, dass der Bund seine Eisenbahn-Politik ändern sollte. Wir appellieren an den Bund: Vergeben Sie den Eisenbahn-Fernverkehr im Wettbewerb! Dann wird es mehr Züge und bessere Verbindungen geben.“ (Pressemeldung BAG-SPNV, Fotos Werner Nüse, 17.02.09).

Bahnverkehr: Pro Bahn: Hohe Abgabenlast verantwortlich für Vogtlandexpress-Einstellung

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Am kommenden Montag verkehrt zum letzten Mal der Vogtlandexpress, der Plauen, Zwickau und Chemnitz direkt mit Berlin verbindet. Der britische Arriva-Konzern muss die eigenwirtschaftliche Fernverbindung einstellen.
Verantwortlich dafür ist nach Auffassung des Fahrgastverbandes PRO BAHN die Bundesregierung, die mit überhöhten Steuern und ständig steigenden Benutzungsentgelten für das Schienennetz die Entwicklung des Schienenfernverkehrs verhindert. „Die hohe Abgabenlast macht schnelle Verbindungen zwischen Region und Zentren nicht wirtschaftlich,“ erläutert PRO BAHN-Bundesvorsitzender Karl-Peter Naumann. „Von den Fahrgeldeinnahmen muss rund die Hälfte für die Benutzung der bereits staatlich finanzierten Schienenwege an DB-Netz weitergegeben werden, und ein Viertel der Fahrgelder wird für Mehrwertsteuer und Mineralölsteuer benötigt.“
Aus diesem Grund sind bereits mehrere Versuche, eigenwirtschaftliche Fernverkehrszüge auf die Schiene zu setzen, gescheitert. Nur noch der Interconnex von Leipzig nach Rostock stellt sich dem Wettbewerb zur Deutschen Bahn, fährt aber auch nicht kostendeckend.
Aus dem gleichen Grund muss auch die DB ihr Intercity-Netz ständig reduzieren. „Die DB will aus Wirtschaftlichkeitsgründen auf eigene Rechnung nur noch Züge fahren, in denen 250 Fahrgäste sitzen. Das ist aus der Beschaffung neuer Züge eindeutig abzulesen,“ so Naumann. Erstaunt ist der Verbraucherverband über den schlechten Wissensstand der Regierungsparteien. „Noch am 16. Oktober haben die Bundestagsabgeordneten Enak Ferlemann (CDU/CSU) und Uwe Beckmeyer (SPD) gemeint, das Management der DB müsse durch Wettbewerber flott gemacht werden, damit mehr Fernverkehrszügenfahren. Der FDP-Abgeordnete Patrick Döring hatte Beweise verlangt, dass der Wettbewerb im eigenwirtschaftlichen Fernverkehr auf der Schiene nicht funktioniert. „Die Volksvertreter sollten der Vogtlandbahn einen Besuch abstatten, damit sie endlich die Wahrheit über ihre eigene Politik erfahren,“ fordert Naumann.
Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert daher die Senkung der Mehrwertsteuer für Schienenverkehr von 19 auf 7 Prozent. „Die Bundesregierung kassiert schon ab 50 Kilometer Entfernung mit 19 % den höchsten Steuersatz in Europa für die Nutzung des energiesparenden öffentlichen Verkehrs,“ so Naumann. „Die Senkung des Steuersatzes würde einen Schub der Beschaffung neuer Schienenfahrzeuge auslösen und nachhaltiger wirken als die Abwrackprämie, mit der jetzt neue Benzinsäufer gekauft werden.“ (Pressemeldung Pro Bahn, 16.02.09).

