Nach der Fußball-Weltmeisterschaft will die S-Bahn mit ihrem Sparkurs Ernst machen. Auf sechs S-Bahn-Stationen des südlichen Berliner Rings soll es voraussichtlich von August an kein Personal zur Zugabfertigung mehr geben. Auch im sozialen Brennpunkt …
Pankows Grüne schleppten gestern Kinderwagen die Treppen zum U-Bahnhof Eberswalder Straße hoch – aus Protest gegen fehlende Fahrstühle. Tatsächlich ist erst jede dritte Station der BVG barrierefrei. Und das wird sich nur sehr langsam ändern VON SEBASTIAN LEHMANN
Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre nicht erledigte Mündliche Anfrage gemäß § 51 Abs. 5 der Geschäftsordnung des Abgeordnetenhauses wie folgt: Frage: Inwieweit teilt der Senat die Auffassung, dass die Deutsche Bahn mit dem neuen Berliner Hauptbahnhof ein verkehrstechnisches Meisterwerk und der Senat mit der Straßenverkehrsregelung am Hauptbahnhof eine ver-kehrstechnische Blamage abgeliefert hat? Antwort: Die Verkehrsregelung am Hauptbahnhof entspricht den Erfordernissen der Erschließung des Bahn-hofes und ist zwischen der DB AG und dem Land Berlin abgestimmt. Die wesentlichen Elemente sind: • Vorfahrt für PKW mit Kiss&Ride-Plätzen an der nördlichen Bahnhofsvorfahrt (Europaplatz), • Parkhaus mit ca. 860 Plätzen für den ruhenden Ver-kehr, • 2 Lieferzonen im Bahnhofsgebäude mit Anfahrt an der westlichen und östlichen Bahnhofsseite, • Taxivorfahrten auf dem nördlichen (Europaplatz) und dem südlichen Vorplatz (Washingtonplatz) mit einer Taxiaufstellfläche zum Nachrücken unter dem Via-dukt, • Stellplätze für Reisebusse: 5 Plätze in der Ella-Trebe-Straße sowie ein Busparkplatz an der B96-Ausfahrt nördlich der Invalidenstraße mit 10 Plätzen, • insgesamt ca. 160 Fahrradabstellplätze jeweils neben dem nördlichen und dem südlichen Haupteingang. In der letzten Woche, unmittelbar nach der Eröffnung des Bahnhofes, kam es zeitweise durch illegales Parken und die entsprechenden Zufahrtvorgänge auf dem nördli-chen und südlichen Vorplatz sowie auf Gehwegen, aber auch durch ungeordnete Taxizufahrten – bei fast leerem Parkhaus – zu umfassenden Behinderungen durch Park-suchverkehr. Die Ursachen sind abgestellt: die Vorplätze und Gehwege (Friedrich-List-Ufer, Invalidenstraße) sind zunächst provisorisch abgesperrt – die endgültige Absper-rung durch Poller ist zwischenzeitlich bereits im Bau und wird sukzessive als Ersatz für provisorische Absperrun-gen bis Ende Juni fertig gestellt. Die Taxifahrer halten sich, nach der Gewöhnung an das Zufahrtssystem, inzwi-schen vorbildlich an die vorgeschriebenen geordneten Aufstell- und Zufahrtswege. Unzureichend war auch die Wegweisung zum Park-haus, auch hier wird schnelle Abhilfe geschaffen durch eine zunächst provisorische Beschilderung (durch den Parkhausbetreiber) und durch die Anordnung einer Weg-weisung. Die provisorische Beschilderung wurde inzwi-schen aufgestellt und trägt zu einer spürbaren Verbesse-rung der Situation vor Ort bei. Die endgültige Beschilde-rung wird in ca. 2 – 3 Wochen durch den Straßenbau-lastträger, das Bezirksamt Mitte, umgesetzt werden. Die aus Sicherheitsgründen zeitweise gesperrte Zu-fahrt der Tiefgarage im Tunnel Tiergarten konnte aufge-hoben werden, so dass auch dieser Zugang nunmehr den motorisierten Besuchern des Hauptbahnhofs zur Verfü-gung steht. Insgesamt kann festgehalten werden, dass nach dem anfänglichen großen Besucheransturm auf den Bahnhof, der in diesem Umfang auch von der Bahn selbst nicht er-wartet worden war und den damit verbundenen ungeord-neten Zuständen an den ersten Tagen, die Erschließung des Bahnhofes inzwischen weitestgehend nach dem vor-gesehenen Konzept funktioniert. Berlin und die Bahn be-obachten die Situation weiter kontinuierlich und werden in enger Absprache, wie bereits in den letzten Tagen, weitere erforderliche Maßnahmen ergreifen.
Berlin, den 09. Juni 2006 J u n g e – R e y e r ………………………….. Senatorin für Stadtentwicklung (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 13. Juni 2006)
Nun werden am Hauptbahnhof Poller im Boden verankert / Gegen das Parkchaos stellt der Senat Metallbügel für 160 Fahrräder auf Peter Neumann
Niemand kann sagen, der Senat habe es nicht redlich versucht. Er hat steinerne Würfel aufstellen, mannshohe Gitter montieren und rot-weiß gestrichene Betonschwellen herbeischaffen lassen – nur damit nördlich und südlich des neuen Hauptbahnhofs nicht mehr illegal geparkt wird. Aber der Parkdruck ist offenbar zu groß. Ein Ortstermin gestern Mittag ergab: Den Fahrern oder Fahrerinnen von sieben Autos ist es trotzdem gelungen, ihre Wagen …
Er ist und bleibt ein Renner: Selbst eine Woche nach seiner Eröffnung ist das Publikumsinteresse am neuen Berliner Hauptbahnhof ungebrochen. Dicht an dicht schoben sich die Menschen am Pfingstmontag auf dem Fußgängersteig über die Spree, um Europas modernsten …
Anlieger fühlen sich von Durchsagen gestört / Vor dem Hauptbahnhof vertreibt der Senat Wildparker – dort bleiben nur 40 Stellplätze übrig Peter Neumann
Gerade erst eröffnet – und schon Streitobjekt. Anlieger des neuen Bahnhofs Südkreuz wollen vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen die Deutsche Bahn (DB) beantragen, wenn die Lautsprecheransagen auf den Fernbahnsteigen nachts nicht abgestellt werden. Auch rund um den neuen Hauptbahnhof gibt es Ärger. Autofahrer klagen, dass sie auf dem …
Mit viel Pomp, Feierei und Feuerwerksraketen wurde er #eingeweiht – der neue Berliner #Hauptbahnhof. Die Pressemeldungen überschlugen sich vor Begeisterung für den #Glaspalast, der eine Keimzelle für ein weiteres Berliner Zentrum werden soll.
Viele Neugierige, die ihren Wochenend- oder Ferienausflug zu dem Kaufhaus mit Gleisanschluss legten, sorgten in den ersten Tagen für drangvolle Enge auf den fünf Ebenen. Zum „Bahnhof gucken!“ rief eine Boulevardzeitung auf. Inzwischen hat sich der Menschenzustrom auf ein erträglicheres Maß eingepegelt, und wie er sich im Alltag entwickelt, wird man erst nach der Fußball-WM absehen können.