Bahnverkehr + Regionalverkehr: Hamburg-Reise dauert länger, aus Berliner Zeitung

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.bin/dump.fcgi/2009/0216/berlin/0062/index.html

Pro Bahn fordert Entschädigung für die Reisenden
Peter Neumann

Weil mehr als 243 000 bröselnde Schwellen ausgetauscht werden müssen, sind Bahn-Fahrgäste zwischen Berlin und Hamburg vom 1. März an bis zu 45 Minuten länger unterwegs als heute. Gestern hat der Fahrgastverband Pro Bahn die Bahn aufgefordert, die Reisenden dafür zu entschädigen. „Wenn Fahrpreissenkungen nicht möglich sind, muss es eben besondere Serviceleistungen geben“, sagte der Pro-Bahn-Bundesvorsitzende, Karl-Peter Naumann, der Berliner Zeitung.
Das könne zum Beispiel so aussehen, dass es für alle Fahrgäste gratis Getränke oder Sandwiches gibt. Der Pro-Bahn-Chef kritisierte, dass beim Ausbau der Hamburger Bahn in den neunziger Jahren Weichen und Abstellgleise entfernt worden sind. Gäbe es die zusätzlichen Streckenkapazitäten noch, könnten dort Bauzüge abgestellt werden. In diesem Fall wäre die drohende, bis Mitte Juni dauernde Vollsperrung …

Bahnverkehr: Bessere Reiseplanung für Fahrgäste: DB passt Fahrpläne für einige Fernverkehrslinien an

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presse/presseinformationen/bbmv/bbmv20090216b.html

Angepasste Fahrzeit der Ersatzzüge jetzt in Auskunfts- und Buchungssysteme eingearbeitet

(Berlin, 16. Februar 2009) Die Deutsche Bahn passt zum 1. März die Ankunftszeiten an den Endbahnhöfen derjenigen Linien an, auf denen Ersatzzüge anstelle von ICE T mit Neigetechnik fahren. Damit können Bahnkunden ihre Reise besser planen. Die geänderten Fahrtzeiten sind ab sofort in die Auskunftssysteme eingepflegt. In unserer Region gilt dies für folgende Linien:

* Berlin–München (über Ingolstadt):
Ankunftszeit am jeweiligen Endbahnhof plus 10 min.
* Berlin–Nürnberg:
Ankunftszeit am jeweiligen Endbahnhof plus 15 min.

Die neuen Daten ersetzen die bisherigen Angaben und gelten bis zum 13. Juni 2009. Bislang standen bei diesen Strecken in den Auskunfts- und Buchungssystemen Hinweise zu möglichen Fahrzeitverlängerungen. Sobald durch den Einsatz von ICE T-Fahrzeugen mit eingeschalteter Neigetechnik wieder schnellere Reisezeiten möglich sind, erfolgt eine erneute Aktualisierung.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG

Flughäfen + Bahnverkehr: Bund will keinen Termin für Airport-Express nennen, aus Berliner Zeitung

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.bin/dump.fcgi/2009/0214/berlin/0197/index.html

Peter Neumann

Die Bundesregierung kann keinen Termin nennen, wann die Strecke für den Airport-Express zum Flughafen BBI in Betrieb gehen kann. Das Genehmigungsverfahren für die Dresdener Bahn läuft noch, teilte der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Kasparick der FDP-Bundestagsfraktion mit. Eine Prognose, wann es abgeschlossen …

Bahnverkehr: DBV: Vogtland-Express ist Opfer der Vielzahl der sächsischen Verkehrsverbünde

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Am Montag, 16. Februar 2009, ist die letzte Fahrt des Vogtland-Express zwischen Riesa und Berlin. Als Grund gibt die Vogtlandbahn die fehlende Wirtschaftlichkeit der Verbindung an.
Der DBV begrüßt, dass ein nicht-bundeseigenes Eisenbahnverkehrsunternehmen freiwillig einen preisgünstigen Fernverkehrszug anbot. Unverständlich ist, dass dieses Engagement bei öffentlichen Stellen nicht gewürdigt wurde.
Aus Sicht des DBV ist dieses Projekt hauptsächlich daran gescheitert, dass in Sachsen fünf Verkehrsverbünde diese Verbindung wie einen Fremdkörper wahrnahmen und ihn keiner der Aufgabenträger über seine Grenzen hinaus als durchgehende Verbindung unterstützen wollte. Das Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit in Sachsen muss dringend einen Weg finden, wie Zugverbindungen als eigenwirtschaftliche „Fernzüge“ nicht Pleite gehen. Immerhin übernehmen sie auch regionale Aufgaben. Mit fünf Zweckverbänden im Rücken ist es fast unmöglich, ein überregionales Angebot in Sachsen aufzubauen.
Aus diesem Grund fordert der DBV mit Nachdruck, die Verkehrsverbünde in geeigneter Weise so zusammenzuführen, dass sie das Geforderte leisten können. Die Finanzierung von fünf Verwaltungen geht klar zu Lasten des Verkehrsangebotes. Ebenso wäre der Gestaltungsspielraum eines Verkehrsverbundes deutlich größer als bei fünf Verbünden, die Verkehrsunternehmen hätten darüber hinaus einen zentralen Ansprechpartner.
Der DBV wird trotz dieser schlechten Ausgangsbedingungen nichts unversucht lassen, wieder ein Verkehrsunternehmen zu finden, das die Strecke bedient (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 14.02.09).

Bahnverkehr: Die Bahn will Rangierbahnhof erneut zu bedeutendem Umschlagplatz machen, aus Märkische Allgemeine

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11430939/60889/
Die-Bahn-will-Rangierbahnhof-erneut-zu-bedeutendem-Umschlagplatz.html

SEDDIN – Bislang werden auf dem Rangierbahnhof in Seddin bis zu 2000 Waggons täglich umgeleitet und zu neuen Güterzügen zusammengestellt. Diese Zahl könnte sich demnächst wesentlich erhöhen, wenn die Deutsche Bahn AG ihre Pläne verwirklicht. Sie will einen Teil ihrer Gütertransporte nicht mehr über den Überseehafen in Rostock abwickeln. So sollen etliche Züge künftig nur noch über den Seeweg von Sassnitz-Mukran über den Bahnknotenpunkt Hamburg-Maschen in den Süden geleitet werden.
Der Rangierbahnhof in Seddin soll dabei einen Teil der bisherigen Funktionen von Rostock als Drehscheibe übernehmen. Ob mit dieser Entscheidung nur Züge anders geleitet oder zusammengestellt werden oder ob in den Seddiner Bahnhof noch investiert werden muss, konnte die DB-Tochter Schenker als …

Regionalverkehr + Bahnverkehr + Messe: Kein neuer Bahnhof für die Messe, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/
Schoenefeld-Messegelaende;art270,2727896

Auf dem Messegelände wird weiter abgerissen und gebaut – einen neuen Bahnhof für den Regionalverkehr wird es aber auf absehbare Zeit nicht geben. Damit fehlt nach der Aufnahme des Betriebs auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) in Schönefeld weiter eine schnelle Verbindung auf der Schiene zum Messegelände.
Berlin/Potsdam – Pläne, einen Regionalbahnhof zu bauen, werden derzeit nicht weiterverfolgt. Sie waren Mitte der 90er Jahre entwickelt worden. Damals war vorgesehen, neben dem S-Bahnhof Messe Nord einen weiteren Halt für den Regionalverkehr zu schaffen. Die Konzeption sah vor, den Airport-Express vom BBI durch den Nord-Süd-Tunnel zum Hauptbahnhof und weiter über den Nordring zu führen. Von dort sollten die Züge über Grunewald wieder nach Süden bis Potsdam fahren und am Messegelände halten.
Inzwischen soll der Airport-Express als RE 9 aber nur noch zwischen …

Bahnverkehr: Arriva: VogtlandExpress wird eingestellt

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Der Betrieb des VogtlandExpress (VEX) wird zum Betriebsschluss am 16. Februar 2009 eingestellt. „Die zuletzt erheblich gestiegenen Kosten machen einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb unmöglich“ so Vogtlandbahn-Geschäftsführer Klaus Jacobs.
In den letzten Wochen wurden mehrere Gespräche mit den zuständigen Stellen über eine Beteiligung an dem Verkehr geführt. Nach Aussage von Klaus Jacobs konnte eine hinreichende Finanzierung für einen langfristigen wirtschaftlichen Weiterbetrieb nicht sichergestellt werden.
„Wir bedauern, dass wir dieses für die Region wichtige Verkehrsangebot nicht weiter aufrecht erhalten können“ so Jacobs weiter.
Aufgrund der Einstellung des VEX wird es zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommen. Die von der Veränderung betroffenen Mitarbeiter werden auf anderen Strecken der Vogtlandbahn GmbH eingesetzt.
Der VEX wurde im Juni 2005 in Betrieb genommen und war die erste eigenwirtschaftliche Direktverbindung vom Vogtland nach Berlin (Pressemeldung Arriva, 05.02.09).

Bahnverkehr: Strecke zwischen Hildesheim und Groß Gleidingen wird zweigleisig ausgebaut

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ubd20090123.html

Bessere Pünktlichkeit und schnellere Nahverkehrsverbindungen / Mehr Lärmschutz für Anwohner / Investitionen von knapp 140 Millionen Euro

(Hannover, 23. Januar 2009) Mit der Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung zwischen Deutscher Bahn und Bund ist die Voraussetzung für den zweigleisigen Ausbau der Strecke Hildesheim–Groß Gleidingen geschaffen. In den kommenden Jahren soll die 34 Kilometer lange Strecke mit rund 140 Millionen Euro ausgebaut werden. „Ich freue mich, dass der Streckenausbau, für den wir uns in der Region intensiv eingesetzt haben, nun auf den Weg gebracht ist“, sagte Bernhard Brinkmann, Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Hildesheim. „Die Qualität des Schienenverkehrs erreicht in der Region eine neue Dimension.“

Mit dem Ausbau werden zusätzliche Kapazitäten im überregionalen Ost-Westverkehr geschaffen und auch die Anwohner profitieren durch neue Lärmschutzmaßnahmen. „Dank des Ausbaus können wir in Zukunft den Großraum Hannover–Lehrte entlasten und gewinnen damit Platz für zusätzliche Züge“, erklärte Oliver Kraft, Vorstand Produktion der DB Netz AG. Aber auch in punkto Betriebsqualität bringt das zweite Gleis klare Vorteile. Kraft weiter: „In Zukunft müssen Züge nicht mehr in den Bahnhöfen aufeinander warten, so dass der Zugverkehr auf dieser Strecke pünktlicher wird und sich die Fahrzeiten verkürzen.“ Mit dem zweigleisigen Ausbau gewinnt der Nahverkehr bis zu zehn Minuten, da die teilweise langen Wartezeiten am Bahnsteig auf den Gegenzug verkürzt werden können. Beispielsweise wartet die Regionalbahn von Braunschweig nach Hildesheim derzeit in Hoheneggelsen sieben Minuten auf einen entgegenkommenden ICE. Nach dem Bau des zweiten Gleises wird es nur einen einminütigen Halt zum Ein- und Aussteigen geben.

Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Walter Hirche betont neben diesen regionalen Interessen auch die überregionale Bedeutung: „Der Ausbau beseitigt ein bisheriges Nadelöhr auf der Achse Berlin–Frankfurt/Main und sichert langfristig auch die ICE-Verkehre im südöstlichen Niedersachsen.“

Für den zweigleisigen Ausbau der Strecke mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 Kilometern pro Stunde werden über 34 Kilometer neue Gleise und Oberleitungen gebaut, sowie 24 Bahnübergänge angepasst, 19 Brücken erweitert und vier Brücken neu gebaut. In Hildesheim und Groß Gleidingen wird durch zusätzliche Weichenverbindungen sichergestellt, dass Züge zeitgleich auf die weiterführenden Strecken fahren können, da sie sich nicht kreuzen müssen. Derzeit laufen die Planungen auf Hochtouren. Der Baubeginn ist für den Sommer 2009 geplant, der komplette Ausbau wird voraussichtlich Ende 2012 abgeschlossen sein.

Herausgeber: Deutsche Bahn AG